<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DOBSZAYs Ansichten und Einsichten</title>
	<atom:link href="http://www.dobszay.ch/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dobszay.ch</link>
	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen und Kausalzusammenhänge aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht: technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
	<lastBuildDate>Sat, 12 May 2012 14:36:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Vernachl&#228;ssigte K&#246;rpersprache</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-05-06/vernachlassigte-korpersprache/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-05-06/vernachlassigte-korpersprache/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen(schaft)]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Face Reader]]></category>
		<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[Lie to Me]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroausdruck]]></category>
		<category><![CDATA[nonverbale Kommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4825</guid>
		<description><![CDATA[In Unternehmen werden immer mehr Mitarbeiter in Kommunikations-Seminare geschickt, weil immer mehr Unternehmen die Wichtigkeit einer wirkungsvollen Kommunikation erkennen. Dort lernen die Teilnehmer als Erstes, dass in der Kommunikation der nonverbale Anteil &#252;berwiegt &#8211; viele sprechen von 85 Prozent, einige sogar von 93 Prozent, manche nur von 2/3. Der genaue Prozentsatz ist im Grunde auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Angela Merkel" src="/images/personen/angela-merkel-mimik08_200.jpg" alt="Angela Merkel" align="left" />In Unternehmen werden immer mehr Mitarbeiter in Kommunikations-Seminare geschickt, weil immer mehr Unternehmen die Wichtigkeit einer <a title=\"Attila Réti - Geheimnisse der K&#246;rpersprache bei Pr&#228;sentationen (Video)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PS1lZkw2alAzZWRR" target=\"_blank\">wirkungsvollen Kommunikation</a> erkennen. Dort lernen die Teilnehmer als Erstes, dass in der Kommunikation der nonverbale Anteil &#252;berwiegt &#8211; viele sprechen von 85 Prozent, einige sogar von 93 Prozent, manche nur von 2/3. Der genaue Prozentsatz ist im Grunde auch gar nicht so wichtig und variiert von Mensch zu Mensch. Er widerspiegelt h&#246;chstens unseren Zwang, alles mit Zahlen ausdr&#252;cken zu wollen, um dadurch den Eindruck der Wissenschaftlichkeit zu erwecken. Entscheidend hingegen ist die Erkenntnis der Relevanz der nonverbalen Kommunikation. Wie wir etwas sagen, sagt viel mehr &#252;ber unsere Botschaft und ihre Hintergr&#252;nde aus, als der verbale Inhalt es tut.</p>
<p>Bei den allermeisten Journalisten scheint dies noch nicht angekommen zu sein, denn ihre Berichterstattung beschr&#228;nkt sich ausschliesslich auf die verbale Kommunikation. Einzig Merkur-Online zeigte einmal vor einigen Jahren den Reichtum der <a title=\"Bundeskanzlerin Angela Merkels Mimik\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL25hY2hyaWNodGVuL3N0YXJzL3pyLWZvdG9zdHJlY2tlLWJ1bmRlc2thbnpsZXJpbi1tZXJrZWwtbWltaWstMjczMzMuaHRtbA==" target=\"_blank\">Mimik von Bundeskanzlerin Angela Merkel</a>, ohne diese jedoch n&#228;her zu interpretieren. Hier liegt noch unheimlich viel Potential brach. Dabei k&#246;nnten Sportjournalisten ohne Interpretation der K&#246;rpersprache ihren Job gar nicht aus&#252;ben. In vielen Sportarten wird sehr viel oder sogar ausschliesslich mit dem K&#246;rper gesprochen, besonders wenn es laut zu und her geht. Hier ist der &#8220;Sprachschatz&#8221; allerdings sehr limitiert und genormt, um den Interpretationsm&#246;glichkeiten keinen Freiraum zu lassen. In der zwischenmenschlichen Kommunikation hingegen gibt es viel mehr Freiheitsgrade und auch einige Unterschiede diesbez&#252;glich zwischen den Kulturen. Wer die nonverbalen Botschaften in jedem Kontext richtig zu interpretieren vermag, ist immer im Vorteil. Mit der Interpretation der K&#246;rpersprache von Politikern und Prominenten scheinen Journalisten auf breiter Front &#252;berfordert zu sein. Oder geh&#246;rt hier ein Tabu zur Berufsethik?</p>
<p><span id="more-4825"></span><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Lie to Me" src="/images/medien/lie-to-me_200.jpg" alt="Lie to Me" align="left" />In der US TV-Serie &#8220;<a title=\"IMDb - Lie to Me\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pbWRiLmRlL3RpdGxlL3R0MTIzNTA5OS8=" target=\"_blank\">Lie to Me</a>&#8221; &#252;berf&#252;hren Dr. Cal Lightman und sein Team Verbrecher durch die Analyse und Interpretation derer nonverbalen Kommunikation und insbesondere ihrer Mikro-Gesichtsausdr&#252;cke. Diese <a title=\"Mikroexpression\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9NaWtyb2V4cHJlc3Npb24=" target=\"_blank\">Mikroausdr&#252;cke</a> (Mikroexpressionen) sind unwillk&#252;rliche Bewegungen der Gesichtsmuskeln, welche die wahren und unterdr&#252;ckten Emotionen und Befindlichkeiten f&#252;r nur Bruchteile von Sekunden verraten. Sie fallen erst auf, wenn sie nicht zur vorget&#228;uschten K&#246;rpersprache passen. Sie verraten, dass jemand etwas verstecken, vertuschen oder unterdr&#252;cken m&#246;chte, beziehungsweise ganz einfach l&#252;gt. Man muss gar nicht ein in dieser Kunst besonders geschulter Psychoanalytiker sein, um zumindest intuitiv Unstimmigkeiten zwischen den verbalen und nonverbalen Botschaften zu erkennen. Ein bisschen Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und Beobachtungsgabe reichen vollkommen und sogar sehr einfach gestrickte Zeitgenossen sind bis zu einem gewissen Grad in der Lage, die K&#246;rpersprache eines andern richtig zu interpretieren. Schliesslich entschied diese F&#228;higkeit einst vor ein paar Jahrtausenden oft &#252;ber das &#220;berleben eines Menschen. Bis heute hat sich gar nicht so viel daran ge&#228;ndert.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/AQENwD-QlRA" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Secrets of Body Language (<a title=\"History.com\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oaXN0b3J5LmNvbS8=" target=\"_blank\">history.com</a> &#8211; leider nur englisch verf&#252;gbar)</em></p>
<p>Die Arbeit der Psychoanalytiker wird immer mehr durch Software unterst&#252;tzt und die v&#246;llig autonome, automatisierte Auswertung in Echtzeit macht die &#220;berwachung auch gr&#246;sserer Menschenmassen schon bald m&#246;glich. An mehreren Flugh&#228;fen der Welt laufen seit einiger Zeit Versuchsinstallationen zur Erkennung von verhaltensauff&#228;lligen und somit potenziell gef&#228;hrlichen Personen (wie z.B. Terroristen). Die Resultate sind auf Grund der false positive Erkennungsrate (d.h. f&#228;lschlicherweise als erkannt eingestufte Resultate) bisher noch eher ern&#252;chternd. Doch mit den steigenden Rechnerleistungen und den verbesserten Software-Algorithmen ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in der Massenanwendung brauchbare Resultate erzielt werden. Die einfache Gesichtserkennung bei Facebook ist nur ein einfaches Abfallprodukt dieser Entwicklung. Wer im Web nach &#8220;Face Reader&#8221; sucht, findet bereits recht brauchbare Software zur Interpretation von Gesichtsausdr&#252;cken.</p>
