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	<title>Kommentare zu: Geld und Religion</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen und Kausalzusammenhänge aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht: technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Jan 2012 13:08:42 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: film(tipp): Der Geist des Geldes &#171; (projekt)sinnfrei</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-2185</link>
		<dc:creator>film(tipp): Der Geist des Geldes &#171; (projekt)sinnfrei</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 18:37:03 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zu dieser Thematik hat sich auch Dobszay zu Wort gemeldet, und ich m&#246;chte die Gelegenheit nutzen au... [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zu dieser Thematik hat sich auch Dobszay zu Wort gemeldet, und ich m&#246;chte die Gelegenheit nutzen au&#8230; [...]</p>
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		<title>Von: LD</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1230</link>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 14:48:33 +0000</pubDate>
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		<description>Eine &quot;g&#246;ttliche Ordnung” und eine &quot;Evolution der Natur&quot; sind f&#252;r mich keine Gegens&#228;tze. Weshalb sollte es in einer g&#246;ttlichen Ordnung keine Evolution geben? Vielleicht liegt das Problem am Gottesbild, das einige von einem &quot;allm&#228;chtigen&quot; Gott haben. Wer erwartet, dass ein &quot;guter&quot; Gott ein Gott sein muss, der keine &quot;Schrecklichkeiten&quot; auf der Welt zul&#228;sst, masst sich an, diesen Gott zu bevormunden. Wenn wir der Bibel Glauben schenken, dann wurde der Mensch von Gott &quot;nach seinem Ebenbild&quot; erschaffen - ohne dass dies jedoch n&#228;her spezifiziert wird. Demzufolge hat der Mensch einen freien Willen und damit nat&#252;rlich (oder leider) auch die Freiheit, &quot;Schrecklichkeiten&quot; beziehungsweise S&#252;nden zu begehen, wof&#252;r er aber &quot;am Tag des j&#252;ngsten Gerichts&quot; zur Rechenschaft gezogen wird.

Wenn Du mit Gl&#228;ubigen sprichst, die nur blind das glauben, was sie von &quot;Predigern&quot; vorgesetzt bekommen, wirst Du keine &quot;vern&#252;nftigen&quot; Argumente zu h&#246;ren bekommen, denn sie haben ganz einfach keine. Ebensowenig kommen aber auch &quot;vern&#252;nftige&quot; Argumente von denen, die ihren Glauben oder Unglauben nur auf dem aufbauen, was ihnen die Wissenschaft mit ihrer beschr&#228;nkter Erkenntnisf&#228;higkeit serviert.

Claudia, ich attestiere Dir keinesfalls, dass Du generell &quot;beschr&#228;nkt&quot; bist. Wenn Du jedoch Dein Weltbild nur auf dem basierst, das Dir die Wissenschaft als gesicherte Erkenntnis liefert, beschr&#228;nkst Du Dich in dieser Hinsicht selber.

&#220;ber Toleranz bestehen anscheinend unterschiedliche Auffassungen. Toleranz kommt aus dem lateinischen &quot;tolerare&quot; und heisst auf Deutsch &quot;erdulden&quot;. Die Erduldung von etwas, das meinen Wertvorstellungen widerspricht ist f&#252;r mich keine &quot;friedenserhaltende Haltung&quot;, denn genau dieses &quot;die Faust im Sack machen&quot; f&#252;hrt zu unterdr&#252;ckten Aggressionen und letztlich zu Krieg. Toleranz ist f&#252;r mich keine Option, denn es ist ein Zustand der Passivit&#228;t. Wenn mir etwas wertvoll ist, dann setze ich mich daf&#252;r aktiv ein. Andernfalls ist es mir einfach egal, d.h. dann bin ich dem gegen&#252;ber gleichg&#252;ltig. Das hat nichts mit Toleranz zu tun. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade die, welche am lautesten nach Toleranz schreien, selber am wenigsten tolerant gegen&#252;ber anders Denkenden sind. Ich verlange von niemandem Toleranz sondern wenn schon dann Achtung und Gespr&#228;chsbereitschaft.

