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	<title>DOBSZAYs Ansichten und Einsichten &#187; IT-Alltag und Szenen-News</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen und Kausalzusammenhänge aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht: technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Jan 2012 06:55:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bye bye Facebook, MySpace, Twitter und Co.!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 06:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Vielleicht noch etwas verfr&#252;ht und voreilig hatte ich bereits 2007 das Ende von Web 2.0 und sozialen Netzwerken in der heutigen Form vorausgesagt und auch 2008 erneut vom Beginn des Platzens der Web 2.0 Blase berichtet. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: entgegen meinen urspr&#252;nglichen Einsch&#228;tzungen verdienen ein paar wenige heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht noch etwas verfr&#252;ht und voreilig hatte ich bereits 2007 das Ende von <a title=\"http://www.dobszay.ch/2007-01-22/web-20-fiktion-oder-wirklichkeit/\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMDEtMjIvd2ViLTIwLWZpa3Rpb24tb2Rlci13aXJrbGljaGtlaXQv">Web 2.0</a> und sozialen Netzwerken in der heutigen Form <a title=\"Social-Networking-Blase platzt\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMTAtMTkvc29jaWFsLW5ldHdvcmtpbmctYmxhc2UtcGxhdHp0Lw==">vorausgesagt</a> und auch 2008 erneut vom Beginn des Platzens der Web 2.0 Blase <a title=\"Die Web-2.0-Blase beginnt zu platzen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDgtMDUtMTcvZGllLXdlYi0yMC1ibGFzZS1iZWdpbm50LXp1LXBsYXR6ZW4v">berichtet</a>. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: entgegen meinen urspr&#252;nglichen Einsch&#228;tzungen verdienen ein paar wenige heute mittlerweile sogar recht gutes Geld mit ihrer Web-Plattform. Die wenigstens erzielen ihre Einnahmen jedoch, indem sie sich ihre Dienste von ihren Nutzern und Mitgliedern bezahlen lassen. Neben verschiedenen Formen der Online-Werbung bringt vor allem der Handel mit den <a title=\"Soziale Netzwerke pfeifen auf Datenschutz\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDgtMDktMjYvc296aWFsZS1uZXR6ZS1wZmVpZmVuLWF1Zi1kYXRlbnNjaHV0ei8=">Nutzerdaten</a> richtig Kohle in die Kassen. Dass man sich dabei meist nicht nur mit einem Fuss sondern gleich mit beiden Tretern im Bereich der Illegalit&#228;t befindet, wird als Kollateralschaden hingenommen und als Kavaliersdelikt betrachtet:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/hrontojPWEE?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/hrontojPWEE?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Privatsph&#228;re scheint im Internetzeitalter zu einem Privileg und Luxusgut geworden zu sein. Wer im digitalen Netz nicht existiert, wird als suspekt eingestuft, denn wahrscheinlich hat er etwas zu verbergen. Sonst w&#252;rde er ja schliesslich am sozialen Leben in virtuellen Welten teilnehmen und andere daran teilhaben lassen. Wer sich dem verweigert, muss folglich asozial sein. Das Fliegenpapier ist noch nicht voll. T&#228;glich str&#246;men immer noch neue Benutzer zu den sozialen Netzwerken, w&#228;hrend f&#252;r andere das Ende des Web-2.0-Hypes bereits begonnen hat. Allein schon die Tatsache, dass man einem Webzeitalter eine Versionsnummer verpasst, zeigt dessen Verg&#228;nglichkeit und sagt uns, dass es sp&#228;testens beim Erscheinen der n&#228;chsten Versionsnummer &#252;berholt und Schnee von gestern sein wird.</p>
<p><span id="more-3548"></span><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/e4re7mwQzIA?fs=1&amp;hl=en_US" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/e4re7mwQzIA?fs=1&amp;hl=en_US" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Sicher haben uns neue Webtechnologien neue M&#246;glichkeiten und Annehmlichkeiten beschert. Nicht nur Wikipedia sondern das ganze Web ist ein riesiger Fundus f&#252;r Recherchen aller Art. Telefonverzeichnisse, Strassenkarten, Zugfahrpl&#228;ne, Eink&#228;ufe, Flugbuchungen und Hotelreservationen via Web geh&#246;ren heute zum Alltag und einiges davon m&#246;chte auch ich nicht mehr missen. Besonders als alternatives Informationsmedium zu den Mainstream-Medien und als Hilfsmittel f&#252;r die politische und demokratische Meinungsbildung sowie die Sensibilisierung und Mobilisierung f&#252;r gewisse Themen hat sich das Web etabliert. W&#228;hrend George W. Bush und seine Kollegen die Zeichen der Zeit verschlafen haben, gelang es Barack Obama und seinen Helfern, im Web zu punkten und W&#228;hler zu mobilisieren, um den Wahlkampf f&#252;r sich entscheiden k&#246;nnen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/8gQf4q0KUG0?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/8gQf4q0KUG0?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>F&#252;r viele Internets&#252;chtige wird das Web auf der Jagd nach falschen, virtuellen Freunden allerdings zur sozialen Falle und zum Zeitdieb. W&#252;rde jemand aus dem 19. Jahrhundert mit der Zeitmaschine in die Gegenwart reisen, so w&#228;re er ob unserem Treiben im Cyberspace mit Facebook, MySpace, YouTube, Twitter und Co. sicher befremdet:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/KHAZt-Exuaw?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/KHAZt-Exuaw?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/NlZcHwsa6CU?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/NlZcHwsa6CU?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/PN2HAroA12w?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/PN2HAroA12w?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Immer mehr Menschen haben genug davon, sich zum Sklaven einer virtuellen Online-Gemeinschaft zu machen, st&#228;ndig Ego-Botschaften verschicken und die ihrer &#8220;Freunde&#8221; kommentieren zu m&#252;ssen. Schliesslich m&#252;ssen die Daten zum Online-Leben st&#228;ndig aktuell gehalten werden. Ansonsten verstaubt das Online-Profil. Doch das h&#228;lt kein gesunder Mensch jahrelang aus. Wer wieder voll und ganz Herr &#252;ber sein eigenes Leben sein will, dem bleibt nur die Trennung von seinen Online-Identit&#228;ten:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/69Xv7if_DSU?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/69Xv7if_DSU?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wie erholsam ein Wochenende ohne Computer und Internet sein kann, habe ich selber gerade erst vor zweieinhalb Wochen beim Wandern in Davos erfahren d&#252;rfen. Auch echte Partys mit echten Freunden und richtigem Bier und Wein zu nicht in der Retorte synthetisierter Musik steigern die Lebensqualit&#228;t in f&#252;r viele Online-Sklaven l&#228;ngst vergessener Art und Weise:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/wSUpZqOhRdI?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/wSUpZqOhRdI?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3548" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Ignoranz als (a)soziales Verhaltensmuster</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-07-15/ignoranz-als-asoziales-verhaltensmuster/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 20:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[War die j&#252;ngste Finanz- und Wirtschaftskrise bloss ein b&#246;ser Traum? Ist er schon vorbei oder stehen wir erst am Anfang einer noch viel gr&#246;sseren Krise? Die &#8220;Experten&#8221; sind sich nicht einig. Doch obwohl es auch optimistische Stimmen und Prognosen gibt, mag irgendwie kaum jemand so richtig daran glauben, dass der Spuk schon vorbei ist, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Vogel Strauss" src="/images/tierische_symbole/vogel-strauss03_small.jpg" alt="Vogel Strauss" align="left" />War die j&#252;ngste Finanz- und Wirtschaftskrise bloss ein b&#246;ser Traum? Ist er schon vorbei oder stehen wir erst am Anfang einer noch viel gr&#246;sseren Krise? Die &#8220;Experten&#8221; sind sich nicht einig. Doch obwohl es auch optimistische Stimmen und Prognosen gibt, mag irgendwie kaum jemand so richtig daran glauben, dass der Spuk schon vorbei ist, und weil die Botschaft von einer allgemeinen Entwarnung ausbleibt, hegen immer mehr Menschen immer pessimistischere Bef&#252;rchtungen. Explodierende Staatsverschuldung und Staatshaushaltskrisen, Arbeitslosenquoten &#252;ber zehn Prozent, Euro- und Dollar-Krise, B&#246;rsenrallys und Erd&#246;lkatastrophen: Regierungen und Wirtschaft sind offensichtlich nicht in der Lage und auch nicht Willens, grosse Probleme zu l&#246;sen und konzentrieren sich daher lieber auf medienwirksame Inszenierungen von irrelevanten Themen, um von ihrer Unf&#228;higkeit abzulenken.</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="3 monkeys" src="/images/tierische_symbole/three-monkeys08_small.gif" alt="3 monkeys" align="left" />Die politische und wirtschaftliche Situation erinnert mich an jene in Projekten, die aus dem Ruder laufen, weil sie mit unrealistischen Erwartungshaltungen und die Komplexit&#228;t untersch&#228;tzend v&#246;llig falsch aufgegleist wurden, Konzepte mangelhaft sind oder g&#228;nzlich fehlen, das Vorgehen auch mangels Methodikkenntnissen nicht definiert ist und entsprechend auch keine Planung existiert, die F&#252;hrung alles andere tut als zu f&#252;hren und niemand den Mut hat, Farbe zu bekennen, die Missst&#228;nde und ihre Ursachen beim Namen zu nennen und konstruktiv an L&#246;sungen zu arbeiten. Keiner wagt es, sich mit schlechten Nachrichten zu exponieren und den Zorn von F&#252;hrer und Volk auf sich zu ziehen. Jeder mimt den fleissigen Mitarbeiter, der seine ganze Energie und all seine F&#228;higkeiten f&#252;r den Erfolg des Projektes einsetzt. &#220;berstunden f&#252;r Leerl&#228;ufe geh&#246;ren zum guten Ton. Grundsatzfragen d&#252;rfen jedoch nicht diskutiert werden, denn jede Grundsatz&#228;nderung k&#228;me einem Eingest&#228;ndnis von Fehlern gleich, w&#252;rde das bisherige Versagen transparent machen und w&#252;rde unbequeme Massnahmen erfordern und ausl&#246;sen. Versagen ist keine Option und ein Projektstatus &#8220;Rot&#8221; gef&#228;hrdet die Boni. Folglich wird auf allen F&#252;hrungsstufen die Durchhalteparole bis zum bittere Ende gepredigt und dieses kommt zwangsl&#228;ufig sp&#228;testens am Tag der Abrechnung, wenn die Resultate f&#228;llig werden.</p>
<p><span id="more-3445"></span>Das Verhaltensmuster der Ignoranz wiederholt sich &#252;berall. Auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise ist der Tag des j&#252;ngsten Gerichts nicht mehr weit. Irgendwann sind die Schulden f&#228;llig, aber dann wird trotz oder gerade wegen der exzessiven, verzinsten Geldsch&#246;pfung, die erst zu dieser exponentiellen Verschuldung gef&#252;hrt hat, nicht gen&#252;gend Geld vorhanden sein, um die Schulden zu tilgen. Dann kollabiert das <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Schneeballsystem</a>. Dagegen hilft auch kein Hedging von Risiken. Das geh&#246;rt mit zum &#8220;Spiel&#8221;, auch wenn es nicht explizit in den Spielregeln geschrieben steht. Eine &#196;nderung der Spielregeln scheint jedoch tabu zu sein. Wer eine solche fordert, wird als realit&#228;tsfremd diffamiert und mundtot gemacht. Damit ist der Untergang unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems vorprogrammiert und zum Vorne herein besiegelt.</p>
<p>Das heisst aber nicht, dass damit auch gleich die ganze Welt untergeht. Das Alte muss weichen, damit Neues entstehen kann. Und wie bereiten wir uns darauf vor? Im Moment (noch) gar nicht. Wir ignorieren die Missst&#228;nde, bis wir selber unter ihnen leiden m&#252;ssen, und die, die heute bereits leiden, haben nicht die Macht, die Spielregeln zu &#228;ndern. Ignoranz auf allen Ebenen, wohin das Auge reicht. Wir Menschen scheinen als Gesellschaft nicht in der Lage zu sein, aus unseren Fehlern zu lernen, weil wir uns keine Fehler eingestehen wollen. Wir kultivieren unsere Ignoranz und hoffen, dass andere den Preis daf&#252;r bezahlen. Auf dieser Basis ist die Chance klein, dass das Neue besser wird als das weichende Alte.</p>
<h3>Update vom 16.07.2010</h3>
<p>Robert Prechter, einer der erfolgreichsten &#8220;Schwarzmaler&#8221;, <a title=\"20 Minuten - Kommt jetzt der gr&#246;sste Crash seit 300 Jahren?\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4yMG1pbi5jaC9maW5hbmNlL25ld3Mvc3RvcnkvS29tbXQtamV0enQtZGVyLWdyb2Vzc3RlLUNyYXNoLXNlaXQtMzAwLUphaHJlbi0tMTExNDgzMDE=" target=\"_blank\">prophezeit</a> den endg&#252;ltigen Zusammenbruch des Finanzsystems f&#252;r 2016. Ab 2012 soll&#8217;s kontinuierlich abw&#228;rts gehen mit zwischenzeitlichen Ausschl&#228;gen in beide Richtungen. Mal schauen, was uns die nahe Zukunft bringt &#8230;</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3445" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Was ist, wenn BP das &#214;l nie stoppen wird?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 10:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Natur und Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest]]></category>