<p>W&#228;hrend in einzelnen Bereichen bereits ganze Pers&#246;nlichkeitsanalysen auf der Grundlage der nonverbalen Kommunikation einzelner Zeitgenossen erstellt werden, hat diese psychologische und mittlerweile auf recht hohem wissenschaftlichen Niveau operierende Analysetechnik in der Berichterstattung der Medien noch nicht Einzug gehalten. Diese berichten konsequent und praktisch ausschliesslich nur &#252;ber die verbalen Aussagen von Personen, obwohl doch hinl&#228;nglich bekannt ist, dass der weitaus gr&#246;ssere Teil der Kommunikation nonverbal stattfindet. Dabei w&#228;re es doch von grossem &#246;ffentlichen Interesse, zu wissen, wann welche Politiker die Wahrheit sagen und wann sie uns wieder einmal unverfroren anl&#252;gen. Die Massenmedien sind viel zu sp&#228;t und nur sehr z&#246;gerlich auf den Zug &#8220;Internet&#8221; aufgesprungen. Ebenso verschlafen sie gerade, die Errungenschaften der Psychologie in Zusammenarbeit mit der Informatik zu nutzen, um die Botschaften der nonverbalen Kommunikation zu entschl&#252;sseln und ihren Kunden zug&#228;nglich zu machen.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4825" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-05-06/vernachlassigte-korpersprache/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ist alles recht, was billig ist?</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-04-30/ist-alles-recht-was-billig-ist/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-04-30/ist-alles-recht-was-billig-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Natur und Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Billigmode]]></category>
		<category><![CDATA[fairer Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnsklaverei]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltzerstörung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4809</guid>
		<description><![CDATA[Die meisten Menschen eifern Dingen nach, die sie f&#252;r erstrebenswert erachten, ohne sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst zu sein. Wer bei diesem ersten Satz schon denkt: &#8220;Ich doch nicht!&#8221; oder &#8220;So ein Unsinn!&#8221;, der geh&#246;rt mit gr&#246;sster Wahrscheinlichkeit dazu. Solange die f&#252;r uns sichtbare Welt f&#252;r uns annehmbar erscheint, ist die Welt f&#252;r uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="billig einkaufen" src="/images/geld_und_religion/einkaufswagen_prozent_200.jpg" alt="billig einkaufen" align="left" />Die meisten Menschen eifern Dingen nach, die sie f&#252;r erstrebenswert erachten, ohne sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst zu sein. Wer bei diesem ersten Satz schon denkt: &#8220;Ich doch nicht!&#8221; oder &#8220;So ein Unsinn!&#8221;, der geh&#246;rt mit gr&#246;sster Wahrscheinlichkeit dazu. Solange die f&#252;r uns sichtbare Welt f&#252;r uns annehmbar erscheint, ist die Welt f&#252;r uns in Ordnung. In dieser Welt f&#252;hlen wir uns wohl, diese wollen wir nicht verlassen. Wir erschaffen uns damit geistige Mauern und verweigern uns jeglicher Erkenntnis. W&#252;rden wir nur ein bisschen hinter diese Mauern blicken, bek&#228;men wir ein ganz anderes Bild von dieser Welt. Doch viele wollen das gar nicht, damit sie keinen Anlass haben, ihr Leben und Handeln ver&#228;ndern zu m&#252;ssen. Das w&#228;re ja auch nur all zu m&#252;hsam.</p>
<p>Wenn wir billig einkaufen k&#246;nnen, ist das ein Segen f&#252;r unser Haushaltsbudget und immer mehr Menschen mit niedrigem Einkommen sind froh um solche M&#246;glichkeiten. Doch wenn f&#252;r unseren Wohlstandskonsum andere die Rechnung bezahlen m&#252;ssen, sollte uns dies kein Anlass zur Freude sein. Irgendjemand bezahlt immer irgendwie die Rechnung. Solange wir diese Personen nicht kennen, k&#246;nnen wir uns hinter der Maske der Anonymit&#228;t in der globalisierten Wirtschaft verstecken. Doch, wie w&#252;rden wir uns verhalten, wenn wir die Personen pers&#246;nlich kennen w&#252;rden, zu deren Lasten unser Konsum und Wohlstand geht, und auch wir ihnen pers&#246;nlich bekannt w&#228;ren? Was w&#228;re, wenn sie unsere Freunde oder Familienmitglieder w&#228;ren? W&#252;rden wir dann immer noch auf maximal tiefe Preise fixiert sein oder w&#228;ren wir dann bereit, einen fairen Preis zu bezahlen? Doch, wie hoch muss dieser sein?</p>
<p><span id="more-4809"></span><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Sale Sale" src="/images/geld_und_religion/sale-sale_200.jpg" alt="Sale Sale" align="left" />Billig konsumieren ist schon lange vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Volkssport geworden. Schn&#228;ppchenj&#228;ger nennen wir die K&#246;nige dieser Disziplin. Wenn Luxusautos wie ein Audi A8 oder ein Merzedes Benz der S-Klasse vor Billigdiscountern wie Aldi, Lidl, Denner, Kik und H&amp;M parkieren, findet das sogar Otto Normalverbraucher etwas unpassend und irritierend. F&#252;r viele kann nichts billig genug sein, um im Konsumrausch schwelgen zu k&#246;nnen. Seit vielen Jahren gibt es schon Organisationen zur F&#246;rderung des fairen Handels in der globalisierten Wirtschaft wie <a title=\"FAIRTRADE\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mYWlydHJhZGUubmV0Lw==" target=\"_blank\">FairTrade</a> und <a title=\"terrafair\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50ZXJyYWZhaXIub3JnLw==" target=\"_blank\">terrafair</a> und gerade im Lebensmittelbereich konnten teilweise schon ansehnliche Erfolge erzielt werden, doch vor allem bei Elektronikartikeln und Textilien ist die Situation nach wie vor besonders schlimm.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/eiND1b1CtVQ" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Jeans-Herstellung in China (45min: Der Preis der Blue-Jeans)</em></p>
<p>In der Textilbranche sind die Margen so exorbitant hoch, dass sogar Billig-Labels wie H&amp;M riesige Verkaufsfl&#228;chen an der <a title=\"Teures Pflaster Z&#252;rich\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4zc2F0LmRlL21lZGlhdGhlay8/ZGlzcGxheT0xJmFtcDttb2RlPXBsYXkmYW1wO29iaj0yOTc4MQ==" target=\"_blank\">Bahnhofstrasse in Z&#252;rich</a> betreiben k&#246;nnen &#8211; an einer der luxuri&#246;sesten Einkaufsmeilen der Welt mit <a title=\"Interaktive Applikation zur Ermittlung der Bodenpreise und Wohnfl&#228;chenpreise\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdGFkdC16dWVyaWNoLmNoL2NvbnRlbnQvcHJkL2RlL2luZGV4L3N0YXRpc3Rpay9iYXVlbl91bmRfd29obmVuL2xpZWdlbnNjaGFmdGVuaGFuZGVsL2JvZGVucHJlaXNlLmh0bWw=" target=\"_blank\">Nettobodenpreisen</a> von mittlerweile &#252;ber 50&#8217;000 Franken beziehungsweise 8&#8217;000 bis 10&#8217;000 Franken und mehr Jahresmiete pro Quadratmeter sowie Abl&#246;sesummen in bis zu 7-stelliger H&#246;he. Wenn Kleider zum halben Preis immer noch mit gen&#252;gender Rendite verkauft werden k&#246;nnen, komme ich mir zudem auch als Konsument ausgen&#252;tzt und gemolken vor. Bei den Arbeitern der Hersteller in den Billiglohnl&#228;ndern kommt von diesem Geld allerdings kaum etwas an. Dort herrschen noch Zust&#228;nde wie zu den schlimmsten Zeiten der Industrialisierung in Europa. W&#228;hrend in Europa damals die Produktionsvolumina noch relativ &#252;berschaubar waren, sind die Mengen der billig hergestellten G&#252;ter heute um ein Mehrfaches gr&#246;sser, weil sich die Weltbev&#246;lkerung seither vermehrfacht hat und an den Billigstandorten f&#252;r die ganze Welt produziert wird. Zudem kommen hoch giftige Chemikalien zum Einsatz, die es fr&#252;her noch gar nicht gab. Entsprechend zerst&#246;rerisch sind die Auswirkungen auf die Umwelt und den Lebensraum in den Herstellungsregionen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/mpOhPYIsx4k" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>ZDFzoom vom 27.03.2012 &#8211; Die Lohnsklavinnen &#8211; Billigmode aus Indien<br />
</em></p>
<p>Damit wir ein paar Franken oder Euro billiger einkaufen k&#246;nnen, m&#252;ssen andere Menschen unter Bedingungen schuften, die wir selber niemals akzeptieren und unseren Kindern unter keinen Umst&#228;nden zumuten w&#252;rden. Mit unserem Konsumverhalten h&#228;tten wir die Macht, die Anbieter zu zwingen, ihre Produktion auf menschenfreundliche und umweltvertr&#228;gliche Verfahren umzustellen. Man muss kein &#214;ko-Taliban sein, um sich f&#252;r bessere Lebensbedingungen anderer und einen vern&#252;nftigen Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten einzusetzen. Ein Blick auf die Hersteller-Etikette vor jedem Kauf und der Verzicht auf problematische Produkte w&#228;ren bestimmt ein guter Anfang und tun keinem weh. Vielleicht w&#252;rde es sich lohnen, zwischendurch auch einmal ein paar Abstriche an unserer Konsumgier zu machen. Nicht alles, was billig ist, ist auch recht und ethisch vertretbar.</p>