Wie Thinkabout richtig bemerkt, w&#228;re sowohl von Christen als auch von Nichtchristen mehr Verbindlichkeit angesagt. Wenn Du es als aggressiv und abwertend empfindest, dass ich Flagge zeige und mich klar zu meinen Werten bekenne, liegt das wom&#246;glich an der im deutschen Sprachraum fehlenden &quot;Streitkultur&quot;. Darunter verstehe ich das Austauschen von Argumenten und Standpunkten im altgriechischen Sinn beziehungsweise im Sinn des lateinischen &quot;disputare&quot;. Mit Aggressivit&#228;t hat dies nichts zu tun. Deswegen musst Du nicht gleich eingeschnappt sein ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine &#8220;g&#246;ttliche Ordnung” und eine &#8220;Evolution der Natur&#8221; sind f&#252;r mich keine Gegens&#228;tze. Weshalb sollte es in einer g&#246;ttlichen Ordnung keine Evolution geben? Vielleicht liegt das Problem am Gottesbild, das einige von einem &#8220;allm&#228;chtigen&#8221; Gott haben. Wer erwartet, dass ein &#8220;guter&#8221; Gott ein Gott sein muss, der keine &#8220;Schrecklichkeiten&#8221; auf der Welt zul&#228;sst, masst sich an, diesen Gott zu bevormunden. Wenn wir der Bibel Glauben schenken, dann wurde der Mensch von Gott &#8220;nach seinem Ebenbild&#8221; erschaffen &#8211; ohne dass dies jedoch n&#228;her spezifiziert wird. Demzufolge hat der Mensch einen freien Willen und damit nat&#252;rlich (oder leider) auch die Freiheit, &#8220;Schrecklichkeiten&#8221; beziehungsweise S&#252;nden zu begehen, wof&#252;r er aber &#8220;am Tag des j&#252;ngsten Gerichts&#8221; zur Rechenschaft gezogen wird.</p>
<p>Wenn Du mit Gl&#228;ubigen sprichst, die nur blind das glauben, was sie von &#8220;Predigern&#8221; vorgesetzt bekommen, wirst Du keine &#8220;vern&#252;nftigen&#8221; Argumente zu h&#246;ren bekommen, denn sie haben ganz einfach keine. Ebensowenig kommen aber auch &#8220;vern&#252;nftige&#8221; Argumente von denen, die ihren Glauben oder Unglauben nur auf dem aufbauen, was ihnen die Wissenschaft mit ihrer beschr&#228;nkter Erkenntnisf&#228;higkeit serviert.</p>
<p>Claudia, ich attestiere Dir keinesfalls, dass Du generell &#8220;beschr&#228;nkt&#8221; bist. Wenn Du jedoch Dein Weltbild nur auf dem basierst, das Dir die Wissenschaft als gesicherte Erkenntnis liefert, beschr&#228;nkst Du Dich in dieser Hinsicht selber.</p>
<p>&#220;ber Toleranz bestehen anscheinend unterschiedliche Auffassungen. Toleranz kommt aus dem lateinischen &#8220;tolerare&#8221; und heisst auf Deutsch &#8220;erdulden&#8221;. Die Erduldung von etwas, das meinen Wertvorstellungen widerspricht ist f&#252;r mich keine &#8220;friedenserhaltende Haltung&#8221;, denn genau dieses &#8220;die Faust im Sack machen&#8221; f&#252;hrt zu unterdr&#252;ckten Aggressionen und letztlich zu Krieg. Toleranz ist f&#252;r mich keine Option, denn es ist ein Zustand der Passivit&#228;t. Wenn mir etwas wertvoll ist, dann setze ich mich daf&#252;r aktiv ein. Andernfalls ist es mir einfach egal, d.h. dann bin ich dem gegen&#252;ber gleichg&#252;ltig. Das hat nichts mit Toleranz zu tun. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade die, welche am lautesten nach Toleranz schreien, selber am wenigsten tolerant gegen&#252;ber anders Denkenden sind. Ich verlange von niemandem Toleranz sondern wenn schon dann Achtung und Gespr&#228;chsbereitschaft.</p>
<p>Wie Thinkabout richtig bemerkt, w&#228;re sowohl von Christen als auch von Nichtchristen mehr Verbindlichkeit angesagt. Wenn Du es als aggressiv und abwertend empfindest, dass ich Flagge zeige und mich klar zu meinen Werten bekenne, liegt das wom&#246;glich an der im deutschen Sprachraum fehlenden &#8220;Streitkultur&#8221;. Darunter verstehe ich das Austauschen von Argumenten und Standpunkten im altgriechischen Sinn beziehungsweise im Sinn des lateinischen &#8220;disputare&#8221;. Mit Aggressivit&#228;t hat dies nichts zu tun. Deswegen musst Du nicht gleich eingeschnappt sein <img src='http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thinkabout</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1229</link>
		<dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 11:58:23 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Claudia
Ich verstehe Dich. Aber lass Dir sagen, dass ich mich - obwohl in anderer Position als Du - von LD durchaus auch angegriffen gef&#252;hlt habe: Er spricht die Art Toleranz an, die Christen gerne hervorkehren, wenn sie damit vermeiden k&#246;nnen, ihren Glauben erkl&#228;ren oder verteidigen zu &quot;m&#252;ssen&quot;. Und hier bin ich ihm dankbar, dass er sagt, was er eben sagt: 
Christen sollten sich sehr wohl sehr viel verbindlicher erkl&#228;ren und vor allem auch leben, was sie glauben. Das ist schwierig genug, aber im Grunde nichts anderes, als Du auch versuchst: Ich &quot;kenne&quot; Dich gut genug, um zu wissen, dass gerade Du Dir sehr viele ernsthafte Gedanken um unser Woher und Wohin machst. Und das ist immer wieder eine Bereicherung f&#252;r mich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Claudia<br />
Ich verstehe Dich. Aber lass Dir sagen, dass ich mich &#8211; obwohl in anderer Position als Du &#8211; von LD durchaus auch angegriffen gef&#252;hlt habe: Er spricht die Art Toleranz an, die Christen gerne hervorkehren, wenn sie damit vermeiden k&#246;nnen, ihren Glauben erkl&#228;ren oder verteidigen zu &#8220;m&#252;ssen&#8221;. Und hier bin ich ihm dankbar, dass er sagt, was er eben sagt:<br />
Christen sollten sich sehr wohl sehr viel verbindlicher erkl&#228;ren und vor allem auch leben, was sie glauben. Das ist schwierig genug, aber im Grunde nichts anderes, als Du auch versuchst: Ich &#8220;kenne&#8221; Dich gut genug, um zu wissen, dass gerade Du Dir sehr viele ernsthafte Gedanken um unser Woher und Wohin machst. Und das ist immer wieder eine Bereicherung f&#252;r mich.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1228</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 10:42:37 +0000</pubDate>
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		<description>@LD: 

