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	<title>DOBSZAYs Ansichten und Einsichten &#187; Management und Führung</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen und Kausalzusammenhänge aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht: technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
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		<title>Witz der Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 10:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Spass und Spiel]]></category>
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		<category><![CDATA[Rabe]]></category>
		<category><![CDATA[Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Rabe sitzt im Wald auf einem Ast.
Da kommt ein zweiter Rabe vorbei und fragt: &#8220;Was machst du denn da?&#8221;
&#8220;Nix, ich sitz nur da und schau bl&#246;d.&#8221;
&#8220;Klingt gut, das mach ich auch.&#8221;
Und der zweite Rabe setzt sich neben den ersten auf den Ast.
Kurz sp&#228;ter kommt ein Hase daher und sieht die beiden Raben.
&#8220;Was macht ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Raben auf Ast" src="/images/tierische_symbole/raben_auf_ast_small.jpg" alt="Raben auf Ast" align="left" />Ein Rabe sitzt im Wald auf einem Ast.<br />
Da kommt ein zweiter Rabe vorbei und fragt: &#8220;Was machst du denn da?&#8221;<br />
&#8220;Nix, ich sitz nur da und schau bl&#246;d.&#8221;<br />
&#8220;Klingt gut, das mach ich auch.&#8221;<br />
Und der zweite Rabe setzt sich neben den ersten auf den Ast.</p>
<p>Kurz sp&#228;ter kommt ein Hase daher und sieht die beiden Raben.<br />
&#8220;Was macht ihr denn da?&#8221;<br />
&#8220;Nix, wir sitzen nur da und schauen bl&#246;d.&#8221;<br />
&#8220;Das will ich auch probieren&#8221;, sagt der Hase und hockt sich unter den Ast.</p>
<p>Es dauert nicht lange, da kommt ein Fuchs des Weges.<br />
Er sieht den Hasen und die beiden Raben und fragt: &#8220;Was macht ihr denn da?&#8221;<br />
&#8220;Nix, wir sitzen nur da und schauen bl&#246;d&#8221;, erkl&#228;rt ihm der Hase.<br />
&#8220;Aha&#8221;, meint der Fuchs und gesellt sich zum Hasen.</p>
<p>So hocken alle vier da, machen nix und schauen bl&#246;d, bis ein J&#228;ger vorbeikommt und den Fuchs und den Hasen erschiesst.<br />
&#8220;Siehst, was ich immer sag&#8221;, meint der eine Rabe zum anderen, &#8220;nix tun und bl&#246;d schauen geht nur in einer h&#246;heren Position&#8221;.</p>
<p><em>(Anmerkung: Der Rabe ist ein Sinnbild f&#252;r die Klugheit)</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3511" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Ignoranz als (a)soziales Verhaltensmuster</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 20:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaltensmuster]]></category>

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		<description><![CDATA[War die j&#252;ngste Finanz- und Wirtschaftskrise bloss ein b&#246;ser Traum? Ist er schon vorbei oder stehen wir erst am Anfang einer noch viel gr&#246;sseren Krise? Die &#8220;Experten&#8221; sind sich nicht einig. Doch obwohl es auch optimistische Stimmen und Prognosen gibt, mag irgendwie kaum jemand so richtig daran glauben, dass der Spuk schon vorbei ist, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Vogel Strauss" src="/images/tierische_symbole/vogel-strauss03_small.jpg" alt="Vogel Strauss" align="left" />War die j&#252;ngste Finanz- und Wirtschaftskrise bloss ein b&#246;ser Traum? Ist er schon vorbei oder stehen wir erst am Anfang einer noch viel gr&#246;sseren Krise? Die &#8220;Experten&#8221; sind sich nicht einig. Doch obwohl es auch optimistische Stimmen und Prognosen gibt, mag irgendwie kaum jemand so richtig daran glauben, dass der Spuk schon vorbei ist, und weil die Botschaft von einer allgemeinen Entwarnung ausbleibt, hegen immer mehr Menschen immer pessimistischere Bef&#252;rchtungen. Explodierende Staatsverschuldung und Staatshaushaltskrisen, Arbeitslosenquoten &#252;ber zehn Prozent, Euro- und Dollar-Krise, B&#246;rsenrallys und Erd&#246;lkatastrophen: Regierungen und Wirtschaft sind offensichtlich nicht in der Lage und auch nicht Willens, grosse Probleme zu l&#246;sen und konzentrieren sich daher lieber auf medienwirksame Inszenierungen von irrelevanten Themen, um von ihrer Unf&#228;higkeit abzulenken.</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="3 monkeys" src="/images/tierische_symbole/three-monkeys08_small.gif" alt="3 monkeys" align="left" />Die politische und wirtschaftliche Situation erinnert mich an jene in Projekten, die aus dem Ruder laufen, weil sie mit unrealistischen Erwartungshaltungen und die Komplexit&#228;t untersch&#228;tzend v&#246;llig falsch aufgegleist wurden, Konzepte mangelhaft sind oder g&#228;nzlich fehlen, das Vorgehen auch mangels Methodikkenntnissen nicht definiert ist und entsprechend auch keine Planung existiert, die F&#252;hrung alles andere tut als zu f&#252;hren und niemand den Mut hat, Farbe zu bekennen, die Missst&#228;nde und ihre Ursachen beim Namen zu nennen und konstruktiv an L&#246;sungen zu arbeiten. Keiner wagt es, sich mit schlechten Nachrichten zu exponieren und den Zorn von F&#252;hrer und Volk auf sich zu ziehen. Jeder mimt den fleissigen Mitarbeiter, der seine ganze Energie und all seine F&#228;higkeiten f&#252;r den Erfolg des Projektes einsetzt. &#220;berstunden f&#252;r Leerl&#228;ufe geh&#246;ren zum guten Ton. Grundsatzfragen d&#252;rfen jedoch nicht diskutiert werden, denn jede Grundsatz&#228;nderung k&#228;me einem Eingest&#228;ndnis von Fehlern gleich, w&#252;rde das bisherige Versagen transparent machen und w&#252;rde unbequeme Massnahmen erfordern und ausl&#246;sen. Versagen ist keine Option und ein Projektstatus &#8220;Rot&#8221; gef&#228;hrdet die Boni. Folglich wird auf allen F&#252;hrungsstufen die Durchhalteparole bis zum bittere Ende gepredigt und dieses kommt zwangsl&#228;ufig sp&#228;testens am Tag der Abrechnung, wenn die Resultate f&#228;llig werden.</p>