<h3>Gef&#228;hrliche Produkte in der EU (Update vom 08.05.2012)</h3>
<p>Gem&#228;ss einer <a title=\"Verbraucher: Der aktuelle Bericht &#252;ber die Produktsicherheit zeigt, dass weniger gef&#228;hrliche Artikel auf den EU-Markt gelangen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2V1cm9wYS5ldS9yYXBpZC9wcmVzc1JlbGVhc2VzQWN0aW9uLmRvP3JlZmVyZW5jZT1JUC8xMi80NTImYW1wO2Zvcm1hdD1IVE1MJmFtcDthZ2VkPTAmYW1wO2xhbmd1YWdlPURFJmFtcDtndWlMYW5ndWFnZT1lbg==" target=\"_blank\">Pressemitteilung der EU-Kommission</a> waren sch&#228;dliche Kleidungsst&#252;cke 2011 die am h&#228;ufigsten beanstandeten Konsumg&#252;ter in der EU. &#220;ber die H&#228;lfte der gef&#228;hrlichen Produkte kamen wie schon in den Jahren zuvor aus China. Immerhin ist ein leichter Abw&#228;rtstrend erkennbar. Dass generell immer weniger gef&#228;hrliche Artikel auf den EU-Markt gelangen, ist nicht zuletzt dem EU-Schnellwarnsystem RAPEX f&#252;r gef&#228;hrliche Produkte (ausser Lebensmitteln) zu verdanken.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4809" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-04-30/ist-alles-recht-was-billig-ist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Weltuntergang findet 21.12.2012 nicht statt</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-04-24/der-weltuntergang-findet-21-12-2012-nicht-statt/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-04-24/der-weltuntergang-findet-21-12-2012-nicht-statt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 20:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Neues aus Absurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen(schaft)]]></category>
		<category><![CDATA[12-21-2012 Just Another Day]]></category>
		<category><![CDATA[Maya-Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4680</guid>
		<description><![CDATA[W&#252;rde man allen Weltuntergangs-Prophezeiungen Glauben schenken, w&#228;re die Erde schon etliche Male untergegangen. Doch die Menschheit bev&#246;lkert den Planeten Erde immer noch. Sie tut das vielleicht nicht gerade auf die intelligentest-m&#246;gliche Art und Weise, aber sie tut es und dies intensiver als je zuvor. Daran wird sich so schnell wohl kaum etwas &#228;ndern, auch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Titel" src="/images/weltuntergang/weltuntergang01_200.jpg" alt="Weltuntergang" align="Weltuntergang" />W&#252;rde man allen Weltuntergangs-Prophezeiungen Glauben schenken, w&#228;re die Erde schon etliche Male untergegangen. Doch die Menschheit bev&#246;lkert den Planeten Erde immer noch. Sie tut das vielleicht nicht gerade auf die intelligentest-m&#246;gliche Art und Weise, aber sie tut es und dies intensiver als je zuvor. Daran wird sich so schnell wohl kaum etwas &#228;ndern, auch wenn dies manch einer bedauern mag. Bisher hat kein Apokalyptiker Recht behalten. Sollte es am 21.12.2012 nun so weit sein?</p>
<p><span id="more-4680"></span>Der Maya-Kalender f&#252;r das aktuelle 13. Zeitalter nach dieser Zeitrechnung endet am 21. Dezember 2012 und der 14. Zyklus beginnt. Der Kalender der Maya misst die Zeit in 400-Jahres-Zyklen vom Beginn des Universums an gerechnet oder den Tag, den die Maya daf&#252;r hielten. Nirgends in den Schriften der Maya wird mit diesem Tag ein Weltuntergang in Zusammenhang gebracht. Dieser Hoax k&#246;nnte mit der Christianisierung durch die spanischen Eroberer entstanden sein. Im Maya-Kalender hat der 12.12.2012 etwa die gleiche Bedeutung wie bei uns die Jahrtausendwende. Ein guter Grund f&#252;r ein grosses Fest mit Freunden, mehr aber nicht.</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Grab-Skelett" src="/images/weltuntergang/grab-skelett_200.jpg" alt="Grab-Skelett" align="left" />Die Erde wird nicht mit Nibiru, dem Planet X (den bislang noch niemand gesehen hat) zusammenstossen und es werden auch keine Ausserirdische von Nibiru auf die Erde hinabsteigen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch lange nicht ausgestanden und es k&#246;nnte zum 21.12.2012 hin durchaus zu einer n&#228;chsten Zuspitzung kommen, doch das h&#228;tte gar  nichts mit den Datum oder irgendwelchen astronomischen Kalendern oder Ereignissen zu tun. Ein mindestens so passendes Datum w&#228;re daf&#252;r &#252;brigens auch der 100. Jahrestag des Federal Reserve Act am 23.12.2013.</p>
<p>W&#228;hrend einige, eher religi&#246;s motivierte Endzeitfetischisten ihre Prophezeiungen als k&#252;nftige Tatsachen verkaufen, sprechen die meisten Apokalyptiker im Konjunktiv von den Auswirkungen, welche der 21.12.2012 auf das Leben auf der Erde haben wird bzw. k&#246;nnte. Irgendwie erinnert mich das an den Weltpessimismus gewisser Klimaerw&#228;rmungshysteriker, die aus den in den IPCC-Berichten im Konjunktiv formulierten, potenziellen Auswirkungen von Klimawandelszenarien die wildesten Weltuntergangsszenarien konstruieren und damit f&#252;r einen unheimlichen Aktivismus im Kampf gegen den globalen Klimawandel sorgen. Apokalyptophile rufen zur Vorbereitung auf den Weltuntergang auf und bieten ihre &#220;berlebensstrategien an. Dass dieses Treiben v&#246;llig unn&#246;tig ist, zeigt die NASA in ihrem Beitrag zur Aufkl&#228;rung:</p>
<p><object width="480" height="400" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.jpl.nasa.gov/videos/neo/20120307/2012video20120307-640.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="400" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.jpl.nasa.gov/videos/neo/20120307/2012video20120307-640.swf" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
<em><a title=\"NASA - 12-21-2012 Just Another Day\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5qcGwubmFzYS5nb3YvdmlkZW8vaW5kZXguY2ZtP2lkPTEwNjU=" target=\"_blank\">NASA &#8211; 12-21-2012 Just Another Day</a></em></p>
<p>Ist dies nicht eine wundervolle Nachricht zur Freude? Und f&#252;r den Fall, dass ich und die NASA irren sollten, fange ich zum Auftakt zur Grill-Saison dieses Wochenende schon mal an, meine Wein- und Bierreserven zu leeren, um den Ausserirdischen von Nibiru nichts zu schenken.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4680" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-04-24/der-weltuntergang-findet-21-12-2012-nicht-statt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine Zeitreise zu den Anf&#228;ngen des Internets</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-04-23/eine-zeitreise-zu-den-anfangen-des-internets/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-04-23/eine-zeitreise-zu-den-anfangen-des-internets/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 20:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[ICT Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Web/Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Archie]]></category>
		<category><![CDATA[Bulletin Board System]]></category>
		<category><![CDATA[Gopher]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lynx Browser]]></category>
		<category><![CDATA[Modem]]></category>
		<category><![CDATA[NetRadio]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4795</guid>