ich bin etwas perplex &#252;ber deine Antwort! Ich bezog mich mit meinem Kommentar auf folgenden Passus deines Artikels:

&quot;Ohne Geld gibt es keine florierende Wirtschaft und ohne Religion fehlt uns der Sinn des Lebens und die Orientierung an Werten. Eingefleischte Religionshasser m&#246;gen behaupten, auch ohne Religion auskommen zu k&#246;nnen. Dabei merken sie gar nicht, dass sie damit ihre eigene Religion definieren. Das ist dann so, wie wenn jemand bestrebt ist, kein Streber zu sein. Ein Atheist braucht einen viel gr&#246;sseren Glauben an das Nichts als ein Christ, Jude oder Moslem, der sein Haupt vor einem Gott und Sch&#246;pfer neigt in der Erkenntnis, dass gem&#228;ss den Gesetzen der Logik und der Naturwissenschaften nichts aus dem Nichts entstehen kann.&quot;

und habe dem in zweifacher Hinsicht widersprochen. N&#228;mlich einerseits, dass es auch ohne Gott m&#246;glich ist, ein Werte-orientiertes Leben zu f&#252;hren - und zweitens, dass man nicht &quot;Religions-Hasser&quot; bzw. militianter Atheist sein muss, wenn man ohne Gottesglauben auskommt. 

Dem ersten Punkt stimmst du zu, schreibst dann aber weiter: 

&quot;Aber wenn wir unseren Glauben einfach nur auf die Wissenschaft beschr&#228;nken, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes beschr&#228;nkt. Um einen “Streit um Gott” geht es doch gar nicht sondern vielmehr um die Anerkennung einer g&#246;ttlichen Ordnung, die Erkenntnis, dass nichts aus dem Nichts entstehen kann, und um Demut als Gegensatz zur &#220;berheblichkeit - so unpopul&#228;r dies nun auch klingen mag.&quot;

und erkl&#228;rst mich damit f&#252;r &quot;beschr&#228;nkt&quot;, weil ich nicht deinem Glauben anh&#228;nge! F&#252;r mich gibt es keine &quot;g&#246;ttliche Ordnung&quot;, sondern eine Evolution der Natur, die sowohl erschafft als auch wieder zerst&#246;rt - wenn schon eine Gottesvorstellung, l&#228;ge mir die hinduistische Vorstellung (die auch das Zerst&#246;rerische / die dunkle Seite integriert) n&#228;her als die christliche mit ihrem Bem&#252;hen, einen allm&#228;chtigen, allwissenden und GUTEN Gott anzunehmen und dann das Problem durch die Zeiten zu tragen, wie es denn zu all den Schrecklichkeiten kommt, wenn er/sie doch GUT und ALLM&#196;CHTIG ist. 

Dass wir nicht wissen, wie der Kosmos in den ersten Augenblicken entstanden ist, liegt doch wesentlich daran, dass wir keinen Standpunkt au&#223;erhalb einnehmen k&#246;nnen, wo das beobachtbar w&#228;re. Deshalb muss ich nicht zu einer Gottesvorstellung kommen, schon gar nicht zu einem &quot;pers&#246;nlichen&quot;. 

Als Kind glaubte ich noch (ganz NAIV) an Gott, weil man mir das so erz&#228;hlte. Auch, dass ich mit ihm sprechen k&#246;nnte, was sich allerdings als falsch erwie&#223;: er antwortete nicht. Deshalb gab ich diesen Glauben mit 9 Jahren auf. 

Ich habe dir also mit meinem Kommentar einfach eine Stellungnahme von einem Weltbild aus abgegeben, das ich als rund um mich her seit Jahrzehnten als das verbreitetste erlebe. Wir erkennen die Welt in der Regel &#252;ber den Verstand und die Wissenschaft ist es, die das Weltbild mittels Theorie und Versuch konkretisiert. Es ist daher nicht eben mal so locker machbar, zu &#220;berzeugungen zu kommen, wie sie Gl&#228;ubige haben.