		<category><![CDATA[Golf von Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Risikomanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Das &#214;l im Golf von Mexiko l&#228;uft und l&#228;uft und sprudelt vor sich hin. Hunderttausende Meeres- und K&#252;stentiere verenden elendlich unter gr&#246;ssten Qualen &#8211; Kleinstlebewesen noch gar nicht miteingerechnet. Die katastrophalen Folgen f&#252;r die Natur sind jetzt schon gigantisch. Das Mississippi Delta ist bereits komplett ver&#246;lt. Dagegen ist die Flutkatastrophe im &#246;stlicheren Europa &#8220;nur&#8221; ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#214;l im Golf von Mexiko l&#228;uft und l&#228;uft und sprudelt vor sich hin. Hunderttausende Meeres- und K&#252;stentiere verenden elendlich unter gr&#246;ssten Qualen &#8211; Kleinstlebewesen noch gar nicht miteingerechnet. Die katastrophalen Folgen f&#252;r die Natur sind jetzt schon gigantisch. Das Mississippi Delta ist bereits komplett ver&#246;lt. Dagegen ist die Flutkatastrophe im &#246;stlicheren Europa &#8220;nur&#8221; ein kleines Problem. Immer noch hoffen wir, dass der Spuk bald ein Ende habe. Doch bislang mag niemand wirklich auszusprechen, was immer mehr Menschen denken: Was ist, wenn es nicht gelingt, die &#214;lpest zu stoppen?</p>
<p>Dieses &#8220;worst case&#8221;-Szenario wird immer wahrscheinlicher. Wenn man den <a title=\"Ocean currents likely to carry oil along Atlantic coast\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dzIudWNhci5lZHUvbmV3cy9vY2Vhbi1jdXJyZW50cy1saWtlbHktdG8tY2Fycnktb2lsLXNwaWxsLXRvLWF0bGFudGljLWNvYXN0" target=\"_blank\">Berechnungsmodellen</a> des <a title=\"National Center for Atmospheric Research\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uY2FyLnVjYXIuZWR1Lw==" target=\"_blank\">National Center for Atmospheric Research</a> glaubt, wird das &#214;l schon bald die ganze Ostk&#252;ste der Vereinigten Staaten verseuchen und anschliessend in den Nordatlantik gesp&#252;lt werden:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/pE-1G_476nA&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/pE-1G_476nA&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Es ist f&#252;r mich fast unerkl&#228;rlich, wie ein solches Szenario im Risikomanagement von BP im Allgemeinen und der Bohrinsel im Besonderen vernachl&#228;ssigt werden konnte. <span id="more-3288"></span>Dabei sollte doch auch jedem Halbgebildeten klar sein, dass mit einem Leck in der Leitung grunds&#228;tzlich jederzeit zu rechnen ist. Entsprechend sollte man meinen, w&#228;ren schon lange Massnahmen definiert und konkrete Umsetzungspl&#228;ne erarbeitet worden, die ein effektives und zeitnahes Eingreifen erm&#246;glichen w&#252;rden. Vern&#252;nftigerweise h&#228;tte zumindest eine einzige einsatzbereite Ausr&#252;stung mit einem ausgebildeten Team irgendwo auf diesem Globus bereit stehen sollen, um bei Bedarf innert wenigen Tagen zum Ort der Katastrophe transportiert werden zu k&#246;nnen.</p>
<p>Die Vernachl&#228;ssigung von Risiken hat vor allem in Bereichen System, die unter einem hohen Kostendruck stehen. Auch grosse Bauvorhaben und IT-Projekte werden nur all zu oft ohne ein funktionierendes Risikomanagement, das diese Bezeichnung verdienen w&#252;rde, durchgezogen. Die Mitarbeiter werden unter grossen Leistungsdruck gesetzt, so dass sie froh sind, wenn sie &#252;berhaupt irgendwie auch nur halbwegs vern&#252;nftige Ergebnisse in der vorgegebenen Frist liefern k&#246;nnen. &#220;ber Risiken nachzudenken, bleibt dabei keine Zeit. Solange alles gut geht, sind die Manager die Helden, die mit immer weniger Aufwand immer gr&#246;ssere Gewinne erzielen. Doch wenn ein Risikoereignis eintritt, sind diese Sch&#246;nwetterpiloten hilf- und ratlos. Aber das kennen wir ja bereits von der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise, wo B&#246;rsenspekulanten immer noch unter gr&#246;sstem Risiko operieren, bis eine weitere Blase platzt. Angesichts solcher Nachrichten ist es nicht verwunderlich, dass Esoteriker und Endzeitpropheten Hochkonjunktur haben.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3288" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>G&#252;nter Werner Freiherr von Gravenreuth ist tot</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 06:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Werner Freiherr von Gravenreuth]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmord]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Abmahn-Taliban Gravenreuth hat sich in seiner Wohnung in M&#252;nchen mit einer Schusswaffe das Leben genommen, nachdem er seinen Selbstmord zuvor per Email angek&#252;ndigt hatte. Der 61-j&#228;hrige Rechtsanwalt h&#228;tte wegen Betrugs f&#252;r 14 Monate in den Knast m&#252;ssen.
Ghandy hat bei gulli einen Nachruf verfasst, der alte Zeiten wach werden l&#228;sst und wirklich lesenswert ist. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="G&#252;nter Werner Freiherr von Gravenreuth" src="http://www.dobszay.ch/images/gravenreuth-tot.jpg" alt="G&#252;nter Werner Freiherr von Gravenreuth" /></p>
<p>Der Abmahn-Taliban <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ncmF2ZW5yZXV0aC5kZS8=" target=\"_blank\">Gravenreuth</a> hat sich in seiner Wohnung in M&#252;nchen mit einer Schusswaffe das Leben genommen, nachdem er seinen Selbstmord zuvor per Email angek&#252;ndigt hatte. Der 61-j&#228;hrige Rechtsanwalt h&#228;tte wegen Betrugs <a title=\"Betr&#252;ger-Anwalt Gravenreuth darf hinter Ginter\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMDktMTIvYmV0cnVlZ2VyLWFud2FsdC1ncmF2ZW5yZXV0aC1kYXJmLWhpbnRlci1naW50ZXIv">f&#252;r 14 Monate in den Knast</a> m&#252;ssen.</p>
<p>Ghandy hat bei gulli einen <a title=\"Nachruf: G&#252;nter Freiherr von Gravenreuth\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ndWxsaS5jb20vbmV3cy9uYWNocnVmLWctbnRlci1mcmVpaGVyci12b24tZ3JhdmVucmV1dGgtMjAxMC0wMi0yMg==" target=\"_blank\">Nachruf</a> verfasst, der alte Zeiten wach werden l&#228;sst und wirklich lesenswert ist. Da kommen sogar mir fast die Tr&#228;nen. Und auch der <a title=\"G&#252;nter Freiherr von Gravenreuth\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9HJUMzJUJDbnRlcl9GcmVpaGVycl92b25fR3JhdmVucmV1dGg=" target=\"_blank\">Wikipedia-Eintrag von G&#252;nni</a> ist bereits nachgef&#252;hrt. <span id="more-2871"></span>Zum Abschied lassen wir G&#252;nni in einer Diskussionsrunde von 1988 f&#252;r ein paar Minuten wieder auferstehen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/UCxz-V-WYTI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/UCxz-V-WYTI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/G6nTR148JfE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/G6nTR148JfE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>G&#252;nni, ruhe sanft in Frieden!</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=2871" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Sunrise verschlampt Umzug</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-10-23/sunrise-verschlampt-umzug/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 11:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Markt und Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Web/Internet]]></category>
		<category><![CDATA[ADSL]]></category>
		<category><![CDATA[Kundendienst]]></category>
		<category><![CDATA[Sunrise]]></category>
		<category><![CDATA[Umstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein Sunrise-Kunde umzieht, hat er nichts als &#196;rger mit seinem Anschluss &#8211; oder besser gesagt mit seiner ADSL-Leitung. Das musste ich selber wieder am eigenen Leib erfahren, nachdem ich bereits vor gut einem Jahr bei pl&#246;tzlichen Problemen mit meiner Internetverbindung einen v&#246;llig miesen Kunden-Support von v&#246;llig imkompetenten Callcenter-Mitarbeitern erfahren durfte.
Per 1. Oktober sind wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Sunrise" src="http://www1.sunrise.ch/is-bin/intershop.static/WFS/Sunrise-Residential-Site/-/de_CH/images/branding.gif" alt="Sunrise" align="left" />Wenn ein Sunrise-Kunde umzieht, hat er nichts als &#196;rger mit seinem Anschluss &#8211; oder besser gesagt mit seiner ADSL-Leitung. Das musste ich selber wieder am eigenen Leib erfahren, nachdem ich bereits vor gut einem Jahr bei pl&#246;tzlichen Problemen mit meiner Internetverbindung einen v&#246;llig miesen Kunden-Support von v&#246;llig imkompetenten Callcenter-Mitarbeitern <a title=\"Kunden-Service bei Sunrise auf tiefstem Niveau\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDgtMDktMTkva3VuZGVuLXNlcnZpY2UtYmVpLXN1bnJpc2UtYXVmLXRpZWZzdGVtLW5pdmVhdS8=" target=\"_blank\">erfahren durfte</a>.</p>
<p><span id="more-2119"></span>Per 1. Oktober <a title=\"Umgezogen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMTAtMDcvdW1nZXpvZ2VuLw==">sind wir umgezogen</a>. Den Umzug habe ich Sunrise rechtzeitig mitgeteilt und auch schriftlich best&#228;tigt bekommen. Zus&#228;tzlich meinte Sunrise, ich m&#252;sse einen Elektriker aufbieten, um meinen Anschluss an der neuen Adresse umzustellen. Kostenpunkt: ca. 180 Schweizer Franken. Was an einem Anschluss in einem Einfamilienhaus umzustellen w&#228;re, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Jedenfalls funktionierte der Telefonanschluss vom ersten Tag an. Nur bekam ich kein DSL-Signal auf der Leitung. Erste Reklamationen beim Kundendienst wurden abgwimmelt mit der Begr&#252;ndung, bei Sunrise sei alles im gr&#252;nen Bereich und da ich anstatt eines Modems von Sunrise ein Netgear-Modem habe, k&#246;nnen sie mir keinen Support bieten. Da ich aber noch ein Zyxel-Modem gut h&#228;tte, wollte mir der junge Mann eines per Post zukommen lassen. Ich sollte es mit diesem versuchen. Aber nat&#252;rlich konnte auch das Zyxel-Modem kein DSL-Dignal feststellen. Ich solle einen Elektriker aufbieten, um meinen Hausanschluss &#252;berpr&#252;fen zu lassen. Bei Sunrise funktioniere alles bestens. Das Problem m&#252;sse bei meinem Anschluss liegen.</p>
<p>Der Elektriker hat sein Gesch&#228;ft zuf&#228;llig auf dem benachbarten Grundst&#252;ck und meinte nur, dass es mit ADSL an unserer Adresse ohnehin nur Schwierigkeiten g&#228;be, da die Telefonleitung noch &#252;ber alte Masten auf sein Land gef&#252;hrt werde, von wo aus sie zu unserem Haus weitergeleitet wird. Die maximal erreichbare Geschwindigkeit w&#228;re daher auch eingeschr&#228;nkt. Wenn aber die Telefonverbindung korrekt funktioniert, m&#252;sste auch die ADSL-Verbindung funktionieren. Dies entspricht auch meinem Verst&#228;ndnis, denn schliesslich habe ich selber schon gen&#252;gend Leitungen verlegt und Anschl&#252;sse installiert.</p>
<p>Beim n&#228;chsten Anruf beim Sunrise-Kundendienst war das Fr&#228;ulein am anderen Ende endlich bereit (wenn auch nur widerwillig), eine entsprechende Problemmeldung zu erfassen und einen Servicetechniker aufzubieten. Am letzten Donnerstag bekam ich dann endlich einen Anruf vom 2nd-Level Support. Sunrise h&#228;tte vergessen, den ADSL-Port f&#252;r meinen Anschluss freizuschalten. Dies sei jetzt erfolgt und ich solle doch bitte pr&#252;fen, ob ich nun ein DSL-Signal bek&#228;me und der Anschluss nun funktioniere. Auf meine Frage, wieso mir von Sunrise bisher immer gesagt worden ist, dass seitens Sunrise alles in Ordnung sei, meinte der Herr, der 1st-Level Support k&#246;nne gar nicht sehen, ob der Port f&#252;r einen Anschluss freigeschaltet w&#228;re.</p>
<p>Anscheinend hat Sunrise ihre Prozesse nicht im Griff und der Kundendienst verf&#252;gt nicht &#252;ber die n&#246;tigen Informationen und Tools, um einen Kunden kompetent zu bedienen. Kunden werden vertr&#246;stet und abgewimmelt, bis sie g&#228;nzlich ver&#228;rgert sind. Als Kunde f&#252;hle ich mich einfach nur verarscht, denn nicht einmal ein Angebot f&#252;r eine Wiedergutmachung wurde mir unterbreitet. So ein Sch&#8230;.-Service!</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=2119" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ingenieurm&#228;ssiges Vorgehen und Qualit&#228;ts-Zertifikate</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-10-09/ingenieurmaessiges-vorgehen-und-qualitaets-zertifikate/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 12:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[ICT Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen(schaft)]]></category>
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		<category><![CDATA[ingenieurmässiges Vorgehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Regelm&#228;ssig werde ich immer wieder gefragt, was eingentlich ein &#8220;ingenieurm&#228;ssiges Vorgehen&#8221; ist, wodurch sich dieses auszeichnet und was ich von Zertifizierungen zu &#8220;Qualit&#228;ts&#8221;-Standards wie PMI, ISO, CMMI, ITIL, etc. halte. Im Folgenden m&#246;chte ich deshalb meine Ansichten in einer kurzen &#220;bersicht (speziell aus der Sicht der Softwareentwicklung) dazu kundtun.