		<description><![CDATA[Das Internet und darin vor allem das World Wide Web (WWW) und E-Mail sind aus unserem Alltag gar nicht mehr weg zu denken. Der weltweite Datenaustausch in Echtzeit ist f&#252;r uns heute so selbstverst&#228;ndlich wie der Strom aus der Steckdose. Mit Begriffen wie &#8220;Archie&#8221; und &#8220;Gopher&#8221; kann heute kaum noch jemand etwas anfangen und an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet und darin vor allem das World Wide Web (WWW) und E-Mail sind aus unserem Alltag gar nicht mehr weg zu denken. Der weltweite Datenaustausch in Echtzeit ist f&#252;r uns heute so selbstverst&#228;ndlich wie der Strom aus der Steckdose. Mit Begriffen wie &#8220;Archie&#8221; und &#8220;Gopher&#8221; kann heute kaum noch jemand etwas anfangen und an den Lynx Browser erinnert sich auch niemand mehr. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren dies noch Standard-Internetanwendungen. Eine nostalgische Zeitreise zur&#252;ck in die Vergangenheit der Informations- und Kommunkationstechnologie &#8230;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/yFF0oQySsh4" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Das Internet aus Sicht der 90-er Jahre</em></p>
<p><span id="more-4795"></span>Musik in digitaler Form &#252;ber das Web auszutauschen war fr&#252;her kein Verbrechen &#8230;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/4I-fMM9RESM" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Internet users guide from 1990</em></p>
<p>Schon 1995 wurden Musik und Videos &#252;ber das Web verbreitet:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/FRAqXeVK6pc" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>The Internet 1995</em></p>
<p>Und in diesem Jahr ging mit <a title=\"NetRadio\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2VuLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9OZXRSYWRpbw==" target=\"_blank\">NetRadio</a> auch das erste Internet-Radio auf Sendung:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/XM6VnS2QHsw" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>NetRadio 1995</em></p>
<p>Soziale Netzwerke &#252;ber miteinander kommunizierende Computer sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Als es noch kein Facebook gab, verband man seinen Rechner noch per Modem mit anderen Computern und traf sich in einem Bulletin Board System (BBS), um sich mit Gleichgesinnten auf modernste Art und Weise auszutauschen:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/ESaTREAAzww" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Connect: A Look At Bulletin Board Systems</em></p>
<p>Die Ideen und Konzepte zum heutigen Internet wurden schon geboren, als ich noch damit besch&#228;ftigt war, mir meine Windeln abzugew&#246;hnen:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/Y0pPfyYtiBc" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>The Internet in 1969</em></p>
<p>Die meisten grossen technischen Errungenschaften beruhen auf Ideen, die schon viele Jahre zuvor gedacht wurden. Und irgendwann sp&#228;ter geh&#246;ren sie zu unserem Alltag. Herzlichen Dank an die grossen Vordenker!</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4795" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-04-23/eine-zeitreise-zu-den-anfangen-des-internets/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Volkskrankheit Gier</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-04-12/volkskrankheit-gier/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-04-12/volkskrankheit-gier/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 18:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Genügsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
		<category><![CDATA[Spekulation]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4668</guid>
		<description><![CDATA[
Die Gier (Avarita), Pieter Brueghel der &#196;ltere, Kupferstich von 1556/1557 aus dem Zyklus der sieben Tods&#252;nden
In den Medien stehen unsere Banken immer wieder in der Kritik. Mit dem Bankengeheimnis sollen sie Steuers&#252;nder besch&#252;tzen. Mit Finanzspekulationen sollen sie die M&#228;rkte verzerren und sowohl Unternehmen als auch Staaten in den Bankrott treiben. Generell sollen Banken und ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Die Gier" src="/images/philosophie/brueghel_-_sieben_laster_-_avaritia_gier-geiz_480.jpg" alt="Gier" /><br />
<em>Die Gier (Avarita), Pieter Brueghel der &#196;ltere, Kupferstich von 1556/1557 aus dem Zyklus der sieben Tods&#252;nden</em></p>
<p>In den Medien stehen unsere Banken immer wieder in der Kritik. Mit dem Bankengeheimnis sollen sie Steuers&#252;nder besch&#252;tzen. Mit Finanzspekulationen sollen sie die M&#228;rkte verzerren und sowohl Unternehmen als auch Staaten in den Bankrott treiben. Generell sollen Banken und ihre Mitarbeiter alles nur Blutsauger und Parasiten sein. Kapitalismuskritik ist wieder salonf&#228;hig geworden. Doch wie gerechtfertigt ist diese Kritik wirklich? Sind allein die Banken an der nach wie vor brodelnden Finanz-, Wirtschaft- und Schulden-Krise schuld oder liegen die Ursachen und die Verantwortung am Ende ganz wo anders? Sind wir alle einfach nur die Opfer eines Systems? Kann man sich dem kranken Finanz- und Wirtschaftssystem &#252;berhaupt entziehen? Wie soll sich der Einzelne in diesem System verhalten?</p>
<p><span id="more-4668"></span>In diversen Beitr&#228;gen habe ich mich kritisch &#252;ber das Bankenwesen als zentralen Bestandteil unseres <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Geld- und Wirtschaftssystems</a> ge&#228;ussert. Kritisiert habe ich stets das System als solches und nicht eine einzelne Bank (mit Ausnahme der FED). Solange diese Kritik sachlich fundiert ist und nicht einfach nur der Verleumdung und Blossstellung dient, muss sie in einem demokratischen Rechtsstaat, der Meinungs- und Pressefreiheit hoch h&#228;lt, zul&#228;ssig sein. Probleme unter den Tisch zu kehren und aus falsch verstandener R&#252;cksicht oder aus blossem Opportunismus tot zu schweigen kann keine Option sein und zeugt nicht von einem hohen Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft im Allgemeinen und der eigenen Nachkommenschaft im Besonderen gegen&#252;ber. Handeln Eltern ihren Kindern gegen&#252;ber verantwortungsvoll, wenn sie diese nie kritisieren und nie tadeln, um deren Gef&#252;hle nicht zu verletzen? Kritik kann weh tun und peinlich sein, vor allem wenn sie berechtigt ist und einen selber trifft. Daher sind bei aller Kritik stets Fairness und Sachlichkeit geboten. Kritik soll dazu dienen, Probleme anzusprechen und deren Ursachen aufzuzeigen, um L&#246;sungen zu erm&#246;glichen und Verbesserungen einzuleiten. Kritik soll auch der Entt&#228;uschung im wahrsten Sinne des Wortes dienen. Wer bisher einer T&#228;uschung zum Opfer fiel, dem sollen die Augen ge&#246;ffnet werden. Er soll ent-t&#228;uscht werden, denn nur wer Probleme als solche erkennt, ist gewillt sie zu l&#246;sen. Ignoranten werden nichts zur Probleml&#246;sung oder zu einer besseren Welt beitragen.</p>
<h3>Gier als Ausdruck des Zeitgeistes</h3>
<p>Die Wahrnehmung der Gier und der Umgang mit ihr haben sich im Verlauf der letzten drei Jahrhunderte und ganz speziell im letzten halben Jahrhundert grundlegend ver&#228;ndert. Galt Gier fr&#252;her lange als eine der sieben Tods&#252;nden, hat sie sich in der Neuzeit sogar bereits zur Tugend gemausert. Ehrgeiz (d.h. die Gier nach Ehre) wird heute als grundlegende Eigenschaft jedes erfolgreichen Gesch&#228;ftsmanns und jeder F&#252;hrungsperson vorausgesetzt. Wer es damit allerdings allzu sehr &#252;bertreibt, wird vereinzelt auch &#246;ffentlich in den Medien durch den Fleischwolf gedreht. Gier ist heute eine wesentliche Voraussetzung f&#252;r den Erfolg und wer diesen Treiber nicht besitzt, bringt es meist nicht hoch auf der Karriereleiter. &#8220;Sei gierig, doch lass dich bloss nicht dabei erwischen, zu gierig zu sein!&#8221; heisst die Devise.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/jy0FSTd8puc" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Wilfried Schmickler &#252;ber Wachstum durch Gier</em></p>