<p><span id="more-3445"></span>Das Verhaltensmuster der Ignoranz wiederholt sich &#252;berall. Auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise ist der Tag des j&#252;ngsten Gerichts nicht mehr weit. Irgendwann sind die Schulden f&#228;llig, aber dann wird trotz oder gerade wegen der exzessiven, verzinsten Geldsch&#246;pfung, die erst zu dieser exponentiellen Verschuldung gef&#252;hrt hat, nicht gen&#252;gend Geld vorhanden sein, um die Schulden zu tilgen. Dann kollabiert das <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Schneeballsystem</a>. Dagegen hilft auch kein Hedging von Risiken. Das geh&#246;rt mit zum &#8220;Spiel&#8221;, auch wenn es nicht explizit in den Spielregeln geschrieben steht. Eine &#196;nderung der Spielregeln scheint jedoch tabu zu sein. Wer eine solche fordert, wird als realit&#228;tsfremd diffamiert und mundtot gemacht. Damit ist der Untergang unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems vorprogrammiert und zum Vorne herein besiegelt.</p>
<p>Das heisst aber nicht, dass damit auch gleich die ganze Welt untergeht. Das Alte muss weichen, damit Neues entstehen kann. Und wie bereiten wir uns darauf vor? Im Moment (noch) gar nicht. Wir ignorieren die Missst&#228;nde, bis wir selber unter ihnen leiden m&#252;ssen, und die, die heute bereits leiden, haben nicht die Macht, die Spielregeln zu &#228;ndern. Ignoranz auf allen Ebenen, wohin das Auge reicht. Wir Menschen scheinen als Gesellschaft nicht in der Lage zu sein, aus unseren Fehlern zu lernen, weil wir uns keine Fehler eingestehen wollen. Wir kultivieren unsere Ignoranz und hoffen, dass andere den Preis daf&#252;r bezahlen. Auf dieser Basis ist die Chance klein, dass das Neue besser wird als das weichende Alte.</p>
<h3>Update vom 16.07.2010</h3>
<p>Robert Prechter, einer der erfolgreichsten &#8220;Schwarzmaler&#8221;, <a title=\"20 Minuten - Kommt jetzt der gr&#246;sste Crash seit 300 Jahren?\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4yMG1pbi5jaC9maW5hbmNlL25ld3Mvc3RvcnkvS29tbXQtamV0enQtZGVyLWdyb2Vzc3RlLUNyYXNoLXNlaXQtMzAwLUphaHJlbi0tMTExNDgzMDE=" target=\"_blank\">prophezeit</a> den endg&#252;ltigen Zusammenbruch des Finanzsystems f&#252;r 2016. Ab 2012 soll&#8217;s kontinuierlich abw&#228;rts gehen mit zwischenzeitlichen Ausschl&#228;gen in beide Richtungen. Mal schauen, was uns die nahe Zukunft bringt &#8230;</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3445" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Was ist, wenn BP das &#214;l nie stoppen wird?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 10:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Natur und Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpest]]></category>
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		<description><![CDATA[Das &#214;l im Golf von Mexiko l&#228;uft und l&#228;uft und sprudelt vor sich hin. Hunderttausende Meeres- und K&#252;stentiere verenden elendlich unter gr&#246;ssten Qualen &#8211; Kleinstlebewesen noch gar nicht miteingerechnet. Die katastrophalen Folgen f&#252;r die Natur sind jetzt schon gigantisch. Das Mississippi Delta ist bereits komplett ver&#246;lt. Dagegen ist die Flutkatastrophe im &#246;stlicheren Europa &#8220;nur&#8221; ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#214;l im Golf von Mexiko l&#228;uft und l&#228;uft und sprudelt vor sich hin. Hunderttausende Meeres- und K&#252;stentiere verenden elendlich unter gr&#246;ssten Qualen &#8211; Kleinstlebewesen noch gar nicht miteingerechnet. Die katastrophalen Folgen f&#252;r die Natur sind jetzt schon gigantisch. Das Mississippi Delta ist bereits komplett ver&#246;lt. Dagegen ist die Flutkatastrophe im &#246;stlicheren Europa &#8220;nur&#8221; ein kleines Problem. Immer noch hoffen wir, dass der Spuk bald ein Ende habe. Doch bislang mag niemand wirklich auszusprechen, was immer mehr Menschen denken: Was ist, wenn es nicht gelingt, die &#214;lpest zu stoppen?</p>