Ingenieurm&#228;ssiges Vorgehen
Als Grundsatz aus der Organisationslehre kennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regelm&#228;ssig werde ich immer wieder gefragt, was eingentlich ein &#8220;ingenieurm&#228;ssiges Vorgehen&#8221; ist, wodurch sich dieses auszeichnet und was ich von Zertifizierungen zu &#8220;Qualit&#228;ts&#8221;-Standards wie PMI, ISO, CMMI, ITIL, etc. halte. Im Folgenden m&#246;chte ich deshalb meine Ansichten in einer kurzen &#220;bersicht (speziell aus der Sicht der Softwareentwicklung) dazu kundtun.</p>
<h3>Ingenieurm&#228;ssiges Vorgehen</h3>
<p>Als Grundsatz aus der Organisationslehre kennen wir die Regel:</p>
<blockquote><p><strong>STRUCTURE follows PROCESS follows STRATEGY follows OBJECTIVES follow VISION</strong></p></blockquote>
<p>An diesem Grundsatz orientierten sich Ingenieure schon lange, bevor er ausformuliert wurde. Er sagt eigentlich nur aus, dass vom Groben zum Detail hin gearbeitet wird, wobei die sachlogischen Abh&#228;ngigkeiten br&#252;cksichtigt werden.</p>
<blockquote><p>Zum ingenieurm&#228;ssigen Vorgehen geh&#246;rt unter anderem, dass ein Prozess geplant und entworfen wird, dass eine vollst&#228;ndige Beschreibung existiert, Kontrollpunkte zur Einrichtung von Messungen festgelegt und Auswertungen der Messungen f&#252;r die Prozessverbesserung verwendet werden. [<a title=\"Ernest Wallm&#252;ller\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pdHEuY2gvd2FsbG11ZWxsZXIuaHRt" target=\"_blank\">Ernest Wallm&#252;ller</a>]</p></blockquote>
<p>Das ingenieurm&#228;ssige Vorgehen zeichnet sich durch folgende Merkmale aus, wobei die Punkte a) bis c) unabdingbare Voraussetzungen f&#252;r die Verbesserbarkeit der Prozesse und ihrer Produkte sind:</p>
<h4><span id="more-2066"></span>a) Definition und Standardisierung</h4>
<p>Bevor etwas getand wird, wird festgelegt, warum, wozu, wie und womit es getan werden soll. Daraus resultieren eine klare Zielsetzung und eine klare Strategie sowie geeignete Methoden (d.h. Prozesse) und Tools.</p>
<h4>b) Mess- und Bewertbarkeit</h4>
<p>&#8220;You cannot control what you can&#8217;t measure&#8221; (man kann nicht steuern, was man nicht messen kann) heisst eine alte F&#252;hrungsweisheit. Wer etwas steuern oder verbessern will, muss zuerst bestimmen beziehungsweise messen, wo er aktuell steht. Die Metrik muss so definiert sein, dass sie eine korrekte Aussage liefert und keinen Spielraum f&#252;r Fehlinterpretationen l&#228;sst. Nur dann l&#228;sst sich ein vom Kurs abgekommenes Schiff wieder auf den richtigen Kurs bringen und sicher in den Zielhafen steuern.</p>
<h4>c) Nachvollziehbarkeit</h4>
<p>Alle Aktivit&#228;ten und Ergebnisse werden soweit &#8220;sauber&#8221; dokumentiert, dass ihre Nachvollziehbarkeit auch Jahre sp&#228;ter noch sichergestellt ist, um (systematische) Fehler aufdecken und korrigieren zu k&#246;nnen. Es wird aber nur das dokumentiert, was auch von jemandem gebraucht und gelesen wird. Alles andere ist den Dokumentationsaufwand nicht wert.</p>
<h4>d) Abstraktion und Modellbildung</h4>
<p>Abstraktion und Modellbildung dienen als Hilfsmittel zum Verst&#228;ndnis von komplexen Zusammenh&#228;ngen und machen auch komplexe Systeme handhabbar (→ &#8220;divide et impera&#8221;). Ein Modell ist eine Abstraktion der Realit&#228;t unter den f&#252;r die Probleml&#246;sung relevanten Gesichtspunkten.</p>
<h4>e) Priorit&#228;tensetzung</h4>
<p>Da wir in einer begrenzten Welt leben und mit begrenzten Ressourcen auskommen m&#252;ssen, k&#246;nnen wir nicht alles gleichzeitig erledigen und m&#252;ssen daher Priorit&#228;ten setzen. Die Priorit&#228;tensetzung erfolgt unter Ber&#252;cksichtigung der Kundenbed&#252;rfnisse, der Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit sowie der logischen Abh&#228;ngigkeiten.</p>
<h4>f) Zuerst denken, dann handeln</h4>
<p>Die Entwicklung geht immer von der Brainware &#252;ber deren Dokumentation zur Software. Software ist nichts anderes als die Umsetzung der Brainware in maschinenlesbare Anweisungen. Das Gleiche gilt auch f&#252;r eine Maschine, die zuerst entworfen werden muss, bevor sie gebaut werden kann. Nur wer diese Arbeiten optimal plant, kann sie effizient erledigen und den Ergebnisfortschritt gezielt steuern.</p>
<h4>g) Saubere Trennung der Planungsbereiche nach den &#8220;W-Fragen&#8221;</h4>
<p>Die Festlegung beziehungsweise die Beantwortung der &#8220;W-Fragen&#8221; erfolgt f&#252;r die Planung in der Reihenfolge ihrer gegenseitigen Abh&#228;ngigkeiten und ihrer Stabilit&#228;t, d.h. jene &#8220;Ws&#8221; werden zuerst festgelegt, deren &#196;nderungsh&#228;ufigkeit resp. -wahrscheinlichkeit sowie &#196;nderbarkeit am geringsten ist und deren &#196;nderung den gr&#246;ssten Einfluss auf die anderen hat. Das ingenieurm&#228;ssige Vorgehen zeichnet sich unter anderem durch ein zielorientiertes Planen und Handeln aus, weshalb das Ziel immer am Anfang steht.</p>
<p>Bei der Planung eines Vorhabens unterscheiden wir grunds&#228;tzlich zwei Varianten:</p>
<p><strong>A.</strong> Die <strong>kapazit&#228;tstreue Terminplanung</strong> ist der &#8220;Schulbuchfall&#8221;:</p>
<p>1.	<strong>WAS</strong> (Ziel, Aufgabe als Delta zwischen Ist und Soll)<br />
2.	<strong>WIE</strong> (Prozess, Methode)<br />
3.	<strong>WOMIT</strong> (Sachmittel, Tools)<br />
4.	<strong>WER</strong> (Aufgabentr&#228;ger)<br />
5.	<strong>WANN</strong> (Aufwand → Dauer → Termin)</p>
<p>Das WIE und WOMIT sind eng miteinander gekoppelt. Das WOMIT kann unter gewissen Umst&#228;nden auch das WIE bestimmen, wenn bereits vorhandene Arbeitsmittel eingesetzt werden m&#252;ssen, weil eine Investition in neue zu kostspielig w&#228;re. Die Reihenfolge von WANN und WER kann auch vertauscht werden. Dies macht besonders dann Sinn, wenn die personellen Ressourcen flexibel aus einem Pool zugeordnet werden. Zu ber&#252;cksichtigen ist, dass die Produktivit&#228;t der m&#246;glichen Aufgabentr&#228;ger stark variieren kann.</p>
<p><strong>B.</strong> Bei der <strong>termintreuen Kapazit&#228;tsplanung</strong> (&#8220;time to market&#8221;-Ansatz) wird in zwei Iterationen verfahren und bei ihr &#228;ndert sich die Reihenfolge etwas:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1. Iteration</strong></span><br />
1.	<strong>WAS</strong> (Ziel, Aufgabe als Delta zwischen Ist und Soll)<br />
2.	<strong>WANN</strong> (Termin → max. Dauer → max. erbringbarer Aufwand)<br />
3.	<strong>WIE</strong> (Prozess, Methode)<br />
4.	<strong>WOMIT</strong> (Sachmittel, Tools)<br />
5.	<strong>WER</strong> (Aufgabentr&#228;ger)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>2. Iteration</strong></span> (analog der kapazit&#228;tstreuen Terminplanung)<br />
6.	<strong>WAS</strong> (Ziel, Aufgabe: Priorit&#228;ten-basierte Anpassung (meist Reduktion) der Anforderungen auf das mit dem max. erlaubtem Aufwand Machbare)<br />
7. <strong>WIE</strong> (Prozess, Methode)<br />
8.	<strong>WOMIT</strong> (Sachmittel, Tools)<br />
9.	<strong>WER</strong> (Aufgabentr&#228;ger)<br />
10.	<strong>WANN</strong> (Aufwand → Dauer → Termin)</p>
<p>Auch bei diesem Ansatz kann die Reihenfolge von WER und WANN in der zweiten Iteration je nach Ressourcensituation vertauscht werden. Wer Unsicherheiten begegnen m&#246;chte, baut entsprechende Reserven in seine Planung ein. Schliesslich ist Planung nichts anderes als die geistige Vorwegnahme der Zukunft, wobei der Zufall durch den Irrtum ersetzt wird. Mit steigender Erfahrung wird dieser Irrtum immer kleiner und die Planung tendenziell genauer.</p>
<h4>h) Volle Integration der Qualit&#228;tssicherung in den Arbeitsprozess.</h4>
<p>Setzen von Kontrollpunkten zur Bildung von Regelkreisen → PDCA-Kreis:</p>
<ul>
<li> <strong>PLAN</strong>:	Planung der T&#228;tigkeiten.</li>
<li> <strong>DO</strong>:	Ausf&#252;hrung der geplanten T&#228;tigkeiten.</li>
<li> <strong>CHECK</strong>:	&#220;berpr&#252;fung der Ergebnisse.</li>
<li> <strong>ACT</strong>:	Einleiten von Korrekturmassnahmen bei Abweichungen.</li>
</ul>
<h3>Zertifizierungen</h3>
<p>Um es gleich vorweg zu nehmen: ich bin kein Freund von Zertifizierungen und daf&#252;r habe ich meine guten Gr&#252;nde. Das heisst aber nicht, dass ich Qualit&#228;tsstandards und Frameworks zur Qualit&#228;tsverbesserung wie CMMI, SPICE, ITIL, PMI, etc. ablehne. Es ist wie mit einer Werkzeugkiste, die gef&#252;llt ist mit vielen tollen und praktischen Werkzeugen. Doch wer diese Werkzeuge nicht richtig anzuwenden vermag, wird damit nicht einmal eine einfache Hundeh&#252;tte zimmern k&#246;nnen. Hier bewahrheitet sich die Weisheit: &#8220;a fool with a tool is still a fool&#8221; (ein Depp mit einem Werkzeug bleibt immer noch ein Depp).</p>
<p>Qualit&#228;ts-Zertifizikate sollen Anbieter und Kunden entlasten und ihnen Sicherheit bringen. Wovon entlasten? Von der Verantwortung etwa? Welche Sicherheit? Wer garantiert f&#252;r diese? Mit Zertifikaten wollte man urspr&#252;nglich eigentlich Vertrauen schaffen. Doch immer, wenn ich mich mit diesem Thema befasse, &#252;berkommt mich ein unangenehmes Kribbeln im Bauch. Immer wenn mir jemand sein Zertifikat zeigt, werde ich misstrauisch. Fr&#252;her (vor ca. 15 Jahren) war ich derjenige, der f&#252;r mehr Struktur und Ordnung missionierte und die Leute f&#252;r Qualit&#228;tsstandards zu begeistern versuchte. Heute ist das Pendel extrem auf die andere Seite geschlagen und heute k&#228;mpfe ich gegen die blinde Formalisierungs- und Standardisierungswut, die mehr einer Massenpsychose gleicht, als dass sie einem Unternehmen (mit Ausnahme des beratenden, schulenden oder zertifizierenden) einen echten Nutzen bringen w&#252;rde.</p>
<p>Qualit&#228;ts-Zertifikate sind &#8230;</p>
<ul>
<li>Vollkasko-Versicherungen f&#252;r Manager, die selber keine Verantwortung &#252;bernehmen wollen</li>
<li>Persilscheine f&#252;r &#8220;Wildschweine&#8221;, die ihr Gewissen rein waschen wollen</li>
<li>ein Instrument zur Blendung von Kunden und wiegen diesen in tr&#252;gerischer Sicherheit</li>
<li>meist mit sehr hohen Investitionen verbunden</li>
<li>immer ein Riesengesch&#228;ft f&#252;r darauf spezialisierte Beratungs-, Schulungs- und Zertifizierungs-Unternehmen</li>
<li>oft sogar lediglich eine Selbstbeweihr&#228;ucherung, die essenzielle Verbesserungen verhindert</li>
</ul>