Du schreibst selbst im Artikel:

&quot;Wer den Glauben bloss &#252;ber seinen beschr&#228;nkten Intellekt zu erschliessen versucht, wird zwangsl&#228;ufig daran scheitern, denn der Glaube findet vornehmlich im Herzen und nicht nur im Kopf statt.&quot;

und eben DARAUF habe ich mich bezogen mit meinem Satz

&quot;Einfach “Verstand abschalten und glauben” ist immer weniger Menschen m&#246;glich &quot;

Worauf du mir um die Ohren haust: 

&quot;Glauben hat &#252;berhaupt nichts mit “Verstand abschalten” zu tun - ganz im Gegenteil! Es bedarf schon eines gewissen Intellekts, sich fundiert mit Religion auseinanderzusetzen und zu wissen, warum man etwas glaubt.&quot;

Ja was denn nun? Dann schlie&#223;t du auch noch mit einem aggressiven

&quot;Toleranz ist etwas f&#252;r Weicheier und Ignoranten, die keinen Standpunkt einnehmen wollen und nicht bereit sind, f&#252;r ihre Werte einzutreten.&quot;

F&#252;r mich ist Toleranz die friedenserhaltende Haltung gegen&#252;ber Andersdenkenden und Andersglaubenden.  Deine Art, mit mir zu sprechen, empfinde ich als abwertend und nicht von intellektueller Redlichkeit gepr&#228;gt. Sie best&#228;tigt meine Erfahrung, dass mit Gl&#228;ubigen meist nicht vern&#252;nftig zu sprechen ist: man bekommt st&#228;ndig einen auf die M&#252;tze wegen der eigenen Ungl&#228;ubigkeit und auf Argumente wird nicht eingegangen.