<p>Dieses &#8220;worst case&#8221;-Szenario wird immer wahrscheinlicher. Wenn man den <a title=\"Ocean currents likely to carry oil along Atlantic coast\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dzIudWNhci5lZHUvbmV3cy9vY2Vhbi1jdXJyZW50cy1saWtlbHktdG8tY2Fycnktb2lsLXNwaWxsLXRvLWF0bGFudGljLWNvYXN0" target=\"_blank\">Berechnungsmodellen</a> des <a title=\"National Center for Atmospheric Research\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uY2FyLnVjYXIuZWR1Lw==" target=\"_blank\">National Center for Atmospheric Research</a> glaubt, wird das &#214;l schon bald die ganze Ostk&#252;ste der Vereinigten Staaten verseuchen und anschliessend in den Nordatlantik gesp&#252;lt werden:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/pE-1G_476nA&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/pE-1G_476nA&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Es ist f&#252;r mich fast unerkl&#228;rlich, wie ein solches Szenario im Risikomanagement von BP im Allgemeinen und der Bohrinsel im Besonderen vernachl&#228;ssigt werden konnte. <span id="more-3288"></span>Dabei sollte doch auch jedem Halbgebildeten klar sein, dass mit einem Leck in der Leitung grunds&#228;tzlich jederzeit zu rechnen ist. Entsprechend sollte man meinen, w&#228;ren schon lange Massnahmen definiert und konkrete Umsetzungspl&#228;ne erarbeitet worden, die ein effektives und zeitnahes Eingreifen erm&#246;glichen w&#252;rden. Vern&#252;nftigerweise h&#228;tte zumindest eine einzige einsatzbereite Ausr&#252;stung mit einem ausgebildeten Team irgendwo auf diesem Globus bereit stehen sollen, um bei Bedarf innert wenigen Tagen zum Ort der Katastrophe transportiert werden zu k&#246;nnen.</p>
<p>Die Vernachl&#228;ssigung von Risiken hat vor allem in Bereichen System, die unter einem hohen Kostendruck stehen. Auch grosse Bauvorhaben und IT-Projekte werden nur all zu oft ohne ein funktionierendes Risikomanagement, das diese Bezeichnung verdienen w&#252;rde, durchgezogen. Die Mitarbeiter werden unter grossen Leistungsdruck gesetzt, so dass sie froh sind, wenn sie &#252;berhaupt irgendwie auch nur halbwegs vern&#252;nftige Ergebnisse in der vorgegebenen Frist liefern k&#246;nnen. &#220;ber Risiken nachzudenken, bleibt dabei keine Zeit. Solange alles gut geht, sind die Manager die Helden, die mit immer weniger Aufwand immer gr&#246;ssere Gewinne erzielen. Doch wenn ein Risikoereignis eintritt, sind diese Sch&#246;nwetterpiloten hilf- und ratlos. Aber das kennen wir ja bereits von der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise, wo B&#246;rsenspekulanten immer noch unter gr&#246;sstem Risiko operieren, bis eine weitere Blase platzt. Angesichts solcher Nachrichten ist es nicht verwunderlich, dass Esoteriker und Endzeitpropheten Hochkonjunktur haben.</p>
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		<title>Die kleine Ameise</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 20:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Fabel]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Overhead]]></category>

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		<description><![CDATA[(Eine wahre Geschichte aus dem Reich der Fabeln)
Es war einmal eine kleine, fleissige Ameise, die jeden Tag fr&#252;h zur Arbeit erschien und unverz&#252;glich zu arbeiten begann. Sie produzierte viel und war gl&#252;cklich. Ihr Chef, der L&#246;we, war &#252;berrascht zu sehen, dass die kleine Ameise ganz ohne Beaufsichtigung arbeitete. Er dachte sich: &#8220;Wenn die Ameise schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Eine wahre Geschichte aus dem Reich der Fabeln)</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Die kleine Ameise" src="/images/cartoons/ameise1.jpg" alt="Die kleine Ameise" align="left" />Es war einmal eine kleine, fleissige Ameise, die jeden Tag fr&#252;h zur Arbeit erschien und unverz&#252;glich zu arbeiten begann. Sie produzierte viel und war gl&#252;cklich. Ihr Chef, der L&#246;we, war &#252;berrascht zu sehen, dass die kleine Ameise ganz ohne Beaufsichtigung arbeitete. Er dachte sich: &#8220;Wenn die Ameise schon so viel produziert, ohne dass jemand sie beaufsichtigt, was w&#252;rde sie erst leisten, wenn sie gef&#252;hrt werden w&#252;rde?!&#8221;</p>
<p>So rekrutierte er eine Kakerlake, die grosse F&#252;hrungserfahrung hatte und daf&#252;r bekannt war, dass sie hervorragende Berichte erstellen konnte. Die erste Entscheidung der Kakerlake war, eine Stempeluhr zur Arbeitszeitkontrolle einzuf&#252;hren. Sie stellte auch eine Sekret&#228;rin ein, die ihr beim Schreiben der Berichte half und rekrutierte eine Spinne, welche die Berichte verwaltete und die Telefonanrufe entgegennahm. Der L&#246;we war entz&#252;ckt &#252;ber die Berichte der Kakerlake und bat sie auch um Grafiken zur Visualisierung der Produktivit&#228;t und um Trendanalysen, damit er diese in den Gesch&#228;ftsleitungssitzungen zeigen konnte. Daf&#252;r musste die Kakerlake einen Computer und einen Laserdrucker kaufen und stellte eine Fliege ein, um die Informatik zu managen.</p>
<p><span id="more-3103"></span>Die kleine Ameise, die einst so produktiv und gl&#252;cklich war, hasste die Unmenge an Papierkram und die Sitzungen, welche den gr&#246;ssten Teil ihrer Arbeitszeit in Anspruch nahmen. Eines Tages kam der L&#246;we  zum Schluss, dass es h&#246;chste Zeit war, jemanden einzustellen, der die ganze Abteilung leitete, in welcher die kleine Ameise arbeitete. Diese Position wurde mit einer Zikade besetzt, deren erste Entscheidung darin bestand, sich einen repr&#228;sentativen Teppich und einen ergonomischen Sessel f&#252;r ihr B&#252;ro zu kaufen. Und nat&#252;rlich brauchte auch die Zikade einen Computer und einen pers&#246;nlichen Assistenten, den sie von ihrer vorherigen Stelle mitbrachte und der ihr dabei half, strategische Optimierungspl&#228;ne zu erarbeiten.