<p>Meist sind die Ziele der im Rahmen eines Zertifizierungsprozesses angestrebten Verbesserungen nicht auf die Gesch&#228;ftsziele abgestimmt. Man weiss eigentlich gar nicht, wohin man will, aber man gibt sich grosse M&#252;he, den richtigen Weg zu gehen und um das begehrte Zertifikat zu erlangen &#8211; mehr f&#252;r die Befriedigung der pers&#246;nlichen Profilierungsneurose als f&#252;r das Wohl des Unternehmens. So ersetzt blinder Aktivismus die geistige Windstille. Und am Schluss resultiert nur eine komplexe, &#252;berladene und undurchschaubare Prozess-, Tool- und Template-Landschaft, die keiner wirklich versteht und sinnvoll anwenden kann &#8211; nicht zuletzt auch deshalb, weil die sozialen Faktoren von solch tiefgreifenden Ver&#228;nderungen zu wenig bis gar nicht ber&#252;cksichtigt werden.</p>
<p>Ein intelligenter Kunde vertraut nicht auf die Zertifikate seines Lieferanten sondern &#252;berzeugt sich pers&#246;nlich von dessen F&#228;higkeiten, Produkte und Dienstleistungen in der geforderten Qualit&#228;t zu liefern. Daher ist nicht die Zertifizierung nach einem bestimmten Standard sondern vielmehr die richtige Anwendung der passenden Methoden und Tools f&#252;r den Erfolg des Anbieters massgebend. Diese Verantwortung kann nicht an ein Zertifikat delegiert werden.</p>
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		<title>Informatik hat viele Gesichter</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 08:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ICT Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen etwas anderen Blick auf die Informatik vermittelt der Image-Film zum Thema Informatik und Informatikstudium an der Friedrich-Alexander-Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg:

Herrvorragend gemachtes Branding f&#252;r einen ganzen Berufsstand! Da bekommt einer vielleicht pl&#246;tzlich doch noch Lust, Informatik zu studieren. Der Branche t&#228;ten mehr gut ausgebildete Fachkr&#228;fte sicher gut, denn Quereinsteiger mit fundiertem Halbwissen bilden immer noch die Mehrheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen etwas anderen Blick auf die Informatik vermittelt der Image-Film zum Thema Informatik und Informatikstudium an der Friedrich-Alexander-Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/M20L26Nh3us&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/M20L26Nh3us&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Herrvorragend gemachtes Branding f&#252;r einen ganzen Berufsstand! Da bekommt einer vielleicht pl&#246;tzlich doch noch Lust, Informatik zu studieren. Der Branche t&#228;ten mehr gut ausgebildete Fachkr&#228;fte sicher gut, denn Quereinsteiger mit fundiertem Halbwissen bilden immer noch die Mehrheit der &#8220;Informatiker&#8221;.</p>
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		<title>Kunden-Service bei Sunrise auf tiefstem Niveau (updated)</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2008-09-19/kunden-service-bei-sunrise-auf-tiefstem-niveau/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 14:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit mehreren Wochen stottert meine ADSL-Verbindung. Deshalb habe ich vor ein paar Wochen bei Sunrise via Kontaktformular eine Fehlermeldung platziert und ein Traceroute-Log zu mehreren Ziel-Domains beigelegt, aus dem klar ersichtlich ist, bei welchem Sunrise-Router-Knoten systematisch Timeouts produziert werden. Nur schon das Aufsp&#252;ren des Kontaktformulars auf der Sunrise-Website war bereits eine detektivische Meisterleistung. Mir entstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://www.sunrise.ch/sunrise-logo-rot.gif" alt="sunrise" width="102" height="21" />Seit mehreren Wochen stottert meine ADSL-Verbindung. Deshalb habe ich vor ein paar Wochen bei <a title=\"Sunrise\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdW5yaXNlLmNoLw==" target=\"_blank\">Sunrise</a> via Kontaktformular eine Fehlermeldung platziert und ein Traceroute-Log zu mehreren Ziel-Domains beigelegt, aus dem klar ersichtlich ist, bei welchem Sunrise-Router-Knoten systematisch Timeouts produziert werden. Nur schon das Aufsp&#252;ren des Kontaktformulars auf der Sunrise-Website war bereits eine detektivische Meisterleistung. Mir entstand der Eindruck, als wolle man bei Sunrise mit allen Mitteln verhindern, dass ein Kunde mit seinem Telekommunikations-Provider in Kontakt tritt. Wer diese Odyssee schon einmal selbst erlebt hat, weiss wovon ich spreche. Das war aber erst der Anfang meines &#196;rgernisses &#8230;</p>
<p><span id="more-399"></span>&#220;ber eine Woche sp&#228;ter bekam ich per Email die Best&#228;tigung, dass Swisscom das Problem behoben habe und nun alles wieder bestens sei. Also setze ich ein paar Traceroutes ab, um dies zu verifizieren. Jedoch muss ich leider feststellen, dass immer noch alles beim Alten ist. Da kommt mir schon der erste Verdacht, als Kunde nicht wirklich ernst genommen oder schlicht und einfach verarscht worden zu sein. Aber so schnell gebe ich nicht auf, denn schliesslich habe ich ein Problem. Ich erstelle ein nun etwas umfassenderes Traceroute-Log, welches ich meiner Antwort per Email als Anhang mitgebe. Wieder vergehen viele Tage, aber ich erhalte weder eine Best&#228;tigung meiner Problemmeldung noch eine Erledigungsmeldung. Deshalb ringe ich mich durch, die technische Hotline von Sunrise unter 0844 505 505 anzurufen. Nachdem ich den obligaten Spiessrutenlauf durch das Menu geschafft habe, verweile ich in der Warteschleife.</p>
<p>Endlich meldet sich eine menschliche Stimme am anderen Ende in leicht gebrochenem Balkan-Deutsch. Hoppla, denke ich, das wird bestimmt ein voll krasses Gespr&#228;ch unter Fachleuten auf hohem Niveau! Ich schildere kurz und b&#252;ndig mein Problem mit meiner ADSL-Verbindung. Der junge Mann klappert auf seiner Tastatur und meint, mit meinem ADSL-Anschluss sei alles in Ordnung. Mein Adrenalin-Spiegel beginnt schon zu steigen. Ich reisse mich jedoch zusammen und erkl&#228;re ihm, dass nicht mein ADSL-Anschluss das Problem sei, sondern die IP-Pakete auf ihrer Reise bereits nach dem zweiten oder dritten Knoten (mit einer IP-Adresse von Sunrise!) ins Nirwana laufen und Timeouts produzieren. Offensichtlich leitet ein Sunrise-Router die Daten nicht richtig weiter. Damit scheint er nun g&#228;nzlich &#252;berfordert zu sein und bekr&#228;ftigt nun merklich aufgeregt, dass mit meinem ADSL-Anschluss alles in Ordnung sei. Dem muss ich leider widersprechen, worauf er mir in sehr r&#252;ppelhaftem Ton verklickert, dass er mir nicht weiterhelfen k&#246;nne, da das Problem offensichtlich bei mir l&#228;ge. Nach einem etwas nervenaufreibenden Wortwechsel ist das Gespr&#228;ch unter Fachleuten beendet und mein Puls bei 200 angekommen. Auf die Wiederholung seiner sozialkompetenten Wortwahl verzichte ich an dieser Stelle. W&#228;re ich ein Adrenalin-Junkie, w&#252;rde ich meinen aktuellen Gem&#252;tszustand sicher geniessen.</p>
<p>Nachdem ich meinen Puls aus der anaeroben Zone geholt habe, rufe ich auf der Hauptnummer bei Sunrise in Z&#252;rich an. Hier ist die Menunavigation zum Gl&#252;ck etwas k&#252;rzer. Der jungen Dame, die sich f&#252;r ihren R&#252;ppelkollgen an der Hotline entschuldigt, klage ich mein Leid &#252;ber meinen bisherigen Spiessrutenlauf. Nach einem l&#228;ngeren Gespr&#228;ch verspricht sie mir, dass mich heute Abend ein kompetenter Techniker zu Hause zwischen 19:30 und 22:00 Uhr anrufen werde. Das l&#228;sst meinen Puls wieder auf ein angenehmes Niveau sinken und ich bin guter Hoffnung.</p>
<p>Kurz vor 19:00 zu Hause angekommen sagt mir mein &#196;ltester, dass da jemand bereits wegen der Internetverbindung angerufen h&#228;tte und er ihm gesagt hat, er solle doch bitte sp&#228;ter anrufen. Naja, vielleicht gehen bei Sunrise die Uhren nicht synchron mit dem Rest der Welt. Optimistisch wie ich bin warte ich auf den Anruf zur vereinbarten Zeit &#8211; aber vergebens. Meine ADSL-Verbindung stottert weiter und ich denke an einen Provider-Wechsel, wenn da bloss nicht das komplizierte Vertragswerk mit den langen K&#252;ndigungsfristen und den sich &#252;berlappenden Laufzeiten w&#228;re &#8230;</p>
<h3>Update vom 29.09.2008</h3>
<p>Am 22.09.2008 rief ich wieder einmal beim technischen Kundendienst von Sunrise an und versuchte meinem Gegen&#252;ber das Problem meiner stotternden ADSL-Verbindung zu erkl&#228;ren. Damit hatte ich ihn anscheinend g&#228;nzlich &#252;berfordert. Er stotterte (wie meine ADSL-Verbindung) pl&#246;tzlich nur: &#8220;Sie werfen mir da einfach so einen Haufen Zahlen an den Kopf. Das kann ja keiner verstehen. Sie machen mich ja ganz konfus!&#8221;, worauf ich ihm frustriert aber gefasst erkl&#228;rte, dass diese Zahlen IP-Adressen seien, und bat ihn, mich doch bitte mit jemandem zu verbinden, der das versteht. Nach einer kurzen Pause meldete sich ein junger Mann vom 2nd Level Support. Er konnte mir zwar auch nicht weiterhelfen, da er nicht den n&#246;tigen Zugriff auf die Netzwerkinfrastruktur hatte, aber zumindest verstand er, wovon ich sprach. Und er versprach mir, das Problem im Auge zu behalten. Ich solle doch nochmals ein Trouble Ticket via Online-Kontaktformular erfassen. Da meine Verbindungsprobleme die entsprechende Webseite nicht richtig anzeigen liessen, fiel dieses Unterfangen erst einmal ins Wasser.</p>
<p>Heute Abend hat mich endlich ein Netzwerktechniker von Sunrise angerufen (weil er dieses Posting gelesen hat!). Er erkl&#228;rte mir, dass ein Kollege mein erstes Trouble Ticket f&#228;lschlicherweise mit einem l&#228;ngst erledigten vom September 200<strong>5</strong> verwechselt und mir irrt&#252;mlich die besagte Erledigungsmeldung der Swisscom per Email geschickt hat. Daf&#252;r entschuldigte er sich im Namen seines Kollegen. Damals hatte ein Controller in einem Swisscom Router sporadische Aussetzer und stand kurz vor dem elektrischen Tod. Wir gingen gemeinsam alle m&#246;glichen Ursachen durch, konnten die Ursache aber nicht ausfindig machen. Er verstand nicht nur &#8220;Bahnhof&#8221; wie die meisten seiner Vorg&#228;nger und versprach mir, bei der Swisscom ein Trouble Ticket zu er&#246;ffnen und mein Problem abkl&#228;ren zu lassen. Dessen Erledigung k&#246;nne jedoch im schlimmsten Fall auch bis zu zehn Tage in Anspruch nehmen, da das <a title=\"Service Level Agreement\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9TZXJ2aWNlLUxldmVsLUFncmVlbWVudA==" target=\"_blank\">SLA</a> mit Swisscom lediglich eine Problemerledigung innert 5 bis 10 Tagen garantiere. Naja, einen besseren Service kann sich Sunrise anscheinend nicht leisten. Jedenfalls bin ich gl&#252;cklich und froh, dass Sunrise unter anderen auch Leute besch&#228;ftigt, die etwas von Netzwerktechnik verstehen. So warte ich nun zuversichtlich auf die Behebung meines ADSL-Problems &#8230; <em></em></p>
<h3>Update vom 02.10.2008</h3>