<p>Gier und Geiz stammen sprachgeschichtlich beide vom mittelalterlichen Begriff &#8220;Gitt&#8221; ab. Mit Gier bezeichnen wir heute die Besessenheit, auf der &#8220;Einkommensseite&#8221; m&#246;glichst viel einnehmen zu wollen, w&#228;hrend wir mit Geiz die durch krankhafte materielle Verlustangst motivierte Sparsamkeit auf der &#8220;Ausgabenseite&#8221; bezeichnen. Die Gier ist eine pathologische Auspr&#228;gung eines grunds&#228;tzlich legitimen Sicherheitsbed&#252;rfnisses. Sie beschr&#228;nkt sich nicht bloss auf Geld bzw. auf materiellen Reichtum, sie umfasst auch die Gier nach Macht, Ruhm und Selbstverwirklichung. Gier beschr&#228;nkt sich keinesfalls auf die Finanzwelt und es w&#228;re daher auch v&#246;llig falsch, pauschal jeden Bankmitarbeiter der Gier zu bezichtigen. Dass die Gier vor allem auch im Geld- und Bankwesen sichtbar wird, liegt in der Natur der Sache. Schliesslich bildet der Umgang mit Geld und Verm&#246;gen das Kerngesch&#228;ft jeder Bank.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Shareholder Value und Gier" src="/images/geld_und_religion/greed.gif" alt="Shareholder Value und Gier" /></p>
<p>Wir haben ein Dach &#252;ber dem Kopf, wir haben Kleider, wir k&#246;nnen uns gegen K&#228;lte, W&#228;rme und N&#228;sse sch&#252;tzen und wirklich hungern tut auch kaum jemand von uns. Jedes Kind in den Slums von Bangladesch w&#252;rde gerne mit dem &#196;rmsten von uns tauschen und sich danach reich f&#252;hlen. Doch wir wollen immer noch mehr und sind bereit, den gr&#246;ssten Teil unserer Lebenszeit in Geld zu tauschen, um uns Dinge zu kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Das ist unser pers&#246;nliches Wirtschaftswachstum. Erfolg definiert sich in unserer Gesellschaft &#252;ber materiellen Reichtum, Karriere und Ansehen &#252;ber Macht und Einkommen. Wir verkennen, dass wir im globalen Vergleich alle privilegiert sind. Wir sehen immer nur jenen, der noch mehr hat als wir, um diesen beneiden zu k&#246;nnen. Neid und Gier sind Geschwister und anscheinend brauchen wir den Neid als Treiber und um uns schlecht f&#252;hlen zu k&#246;nnen. Der Mensch scheint ein Wesen zu sein, das <a title=\"Tages-Anzeiger - Sorgenfrei zu sein, ist gegen die Natur des Menschen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc2FuemVpZ2VyLmNoL3dpcnRzY2hhZnQva29uanVua3R1ci9Tb3JnZW5mcmVpLXp1LXNlaW4taXN0LWdlZ2VuLWRpZS1OYXR1ci1kZXMtTWVuc2NoZW4vc3RvcnkvMTcyMzQzNDM=" target=\"_blank\">ohne Probleme nicht existieren</a> kann. Wenn er keine hat, schafft er sich welche. Oder werden wir nur durch die Werbung und die Medien zum gierigen und neidischen Konsumenten gemacht, der mit seinen Aktivit&#228;ten zur Befriedigung seiner Gier das System am Leben erh&#228;lt?</p>
<h3>Gier und Neid der Hartz-4 Empf&#228;nger</h3>
<p><img title="Der Neid" src="/images/philosophie/brueghel_-_sieben_laster_-_invidia-neid_480.jpg" alt="Neid" /><br />
<em>Der Neid (Invidia), Pieter Brueghel der &#196;ltere, Kupferstich von 1556/1557 aus dem Zyklus der sieben Tods&#252;nden</em></p>
<p>Wenn man den Darstellungen zum Thema Gier in den Medien glaubt, ist Gier vor allem bei den Superreichen und M&#228;chtigen dieser Welt anzutreffen. Doch sieht man sich bei Privatsendern die &#8220;Hartz-IV TV-Sendungen&#8221; an, stellt man fest, dass sich hier die Protagonisten ganz &#228;hnlich wie die superreichen Parasiten der Gesellschaft verhalten, nur dass sie dies unter weniger privilegierten Rahmenbedingungen tun. Sich in ihrem Selbstmitleid suhlend schimpfen sie &#252;ber jene, die &#8220;vom Schicksal bevorzugt&#8221; wurden und lassen ihren Neid auch gerne mal in Aggression ausarten oder versinken in Lethargie. Viele haben ihre Anspr&#252;che, glauben aber nichts daf&#252;r tun zu m&#252;ssen. F&#252;r ein <a title=\"Volksbegehren: Hartz iV f&#252;r alle!\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4yMG1pbi5jaC9maW5hbmNlL25ld3Mvc3RvcnkvMzE3NzQ2Njk=" target=\"_blank\">bedingungsloses Grundeinkommen</a> (Hartz-IV f&#252;r alle!) sind solche Leute schnell zu begeistern. Sie versuchen mit List das System auszutricksen, um in den Genuss von Leistungen der Gesellschaft zu kommen. Worin unterscheidet sich ihre Geisteshaltung von jener der Finanzspekulanten und Steuerfl&#252;chtlinge, die unter Ausnutzung der Schlupfl&#246;cher in den Gesetzestexten ihre Ertr&#228;ge und Verm&#246;gen auf Kosten anderer mehren?</p>
<blockquote><p>Du sollst nicht begehren deines N&#228;chsten Haus; du sollst nicht begehren deines N&#228;chsten Weib, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein N&#228;chster hat.<br />
<em>(Exodus 20, 17)</em></p></blockquote>
<h3>Alles nur ein technischer Designfehler?</h3>
<p>Trotz der systematischen Tabuisierung, werden die systemimmanenten Konstruktionsfehler unseres Finanz- und Wirtschaftssystem zunehmend auch in einzelnen Fernsehsendungen thematisiert. Dies ist sehr wichtig, um einem breiteren Publikum die Augen zu &#246;ffnen. Leider beschr&#228;nken sich die Diskussionen bislang auf die Mathematik des Zinseszinses &#8211; aber immerhin schon das. Es wird weder die Frage nach den Rechtsgrundlagen noch nach den ethischen Grundlagen gestellt.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/egsDqI3Ty84" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Dirk M&#252;ller und Ernst Prost zu Gast bei Markus Lanz</em></p>
<p>Die exponentielle Wirkung des thesaurierenden Zinses d.h. des Zinseszinses ist v&#246;llig unfassbar f&#252;r unser lineares Vorstellungsverm&#246;gen. Deshalb haben die meisten Leute grosse M&#252;he, das Problem zu verstehen. Wenn man sie darauf anspricht, dass Geld dem vereinfachten Austausch von Leistungen dienen soll, aber nur durch Verschuldung entsteht, finden das die meisten doch ziemlich widerspr&#252;chlich. Doch kaum einer w&#252;rde auf die Zinseink&#252;nfte aus seinen Kapitalanlagen (wozu &#252;brigens auch die Altersvorsorge geh&#246;rt) freiwillig verzichten. In diesem Zusammenhang verschleiert die Verwendung des Begriffes &#8220;Zins&#8221; f&#252;r zwei unterschiedliche Dinge, dass Zinsertr&#228;ge f&#252;r Geldanlagen und Zinsen f&#252;r reale Leistungen (z.B. der Mietzins f&#252;r eine Sache) v&#246;llig unterschiedliche Sachverhalte darstellen, die sowohl mathematisch als auch ethisch unterschiedlich zu bewerten sind, aber dennoch meist miteinander verkn&#252;pft sind, da mittlerweile die Mehrheit der realen Leistungen &#252;ber Kredite finanziert werden.</p>
<p>Die Problematik auf einen technischen Designfehler zu reduzieren ist ebenso gef&#228;hrlich wie falsch. Wie soll dieser Designfehler jemals korrigiert werden, wenn nicht aufgearbeitet wird, was zu diesem Fehler gef&#252;hrt hat? Es ist wieder in Mode, &#252;ber Ethik zu sprechen. Die Diskussion bleibt aber meist sehr oberfl&#228;chlich. Sind wir zu bl&#246;de oder zu feige, den Ursachen auf den Grund zu gehen und sie beim Namen zu nennen? Die Gier ist die Wurzeln allen &#220;bels und wurde deshalb seit je her in allen Kulturen und Religionen ge&#228;chtet. Nur in unserer neuzeitlich toleranten und relativistischen Gesellschaft scheint diese Weisheit abhanden gekommen zu sein. Die Frage, ob angesichts der zerst&#246;rerischen Auswirkungen der Gier auf den Menschen und seine Umwelt unsere Zivilisation sowohl dem moralischen als auch dem &#246;konomischen Untergang entgegeneilt, er&#252;brigt sich wohl.</p>
<blockquote><p>Die Welt hat genug f&#252;r jedermanns Bed&#252;rfnisse, aber nicht f&#252;r jedermanns Gier.<br />
<em>(Mahatma Gandhi)</em></p></blockquote>
<p>Die Gier scheint uns mittlerweile genetisch eingepflanzt worden zu sein. Wir haben dieses System geschaffen oder zumindest zugelassen, dass die entsprechenden Rechtsgrundlagen geschaffen wurden, finden es irgendwie pervers, sind aber trotzdem weder Willens noch f&#228;hig, dieses System zu ver&#228;ndern. Wenn das nicht pervers ist!?</p>