</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Die kleine Ameise" src="/images/cartoons/ameise2.jpg" alt="Die kleine Ameise" align="left" />Die Abteilung, in der die kleine Ameise arbeitete, wurde zu einem traurigen Ort, wo niemand mehr lachte und alle nur ver&#228;rgert waren. Da &#252;berzeugte die Zikade den L&#246;wen, dass es notwendig w&#228;re, eine Umfrage zur Erhebung der Mitarbeiterzufriedenheit durchzuf&#252;hren. Bei der n&#228;chsten Standortbestimmung stellte der L&#246;we fest, dass die Produktivit&#228;t massiv gesunken war, und engagierte daher eine Eule, einen angesehenen und renommierten Berater, um einen Audit durchzuf&#252;hren und Verbesserungsmassnahmen vorzuschlagen. Die Eule verbrachte ganze drei Monate in der Abteilung mit ihren Untersuchungen und kam mit einem umfassenden Bericht zur&#252;ck, der zeigte, dass die Abteilung klar &#252;berbesetzt war und Entlassungen unumg&#228;nglich waren. Und rate mal, wen der L&#246;we als Ersten entliess? Nat&#252;rlich die kleine Ameise, weil sie &#8220;Motivationsdefizite zeigte und eine negative Arbeitseinstellung hatte&#8221;.</p>
<p><em>Alle Personen in dieser Fabel sind rein fiktiv. Gemeinsamkeiten mit realen Personen in irgendwelchen Unternehmen sind daher v&#246;llig zuf&#228;llig. Die Geschichte kann auch als animierte <a title=\"Die kleine Ameise (animierte PPT-Datei)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3JzYy9kb2MvZGllX2FtZWlzZS5wcHM=">PowerPoint-Datei</a> heruntergeladen werden (z.B. zum Versand per Email).</em></p>
<h3>Update vom 26.06.2010</h3>
<p>Diese Geschichte verbreitet sich in verschiedenen Varianten durch das Netz um den Globus. Heute stiess ich auf meinen Surftouren auf eine Video-Version:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="289" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/BGs1kEsfA3Q&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="289" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/BGs1kEsfA3Q&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3103" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Casting-Spiessrutenlauf bei Jobsuche</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 13:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kortmann]]></category>
		<category><![CDATA[Jobsuche]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gestaltet sich die Suche nach einem neuen Job besonders schwierig. Sei es nun, dass man den Job verloren hat und dringend einen neuen braucht oder dass man sich im aktuellen Job unwohl oder langweilt f&#252;hlt und mit einer &#8220;neuen Herausforderung&#8221; seinem Leben einen neuen Sinn geben m&#246;chte. Die Gr&#252;nde f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gestaltet sich die Suche nach einem neuen Job besonders schwierig. Sei es nun, dass man den Job verloren hat und dringend einen neuen braucht oder dass man sich im aktuellen Job unwohl oder langweilt f&#252;hlt und mit einer &#8220;neuen Herausforderung&#8221; seinem Leben einen neuen Sinn geben m&#246;chte. Die Gr&#252;nde f&#252;r einen Stellenwechsel sind so vielf&#228;ltig wie das Leben.</p>
<p>Wer schon einmal das volle Programm durchgemacht hat, kann dabei durchaus Parallelen zu Casting-Shows im Fernsehen erkennen. Man f&#252;hlt sich vorgef&#252;hrt und ausgestellt, muss alle Fragen von unangenehm bis doof beantworten, soll dabei stets voll motiviert und kompetent wirken und in jeder Lebenslage einen seri&#246;sen und sympathischen Gesamteindruck hinterlassen. Nicht selten durchl&#228;uft man einen regelrechten Spiessrutenlauf, bis man am Ziel seiner Jobtr&#228;ume angekommen ist. Sich bewerben hat oft etwas &#8220;Nuttiges&#8221;. Einfach so aus Spass tut sich das niemand an.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/zP0sqRMzkwo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/zP0sqRMzkwo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span id="more-2751"></span>Christian Kortmann beschreibt in &#8220;<a title=\"Wo sehen Sie sich in 50 Monden?'\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdWVkZGV1dHNjaGUuZGUva3VsdHVyLzQzMS81MDA2OTUvdGV4dC8=" target=\"_blank\">Wo sehen Sie sich in 50 Monden?</a>&#8221; bei sueddeutsche.de die Jobsuche als eine Art Gesellschaftsspiel und &#220;berlebenskampf, das in &#228;hnlicher Art bereits in der Steinzeit gespielt wurde, wenn sich jemand einer neuen (Jagd-) Gruppe anschliessen wollte:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/b56eAUCTLok&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/b56eAUCTLok&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Leider ist dies Kortmanns letzter Beitrag in seiner Kolumne &#8220;<a title=\"Das Leben der Anderen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdWVkZGV1dHNjaGUuZGUva3VsdHVyLzYwMC80ODgwMDEvdWViZXJzaWNodC8=" target=\"_blank\">Das Leben der Anderen</a>&#8220;. Ich vermute, er hat seine pers&#246;nliches Casting erfolgreich absolviert.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=2751" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Management by Faith</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 15:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Führungssysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Management by Faith]]></category>