Lassen wir es also dabei bewenden, es ist ein fruchtloser Disput.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@LD: </p>
<p>ich bin etwas perplex &#252;ber deine Antwort! Ich bezog mich mit meinem Kommentar auf folgenden Passus deines Artikels:</p>
<p>&#8220;Ohne Geld gibt es keine florierende Wirtschaft und ohne Religion fehlt uns der Sinn des Lebens und die Orientierung an Werten. Eingefleischte Religionshasser m&#246;gen behaupten, auch ohne Religion auskommen zu k&#246;nnen. Dabei merken sie gar nicht, dass sie damit ihre eigene Religion definieren. Das ist dann so, wie wenn jemand bestrebt ist, kein Streber zu sein. Ein Atheist braucht einen viel gr&#246;sseren Glauben an das Nichts als ein Christ, Jude oder Moslem, der sein Haupt vor einem Gott und Sch&#246;pfer neigt in der Erkenntnis, dass gem&#228;ss den Gesetzen der Logik und der Naturwissenschaften nichts aus dem Nichts entstehen kann.&#8221;</p>
<p>und habe dem in zweifacher Hinsicht widersprochen. N&#228;mlich einerseits, dass es auch ohne Gott m&#246;glich ist, ein Werte-orientiertes Leben zu f&#252;hren &#8211; und zweitens, dass man nicht &#8220;Religions-Hasser&#8221; bzw. militianter Atheist sein muss, wenn man ohne Gottesglauben auskommt. </p>
<p>Dem ersten Punkt stimmst du zu, schreibst dann aber weiter: </p>
<p>&#8220;Aber wenn wir unseren Glauben einfach nur auf die Wissenschaft beschr&#228;nken, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes beschr&#228;nkt. Um einen “Streit um Gott” geht es doch gar nicht sondern vielmehr um die Anerkennung einer g&#246;ttlichen Ordnung, die Erkenntnis, dass nichts aus dem Nichts entstehen kann, und um Demut als Gegensatz zur &#220;berheblichkeit &#8211; so unpopul&#228;r dies nun auch klingen mag.&#8221;</p>
<p>und erkl&#228;rst mich damit f&#252;r &#8220;beschr&#228;nkt&#8221;, weil ich nicht deinem Glauben anh&#228;nge! F&#252;r mich gibt es keine &#8220;g&#246;ttliche Ordnung&#8221;, sondern eine Evolution der Natur, die sowohl erschafft als auch wieder zerst&#246;rt &#8211; wenn schon eine Gottesvorstellung, l&#228;ge mir die hinduistische Vorstellung (die auch das Zerst&#246;rerische / die dunkle Seite integriert) n&#228;her als die christliche mit ihrem Bem&#252;hen, einen allm&#228;chtigen, allwissenden und GUTEN Gott anzunehmen und dann das Problem durch die Zeiten zu tragen, wie es denn zu all den Schrecklichkeiten kommt, wenn er/sie doch GUT und ALLM&#196;CHTIG ist. </p>
<p>Dass wir nicht wissen, wie der Kosmos in den ersten Augenblicken entstanden ist, liegt doch wesentlich daran, dass wir keinen Standpunkt au&#223;erhalb einnehmen k&#246;nnen, wo das beobachtbar w&#228;re. Deshalb muss ich nicht zu einer Gottesvorstellung kommen, schon gar nicht zu einem &#8220;pers&#246;nlichen&#8221;. </p>
<p>Als Kind glaubte ich noch (ganz NAIV) an Gott, weil man mir das so erz&#228;hlte. Auch, dass ich mit ihm sprechen k&#246;nnte, was sich allerdings als falsch erwie&#223;: er antwortete nicht. Deshalb gab ich diesen Glauben mit 9 Jahren auf. </p>
<p>Ich habe dir also mit meinem Kommentar einfach eine Stellungnahme von einem Weltbild aus abgegeben, das ich als rund um mich her seit Jahrzehnten als das verbreitetste erlebe. Wir erkennen die Welt in der Regel &#252;ber den Verstand und die Wissenschaft ist es, die das Weltbild mittels Theorie und Versuch konkretisiert. Es ist daher nicht eben mal so locker machbar, zu &#220;berzeugungen zu kommen, wie sie Gl&#228;ubige haben.</p>
<p>Du schreibst selbst im Artikel:</p>
<p>&#8220;Wer den Glauben bloss &#252;ber seinen beschr&#228;nkten Intellekt zu erschliessen versucht, wird zwangsl&#228;ufig daran scheitern, denn der Glaube findet vornehmlich im Herzen und nicht nur im Kopf statt.&#8221;</p>
<p>und eben DARAUF habe ich mich bezogen mit meinem Satz</p>
<p>&#8220;Einfach “Verstand abschalten und glauben” ist immer weniger Menschen m&#246;glich &#8221;</p>
<p>Worauf du mir um die Ohren haust: </p>
<p>&#8220;Glauben hat &#252;berhaupt nichts mit “Verstand abschalten” zu tun &#8211; ganz im Gegenteil! Es bedarf schon eines gewissen Intellekts, sich fundiert mit Religion auseinanderzusetzen und zu wissen, warum man etwas glaubt.&#8221;</p>
<p>Ja was denn nun? Dann schlie&#223;t du auch noch mit einem aggressiven</p>
<p>&#8220;Toleranz ist etwas f&#252;r Weicheier und Ignoranten, die keinen Standpunkt einnehmen wollen und nicht bereit sind, f&#252;r ihre Werte einzutreten.&#8221;</p>
<p>F&#252;r mich ist Toleranz die friedenserhaltende Haltung gegen&#252;ber Andersdenkenden und Andersglaubenden.  Deine Art, mit mir zu sprechen, empfinde ich als abwertend und nicht von intellektueller Redlichkeit gepr&#228;gt. Sie best&#228;tigt meine Erfahrung, dass mit Gl&#228;ubigen meist nicht vern&#252;nftig zu sprechen ist: man bekommt st&#228;ndig einen auf die M&#252;tze wegen der eigenen Ungl&#228;ubigkeit und auf Argumente wird nicht eingegangen.</p>
<p>Lassen wir es also dabei bewenden, es ist ein fruchtloser Disput.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thinkabout</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1227</link>
		<dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 00:34:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=1023#comment-1227</guid>
		<description>Ich pers&#246;nlich kann auch als Christ nicht glauben, dass ein Muslim Gott nicht mindestens so nah sein kann wie ich. 
Mit Erstaunen stelle ich fest, dass viele Bilder und Konstruktionen unseres christlichen Glaubens, wie z.B. Gott, Sohn und heiliger Geist, sehr &#228;hnlich schon im Hinduismus zu finden sind, jahrtausende &#228;lter als die Niederschriften in der Bibel. 
Dies alles bringt meinen pers&#246;nlichen christlichen Glauben in keiner Weise in Bedr&#228;ngnis. Es verhindert nur, dass ich missionarisch F&#252;R die Bekehrung zu meinem eigenen Glauben t&#228;tig werde. Was ich mir aber bewusst bin und was ich leisten will ist folgendes: 
Ich will meine pers&#246;nliche Gotteserfahrung, in der mein Gott f&#252;r mich eine &lt;em&gt;Realit&#228;t&lt;/em&gt; ist, vor-leben. In dieser Form Zeugnis abzulegen, kann und muss niemanden st&#246;ren, es ist schlicht eine Lebensweise, aber mehr als blosser Glaube. Ich weiss um meinen Gott. Ich kann niemandem garantieren, dass es ewiges Leben gibt, aber ich bekomme auf Schritt und Tritt aufgezeigt, dass der Kern meiner Seele nicht an meinen K&#246;rper gebunden ist. Alles, was wir Menschen aus diesen Beobachtungen machen, ist Religion - und Bild. Ich glaube, dass Gott sehr viel toleranter ist als jeder Pfarrer oder Imam oder Rabbi dieser Welt. Und er ist mir so nah, dass ich mit ihm sprechen kann. Deswegen bin ich weit davon entfernt, anzunehmen, dass dies einem Juden oder einem Moslem nicht m&#246;glich w&#228;re. Und ich bin froh um deren geistigen Reichtum f&#252;r die Welt der Suchenden und Wachen. F&#252;r jene, die jenseits aller absoluten Dogmen nach wirklicher Wahrheit suchen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich pers&#246;nlich kann auch als Christ nicht glauben, dass ein Muslim Gott nicht mindestens so nah sein kann wie ich.<br />
Mit Erstaunen stelle ich fest, dass viele Bilder und Konstruktionen unseres christlichen Glaubens, wie z.B. Gott, Sohn und heiliger Geist, sehr &#228;hnlich schon im Hinduismus zu finden sind, jahrtausende &#228;lter als die Niederschriften in der Bibel.<br />
Dies alles bringt meinen pers&#246;nlichen christlichen Glauben in keiner Weise in Bedr&#228;ngnis. Es verhindert nur, dass ich missionarisch F&#252;R die Bekehrung zu meinem eigenen Glauben t&#228;tig werde. Was ich mir aber bewusst bin und was ich leisten will ist folgendes:<br />
Ich will meine pers&#246;nliche Gotteserfahrung, in der mein Gott f&#252;r mich eine <em>Realit&#228;t</em> ist, vor-leben. In dieser Form Zeugnis abzulegen, kann und muss niemanden st&#246;ren, es ist schlicht eine Lebensweise, aber mehr als blosser Glaube. Ich weiss um meinen Gott. Ich kann niemandem garantieren, dass es ewiges Leben gibt, aber ich bekomme auf Schritt und Tritt aufgezeigt, dass der Kern meiner Seele nicht an meinen K&#246;rper gebunden ist. Alles, was wir Menschen aus diesen Beobachtungen machen, ist Religion &#8211; und Bild. Ich glaube, dass Gott sehr viel toleranter ist als jeder Pfarrer oder Imam oder Rabbi dieser Welt. Und er ist mir so nah, dass ich mit ihm sprechen kann. Deswegen bin ich weit davon entfernt, anzunehmen, dass dies einem Juden oder einem Moslem nicht m&#246;glich w&#228;re. Und ich bin froh um deren geistigen Reichtum f&#252;r die Welt der Suchenden und Wachen. F&#252;r jene, die jenseits aller absoluten Dogmen nach wirklicher Wahrheit suchen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: LD</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1226</link>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 23:17:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=1023#comment-1226</guid>
		<description>@Claudia: Nat&#252;rlich kann man sich auch ohne Gott an Werten orientieren und um ein &quot;anst&#228;ndiges&quot; Leben bem&#252;hen. Aber wenn wir unseren Glauben einfach nur auf die Wissenschaft beschr&#228;nken, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes beschr&#228;nkt. Um einen &quot;Streit um Gott&quot; geht es doch gar nicht sondern vielmehr um die Anerkennung einer g&#246;ttlichen Ordnung, die Erkenntnis, dass nichts aus dem Nichts entstehen kann, und um Demut als Gegensatz zur &#220;berheblichkeit - so unpopul&#228;r dies nun auch klingen mag.