<h3>Vergebliche Symptombek&#228;mpfung</h3>
<p>Die Occupy-Bewegung versteht sich als Ankl&#228;gerin der verm&#246;genden 1 Prozent der Bev&#246;lkerung, die sich auf Kosten der &#252;brigen 99 Prozent bereichert, und somit als K&#228;mpferin gegen die Gier einer Minderheit. Ihr ethischer Anspruch mag grunds&#228;tzlich richtig und respektabel sein, doch obwohl es sich bei der extrem asymmetrischen Verm&#246;gens- und Einkommensverteilung um eine Tatsache handelt, trifft die vereinfachte, pauschale Anklage den Nagel trotzdem nicht ganz auf den Kopf, weil sie sich zu sehr auf die Symptome fokussiert anstatt auf deren tiefere Ursachen. Sie f&#252;hrt letztlich zur Spaltung der Gesellschaft und zum Klassenkampf nach alter marxistisch-kommunistischer Ideologie. Letztere hat sich allerdings noch nie als f&#252;r eine L&#246;sung dienlich manifestiert. Vielmehr konnte sie ihren eigenen proklamierten Anspr&#252;chen in keinster Weise gerecht werden und hat mindestens so viel Leid verursacht wie der ungez&#252;gelte Kapitalismus. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn schliesslich basiert die Ideologie des Kommunismus auf den Denkschemen des Kapitalismus und vertauscht lediglich die Vorzeichen.</p>
<p>Die Symptome der Volkskrankheit Gier zu erkennen und richtig zu deuten ist ein erster wichtiger Schritt zur Bek&#228;mpfung dieser Krankheit. Solange aber nur &#252;ber die Symptome geschimpft wird, w&#228;hrend deren Ursachen weiterhin systematisch tabuisiert werden, ist eine Besserung nicht absehbar. Besonders fatal ist dabei, die auf der Gier beruhenden Denkschemen beizubehalten. Solange die Mehrheit der Ansicht ist, f&#252;r geliehenes Geld ein Anrecht auf einen Zinsertrag zu haben, wird sich nichts ver&#228;ndern. Solange Rendite auf Geldanlagen von einer Mehrheit als Menschenrecht betrachtet wird, kann dem z&#252;gellosen Kapitalismus unm&#246;glich Einhalt geboten werden.</p>
<h3>Ertrag ohne Arbeit &#8211; legaler Diebstahl</h3>
<p>Nicht alle reichen Leute sind durch ihre Gier verm&#246;gend geworden. Viele kamen durch Erbschaft oder Schenkung dazu. Sie sind ohne ihr eigenes Zutun zu einer moralischen Verpflichtung gekommen, das ihnen zugeflossene Verm&#246;gen sinnvoll einzusetzen. Eine Minderheit kommt dieser auch nach. Doch die grosse Mehrheit denkt nicht einmal daran. Wer nimmt, soll auch geben. Wer gibt, soll auch nehmen d&#252;rfen. Dieser soziotechnische Gleichgewichts- und Stabilit&#228;ts-Grundsatz findet sich in allen grossen Religionen. Die gegenw&#228;rtige Praxis ist oftmals eine andere. Entgegen der immer noch aktuellen Moral- und Sittenlehre, welche auf einem allm&#228;hlich erodierenden, aber mehrheitlich immer noch vorhandenen Wertekonsens beruht, glaubt ein nicht unwesentlicher Teil der Menschen, sich alles nehmen zu d&#252;rfen, ohne selber zwingend etwas daf&#252;r leisten zu m&#252;ssen.</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Zinsen - Turmbau zu Babel" src="/images/geld_und_religion/zinsen_turmbau-zu-babel_200.jpg" alt="Zinsen - Turmbau zu Babel" align="left" />Der Zins wird oftmals mit einem Recht auf eine &#8220;Risikopr&#228;mie&#8221; begr&#252;ndet. Mit ihm soll unsere Verlustangst kompensiert und beschwichtigt werden. Er ist quasi eine Angst- und Geiz-Zulage. Je &#228;ngstlicher ein &#8220;Anleger&#8221; ist, desto h&#246;here Risikopr&#228;mien werden ihm zugestanden. Daf&#252;r arbeiten muss aber ein anderer. Geld entsteht in unserem Geldsystem ausschliesslich durch Verschuldung (Kreditvergabe). Den exponentiell wachsenden Geldverm&#246;gen, auch wenn sie bloss durch eine Zahl auf einem Bankkonto repr&#228;sentiert werden, stehen in gleicher H&#246;he Geldschulden gegen&#252;ber, f&#252;r die aus der durch die Kreditvergabe generierten Geldmenge ein Zins bezahlt werden muss. Der Umverteilung von virtuellem Leihkapital durch Kreditvergabe folgt die um den Zinsbetrag h&#246;here Umverteilung durch Arbeit. Wer hat, dem wird gegeben, ohne dass er selber daf&#252;r arbeiten muss.</p>
<blockquote><p>Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.<br />
<em>(Epikur von Samos)</em></p></blockquote>
<p>M&#246;glich wird dies im heutigen Umfang erst durch den Trick der <a title=\"FAZ - Geldsch&#246;pfung aus dem Nichts\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mYXoubmV0L2FrdHVlbGwvd2lydHNjaGFmdC93aXJ0c2NoYWZ0c3dpc3Nlbi9nZWxkc2Nob2VwZnVuZy13aWUta29tbXQtZ2VsZC1pbi1kaWUtd2VsdC0xMTYzNzgyNS5odG1s" target=\"_blank\">Geldsch&#246;pfung aus dem Nichts</a>, das auch unter dem Fachbegriff &#8220;fraktionales Bankensystem&#8221; bekannt ist. Bringt ein Sparer sein Geld zur Bank, schreibt diese ihm den Betrag auf seinem Konto gut. Die Bank leiht das Geld unter Abzug einer &#8220;Reserve&#8221; an einen Kreditnehmer, w&#228;hrend es aber gleichzeitig weiterhin auf dem Konto des Sparers gutgeschrieben bleibt. Das Geld hat sich (unter Abzug der Reserve von 2 bis 5 Prozent) nahezu verdoppelt, ohne dass durch Arbeit ein realer Mehrwert geschaffen worden w&#228;re. Der Kreditnehmer bezahlt das &#8220;geliehene&#8221; Geld in Raten der Bank zur&#252;ck. F&#252;r den noch ausstehenden Betrag bezahlt er der Bank zus&#228;tzlich jeweils einen Zins, der je nach Zinssatz &#252;ber die gesamte Laufzeit des Kredits in der Summe auch das Mehrfache des urspr&#252;nglich geliehenen Geldes ausmachen kann. F&#252;r ihre Vermittlerrolle beh&#228;lt die Bank einen Teil des Zinses f&#252;r sich und schreibt dem Sparer den anderen Teil auf dessen Konto gut. Dort mehrt sich dieser Zins (→ Thesaurierung) und wird von der Bank wieder f&#252;r die Vergabe von weiteren Krediten verwendet. Diese sind auch n&#246;tig, denn schliesslich muss auch das Geld f&#252;r den Zins irgendwie generiert werden. Der einzige, der in diesem Spiel durch seine Arbeit reale Wertsch&#246;pfung betreibt, ist der Kreditnehmer. Und er bezahlt mit dem Zins (zumindest solange die Geldentwertung durch Inflation keiner ist als der Zinsbetrag) mehr zur&#252;ck, als er als Kredit bekommen hat. W&#252;rde ein Kind f&#252;r ein Spiel mit Murmeln die gleichen Regeln aufstellen, w&#252;rden ihn seine Kameraden als unfair und gierig bezeichnen.</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Geldgier" src="/images/geld_und_religion/gier01_200.jpg" alt="Geldgier" align="left" />Noch eine Stufe unanst&#228;ndiger ist die Gier, welche durch Spekulation und Manipulation Gewinne erzielt. Es gibt daf&#252;r mittlerweile sogar einen institutionalisierten, globalen Schwarzmarkt f&#252;r Insider-Informationen. Das Gesch&#228;ft mit Finanzderivaten, das ein reines Spekulations- und Wettgesch&#228;ft ist, hat mittlerweile das Mehrfache des Volumens von Aktien, Obligationen und Rohstoffen (d.h. deren Basiswerte) erreicht. Die Spekulation mit Rohstoffen im Allgemeinen und mit Nahrungsmitteln im Besonderen treibt seit geraumer Zeit die Preise f&#252;r diese G&#252;ter und die B&#246;rsenkurse der zugeh&#246;rigen Derivate in die H&#246;he. Dies scheint zur (virtuellen) Erholung der Finanzm&#228;rkte beizutragen, f&#252;hrt aber auch dazu, dass die Menschen in &#228;rmeren L&#228;ndern sich die Lebensmittel nicht mehr leisten k&#246;nnen und sich selber verkaufen und verschulden m&#252;ssen, um zu &#252;berleben. Die Spekulanten freut&#8217;s trotzdem. Es ist ja schliesslich nicht ihr eigenes Leid.</p>
<blockquote><p>Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der w&#228;re auch nicht zufrieden mit dem, was er haben m&#246;chte.<br />
<em>(Berthold Auerbach)</em></p></blockquote>