		<category><![CDATA[Managementtheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[In den F&#252;hrungsetagen von Wirtschaft und Politik herrscht die Schizophrenie. Auf der einen Seite werden immer komplexere F&#252;hrungssysteme installiert, welche aus einer immer gr&#246;sseren Menge an Daten m&#246;glichst genaue Zahlen zur aktuellen Situation sowie auch m&#246;glichst verl&#228;ssliche Prognosen zur zuk&#252;nftigen Entwicklung berechnen (sollen). Daraus sollen durch logische Ableitung wenn m&#246;glich direkt und automatisiert Pl&#228;ne und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Betender Mann" src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/auf-knien-betender-mann_200.jpg" alt="Betender Mann" align="left" />In den F&#252;hrungsetagen von Wirtschaft und Politik herrscht die Schizophrenie. Auf der einen Seite werden immer komplexere F&#252;hrungssysteme installiert, welche aus einer immer gr&#246;sseren Menge an Daten m&#246;glichst genaue Zahlen zur aktuellen Situation sowie auch m&#246;glichst verl&#228;ssliche Prognosen zur zuk&#252;nftigen Entwicklung berechnen (sollen). Daraus sollen durch logische Ableitung wenn m&#246;glich direkt und automatisiert Pl&#228;ne und Handlungsanweisungen generiert werden. Auf der anderen Seite traut man diesen Systemen nicht wirklich und setzt doch lieber auf den eigenen Glauben und eine optimistische Hoffnung.</p>
<p><span id="more-2649"></span>Die Grundidee eines von Determinismus gepr&#228;gten Managements ist, dass die Gesch&#228;ftsdaten eines Unternehmens zu dessen Steuerung dienen sollen &#8211; sowohl operativ als auch strategisch. Gleiches gilt f&#252;r den &#246;ffentlichen Sektor und die Politik. Es wird viel Geld investiert in die Entwicklung der Modelle und deren Umsetzung in Software sowie auch in den Ausbau der Datenbanken und die Rechenleistung der Hardware. Enterprise Management Cockpit, Balanced Scorecard (BSC), Management Information System (MIS), Data Warehouse (DWH), Data Mining, Business Intelligence (BI) und Knowledge Management heissen die Schlagw&#246;rter dazu. Alles soll daten- und faktenbasiert sein, um eine gr&#246;sstm&#246;gliche Objektivit&#228;t zu erzielen und um Subjektivit&#228;t und Gef&#252;hle zu eliminieren. Die Modelle dazu liefert uns die &#8220;Wissenschaft&#8221; und die Informationstechnologie macht deren Realisierung erst m&#246;glich, denn erst mit ihr lassen sich die riesigen Datenmenge innert n&#252;tzlicher Frist verarbeiten.</p>
<p>Doch scheinen die F&#252;hrungseliten diesem zahlenbasierten, pseudo-wissenschaftlichen Hokuspokus nicht zu trauen. Ihre Skepsis ist auch oft berechtigt, denn die lineare Extrapolation der Vergangenheit in die Zukunft liefert keine verl&#228;sslichen Prognosen. So scheinen allen Bem&#252;hungen vergebens zu sein, die F&#252;hrung durch datenbasierte Systeme zu verwissenschaftlichen. Wo das Wissen an seine Grenzen st&#246;sst, wird es durch den Glauben komplettiert. Damit kehrt zur Erg&#228;nzung wenn nicht gar zur Abl&#246;sung der n&#252;chternen Technokratie der Glauben wieder in die F&#252;hrungsetagen zur&#252;ck &#8211; vor allem, wenn die deterministischen Modelle keine befriedigenden Resultate liefern.</p>
<p>Aussagen wie &#8220;Die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung glaubt aber an den Aufschwung&#8221;, &#8220;Schliesslich kann es nur noch besser werden&#8221; oder &#8220;Trotz der schwierigen Lage sind wir optimistisch, dass &#8230;&#8221; werden pl&#246;tzlich salonf&#228;hig, auch wenn sie oft nur die Unwissenheit, Unf&#228;higkeit und Ohnmacht der Manager manifestieren. Der Optimismus und die Hoffnung auf eine sich selbst erf&#252;llende Prophezeiung soll die Zukunft zu einem Besseren wenden. Vielleicht braucht es aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie heute diesen Optimismus, auch wenn er nur auf reinem Wunschdenken basiert, um uns nicht durch Zukunfts&#228;ngste l&#228;hmen zu lassen. Wird uns &#8220;Management by Faith&#8221; aus der Krise f&#252;hren?</p>
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		<title>Bitte entt&#228;uschen Sie mich nicht!</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2008-03-26/bitte-enttaeuschen-sie-mich-nicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 21:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Determinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Enttäuschung]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Entt&#228;uschung ist eigentlich etwas sehr Positives, weil sie uns von den Fesseln der T&#228;uschung befreit. Entt&#228;uschung kann man daher auch als eine Variante der Erleuchtung betrachten. Trotzdem messen die meisten Zeitgenossen dem Begriff eine negative Bedeutung bei. Vor allem F&#252;hrungspersonen wollen nicht entt&#228;uscht werden, denn dann m&#252;ssten sie zugeben, dass sie sich bisher get&#228;uscht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/images/smileys/smiley_down_in_the_dumps.png" alt="Smiley ganz traurig" align="left" height="106" hspace="10" width="109" />Eine Entt&#228;uschung ist eigentlich etwas sehr Positives, weil sie uns von den Fesseln der T&#228;uschung befreit. Entt&#228;uschung kann man daher auch als eine Variante der Erleuchtung betrachten. Trotzdem messen die meisten Zeitgenossen dem Begriff eine negative Bedeutung bei. Vor allem F&#252;hrungspersonen wollen nicht entt&#228;uscht werden, denn dann m&#252;ssten sie zugeben, dass sie sich bisher get&#228;uscht h&#228;tten. Dies k&#228;me einem Fehlereingest&#228;ndnis gleich. Und welcher Manager m&#246;chte schon zugeben, Fehler gemacht zu haben? Ein richtiger F&#252;hrer macht einfach keine Fehler. Das k&#246;nnte ihm als F&#252;hrungsschw&#228;che ausgelegt werden. Deshalb geben Machtmenschen ihren Untergebenen zu einem Auftrag gerne auch gleich den Ratschlag mit: &#8220;Bitte entt&#228;uschen Sie mich nicht!&#8221;. Im Klartext heisst das: &#8220;Bitte zwingen Sie mich nicht, zugeben zu m&#252;ssen, dass ich einen Fehler in meiner Einsch&#228;tzung gemacht habe!&#8221;.</p>