<p>Sunrise hat wirklich einen Swisscom-Techniker aufgeboten, um mein ADSL-Problem zu untersuchen. Heute Nachmittag wurde mein Anschluss eine ganze Stunde lang (gem&#228;ss Auskunft von Beobachtern &#228;usserst lustlos) unter die Lupe genommen. Als ich nach Hause kam, hing in der Telefonsteckdose ein neuer Filter mit Swisscom-Logo, das direkt mit dem ADSL-Modem verbunden wurde. Damit h&#228;tten alle Probleme beseitigt sein sollen. Sind sie aber nicht, verdammt nochmal! Anscheinend gibt es niemanden auf dieser Welt, der einem leidgeplagten Kunden an der Hotline wirklich zuh&#246;rt. Dass mein ADSL-Anschluss in Ordnung ist, habe ich bisher schon mehrmals best&#228;tigt. Das Modem zeigt auf dem physischen Layer normale Werte (was auch der Swisscom-Techniker herausgefunden hat) und der erste Knoten im Sunrise-Netzwerk l&#228;sst sich gut erreichen. Das Problem liegt auf oder besser gesagt in einem der Router von Sunrise, der meine IP-Pakete ins Nirwana schickt. Aber f&#252;r den ist wahrscheinlich keiner zust&#228;ndig. Ich bin gespannt, ob jemand die Frechheit hat, mir den Einsatz des Technikers und den neuen ADSL-Filter in Rechnung zu stellen. So warte ich immer noch auf die Behebung meines ADSL-Problems &#8211; jetzt aber immer weniger zuversichtlich. Mein ADSL stottttterrrrrt&#8230;t&#8230;ttt&#8230;tt</p>
<h3>Update vom 15.10.2008</h3>
<p>Der freundliche Herr M. vom Support (mit dem ich schon mal gesprochen hatte) ruft mich am Abend des 6. oder 7. Oktobers an, um sich &#252;ber den Status meines ADSL-Problems zu erkundigen und verspricht, mir per Post ein anderes ADSL-Modem zu Testzwecken zu schicken. Am 9. Oktober sichere ich mein Modemeinstellungen in ein File auf de Harddisk, f&#252;hre auf Empfehlung von Herr M. einen kompletten Reset durch (da Neustarts bisher nichts gebracht haben) und lade meine Einstellungen wieder. Danach geht gut eine Stunde lang ADSL-m&#228;ssig gleich gar nichts mehr &#8211; nicht einmal eine stotternde Verbindung kommt zu Stande. Genervt lasse das Modem sein wie es ist und arbeite am Computer weiter. Pl&#246;tzlich meldet sich mein Outlook, ich h&#228;tte neue Post erhalten. Und tats&#228;chlich, wie von Geisterhand geheilt, ist mein Modem wieder online und die Verbindung stottert nicht mehr. Ein Blick auf die physischen Verbindungswerte offenbart etwas bessere Werte.</p>
<p>Am 10.10. trifft das Modem ein, aber da ich vorl&#228;ufig keine Zeit habe, bleibt es &#252;ber&#8217;s Wochende liegen bis mich Herr M. am Montag Abend wieder anruft. Anschliessend nehme ich mir die Zeit, das ZyXEL-Modem anzuschliessen und neu zu konfigurieren. Das Web-Setup h&#228;ngt sich dabei regelm&#228;ssig auf, aber nach drei Neustarts des Modems l&#228;uft es und zeigt auch die gleichen Verbindungswerte auf der physischen Ebene wie mein Netgear-Modem. Das stimmt mich zuversichtlich, dass nun alles wieder ordnungsgem&#228;ss funktioniert. Am 14.10. ruft mich Herr M. wieder und ich erz&#228;hle ihm, das oben Beschriebene. Wir k&#246;nnen beide nicht erkl&#228;ren warum, aber es funktioniert wieder alles. Trotz des nun behobenen Problems bleibt mir (wie wahrscheinlich auch ihm) ein etwas fahler Nachgeschmack. Jedenfalls sind wir beide erleichtert, dass das Problem nun behoben zu sein scheint.</p>
<p>W&#228;re mein ADSL-Problem vom 1st-Level Support von Anfang an korrekt und kompetent behandelt worden, h&#228;tte ich mir einen Haufen &#196;rger ersparen k&#246;nnen. Sunrise t&#228;te gut daran, ihre Telefonisten an der technischen Hotline besser auszubilden, aber der Kostendruck in der Telekom-Branche l&#228;sst das wohl nicht mehr zu. Doch immerhin gibt es auch bei Sunrise zumindest einen Ansprechpartner, der einen guten Job macht. Danke Herr M.!</p>
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		<title>&#8220;Scroogled&#8221; auf Deutsch</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 06:47:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In einem Kommentar von Nenomin bei Gerald Reischls Google-Falle-Website bin ich auf die deutsche &#220;bersetzung von Christian W&#246;hrl des Kurzromans &#8220;Scroogled&#8221; von Cory Doctorow gestossen, der unter Beachtung der CC-Lizenzbestimmungen gerne weiterverbreitet werden darf (und soll). &#8220;Scroogled&#8221; ist die Kurzform f&#252;r &#8220;Screwed by Google&#8221; und heisst auf Deutsch soviel wie &#8220;Von Google verarscht&#8221;. Wer spannende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nb29nbGVmYWxsZS5jb20vZ29vZ2xlZmFsbGUvaW5kZXgucGhwLzIwMDgvMDYvMzAvZ29vZ2xlLWFuYWx5dGljcy1pbS1jbGluY2gtbWl0LWRlbi1kYXRlbnNjaHV0emdlc2V0emVuLyNjb21tZW50LTk0" target=\"_blank\">Kommentar</a> von Nenomin bei Gerald Reischls <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nb29nbGVmYWxsZS5jb20vZ29vZ2xlZmFsbGUv" target=\"_blank\">Google-Falle-Website</a> bin ich auf die <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy53b3J0LXVuZC1zYXR6LmRlL3Njcm9vZ2xlZC5odG0=" target=\"_blank\">deutsche &#220;bersetzung</a> von Christian W&#246;hrl des Kurzromans &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5yYWRhcm9ubGluZS5jb20vZnJvbS10aGUtbWFnYXppbmUvMjAwNy8wOS9nb29nbGVfZmljdGlvbl9ldmlsX2Rhbmdlcm91c19zdXJ2ZWlsbGFuY2VfY29udHJvbF8xLnBocA==" target=\"_blank\">Scroogled</a>&#8221; von <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMTAtMTcvYm9pbmctYm9pbmctY29yeS1kb2N0b3Jvdy8=" target=\"_blank\">Cory Doctorow</a> gestossen, der <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2NyZWF0aXZlY29tbW9ucy5vcmcvbGljZW5zZXMvYnktbmMtc2EvMi4wL2RlLw==" target=\"_blank\">unter Beachtung der CC-Lizenzbestimmungen</a> gerne weiterverbreitet werden darf (und soll). &#8220;Scroogled&#8221; ist die Kurzform f&#252;r &#8220;Screwed by Google&#8221; und heisst auf Deutsch soviel wie &#8220;Von Google verarscht&#8221;. Wer spannende Krimis und Thriller mag und Google kennt, mag auch diese Geschichte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Langweilige IT-Jobs</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:49:37 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;IT-Jobs sind langweilig&#8221; ist das Ergebnis der Studie &#8220;Do undergraduates want a career in IT?&#8220;, die von der Wohlt&#228;tigkeitsorganisation Crac bei Studenten in Grossbritannien durchgef&#252;hrt wurde. Damit wird die Studie der Hasler Stiftung best&#228;tigt. Das Offshoring hat eben nicht nur kurzfristig positive Effekte in der Buchhaltung sondern eben auch Nebeneffekte, welche sich allerdings erst langfristig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nb2xlbS5kZS8wODA2LzYwNTk0Lmh0bWw=" target=\"_blank\">IT-Jobs sind langweilig</a>&#8221; ist das <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL25ld3MuemRuZXQuY29tLzI0MjQtOTU5NV8yMi0yMDc3NjAuaHRtbA==" target=\"_blank\">Ergebnis der Studie</a> &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jcmFjLm9yZy51ay9jcmFjX25ldy9wZGZzL3VuZGVyZ3JhZHVhdGVzX2l0LnBkZg==" target=\"_blank\" class=\"linkartikeltext\">Do undergraduates want a career in IT?</a>&#8220;, die von der Wohlt&#228;tigkeitsorganisation <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jcmFjLm9yZy51ay8=" target=\"_blank\">Crac</a> bei Studenten in Grossbritannien durchgef&#252;hrt wurde. Damit wird die <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDgtMDYtMTIvZGllLWluZm9ybWF0aWstaGF0LWVpbi1wcm9ibGVtLw==" target=\"_blank\">Studie der Hasler Stiftung</a> best&#228;tigt. Das <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI4LzI4MjI2LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Offshoring</a> hat eben nicht nur kurzfristig positive Effekte in der Buchhaltung sondern eben auch Nebeneffekte, welche sich allerdings erst langfristig in der Buchhaltung niederschlagen werden. Aber bis dann haben die Verantwortlichen ihre Boni einkassiert und die Verantwortung an ihre Nachfolger abgegeben. Mal schauen, was diese ausbr&#252;ten werden, um ihre Boni zu rechtfertigen.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=378" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Informatik hat ein Problem</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 21:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ICT Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Studierendenzahlen in Informatik an den Hochschulen sind seit Jahren r&#252;ckl&#228;ufig. Unternehmen haben zunehmend M&#252;he, gen&#252;gend qualifizierte Informatikerinnen und Informatiker in der Schweiz finden. Der Beruf des "Informatikers" ist in der Informationsgesellschaft l&#228;ngst nicht so angesehen wie der eines Juristen oder Mediziners. Das zeigen die Resultate der Studie "Das Image der Informatik in der Schweiz" der Hasler Stiftung. Das ist aber nur ein Teil der ganzen Wahrheit. Das Problem ist weit vielschichtiger! Houston, we've got a problem!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/uploads/2008/06/informatik01_small.jpg" alt="Informatik_01" align="left" hspace="10" />Die Studierendenzahlen in Informatik an den Hochschulen sind seit Jahren r&#252;ckl&#228;ufig. Unternehmen haben zunehmend M&#252;he, gen&#252;gend qualifizierte Informatikerinnen und Informatiker in der Schweiz finden. Obwohl die Informatik und der Beruf des &#8220;Informatikers&#8221; (den es so eigentlich gar nicht gibt) in der Informationsgesellschaft doch einen hohen Stellenwert haben m&#252;ssten, ist der &#8220;Informatikerberuf&#8221; l&#228;ngst nicht so angesehen wie der eines Juristen oder Mediziners. Viele wissen nicht einmal, dass man Informatik an Hochschulen und Universit&#228;ten studieren kann. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass &#252;berall, wo Informatik als Schulfach unterrichtet wird, nur die Anwendung von Office-Tools thematisiert und gelehrt wird. Dies sind die Resultate der Studie &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oYXNsZXJzdGlmdHVuZy5jaC9wZGYvaW1hZ2VzdHVkaWVfMjAwOC5wZGY=" target=\"_blank\">Das Image der Informatik in der Schweiz</a>&#8221; der <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oYXNsZXJzdGlmdHVuZy5jaC8=" target=\"_blank\">Hasler Stiftung</a>. Das ist aber nur ein Teil der ganzen Wahrheit. Das Problem ist weit vielschichtiger!</p>
<p><span id="more-372"></span>Immer wieder werde ich pers&#246;nlich mit folgender Situation konfrontiert: <em>&#8220;Du bisch doch Informatiker. Miin Kompjuter spinnt wider e mal und ich han kei Ahnig, was los isch. Chasch n&#246;d e mal g&#8217;schn&#228;ll &#8230;?&#8221;</em> In solchen Augenblicken als Informatik-Ingenieur Ruhe und Anstand zu bewahren, braucht manchmal viel innere Kraft und Selbsbeherrschung. Niemand k&#228;me auf die Idee, einen Architekten oder Bauingenieur danach zu fragen, ob er eine tropfende Wasserleitung reparieren oder die Hausmauer an der Ecke ausbessern w&#252;rde. Doch &#8220;Informatiker&#8221; sind anscheinend Allesk&#246;nner.</p>