<p>&#8220;Von nichts kommt nichts&#8221; heisst eine alte Volksweisheit, die offenbar zunehmend in Vergessenheit ger&#228;t. Ertrag ohne Arbeit ist sowohl aus technischer als auch aus ethischer Sicht ein Unding. Und eine T&#228;tigkeit ist noch lange keine Arbeit. W&#228;hrend das Kreditgesch&#228;ft immerhin noch von einem grossen Teil der Gesellschaft als Arbeit angesehen wird, gibt es nur ganz wenige, die Spekulationsgesch&#228;fte als Arbeit bezeichnen. Es handelt sich dabei eher um einen organisierten Diebstahl, der sowohl unter Ausnutzung von Gesetzesl&#252;cken als auch mit kriminellen Mitteln betrieben wird.</p>
<h3>Gier hat viele Gesichter</h3>
<p>Die r&#252;cksichtslose, egoistische Gier beschr&#228;nkt sich nicht auf das Zins nehmen, den Profit aus Spekulationen oder den sonstigen Bezug von Leistungen, f&#252;r welche andere arbeiten m&#252;ssen. Er manifestiert sich auch in einem Allmachbarkeitswahn und der fixen Idee, ein Anrecht auf alles zu haben, was irgendeinem anderen verg&#246;nnt ist. Vieles davon wird heute sogar als &#8220;Menschenrecht&#8221; bezeichnet. Von einem Recht auf Gesundheit wird ein Recht auf Organspenden abgeleitet. Wer kein eigenes Leben mehr leben kann und f&#252;r klinisch tot befunden wurde, soll als <a title=\"Der Mensch als Ersatzteillager\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMDgtMTcvZGVyLW1lbnNjaC1hbHMtZXJzYXR6dGVpbGxhZ2VyLw==">Ersatzteillieferant</a> f&#252;r andere n&#252;tzlich sein. Von einem Recht auf Kinder wird ein Recht auf k&#252;nstliche Befruchtung abgeleitet. Kinder werden nicht mehr als &#8220;Gottesgeschenk&#8221; betrachtet, das uns zur liebevollen Aufzucht anvertraut wurde, sondern als Statussymbol oder Troph&#228;e. Kinder leistet man sich wie Haustiere. Wer gen&#252;gend Geld hat, kann sich die &#220;berlistung der Natur erkaufen und selber Sch&#246;pfer spielen, wenn es einmal mit der Fruchtbarkeit nicht klappen sollte. Dass dabei auch &#8220;&#252;berz&#228;hlige&#8221; Embryonen als Abfallprodukt anfallen, denen keine Chance gew&#228;hrt und kein Recht zugestanden wird, jemals zu einem erwachsenen Menschen heranwachsen zu d&#252;rfen, wird als Kollateralschaden in Kauf genommen. Und damit w&#228;ren wir bereits bei der Abtreibung, die ebenfalls ein Produkt der Gier und des Egoismus ist. Ungeborenes Leben soll mit Hinweis auf ein Selbstbestimmungsrecht der Frau &#252;ber ihren K&#246;rper wie eine Fernsehsendung abgeschaltet werden k&#246;nnen, wenn es einem gerade nicht gef&#228;llt und wenn es der Verwirklichung der eigenen Ziele im Weg steht. Doch wie sieht es mit dem Recht des heranwachsenden Lebens aus? Gier produziert ausnahmslos nur Ausbeutung, Verw&#252;stung und Tod. Deshalb galt sie bis vor kurzem noch als Tods&#252;nde, auf welche auch die meisten der &#252;brigen sechs Tods&#252;nden zur&#252;ckgef&#252;hrt werden k&#246;nnen.</p>
<blockquote><p>Wer der Meinung ist, dass man f&#252;r Geld alles haben kann, ger&#228;t leicht in den Verdacht, dass er f&#252;r Geld alles zu tun bereit ist.<br />
<em>(Benjamin Franklin)</em></p></blockquote>
<h3>Flucht oder Angriff?</h3>
<p>Immer mehr Menschen beginnen, die Fehler im System zu erkennen. Doch sie f&#252;hlen sich machtlos und unf&#228;hig etwas dagegen auszurichten und etwas zum Positiven hin zu ver&#228;ndern. Viele wagen es nicht, &#246;ffentlich dar&#252;ber zu sprechen, aus Angst sie k&#246;nnten auf Unverst&#228;ndnis und Widerstand stossen und dadurch Nachteile erfahren. Wer will schon einen scheinbar aussichtslosen Kampf austragen? Ist Systemverweigerung eine sinnvolle Option und ein Ausstieg aus dem System &#252;berhaupt m&#246;glich?</p>
<p>Sich als Einzelner dem System zu verweigern, f&#252;hrt zur Verarmung und Vereinsamung. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er ist auf seine Mitmenschen angewiesen und erst durch die Arbeitsteilung innerhalb einer Gesellschaft kann in der Summe mehr geschaffen werden, als ein Einzelner alleine zu schaffen vermag. Ich treffe immer mehr Menschen, die gerne aussteigen und ihrem Leben wieder oder endlich einen Sinn geben w&#252;rden. Doch sie sind wie wir alle gefangen in diesem System und gewissen existenziellen Zw&#228;ngen ausgesetzt. Aussteigen hiesse auch, sich der eigenen Verantwortung der Gesellschaft gegen&#252;ber zu verweigern. Aussteigen w&#228;re feige. Doch wie kann man in einem solchen System &#252;berhaupt verantwortungsvoll existieren? Diese Frage habe ich mir viele Male gestellt und lange keine Antwort darauf gefunden. Wie kann ich Geld als Lohn f&#252;r meine Arbeit entgegen nehmen, das einem System entspringt, welches Unterdr&#252;ckung, Versklavung und Ausbeutung als grundlegende Elemente beinhaltet? Und doch kann ich nicht darauf verzichten, denn schliesslich habe ich wie Millionen andere eine Familie zu ern&#228;hren. Aus dieser Verantwortung kann und will ich mich nicht stehlen. So bleibt mir und jedem anderen verantwortungsbewussten Zeitgenossen gar nichts anderes &#252;brig, als weiterhin als Mitglied dieser Gesellschaft am System teilzunehmen. Flucht ist keine Option.</p>
<p>Passivit&#228;t und in Selbstmitleid dahinvegetierend die Opferrolle zu erdulden ist auch nicht mein Ding. Es bleibt daher nur der Angriff auf das System. Und dieser ist am effektivsten und effizientesten, wenn er mit Insiderwissen von innen heraus durchgef&#252;hrt wird. Ich spreche nicht von einer gewaltsamen Revolution. Eine solche w&#252;rde zu viele und vor allem auch unschuldige Opfer kosten. Eine durchdachte, systematisch geplante Umw&#228;lzung oder besser gesagt friedliche Transformation auf der Basis einer neuen Rechtsordnung ist der einzige brauchbare Weg. Am Anfang steht die Sensibilisierung f&#252;r das Thema und die Aufkl&#228;rung &#252;ber die Ursachen und Zusammenh&#228;nge. Parallel dazu muss ein neues System konstruiert werden, das s&#228;mtliche Anforderungen erf&#252;llt. Wenn es einem gelingt, sich von allen ideologischen Zw&#228;ngen und hergebrachten Denkschemen zu l&#246;sen, und wenn man die Prinzipien des System Engineerings unter Ber&#252;cksichtigung der Lehren aus der Philosophie und der Geschichtsschreibung konsequent anwendet, entstehen pl&#246;tzlich L&#246;sungen, an die man vorher gar nicht zu denken gewagt hat. Wer das System von innen heraus &#252;berwinden will, muss zuerst sich selbst &#252;berwinden. Anstatt Gier, Neid, Egoismus, R&#252;cksichtslosigkeit und Verschwendungssucht stehen Klugheit, Gerechtigkeit, Dankbarkeit, Mut, N&#228;chstenliebe und <a title=\"Vom Streben nach Wertsch&#246;pfung und Wertsch&#228;tzung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTEtMDUtMTUvdm9tLXN0cmViZW4tbmFjaC13ZXJ0c2Nob3BmdW5nLXVuZC13ZXJ0c2NoYXR6dW5nLw==">Gen&#252;gsamkeit</a> auf dem Programm. Wer sich auf diesen Pfad der Erkenntnis und der L&#246;sung begibt, kann &#252;ber sich hinaus wachsen und seine eigene Gier &#252;berwinden. Einen Versuch ist es allemal wert.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4668" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-04-12/volkskrankheit-gier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Irritierende Bilder &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-04-10/irritierende-bilder-teil-1/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-04-10/irritierende-bilder-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 22:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Atomwaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Mahmoud Ahmadinejad]]></category>
		<category><![CDATA[Zionismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4696</guid>