<p><span id="more-341"></span>In unserer &#252;berspannten Leistungsgesellschaft ist versagen nicht erlaubt und wird in der Regel sanktioniert. Ausser man ist zuoberst in der F&#252;hrungspyramide. Dann bekommt man auch noch eine fette Abgangsentsch&#228;digung daf&#252;r, dass man seine schlecht ausgef&#252;llte Position an einen anderen abgibt. Weiter unten auf der Leiter ist nur erw&#252;nscht, wer &#8220;&#252;berdurchschnittliche Leistung&#8221; erbringt &#8211; was immer das auch heissen mag. Ich frage mich, wohin die anderen 50 Prozent der Arbeitnehmer hin sollen, welche nur unterdurchschnittliche Leistungen erbringen. Ausgrenzung? Abschiebung? Arbeitslosigkeit? Sozialhilfe?</p>
<p>Heute musste ich mir wieder einmal anh&#246;ren: &#8220;Probleme will ich gar nicht h&#246;ren. Ich will nur L&#246;sungen sehen!&#8221;. Das zeugt f&#252;r mich vom Unwillen, sich mit Problemen ernsthaft zu besch&#228;ftigen. Oder ist es nur einfach ein Ausdruck von Hilflosigkeit? Aufw&#228;nde, Risiken und Fortschritte in IT-Projekten sind f&#252;r Nicht-Informatiker und auch Quereinsteiger nur sehr schwer einzusch&#228;tzen, was aber kaum jemanden davon abh&#228;lt, &#8220;sportliche Zielsetzungen&#8221; zu formulieren. Auftraggeber wollen auch das Unm&#246;gliche von der Informatik und sind ungeduldig, bis das Kind geboren ist. Sie wollen sogar schon vor der Geburt sehen, wie es sp&#228;ter aussehen und funktionieren wird. Diese Anspruchshaltung ist nicht ganz unberechtigt, denn schliesslich heisst es: &#8220;Wer bezahlt, befiehlt&#8221; und &#8220;Der Kunde ist K&#246;nig&#8221;.</p>
<p>Software ist wie ein Anzug. Kauft man ihn von der Stange, passt er nicht immer so richtig. L&#228;sst man ihn nach Mass fertigen, dauert es etwas l&#228;nger. Das eng&#252;ltige Resultat ist erst bei Lieferung sichtbar und muss meist etwas nachgebessert werden. Softwareentwicklung hat auch mit einer Schwangerschaft durchaus einige Gemeinsamkeiten. Eine Schwangerschaft dauert nun mal naturbedingt neun Monate &#8211; egal wieviel Frauen man darauf ansetzt. Auch IT-L&#246;sungen brauchen ihre Zeit, bis sie einen Reifegrad erreichen, bei dem sie den Benutzern zugemutet werden k&#246;nnen. Softwareentwicklung ist mehr ein Forschungs- als ein Produktions-Prozess. Eine Applikation oder Systemkomponente, die einmal zur L&#246;sung einer Aufgabe entwickelt wurde, kann anschliessend praktisch kostenlos beliebig vervielf&#228;ltigt werden. Das ist in etwa vergleichbar mit einem Medikament, das kosteng&#252;nstig hergestellt wird, nachdem seine Entwicklung ein paar Hundert Millionen verschlungen hat. So, jetzt sollte auch der Letzte verstanden haben, was Softwareentwicklung ist.</p>
<p>Die aufgekl&#228;rte, hochtechnologisierte Gesellschaft verlangt nach Determinismus &#8211; sei es in der Finanzwelt, in der Politik, im Marketing oder in der Softwareentwicklung. Die pr&#228;natale Diagnostik in der Medizin ist zum Beispiel schon recht fortgeschritten. Trotzdem ist die Fehlerquote immer noch recht hoch. Die Resultate sind daher stets mit Vorsicht zu geniessen. Manchmal grenzen Prognosen eben sehr an Vodoo &#8211; vor allem wenn sie das Wetter oder die Wirtschaft betreffen. Auch f&#252;r Software gibt es schon Ans&#228;tze f&#252;r eine &#8220;Ultraschall-Untersuchung&#8221;, welche das effektive Ergebnis und dessen Qualit&#228;t bereits vor oder w&#228;hrend der Entstehungsphase vorhersagen. Sie sind aber noch unausgereift und werden zudem nicht selten durch das gew&#228;hlte Projekt-Vorgehensmodell behindert oder gar verunm&#246;glicht. Terminverz&#246;gerungen und Budget&#252;berschreitungen geh&#246;ren in der Informatik entsprechend zum Alltag und geben immer wieder Anlass zur Entt&#228;uschung, auch wenn wir gesagt bekommen: &#8220;Bitte entt&#228;uschen Sie mich nicht!&#8221;.</p>
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		<title>Wenn Programmierer Flugzeuge bauen (w&#252;rden)</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 10:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagswahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[EDS]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeugbau]]></category>
		<category><![CDATA[Programmierung]]></category>
		<category><![CDATA[Software-Entwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Software-Projekte sind per Definition immer terminkritisch. Sollte einmal ein Projekt nicht kritisch sein, muss man sich ernsthaft &#252;berlegen, ob es das Budget wert ist. Das entspricht nicht ganz der reinen Projektmanagementlehre, widerspiegelt aber leider den ganz normalen Alltagswahnsinn in IT-Projekten.