<p>Aber eigentlich gibt es &#8211; wie eingangs schon erw&#228;hnt &#8211; den Beruf <em>des Informatikers</em> eigentlich gar nicht. Ca. 80 Prozent der in der Informatik Besch&#228;ftigten sind Quereinsteiger aus anderen Berufsgattungen. Darunter finden sich Elektroniker, Maler, Schreiner, Bankangestellte, Betriebswirtschaftler, Kaufleute, Fahrradmechaniker, Grafiker, K&#246;che, Detailhandelsangestellte, Physiotherapeuten und viele andere Berufe. Nur knapp 20 Prozent der &#8220;Informatiker&#8221; verf&#252;gen &#252;ber ein Ingenieur- bzw. Hochschul-Diplom, das sie vielfach erst auf dem zweiten Bildungsweg erworben haben. Das erkl&#228;rt wahrscheinlich teilweise auch den Status des &#8220;Informatikers&#8221; in der Gesellschaft. Ebenso vielf&#228;ltig wie die Herkunft sind aber auch die Jobprofile: Anwendungs- oder System-Entwickler, Business- oder IT-Analyst, Projektleiter, Tester, Testdesigner, Testmanager, Entwicklungsleiter, PC-Supporter, Anwendungsbetreuer, Produkt-Manager, Netzwerktechniker, Systembetreuer/Operator, Datenbank-Designer bzw. -Architekt, Datenbank-Administrator, Anwendungs- oder System-Architekt, GUI-Designer, Webmaster, Methodiker, Hardware-Entwickler, Sicherheits-Spezialist, ICT-Forensiker, Kryptologe, etc. Mit Office-Tools hat das meist nur sehr wenig zu tun und die Spezialisierung nimmt weiter zu. Die Brosch&#252;re &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oYXNsZXJzdGlmdHVuZy5jaC9wZGYvYnJvc2NodWVyZV9pbmZvcm1hdGlrX2JlcnVmZS5wZGY=" target=\"_blank\">Informatik-Berufe</a>&#8221; der Hasler-Stiftung gibt weitere Einblicke.</p>
<p>Noch viel abschreckender als der soziale Status ist f&#252;r strukturiert denkende Ingenieure mit &#252;berdurchschnittlichem Abstraktionsverm&#246;gen das meist chaotische Arbeitsumfeld auf mehrheitlich Amateurniveau. Nat&#252;rlich gibt es auch hier l&#246;bliche Ausnahmen &#8211; zum Gl&#252;ck. In Unternehmen wie Netcetera, Ergon, Canoo oder Z&#252;hlke (um nur vier zu nennen) h&#228;ufen sich die diplomierten Systemdenker, f&#252;r die Spezialisierung eine Einschr&#228;nkung in ihren geistigen F&#228;higkeiten bedeutet und eine Beleidigung ihres Intellekts darstellt. Aber andernorts und vor allem in der Finanz- und Versicherungs-Informatik oder auch in den &#246;ffentlichen Verwaltungen ist die Professionalit&#228;t um Klassen tiefer, auch wenn man das aus den Sal&#228;ren nicht unbedingt schliessen w&#252;rde.</p>
<p>Der Alt-Professor Niklaus Wirth bem&#228;ngelt in seiner Schrift &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pbmYuZXRoei5jaC9wZXJzb25hbC93aXJ0aC9BcnRpY2xlcy9NaXNjZWxsYW5lb3VzL0luZm9ybWF0aWthMjAwOC5wZGY=" target=\"_blank\">The Year of Informatics</a>&#8221; zum Jahr der Informatik  zu Recht das fehlende Berufsethos sowie die &#8220;quick and dirty&#8221;-Mentalit&#228;t der &#8220;time to market&#8221;-&#196;ra, in der ein Produkt nicht mehr die Gelegenheit erh&#228;lt, nach den Regeln der Ingenieurskunst entworfen zu werden und zur Reife zu gelangen, bevor es zur breiten Anwendung gelangt, und erst vom Markt genommen wird, wenn es so verbastelt ist, dass an Wartung und Erweiterung mit betriebswirtschaftlich vertretbarem Aufwand nicht mehr zu denken ist. Die Informatik wird heute durch organischen Wachstum bestimmt, dessen Saatgut mehr das Ergebnis einer kurzfristigen Idee eines Profilierungsneurotikers ist als die Frucht einer langfristigen Gesch&#228;fts- und Informatik-Strategie. An diesem Umfeld, das die Rahmenbedingungen f&#252;r die Jobs in der Informatik bildet, wird sich so rasch auch kaum etwas &#228;ndern. F&#252;r helle K&#246;pfe ist dies wahrlich kein attraktives Arbeitsumfeld. <em>Houston, we&#8217;ve got a problem!</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=372" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Datenmissbrauch ohne Ende</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 21:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[biometrische Ausweise]]></category>
		<category><![CDATA[Datenmissbrauch]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Welle von Meldung zu durchgef&#252;hrten und geplanten Datenmissbr&#228;uchen und Verletzungen der Privatsph&#228;re weltweit ging in den letzten Wochen und Tagen durch die Medien. M&#252;ssen wir uns das wirklich bieten lassen? Informatik wird vom Segen zugleich zum Fluch f&#252;r die Informationsgesellschaft und zum Werkzeug von Machtgel&#252;sten und Partikularinteressen, aber das muss nicht unbedingt sein. Gefragt ist Berufsethik! Verantwortungsvolle Informatiker k&#246;nnen dazu beitragen, dass sich das Problem in Luft aufl&#246;st. Wenn kein Informatiker bereit ist, sich f&#252;r die dunkle Seite der Macht einspannen zu lassen, bleiben die &#220;berwachungspl&#228;ne bloss ein St&#252;ck wertloses Papier. Ganz nach dem Motto: "Es herrscht totale &#220;berwachung, aber keiner macht mit."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Welle von Meldung zu durchgef&#252;hrten und geplanten Datenmissbr&#228;uchen und Verletzungen der Privatsph&#228;re weltweit ging in den letzten Wochen und Tagen durch die Medien. Hier eine Auswahl dieser Meldungen: <span id="more-370"></span></p>
<ul>
<li>Lidl hat es in Deutschland mit der Bespitzelung seiner Mitarbeiter zur Nominierung f&#252;r die <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iaWdicm90aGVyYXdhcmRzLmRlLw==" target=\"_blank\">BigBrotherAwards</a> geschafft.</li>
<li>Laut einem <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zcGllZ2VsLmRlL3dpcnRzY2hhZnQvMCwxNTE4LDU1ODMwOSwwMC5odG1s" target=\"_blank\">Bericht des Spiegel</a> hat die Lufthansa einen Journalisten der Financial Times Deutschland ausspioniert, um interne Lecks im Aufsichtsrat aufzusp&#252;ren, und nutzte auf der Suche nach einem vertraulichen Gespr&#228;chspartner auch Passagierinformationen des Vielfliegers. Pikant daran ist, dass die ausgewerteten sensiblen Passagierdaten intern ohnehin mehreren tausend Mitarbeitern zur Verf&#252;gung st&#252;nden, weil die Fluggesellschaft einen <em>&#8220;offenen Umgang&#8221;</em> mit sensiblen Kundeninformationen pflege. Trotzdem will die EU-Kommission die Fluglinien in den Mitgliedsstaaten mit einem <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL0xhZW5kZXItc2NoaWVzc2VuLXNjaGFyZi1nZWdlbi1FVS1GbHVnZ2FzdGRhdGVuc2FtbWx1bmctLS9tZWxkdW5nLzEwMzU5NA==" title=\"L&#228;nder schie&#223;en scharf gegen EU-Fluggastdatensammlung\">heftig umstrittenen Vorhaben</a> verpflichten, ausf&#252;hrliche Fluggastinformationen in Form der so genannten Passenger Name Records (PNR) 13 Jahre lang vorzuhalten, und diese Daten mit den USA gegenseitig austauschen.</li>
<li>Die Bundesregierung unseres n&#246;rdlichen Nachbarn l&#228;sst nicht nur fleissig Informationen &#252;ber das Kommunikationsverhalten der B&#252;rger im Rahmen der verdachtsunabh&#228;ngigen Vorratsdatenspeicherung sammeln, sondern <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nb2xlbS5kZS8wODA2LzYwMjI2Lmh0bWw=" target=\"_blank\">liefert</a> nun zus&#228;tzlich zu den Flugpassagierdaten weitere <em>&#8220;Informationen zur Bek&#228;mpfung des Terrorismus und schwerer  Kriminalit&#228;t&#8221; (</em>Fingerabdruckdaten und DNA-Daten sowie auch Angaben zur sexuellen Orientierung und der Mitgliedschaft in Gewerkschaften von Personen, die <em>&#8220;im Verdacht stehen, k&#252;nftig terroristische Straftaten zu begehen&#8221;</em>) an die USA unter einem bisher geheim gehaltenen <em>&#8220;Kooperationssicherheitsabkommen&#8221;</em>, ohne den Bundestag dar&#252;ber informiert zu haben.</li>
<li>Der Bundestag selber <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL0J1bmRlc3RhZy1nZWxvYnQtQmVzc2VydW5nLWJlaW0tRGF0ZW5zY2h1dHotLS9tZWxkdW5nLzEwOTEwOC8=" target=\"_blank\">gelobt Besserung beim Datenschutz</a> nach dem Bespitzelungsskandal bei der Telekom und   Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine gr&#252;ndliche Untersuchung der <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL1RlbGVrb20tc29sbC1laWdlbmUtTWFuYWdlci1iZXNwaXR6ZWx0LWhhYmVuLS0vbWVsZHVuZy8xMDg0MTA=" title=\"Telekom soll eigene Manager bespitzelt haben\">Bespitzelungsaff&#228;re bei der Deutschen Telekom</a> durch die Staatsanwaltschaft versprochen.</li>
<li>Die Bundesregierung beharrt weiterhin auf den <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL0J1bmRlc3JlZ2llcnVuZy1iZWhhcnJ0LWF1Zi1oZWltbGljaGVuLU9ubGluZS1EdXJjaHN1Y2h1bmdlbi0tL21lbGR1bmcvMTA4OTU1" target=\"_blank\" title=\"Bundesregierung beharrt auf heimlichen Online-Durchsuchungen\">geplanten heimlichen Online-Durchsuchungen</a>.</li>
<li>USA-Urlauber m&#252;ssen sich von Januar 2009 an sp&#228;testens drei Tage vor ihrer Ankunft im &#8220;Land der unbegrenzten M&#246;glichkeiten&#8221; online bei den US-Beh&#246;rden <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL1VTQS1hZW5kZXJuLVJlZ2Vsbi1PbmxpbmUtQW5tZWxkdW5nLXVuZC1GaW5nZXItU2Nhbi1iZWktZGVyLUF1c3JlaXNlLS0vbWVsZHVuZy8xMDg5NTQ=" target=\"_blank\">registrieren</a>. In den kommenden Monaten sollen zudem s&#228;mtliche US-Grenz&#252;berg&#228;nge mit neuen Leseger&#228;ten f&#252;r Fingerabdr&#252;cke ausgestattet werden, die alle zehn Finger scannen – bisher ist dies erst an zehn Flugh&#228;fen der Fall. Und auch bei der Ausreise sollen von Juni 2009 an die <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL0ZsdWdnZXNlbGxzY2hhZnRlbi1zb2xsZW4tRmluZ2VyYWJkcnVlY2tlLWFibmVobWVuLS0vbWVsZHVuZy8xMDY4NTQ=" target=\"_blank\" title=\"Fluggesellschaften sollen Fingerabdr&#252;cke abnehmen\">Fingerabdr&#252;cke abgegeben werden</a>.</li>
<li>In Ungarn erhob die ungarische B&#252;rgerrechtsorganisation HCLU (<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3Rhc3ouaHUvZW4=" target=\"_blank\">Hungarian Civil Liberties Union</a>) <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3Rhc3ouaHUvZW4vbm9kZS84MjY=" target=\"_blank\">Verfassungsklage</a> gegen die Verpflichtung von Telekommunikationsanbietern zur Protokollierung von Nutzerspuren (verdachtsunabh&#228;ngige Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten), wie dies zuvor in Deutschland der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung mit seiner <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52b3JyYXRzZGF0ZW5zcGVpY2hlcnVuZy5kZS9jb250ZW50L3ZpZXcvNTEvNzAv" target=\"_blank\">Verfassungsbeschwerde</a> bereits getan hat.</li>
<li><a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL1NjaHdlZGVuLXdpbGwtSW50ZXJuZXR2ZXJrZWhyLW1pdC1kZW0tQXVzbGFuZC11ZWJlcndhY2hlbi0tL21lbGR1bmcvMTA5MDM4Lw==" target=\"_blank\">Schweden</a> will gem&#228;ss einem <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5yZWdlcmluZ2VuLnNlL3NiL2QvODY3MC9hLzc4MzY3" target=\"_blank\" rel=\"external\">Gesetzesentwurf zur Verbesserung der milit&#228;rischen Aufkl&#228;rung</a> an 20 Knotenpunkten die gesamte Netzkommunikation mit dem Ausland abh&#246;ren und &#252;berwachen.</li>