Das mit dem Urknall ist mir pers&#246;nlich etwas zu abstrakt. Wer hat eigentlich auf den Knopf gedr&#252;ckt?

Religion ist keine Sinngebung von aussen. Sie ist die Lehre von der g&#246;ttlichen Ordnung und dem Sinn des Lebens. Und &#252;brigens ist der Leitsatz &quot;Was du nicht willst, das man dir tut, das f&#252;g&#039; auch keinem andern zu&quot; v&#246;llig im Sinn der christlichen Lehre. Was soll daran &quot;kindlich-naiv&quot; sein, mit Gott pers&#246;nlich sprechen zu wollen, wenn man an seine Existenz glaubt? Glauben hat &#252;berhaupt nichts mit &quot;Verstand abschalten&quot; zu tun - ganz im Gegenteil! Es bedarf schon eines gewissen Intellekts, sich fundiert mit Religion auseinanderzusetzen und zu wissen, warum man etwas glaubt.

Zu Deinem Dilemma mit dem &quot;wahren Glauben&quot;: Wenn jemand seinen Glauben nicht als die einzige Wahrheit erachten w&#252;rde, w&#228;re er ein Narr, daran zu glauben. Deinen Worten entnehme ich, dass Du Dich noch nie tiefgehend mit dem Glauben auseinandergesetzt und somit auch (noch) keinen Zugang dazu gefunden hast.

Toleranz ist etwas f&#252;r Weicheier und Ignoranten, die keinen Standpunkt einnehmen wollen und nicht bereit sind, f&#252;r ihre Werte einzutreten. Was wir brauchen ist Respekt vor unseren Mitmenschen ebenso wie vor der Sch&#246;pfung und ihrem Sch&#246;pfer.