Heute bekam ich von einem Kollegen dieses YouTube-Video. Treffender k&#246;nnte man den IT-Alltag nicht in bewegte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Software-Projekte sind per Definition immer terminkritisch. Sollte einmal ein Projekt nicht kritisch sein, muss man sich ernsthaft &#252;berlegen, ob es das Budget wert ist. Das entspricht nicht ganz der reinen Projektmanagementlehre, widerspiegelt aber leider den ganz normalen Alltagswahnsinn in IT-Projekten.</p>
<p>Heute bekam ich von einem Kollegen dieses <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PVVacTRzWno1NnFN" target=\"_blank\">YouTube-Video</a>. Treffender k&#246;nnte man den IT-Alltag nicht in bewegte Bilder umsetzen. Hoffentlich wird das Fahrwerk bis zur Landung fertig &#8230;</p>
<p><object width="425" height="355" data="http://www.youtube.com/v/UZq4sZz56qM" type="application/x-shockwave-flash"><br />
<embed src="http://www.youtube.com/v/UZq4sZz56qM" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Das kommt davon, wenn immer alles schon bis gestern fertig sein soll.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=315" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Scharfe Kundendaten f&#252;r Testzwecke</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2008-01-15/scharfe-kundendaten-fuer-testzwecke/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 10:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Softwareentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Testdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Testing]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ponemon-Instituts hat im Auftrag von Compuware eine Untersuchung mit dem Titel &#8220;Test Data Insecurity: The Unseen Crisis&#8221; durchgef&#252;hrt. Dem Bericht zufolge gef&#228;hrden 62% der untersuchten Unternehmen vertrauliche Kundendaten, indem sie diese in Anwendungsstests oder bei der Software-Entwicklung benutzen. Die meisten geben vertrauliche Daten sogar an ihre Outsourcing-Partner weiter, die zudem teilweise im Ausland sitzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/images/digitalyellow.gif" alt="bits and bytes" align="left" height="95" hspace="10" width="95" />Das <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wb25lbW9uLm9yZy8=" target=\"_blank\">Ponemon-Instituts</a> hat im Auftrag von <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb21wdXdhcmUuY29tLw==" target=\"_blank\">Compuware</a> eine <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL21lbGR1bmcvMTAxNTI3" target=\"_blank\">Untersuchung</a> mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wb25lbW9uLm9yZy9wcmVzcy9Qb25lbW9uLUNvbXB1d2FyZV9OZXdzX1JlbGVhc2UtRmluYWwucGRm" target=\"_blank\">Test Data Insecurity: The Unseen Crisis</a>&#8221; durchgef&#252;hrt. Dem Bericht zufolge gef&#228;hrden 62% der untersuchten Unternehmen vertrauliche Kundendaten, indem sie diese in Anwendungsstests oder bei der Software-Entwicklung benutzen. Die meisten geben vertrauliche Daten sogar an ihre Outsourcing-Partner weiter, die zudem teilweise im Ausland sitzen und hinsichtlich Datenschutz lascheren Gesetzen unterstehen. Die H&#228;lfte der untersuchten Unternehmen, die mit ihren Kundendaten testen, unternimmt keinerlei Anstrengungen, diese gegen Missbrauch zu sch&#252;tzen. Testumgebungen werden normalerweise nicht ann&#228;hernd so gut bis gar nicht gegen unbefugten Zugriff gesichert wie produktive Umgebungen, obwohl sie oft die gleichen Daten beherbergen.</p>
<p><span id="more-280"></span>Anscheinend sind sich die meisten Softwareentwickler gar nicht bewusst, dass sie damit in gr&#246;bster Weise gegen das Datenschutzgesetz verstossen. Das wundert mich eigentlich gar nicht, denn kaum ein Softwareentwickler befasst sich mit Rechtsaspekten. Diese sind schliesslich auch nicht Teil der &#252;blichen Ausbildungsprogramme in der Informatik. Hier besteht akuter Handlungsbedarf! Datenschutz, Urheberrecht, Domainrecht im Zusammenhang mit dem Namens- und Markenrecht sowie Vertrags- und Handelsrecht sollten daher feste Bestandteile jeder h&#246;heren Ausbildung in der Informatik sein.</p>
<p>Wer die Verantwortung f&#252;r die (meist illegale) Verwendung der vertraulichen Testdaten beziehungsweise deren Weitergabe an Dritte tr&#228;gt, ist in der Regel unklar. Dennoch ahnen die meisten Kollegen, dass dies ein heikles Thema ist und haben nicht selten ein mulmiges Gef&#252;hl dabei &#8211; jedenfalls wenn sie zum ersten Mal damit in Ber&#252;hrung kommen. Da sie aber meist keine entsprechende interne Weisung finden (sofern sie &#252;berhaupt danach suchen), w&#228;hnen sie sich in Sicherheit. Wo kein Kl&#228;ger, da kein Richter. Niemand kann einem vorwerfen, man habe sich nicht an die Regeln gehalten, wenn es gar keine gibt. So bin ich selber schon mehrmals mit Kundendaten in Ber&#252;hrung gekommen, die ich gar nie zu Gesicht bekommen h&#228;tte d&#252;rfen.</p>
<p>Brauchbare Testdaten zu generieren, ist nicht immer ganz einfach, besonders wenn das Datenmodell komplex ist und die Datenmengen gross sind. Als ich ich noch selber entwickelte, haben wir jeweils mit einem klar definierten Set von selber (meist mit Scripts automatisiert) erzeugten Testdaten gearbeitet. Das hatte den Vorteil, dass wir unsere Daten immer vollst&#228;ndig unter Kontrolle hatten. Eine weitere M&#246;glichkeit, zu Testdaten zu kommen ist, scharfe (Personen-) Daten zu anonymisieren und eventuell zus&#228;tzlich zu verfremden, was aber nicht selten Probleme bei der Integrit&#228;t und Plausibilit&#228;t der Daten mit sich bringt. Trotzdem ist die Verwendung von scharfen Gesch&#228;ftsdaten f&#252;r Testzwecke in der Regel keine L&#246;sung f&#252;r eine kosteng&#252;nstige Testdaten-Beschaffung, wenn dadurch die Privatsph&#228;re von Menschen verletzt wird, denn schliesslich leben wir nicht im wilden Westen!