<li>In der Schweiz wird nach dem biometrischen Pass ab 2010 auch noch die biometrische Identit&#228;tskarte (so nennen wir in der Schweiz den Personalausweis) eingef&#252;hrt, auf dem Fingerabdr&#252;cke und Passfoto gespeichert werden. Schengen sei Dank!</li>
<li>  Die Firma <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5waG9ybS5jb20v" target=\"_blank\" rel=\"external\">Phorm</a> hat ihr <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jbC5jYW0uYWMudWsvJTdFcm5jMS8wODA0MDRwaG9ybS5wZGY=" target=\"_blank\" rel=\"external\">neuartiges Konzept</a> f&#252;r personalisierte Werbung pilotiert und dazu in Zusammenarbeit mit Internet Service Providern den Internet-Verkehr der Surfer <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL0JlcmljaHQtenVyLUF1c3NwYWVodW5nLXZvbi1XZWJzdXJmZXJuLWR1cmNoLUJULWF1ZmdldGF1Y2h0LS0vbWVsZHVuZy8xMDkxMDMv" target=\"_blank\">&#252;berwacht und daraus Profildaten erstellt</a>. Die ahnungslosen Benutzer wurden nicht um ihre Erlaubnis gefragt und auch nicht einmal dar&#252;ber informiert.</li>
</ul>
<p>So, jetzt reicht&#8217;s! M&#252;ssen wir uns das wirklich bieten lassen? Da krieg ich wirklich einen dicken Hals! Was k&#246;nnen wir dagegen tun?</p>
<ul>
<li>Wir verzichten auf Reisen mit dem Flugzeug. Das schont zudem die Umwelt.</li>
<li>Ausweise mit Biometrie-Chip stecken wir in die Mikrowelle.</li>
<li>Gespr&#228;che mit vertraulichem Inhalt f&#252;hren wir nur noch von Angesicht zu Angesicht. Das wird den Telekommunikationsunternehmen gar nicht gefallen, wird sich aber sicher positiv auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken.</li>
<li>Emails verschl&#252;sseln wir konsequent.</li>
<li>Wir schr&#228;nken das Surfen im Web ein. Das spart Strom und l&#228;sst uns mehr Zeit f&#252;r Ehepartner, Familie und Freunde.</li>
<li>&#220;berall, wo (unverh&#228;ltnism&#228;ssig/unberechtigt) Daten &#252;ber uns gespeichert werden, machen wir von unserem Auskunftsrecht gebrauch und verlangen schriftliche Auskunft &#252;ber die gespeicherten Daten, den Kreis der Zugriffsberechtigten sowie den Verwendungszweck. Dies wirkt wie eine &#8220;Denial of Service&#8221;-Attacke und nervt die Datensammler.</li>
</ul>
<p>Viele werden bei diesen Gedanken nur m&#252;de l&#228;cheln und mir sagen, dass sich dies alles wohl kaum so einfach umsetzen l&#228;sst und &#252;brigens nicht gen&#252;gend wirksam ist. Da m&#246;gen sie nicht ganz unrecht haben. Nur, unt&#228;tig zuzusehen hiesse, sich in sein Schicksal zu f&#252;gen und die Opferrolle zu akzeptieren.</p>
<p>Die &#220;berlegenheit der menschlichen Rasse besteht darin, sich an ver&#228;ndernde Lebensumst&#228;nde anzupassen. Es bleibt uns ja kaum etwas anderes &#252;brig. Diese Anpassungen steuert unser Grosshirn. Aber auch das Stammhirn bleibt nicht unt&#228;tig: &#8220;Flucht oder Angriff?&#8221;, das ist hier die Frage. Flucht hiesse, sich geschlagen zu geben. Aber wohin sollen wir fliehen? Wenn wir in Freiheit leben wollen, m&#252;ssen wir daf&#252;r k&#228;mpfen und uns f&#252;r unsere Werte einsetzen. Es muss mehr getan werden, als bisher getan wurde. Es wird langsam Zeit, den Widerstand gegen die &#220;berwachungsgesellschaft breit und systematisch zu organisieren! Oder w&#252;nscht sich jemand die Zeiten des Nationalsozialismus oder des Sowjetregimes mit den Gulags zur&#252;ck?</p>
<p>Informatik wird vom Segen zugleich zum Fluch f&#252;r die Informationsgesellschaft und zum Werkzeug von Machtgel&#252;sten und Partikularinteressen, aber das muss nicht unbedingt sein. Auch mit einem Messer kann man ein Butterbrot streichen, aus Holz Figuren schnitzen oder jemanden durch die Brust ins Herz stechen. Entscheidend ist, was derjenige damit anstellt, der die Klinge f&#252;hrt. Gefragt ist Berufsethik! Verantwortungsvolle Informatiker k&#246;nnen dazu beitragen, dass sich das Problem in Luft aufl&#246;st. Wenn kein Informatiker bereit ist, sich f&#252;r die dunkle Seite der Macht einspannen zu lassen, bleiben die &#220;berwachungspl&#228;ne bloss ein St&#252;ck wertloses Papier. Ganz nach dem Motto: &#8220;Es herrscht totale &#220;berwachung, aber keiner macht mit.&#8221; <em>Mehr dazu in K&#252;rze auf diesem Kanal!</em></p>
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		<title>Juristen erkl&#228;ren die Informatik</title>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 18:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ICT Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Juristen die Rechtslage im Zusammenhang mit technischen Themen beurteilen m&#252;ssen, sind sie mit ihrem Latein nur allzu rasch am Ende. Das alleine ist noch kein aussergew&#246;hnliches Problem und liesse sich leicht durch den Beizug eines sach- und rechtskundigen Ingenieurs l&#246;sen. Wenn allerdings solche Rechtsgelehrte in der Richterrolle in Unkenntnis oder Verkennung der Technologie Recht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Juristen die Rechtslage im Zusammenhang mit technischen Themen beurteilen m&#252;ssen, sind sie mit ihrem Latein nur allzu rasch am Ende. Das alleine ist noch kein aussergew&#246;hnliches Problem und liesse sich leicht durch den Beizug eines sach- und rechtskundigen Ingenieurs l&#246;sen. Wenn allerdings solche Rechtsgelehrte in der Richterrolle in Unkenntnis oder Verkennung der Technologie Recht sprechen, wird es allerdings h&#246;chst problematisch, denn sie Entscheiden oftmals &#252;ber Schicksale von Personen und Unternehmen. Immer wieder f&#252;hrt technisches Nicht- und Halbwissen, vor allem wenn es zu allem auch noch (bewusst oder unbewusst) juristisch falsch interpretiert wird,  zu Urteilen, bei denen ich manchmal nicht so recht weiss, ob ich lachen oder weinen soll. Auf jeden Fall m&#246;chte dann am liebsten in die Tischkante beissen.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck gilt das nicht ganz f&#252;r alle Juristen. Es gibt immer wieder Ausnahmen, die manchmal selbst mich erstaunen. <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2FsZXhhbmRlcmtvY2guZGUv" target=\"_blank\">Alexander Koch</a>, seines Zeichens selber Doktor der Rechtswissenschaften und Freund der Informationstechnologie, hat unter <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kYXVmYXEuZGUv" target=\"_blank\">daufaq.de</a> Zitate aus Gerichtsurteilen und juristischer Fachliteratur zusammengetragen. Hier sind zwei meiner liebsten Brocken:</p>
<p><em><strong>F:</strong> Woraus bestehen Daten auf einer Festplatte?<br />
<strong> A:</strong> Elektronische Daten &#8230; bestehen &#8211; unabh&#228;ngig davon, ob sie sich lediglich im Arbeitsspeicher befinden oder auf einem Datentr&#228;ger wie Diskette/Festplatte o.&#228;. gespeichert sind &#8211; aus elektrischer Spannung und unterfallen daher nicht dem sachenrechtlichen Sachbegriff.</em></p>
<p><em><strong>F:</strong> Worum handelt es sich bei dem so genannten World Wide Web (WWW)?<br />
<strong> A:</strong> Bei diesem handelt es sich um ein auf dem Internet fu&#223;endes Programm, in dem sich Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen mit Informationen, Werbung usw. in optischen und akustischen Darstellungen pr&#228;sentieren k&#246;nnen.</em></p>
<p>Ich hoffe, dass immer mehr Juristen den Zugang zu technischen Themen finden. Dann f&#228;llt meine Zahnarztrechnung tiefer aus und die Tischplatten leben l&#228;nger.</p>
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		<title>Schutz von Unternehmensdaten</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 08:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 10. April luden die PGP Deutschland und Secure Computing zu einer halbt&#228;gigen Referatsreihe zum Thema &#8220;Strategien zum Schutz von Unternehmensdaten f&#252;r Finanzdienstleister und Banken&#8221; ein. Erfreulicherweise war dies nicht einfach eine von den vielen als &#8220;Seminar&#8221; getarnten Verkaufspr&#228;sentationen (auch wenn es uns als Seminar verkauft wurde) und auch das Catering war ausgezeichnet. Neben Michael [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 10. April luden die PGP Deutschland und Secure Computing zu einer halbt&#228;gigen Referatsreihe zum Thema &#8220;Strategien zum Schutz von Unternehmensdaten f&#252;r Finanzdienstleister und Banken&#8221; ein. Erfreulicherweise war dies nicht einfach eine von den vielen als &#8220;Seminar&#8221; getarnten Verkaufspr&#228;sentationen (auch wenn es uns als Seminar verkauft wurde) und auch das Catering war ausgezeichnet. Neben Michael Rudrich (<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zZWN1cmVjb21wdXRpbmcuY29tLw==" target=\"_blank\">Secure Computing</a>) und Thomas Hemker (<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wZ3AuY29tLw==" target=\"_blank\">PGP Corporation</a>) hielt auch Bruno Wildhaber (<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mb3J0ZS1hZHZpc29ycy5jb20v" target=\"_blank\">Forte Advisors</a>) ein Referat &#252;ber IT-Sicherheit in der Finanzindustrie.</p>
<p><span id="more-355"></span>Wildhaber vertrat mitunter auch Ansichten, welche die aktuellen Sicherheitsans&#228;tze teilweise etwas in Frage stellen und nicht ganz im Einklang mit dem Gesch&#228;ftsmodell von Secure Computing und der PGP Corporation stehen. Dies machte f&#252;r mich die Veranstaltung jedoch nur glaubw&#252;rdiger, weil Sicherheit nur entstehen kann, wenn man auch andere Meinungen zul&#228;sst und in die Diskussion miteinbezieht. Wildhaber betrachtet den Perimeter-Ansatz (Firewalls, Content-Filter, &#8230;) als ein untaugliches Mittel, um das Internet sicher zu machen, und bezeichnete ihn als reine Symptombek&#228;mpfung. Deshalb werde dieser &#252;ber kurz oder lang verschwinden. Beim Design des Internets h&#228;tten Sicherheits&#252;berlegungen keine Rolle gespielt. Das System sei als offen konzipiert worden. Alle Ans&#228;tze und Bem&#252;hungen, dieses im Nachhinein sicher zu machen, ohne an den Grundkonzepten zu r&#252;tteln, bezeichnete er als &#8220;Leukoplast&#8221;-L&#246;sungen, womit er sicher Recht hat. Weiter vertrat er die These, dass der PC als Endger&#228;t im E-Banking ausgedient h&#228;tte, weil das schw&#228;chste Glied im E-Business der PC des Kunden sei, auf den ein Dienstleister keinen Einfluss h&#228;tte. Er postulierte einen &#8220;Thin Client&#8221;-Ansatz, wobei die korrekte Identifikation bzw. Authentisierung jedes Nutzers den Schl&#252;ssel zur sicheren Banktransaktion darstellt. In diesem Zusammenhang werden qualifizierte digitale Signaturen (welche auf dem Prinzip der asymetrischen Verschl&#252;sselung beruhen) in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Weil solche abgesicherten Infrastrukturen jedoch kostspielig und (noch) nicht einfach zu handhaben sind, sind sie nur f&#252;r die gesch&#228;ftliche Nutzung interessant. &#220;ber unsichere PCs w&#252;rden k&#252;nftig nur noch &#8220;low value&#8221; Transaktionen zugelassen. W&#252;rde dies Realit&#228;t, werden die Proteste verw&#246;hnter E-Banking-Kunden sicher nicht ausbleiben.</p>