@mondstern: Die Frage ist weniger, ob man einen Gott braucht, sondern ob es ihn gibt und wie wir damit umgehen wollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Claudia: Nat&#252;rlich kann man sich auch ohne Gott an Werten orientieren und um ein &#8220;anst&#228;ndiges&#8221; Leben bem&#252;hen. Aber wenn wir unseren Glauben einfach nur auf die Wissenschaft beschr&#228;nken, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes beschr&#228;nkt. Um einen &#8220;Streit um Gott&#8221; geht es doch gar nicht sondern vielmehr um die Anerkennung einer g&#246;ttlichen Ordnung, die Erkenntnis, dass nichts aus dem Nichts entstehen kann, und um Demut als Gegensatz zur &#220;berheblichkeit &#8211; so unpopul&#228;r dies nun auch klingen mag.</p>
<p>Das mit dem Urknall ist mir pers&#246;nlich etwas zu abstrakt. Wer hat eigentlich auf den Knopf gedr&#252;ckt?</p>
<p>Religion ist keine Sinngebung von aussen. Sie ist die Lehre von der g&#246;ttlichen Ordnung und dem Sinn des Lebens. Und &#252;brigens ist der Leitsatz &#8220;Was du nicht willst, das man dir tut, das f&#252;g&#8217; auch keinem andern zu&#8221; v&#246;llig im Sinn der christlichen Lehre. Was soll daran &#8220;kindlich-naiv&#8221; sein, mit Gott pers&#246;nlich sprechen zu wollen, wenn man an seine Existenz glaubt? Glauben hat &#252;berhaupt nichts mit &#8220;Verstand abschalten&#8221; zu tun &#8211; ganz im Gegenteil! Es bedarf schon eines gewissen Intellekts, sich fundiert mit Religion auseinanderzusetzen und zu wissen, warum man etwas glaubt.</p>
<p>Zu Deinem Dilemma mit dem &#8220;wahren Glauben&#8221;: Wenn jemand seinen Glauben nicht als die einzige Wahrheit erachten w&#252;rde, w&#228;re er ein Narr, daran zu glauben. Deinen Worten entnehme ich, dass Du Dich noch nie tiefgehend mit dem Glauben auseinandergesetzt und somit auch (noch) keinen Zugang dazu gefunden hast.</p>
<p>Toleranz ist etwas f&#252;r Weicheier und Ignoranten, die keinen Standpunkt einnehmen wollen und nicht bereit sind, f&#252;r ihre Werte einzutreten. Was wir brauchen ist Respekt vor unseren Mitmenschen ebenso wie vor der Sch&#246;pfung und ihrem Sch&#246;pfer.</p>
<p>@mondstern: Die Frage ist weniger, ob man einen Gott braucht, sondern ob es ihn gibt und wie wir damit umgehen wollen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: mondstern</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1225</link>
		<dc:creator>mondstern</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 07:23:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=1023#comment-1225</guid>
		<description>ja nat&#252;rlich braucht man einen gott</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ja nat&#252;rlich braucht man einen gott</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1224</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 07:04:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=1023#comment-1224</guid>
		<description>Meinem Empfinden nach braucht man keinen Gott, um sich um ein anst&#228;ndiges Leben entlang an Werten zu bem&#252;hen. 
Du schreibst, Atheisten m&#252;ssten heftiger an das Nichts glauben als Gl&#228;ubige an Gott - wo bleiben in dieser Sicht der Dinge aber all diejenigen, die einfach nur an die Wissenschaft glauben und sich am &quot;Streit um Gott&quot; gar nicht beteiligen? Die vielleicht nichts dagegen haben, wenn Menschen den letzten Grund aller Dinge in der Abstrahierung &quot;Gott&quot; nennen wollen, sich aber selber mehr f&#252;r den Urknall und das Higgs-Teilchen interessieren? Im Buddhismus kommt man ebenfalls ohne Gott aus - sind Buddhisten deshalb unethischere Menschen als Theisten?

Ich wundere mich, dass es vielen so schwer f&#228;llt, auf Sinngebungen von AUSSEN oder OBEN zu verzichten. Eine Orientierung am Kantschen Imperativ bzw. dessen popul&#228;rer Form (Was du nicht willst, dass man dir tu....) ist doch f&#252;r jeden verst&#228;ndlich, ist leicht verstehbar und auch nachf&#252;hlbar. 

Nicht allein der Machtmissbrauch f&#252;r weltliche Zwecke ist es, der viele von den theistischen Religionen entfremdet, sondern tats&#228;chlich das &quot;Dogma&quot;. Ich will ja niemandem auf den Schlips treten, aber die Vorstellung eines Gottes, der auch noch pers&#246;nlich ansprechbar sein soll und sich um die Belange der Gl&#228;ubigen k&#252;mmert, erscheint in Zeiten eines wissenschaftlichen Weltbilds doch recht kindlich-naiv. Von Wundern, unbefleckter Empf&#228;ngnis, Spazierg&#228;ngen &#252;bers Wasser und Auffahrten in den Himmel ganz zu schweigen. 

Einfach &quot;Verstand abschalten und glauben&quot; ist immer weniger Menschen m&#246;glich - und eigentlich finde ich das gut so. Habe aber auch eingesehen, dass es f&#252;r viele zu erschreckend ist, einfach so in einem riesigen, un&#252;berschaubaren Kosmos zu stehen und uns Menschen mit unseren elaborierten Ger&#228;tschaften nicht als wesentlich verschieden von der Spinne anzusehen, die recht kunstvolle Netze baut. 