</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=280" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wenn IT-Projekte in Zeitnot geraten</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2007-10-08/wenn-it-projekte-in-zeitnot-geraten/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 06:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[ICT Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; dann wird meist einfach durchgewurstelt bis zum bitteren Ende. Und die Letzten beissen die Hunde. Das sind die Tester, welche die zu pr&#252;fende Software regelm&#228;ssig zu sp&#228;t erhalten, aber trotzdem termingerecht fertig getestet abliefern m&#252;ssen &#8211; einschliesslich der n&#246;tigen Korrekturen der Entwickler, versteht sich. Da aber die Erstellung des Pr&#252;flings mehr Zeit in Anspruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; dann wird meist einfach durchgewurstelt bis zum bitteren Ende. Und die Letzten beissen die Hunde. Das sind die Tester, welche die zu pr&#252;fende Software regelm&#228;ssig zu sp&#228;t erhalten, aber trotzdem termingerecht fertig getestet abliefern m&#252;ssen &#8211; einschliesslich der n&#246;tigen Korrekturen der Entwickler, versteht sich. Da aber die Erstellung des Pr&#252;flings mehr Zeit in Anspruch genommen hat als urspr&#252;nglich geplant war, steigt naturgem&#228;ss entsprechend auch der Testaufwand proportional, der sich bei finanztechnischer Individualsoftware &#252;blicherweise in der gleichen Gr&#246;ssenordnung wie der Entwicklungsaufwand bewegt. Wenn gegen Ende der Entwicklungszeit die Liefertermine ohnehin schon &#252;berf&#228;llig sind, wird alles noch schnell-schnell codiert und dann ohne Vortests zur Sicherstellung der Lauff&#228;higkeit und Grundfunktionalit&#228;t durch den Entwickler an die Tester weitergereicht. Dadurch stecken dann noch mehr Fehler in der Software als wenn sie unter Einhaltung der <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zZWkuY211LmVkdS8=" target=\"_blank\">Regeln der IT-Kunst</a> erstellt worden w&#228;re.</p>
<p>Die Gr&#252;nde f&#252;r den h&#246;heren Entwicklungsaufwand sind meist in den vorgelagerten Phasen zu suchen. Ungenaue, unklare und unvollst&#228;ndige Spezifikationen f&#252;hren zu Fehlern und Mehraufw&#228;nden in den nachgelagerten Projektphasen. Entweder hat der Analyst die Sache selber nicht richtig analysiert und verstanden oder er ist nicht in der Lage, die Anforderungen so zu beschreiben, wie sie von den Entwicklern und Testern verstanden werden k&#246;nnen und erwartet werden. Der Entwickler setzt die Modelle aus der Analyse in Programmcode um. Das ist Handwerk, das der Kreativit&#228;t relativ wenig Freiheit l&#228;sst. Entsprechend sind die meisten Fehlerursachen auch nicht hier zu suchen.</p>
<p>Es gibt schon seit l&#228;ngerem Standards zur systematischen Beschreibung von Anforderungen und Modellen (z.B. die <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy51bWwub3JnLw==" title=\"UML Resource Page\" target=\"_blank\">Unified Modeling Language UML</a>), die aber in der Praxis oft nur pro forma eingehalten werden. Zum Beispiel mag ein Use Case (d.h. die Beschreibung eines Gesch&#228;ftsanwendungsfalls) auf den ersten Blick aussehen wie einer, inhaltlich ist er aber nicht selten unvollst&#228;ndig und zu ungenau oder beschreibt nicht das, was er eigentlich sollte. Das kennen wir ja aus dem Alltag schon: aussen hui, innen pfui &#8211; aussen straffe Haut und volle Br&#252;ste, innen Silikon, abgesaugtes Fett und k&#252;nstlich gel&#228;hmte Nervenzellen. Unverm&#246;gen mangels Ausbildung oder Unwille zur Kommunikation und Zusammenarbeit zwecks politischer Machtspiele, indem wichtige Informationen bewusst vorenthalten werden? Oder ganz einfach nur Schlamperei? Die Ursachen sind vielf&#228;ltig. Das Resultat ist aber immer das selbe: Reibungsverluste, Mehraufw&#228;nde, Terminverschiebungen und eine schlechte Qualit&#228;t der Software. Und der CIO ist meist viel zu weit von der Materie entfernt, als dass er gezielt den Hebel ansetzen k&#246;nnte, um die n&#246;tigen Ver&#228;nderungen in der Arbeitskultur und bei den Prozessen zu initiieren und voran zu treiben. Von der Basis her sind solche Ver&#228;nderungen unm&#246;glich, weil sie einen starken F&#252;hrer ben&#246;tigen, der nicht bloss dahinter steht, sondern den Karren selber zieht.</p>
<p>Erst k&#252;rzlich las ich in einem Protokoll eines Projektstatus-Meetings (sinngem&#228;ss): &#8220;Die Situation wurde durch die Parallelisierung von Design und Codierung entsch&#228;rft&#8221;. Das heisst im Klartext: mit der Umsetzung wurde schon begonnen, bevor klar war, was und wie es eigentlich realisiert werden sollte. In der Maschinenindustrie w&#228;re so etwas kaum vorstellbar. Wenn das bloss wieder einmal gut geht &#8230;</p>
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		<title>Aus dem IT-Alltag</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Oct 2007 09:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man in der Informatik-Branche arbeitet, widerf&#228;hrt einem so mancherlei Kurioses &#8211; nicht nur in technischer Hinsicht sondern auch zwischenmenschlich. Diese Erlebnisse sind oft symptomatisch f&#252;r die gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen durch die Informationsgesellschaft. Um auch Nicht-Informatikern einen Einblick in den &#8220;computergesteuerten&#8221; Alltag zu erm&#246;glichen, werde ich k&#252;nftig vermehrt auch &#252;ber meine Erlebnisse und gewonnenen Einsichten aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in der Informatik-Branche arbeitet, widerf&#228;hrt einem so mancherlei Kurioses &#8211; nicht nur in technischer Hinsicht sondern auch zwischenmenschlich. Diese Erlebnisse sind oft symptomatisch f&#252;r die gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen durch die Informationsgesellschaft. Um auch Nicht-Informatikern einen Einblick in den &#8220;computergesteuerten&#8221; Alltag zu erm&#246;glichen, werde ich k&#252;nftig vermehrt auch &#252;ber meine Erlebnisse und gewonnenen Einsichten aus dem Berufsalltag in IT-Projekten berichten. Selbstverst&#228;ndlich erfolgt dies unter Wahrung der Anonymit&#228;t aller Beteiligten Firmen und Personen. Analogien zum 08/15-Alltag von Otto Normalverbraucher werden f&#252;r mehr Verst&#228;ndnis und den einen oder anderen Aha-Effekt sorgen.</p>
<p>Zudem werde ich f&#252;r alle, die sich f&#252;r IT-Projektmanagement und verwandte Themen interessieren, auch Verweise auf interessante Quellen im Web ver&#246;ffentlichen. Den Anfang macht der <a target=\"_blank\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BtLWJsb2cuY29tLw==">PROJEKTMANAGEMENT BLOG</a>.</p>
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