<p>Ein Thin Client l&#228;sst sich aber auch jederzeit auf einem Fat Client, wie der PC einer ist, emulieren. Ein Web-Browser ist prinzipiell ein solcher Thin Client, der meist in einer recht unsicheren Umgebung (Windows-PC) l&#228;uft. Einen Thin Client in eine v&#246;llig isolierte Umgebung zu verbannen, die keinen Datenaustausch mit der &#8220;Aussenwelt&#8221; und somit auch keine Infektion durch Schadsoftware (Malware) zul&#228;sst, w&#228;re zwar prinzipiell ein sicherer Ansatz, widerspricht aber meiner Ansicht nach der geforderten Offenheit des Internets und schr&#228;nkt die M&#246;glichkeiten und auch den Nutzen der Kommunikation &#252;ber diese Plattform in inakzeptablem Ausmass ein. Dieses Dilemma wird wohl kaum so schnell gel&#246;st werden. Trotzdem oder gerade deswegen ist es so, dass das Business die Sicherheit definiert und nicht umgekehrt. Gem&#228;ss Wildhaber m&#252;sse jedes Unternehmen selber festlegen, wo es sich im Spannungsfeld zwischen Kosten und Nutzen sowie strategischer Performance und risikooptimierter Konformit&#228;t positioniert.</p>
<p>Die konsequente Eliminierung von &#252;berfl&#252;ssigen Daten zur Minderung von Sicherheitsrisiken ist ein wichtiger Ansatz, den Wildhaber vertrat. M&#252;ll, den es nicht gibt, kann auch keine Probleme machen. <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2gvbmFjaHJpY2h0ZW4vaW50ZXJuYXRpb25hbC9uZWFwZWxfd2VpdGVyaGluX2ltX211ZWxsbm90c3RhbmRfMS42ODY3MDUuaHRtbA==" target=\"_blank\">Neapel</a> w&#228;re bestimmt auch dieser Meinung. Ich pers&#246;nlich kenne jedoch kein einziges Unternehmen, das diesen Ansatz als strategisch genug erachtet und konsequent verfolgt. Die folgende Konklusion Wildhabers fand ich allerdings die wichtigste in seinem ganzen Referat: Mit einem &#8220;Best Practice&#8221; Ansatz kann den Anspr&#252;chen an eine hochstehende Sicherheist-Infrastruktur nicht Gen&#252;ge getan werden, weil sich damit lediglich eine Follower-Strategie realisieren l&#228;sst. Solche &#8220;me too&#8221;-L&#246;sungen taugen bestenfalls zur Mittelm&#228;ssigkeit. Da wurde mir endlich bewusst, warum es mir jedesmal intuitiv flau in der Magengegend geworden ist, wenn alle um mich herum nach &#8220;Best Practice&#8221; geschrien haben.</p>
<p>Im Folgenden erl&#228;uterten die Referenten von Secure Computing und PGP ihren Perimeter-Ansatz, ohne dabei zu sehr auf die technischen Details ihrer L&#246;sungen einzugehen. Im Vordergrund standen die Konzepte, die diesen zugrunde liegen. Michael Rudrich erl&#228;uterte anhand der auch in grossen Teilen &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Plattform <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3RydXN0ZWRzb3VyY2Uub3Jn" target=\"_blank\">trustedsource.org</a> von Secure Computing, warum die Erhebung der fremden und die Pflege der eigenen Reputation wichtig sind und wie Reputations-Management aufgrund von Scoring von Kommunikationspartnern, d.h. einer Qualifizierung nach &#252;bertragenen Inhalten und Verhaltensmustern, funktioniert.</p>
<p>Thomas Hemker zeigte, in welchen Bereichen Daten-Verschl&#252;sselung sinnvoll eingesetzt werden kann. Es n&#252;tze recht wenig, unsichere Infrastrukturen gegen Fremdzugriffe zu sch&#252;tzen. Vielmehr m&#252;ssten die selber Daten gesichert werden anstatt die Infrastruktur. Dies beginnt bereits bei der Datengenerierung. Hemker pr&#228;sentierte einerseit die Vorteile des plattformbasierten Ansatzes von PGP und zeigte andererseit, wie sich die Investition in eine solche L&#246;sung betriebswirtschaftlich berechnen und rechtgertigen l&#228;sst. Dabei bediente er sich der Kosten eines Datenverlustes zur Berechnung des ROI. Die Kosten f&#252;r einen Verlust betragen gem&#228;ss Studien durchschnittlich £47 bis £55 pro Datensatz in der Finanzindustrie, wobei 36% der Ursachen durch den Verlust von Ger&#228;ten und Datentr&#228;gern resultieren. Weitere 38% der Datenverluste k&#246;nnen auf Fehler bei externen Dienstleistern zur&#252;ckgef&#252;hrt werden, was ein relativ schlechtes Licht auf das IT-Outsourcing wirft.</p>
<p>Allen Referaten gemeinsam war, dass Verschl&#252;sselung der Schl&#252;ssel zur sicheren Informatik ist. Was mich allerdings etwas st&#246;rte war, dass die rechtlichen Aspekte wie der Datenschutz bei der Inhaltsanalsyse von &#252;bermittelten Daten f&#252;r das Reputation Scoring oder Haftungsfragen bei Datenpannen v&#246;llig ausser Acht gelassen wurden. Trotzdem fand ich den Anlass sehr gelungen, informativ und n&#252;tzlich.</p>
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		<title>Bitte entt&#228;uschen Sie mich nicht!</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 21:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Entt&#228;uschung ist eigentlich etwas sehr Positives, weil sie uns von den Fesseln der T&#228;uschung befreit. Entt&#228;uschung kann man daher auch als eine Variante der Erleuchtung betrachten. Trotzdem messen die meisten Zeitgenossen dem Begriff eine negative Bedeutung bei. Vor allem F&#252;hrungspersonen wollen nicht entt&#228;uscht werden, denn dann m&#252;ssten sie zugeben, dass sie sich bisher get&#228;uscht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/images/smileys/smiley_down_in_the_dumps.png" alt="Smiley ganz traurig" align="left" height="106" hspace="10" width="109" />Eine Entt&#228;uschung ist eigentlich etwas sehr Positives, weil sie uns von den Fesseln der T&#228;uschung befreit. Entt&#228;uschung kann man daher auch als eine Variante der Erleuchtung betrachten. Trotzdem messen die meisten Zeitgenossen dem Begriff eine negative Bedeutung bei. Vor allem F&#252;hrungspersonen wollen nicht entt&#228;uscht werden, denn dann m&#252;ssten sie zugeben, dass sie sich bisher get&#228;uscht h&#228;tten. Dies k&#228;me einem Fehlereingest&#228;ndnis gleich. Und welcher Manager m&#246;chte schon zugeben, Fehler gemacht zu haben? Ein richtiger F&#252;hrer macht einfach keine Fehler. Das k&#246;nnte ihm als F&#252;hrungsschw&#228;che ausgelegt werden. Deshalb geben Machtmenschen ihren Untergebenen zu einem Auftrag gerne auch gleich den Ratschlag mit: &#8220;Bitte entt&#228;uschen Sie mich nicht!&#8221;. Im Klartext heisst das: &#8220;Bitte zwingen Sie mich nicht, zugeben zu m&#252;ssen, dass ich einen Fehler in meiner Einsch&#228;tzung gemacht habe!&#8221;.</p>
<p><span id="more-341"></span>In unserer &#252;berspannten Leistungsgesellschaft ist versagen nicht erlaubt und wird in der Regel sanktioniert. Ausser man ist zuoberst in der F&#252;hrungspyramide. Dann bekommt man auch noch eine fette Abgangsentsch&#228;digung daf&#252;r, dass man seine schlecht ausgef&#252;llte Position an einen anderen abgibt. Weiter unten auf der Leiter ist nur erw&#252;nscht, wer &#8220;&#252;berdurchschnittliche Leistung&#8221; erbringt &#8211; was immer das auch heissen mag. Ich frage mich, wohin die anderen 50 Prozent der Arbeitnehmer hin sollen, welche nur unterdurchschnittliche Leistungen erbringen. Ausgrenzung? Abschiebung? Arbeitslosigkeit? Sozialhilfe?</p>
<p>Heute musste ich mir wieder einmal anh&#246;ren: &#8220;Probleme will ich gar nicht h&#246;ren. Ich will nur L&#246;sungen sehen!&#8221;. Das zeugt f&#252;r mich vom Unwillen, sich mit Problemen ernsthaft zu besch&#228;ftigen. Oder ist es nur einfach ein Ausdruck von Hilflosigkeit? Aufw&#228;nde, Risiken und Fortschritte in IT-Projekten sind f&#252;r Nicht-Informatiker und auch Quereinsteiger nur sehr schwer einzusch&#228;tzen, was aber kaum jemanden davon abh&#228;lt, &#8220;sportliche Zielsetzungen&#8221; zu formulieren. Auftraggeber wollen auch das Unm&#246;gliche von der Informatik und sind ungeduldig, bis das Kind geboren ist. Sie wollen sogar schon vor der Geburt sehen, wie es sp&#228;ter aussehen und funktionieren wird. Diese Anspruchshaltung ist nicht ganz unberechtigt, denn schliesslich heisst es: &#8220;Wer bezahlt, befiehlt&#8221; und &#8220;Der Kunde ist K&#246;nig&#8221;.</p>
<p>Software ist wie ein Anzug. Kauft man ihn von der Stange, passt er nicht immer so richtig. L&#228;sst man ihn nach Mass fertigen, dauert es etwas l&#228;nger. Das eng&#252;ltige Resultat ist erst bei Lieferung sichtbar und muss meist etwas nachgebessert werden. Softwareentwicklung hat auch mit einer Schwangerschaft durchaus einige Gemeinsamkeiten. Eine Schwangerschaft dauert nun mal naturbedingt neun Monate &#8211; egal wieviel Frauen man darauf ansetzt. Auch IT-L&#246;sungen brauchen ihre Zeit, bis sie einen Reifegrad erreichen, bei dem sie den Benutzern zugemutet werden k&#246;nnen. Softwareentwicklung ist mehr ein Forschungs- als ein Produktions-Prozess. Eine Applikation oder Systemkomponente, die einmal zur L&#246;sung einer Aufgabe entwickelt wurde, kann anschliessend praktisch kostenlos beliebig vervielf&#228;ltigt werden. Das ist in etwa vergleichbar mit einem Medikament, das kosteng&#252;nstig hergestellt wird, nachdem seine Entwicklung ein paar Hundert Millionen verschlungen hat. So, jetzt sollte auch der Letzte verstanden haben, was Softwareentwicklung ist.</p>
<p>Die aufgekl&#228;rte, hochtechnologisierte Gesellschaft verlangt nach Determinismus &#8211; sei es in der Finanzwelt, in der Politik, im Marketing oder in der Softwareentwicklung. Die pr&#228;natale Diagnostik in der Medizin ist zum Beispiel schon recht fortgeschritten. Trotzdem ist die Fehlerquote immer noch recht hoch. Die Resultate sind daher stets mit Vorsicht zu geniessen. Manchmal grenzen Prognosen eben sehr an Vodoo &#8211; vor allem wenn sie das Wetter oder die Wirtschaft betreffen. Auch f&#252;r Software gibt es schon Ans&#228;tze f&#252;r eine &#8220;Ultraschall-Untersuchung&#8221;, welche das effektive Ergebnis und dessen Qualit&#228;t bereits vor oder w&#228;hrend der Entstehungsphase vorhersagen. Sie sind aber noch unausgereift und werden zudem nicht selten durch das gew&#228;hlte Projekt-Vorgehensmodell behindert oder gar verunm&#246;glicht. Terminverz&#246;gerungen und Budget&#252;berschreitungen geh&#246;ren in der Informatik entsprechend zum Alltag und geben immer wieder Anlass zur Entt&#228;uschung, auch wenn wir gesagt bekommen: &#8220;Bitte entt&#228;uschen Sie mich nicht!&#8221;.</p>
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