Es sollte also jeder an den Gott seiner Wahl glauben d&#252;rfen - nur schade, dass das den meisten nicht reicht: es muss dann immer gleich der einzige bzw. der WAHRE Glaube sein - und das tr&#228;gt eben den Keim des Krieges in sich. Ein Fach &quot;Ethik, Religion&quot; soll dem entgegen wirken und Toleranz und Verst&#228;ndnis vermitteln - eine durchaus sinnvolle Intention!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meinem Empfinden nach braucht man keinen Gott, um sich um ein anst&#228;ndiges Leben entlang an Werten zu bem&#252;hen.<br />
Du schreibst, Atheisten m&#252;ssten heftiger an das Nichts glauben als Gl&#228;ubige an Gott &#8211; wo bleiben in dieser Sicht der Dinge aber all diejenigen, die einfach nur an die Wissenschaft glauben und sich am &#8220;Streit um Gott&#8221; gar nicht beteiligen? Die vielleicht nichts dagegen haben, wenn Menschen den letzten Grund aller Dinge in der Abstrahierung &#8220;Gott&#8221; nennen wollen, sich aber selber mehr f&#252;r den Urknall und das Higgs-Teilchen interessieren? Im Buddhismus kommt man ebenfalls ohne Gott aus &#8211; sind Buddhisten deshalb unethischere Menschen als Theisten?</p>
<p>Ich wundere mich, dass es vielen so schwer f&#228;llt, auf Sinngebungen von AUSSEN oder OBEN zu verzichten. Eine Orientierung am Kantschen Imperativ bzw. dessen popul&#228;rer Form (Was du nicht willst, dass man dir tu&#8230;.) ist doch f&#252;r jeden verst&#228;ndlich, ist leicht verstehbar und auch nachf&#252;hlbar. </p>
<p>Nicht allein der Machtmissbrauch f&#252;r weltliche Zwecke ist es, der viele von den theistischen Religionen entfremdet, sondern tats&#228;chlich das &#8220;Dogma&#8221;. Ich will ja niemandem auf den Schlips treten, aber die Vorstellung eines Gottes, der auch noch pers&#246;nlich ansprechbar sein soll und sich um die Belange der Gl&#228;ubigen k&#252;mmert, erscheint in Zeiten eines wissenschaftlichen Weltbilds doch recht kindlich-naiv. Von Wundern, unbefleckter Empf&#228;ngnis, Spazierg&#228;ngen &#252;bers Wasser und Auffahrten in den Himmel ganz zu schweigen. </p>
<p>Einfach &#8220;Verstand abschalten und glauben&#8221; ist immer weniger Menschen m&#246;glich &#8211; und eigentlich finde ich das gut so. Habe aber auch eingesehen, dass es f&#252;r viele zu erschreckend ist, einfach so in einem riesigen, un&#252;berschaubaren Kosmos zu stehen und uns Menschen mit unseren elaborierten Ger&#228;tschaften nicht als wesentlich verschieden von der Spinne anzusehen, die recht kunstvolle Netze baut. </p>
<p>Es sollte also jeder an den Gott seiner Wahl glauben d&#252;rfen &#8211; nur schade, dass das den meisten nicht reicht: es muss dann immer gleich der einzige bzw. der WAHRE Glaube sein &#8211; und das tr&#228;gt eben den Keim des Krieges in sich. Ein Fach &#8220;Ethik, Religion&#8221; soll dem entgegen wirken und Toleranz und Verst&#228;ndnis vermitteln &#8211; eine durchaus sinnvolle Intention!</p>
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	<item>
		<title>Von: (projekt)sinnfrei &#187; Blog Archive &#187; doku(review): Der Geist des Geldes</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1163</link>
		<dc:creator>(projekt)sinnfrei &#187; Blog Archive &#187; doku(review): Der Geist des Geldes</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 19:39:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zu dieser Thematik hat sich auch Dobzay zu Wort gemeldet, und ich m&#246;chte die Gelegenheit nutzen auf...  &#171; Shibby! Piratenpartei in Schweden verbucht Erfolg! [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zu dieser Thematik hat sich auch Dobzay zu Wort gemeldet, und ich m&#246;chte die Gelegenheit nutzen auf&#8230;  &laquo; Shibby! Piratenpartei in Schweden verbucht Erfolg! [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: LD</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1161</link>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 18:46:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=1023#comment-1161</guid>
		<description>Freut mich, dass Dir der Beitrag gef&#228;llt :-) Ja, den Film habe ich unter anderem auch gesehen und schon damals im Beitrag &quot;&lt;a href=&quot;http://www.dobszay.ch/2009-01-15/unser-geld-und-wirtschaftssystem-hat-einen-konstruktionsfehler-teil-3/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler&lt;/a&gt;&quot; verlinkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Freut mich, dass Dir der Beitrag gef&#228;llt <img src='http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ja, den Film habe ich unter anderem auch gesehen und schon damals im Beitrag &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/2009-01-15/unser-geld-und-wirtschaftssystem-hat-einen-konstruktionsfehler-teil-3/" rel="nofollow">Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler</a>&#8221; verlinkt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: sinnfrei</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-06-09/geld-und-religion/comment-page-1/#comment-1160</link>
		<dc:creator>sinnfrei</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 16:54:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=1023#comment-1160</guid>
		<description>da hat wohl jemand auch die Doku vom Geist des Geldes gesehen :) und falls nicht, wird sie dich sicher interessieren! Wie immer: Super-Dossier zusammengestellt, Chapeau!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>da hat wohl jemand auch die Doku vom Geist des Geldes gesehen <img src='http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  und falls nicht, wird sie dich sicher interessieren! Wie immer: Super-Dossier zusammengestellt, Chapeau!</p>
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