		<description><![CDATA[Dass die Welt, wie sie in den Massenmedien dargestellt wird, nicht die wirkliche Welt ist oder bestenfalls ein kleiner, verzerrter Ausschnitt daraus, d&#252;rfte so langsam jedem intelligenten Zeitgenossen bekannt sein. Wer sich &#252;ber alternative Informationskan&#228;le &#252;ber das Weltgeschehen informiert, trifft immer wieder auf Dinge, die so &#252;berhaupt nicht ins &#246;ffentliche Weltbild passen und den Nachrichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Welt, wie sie in den Massenmedien dargestellt wird, nicht die wirkliche Welt ist oder bestenfalls ein kleiner, verzerrter Ausschnitt daraus, d&#252;rfte so langsam jedem intelligenten Zeitgenossen bekannt sein. Wer sich &#252;ber alternative Informationskan&#228;le &#252;ber das Weltgeschehen informiert, trifft immer wieder auf Dinge, die so &#252;berhaupt nicht ins &#246;ffentliche Weltbild passen und den Nachrichten in den Mainstreammedien v&#246;llig widersprechen. Besonders auf der Google-Glotze finden sich immer wieder Videos, die einen unbelasteten Mitmenschen irritieren. In der folgenden Beitragsreihe habe ich einige solcher Fundst&#252;cke zu aktuellen Themen zusammengestellt:</p>
<ol>
<li>Teil: Wie gef&#228;hrlich ist der Iran?</li>
<li>Teil: Wie rechtsradikal ist das neue Ungarn?</li>
<li>Teil: Ist Vladimir Putin ein Segen oder Fluch f&#252;r Russland?</li>
<li>Teil: Was halten gewisse Politiker wirklich von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit?</li>
</ol>
<h3>Iran, Zionismus, Petro-Dollars und Atomwaffen</h3>
<p>Das demokratische System im Iran mag unseren Anspr&#252;chen nicht gerecht werden und unserem Demokratieverst&#228;ndnis nicht ganz entsprechen. Das Rechtssystem des Irans beruht seit der Revolution 1979 auf der Scharia. Eine Gewaltenteilung nach unserem Verst&#228;ndnis gibt es nicht. Nichtmuslimische religi&#246;se Minderheiten sind immer noch benachteiligt und eine politische Opposition ausserhalb des Gottesstaates wird nicht zugelassen. Pr&#228;sident Mahmoud Ahmadinejad mag auch Mittel zur Erhaltung seiner Macht einsetzen, die nach unserem Rechtsverst&#228;ndnis unrechtm&#228;ssig sind.</p>
<p>Trotzdem ist der Iran ein grunds&#228;tzlich friedliches Land vor allem im Vergleich mit den umliegenden Staaten. Ihr Pr&#228;sident ist ein doktorierter Bauingenieur, aber er ist kein Kriegsagitator und wenn man seine Reden und Interviews (ungek&#252;rzt, unzensiert und korrekt &#252;bersetzt) auf YouTube betrachtet, findet man weder Hass noch Fanatismus in seinem Blick oder in seinen Worten. Wer etwas eingehender &#252;ber ihn recherchiert, findet einen gottesf&#252;rchtigen Muslimen, der sehr bescheiden lebt und jeglichen Prunk verabscheut. Das Bild, das uns in den Medien vermittelt wird, entspricht so gar nicht der Realit&#228;t und vertritt die zionistische Sicht der politischen Elite Israels, die zur Zeit alles daran setzt, Iran in einen Krieg zu verwickeln und es so aussehen zu lassen, als ob Iran diesen gewollt und begonnen h&#228;tte.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/G6p24r2RLnk" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Interview mit Irans Pr&#228;sident Ahmadinejad</em></p>
<p>Der iranische Pr&#228;sident und angebliche Antisemit Mahmoud Ahmadinejad traf sich im September 2007 mit orthodoxen, anti-zionistischen Juden in New York, die ihn f&#252;r seine Verdienste um das wahre Judentum lobten und auszeichneten:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/q_XAeqtY7Sk" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Ahmadinejad trifft orthodoxe, anti-zionistische Juden</em></p>
<p><span id="more-4696"></span>Im Iran leben 25&#8217;000 Juden. Sie bilden die gr&#246;sste j&#252;dische Bev&#246;lkerungsgruppe im Nahen Osten ausserhalb von Israel und sind hier seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. ans&#228;ssig. In Teheran gibt es 25 Synagogen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/6v6kF8i-mbw" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Reportage von und mit Diego Buñuel (Enkel des Surrealisten und Filmemachers <a title=\"Luis Buñuel\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9MdWlzX0J1JUMzJUIxdWVs" target=\"_blank\">Luis Buñuel</a>) &#252;ber das Leben der Juden im Iran</em></p>
<p>Die Iraner und ihr Pr&#228;sident sind keine Antisemiten oder Judenhasser, wie in den Massenmedien oft behauptet wird (auch wenn es im Iran wie auch bei uns sicher auch solche Leute gibt). Aber sie machen einen grossen <a title=\"Der Unterschied zwischen Judentum und Zionismus\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PXd6MnQ3Wk9vVmVn" target=\"_blank\">Unterschied zwischen Juden und Zionisten</a>. Die Ersteren respektieren sie, die Letzteren hassen sie. Im iranischen Parlament wird jeder Minorit&#228;t verfassungsm&#228;ssig ein Sitz zugesichert &#8211; so auch den Juden. Die Juden im Iran leben eindeutig besser als die Pal&#228;stinenser in Gaza unter der Knute von Israel. <a title=\"Israels j&#252;disches Problem in Teheran\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ptYWcuZGUvYXJ0aWtlbC9pc3JhZWxzLWp1ZGlzY2hlcy1wcm9ibGVtLWluLXRlaGVyYW4v" target=\"_blank\">Israels j&#252;disches Problem in Teheran</a> ist in Wahrheit ein ganz anderes wie der in Nazareth lebende und 2011 mit dem Martha Gellhorn Sonderpreis f&#252;r Journalismus ausgezeichnete Journalist und Nahost-Experte Jonathan Cook zu berichten weiss.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/k4phNuwx8Hs" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Mahmoud Ahmadinejads Rede vor der UNO-Vollversammlung 2010 in ungek&#252;rzter Fassung</em></p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/duGXrjm7L2E" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Mahmoud Ahmadinejad spricht im Exklusiv-Interview mit Marina Portnaya von RT America &#252;ber die Probleme der aktuellen Weltordnung (September 2010)</em></p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/KJTe6mvkIcc" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Mahmoud Ahmadinejad h&#228;lt vor der UNO-Vollversammlung 2011 den Grossm&#228;chten den Spiegel vor</em></p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/N9vN3z42Pt0" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Mahmoud Ahmadinejad spricht mit Marina Portnaya von RT America &#252;ber das Palestinenser-Problem und die Situation im Nahen Osten (September 2011)</em></p>
<p>Der Kabarettist und Satiriker Georg Schramm erl&#228;utert die Bereitschaft Isreals zur &#8220;pr&#228;ventiven Notwehr&#8221; und den eigentlichen Grund zur Besetzung des G&#252;rtels &#8220;Syrien &#8211; Irak &#8211; Iran &#8211; Afghanistan&#8221;:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/0UoAGUW0iPU" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Georg Schramm zur Ahmadinejad-Rede und den wahren Hintergr&#252;nde eines Iran-Kriegs</em></p>
<p>Der Iran verkauft seit dem 17. Februar 2008 den gr&#246;ssten Teil seines hochwertigen Erd&#246;ls gegen andere W&#228;hrungen als den US-Dollar und das ist in den Augen der USA und ihrer Banken ein Sakrileg. Nicht ganz zuf&#228;llig ist daher, dass der Iran genau zu dem Zeitpunkt zur Zielscheibe der USA (und Israels) geriet, als Ahmadinejad verk&#252;ndete, den US-Dollar nicht mehr als einzige &#214;l-W&#228;hrung zu akzeptieren. Den gleichen &#8220;Fehler&#8221; haben bereits Muammar al-Gaddafi in Libyen und Saddam Hussein im Irak begangen und heute sind sie nur noch Geschichte.</p>
<p>Sehr interessant und aufschlussreich ist auch das j&#252;ngste <a title=\"Ahmadinedschad-Interview\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZXV0ZS5kZS9aREZoZXV0ZS9pbmhhbHQvMjYvMCwzNjcyLDg0OTcwMTgsMDAuaHRtbA==" target=\"_blank\">Interview im ZDF</a> mit Irans Pr&#228;sident Ahmadinejad (ausgestrahlt am 19.03.2012). Trotz der manipulativen und provokativen Fragen des heute journal-Moderators Claus Kleber bleibt er ruhig und kontert diese mit schon fast weisen Antworten und Gegenfragen. Dass seine Aussagen stets von einem gewissen Nationalstolz gepr&#228;gt sind, mag man ihm nachsehen. Als Irren oder Kriegshetzer kann man den iranischen Pr&#228;sidenten wohl kaum bezeichnen, auch wenn er durch seinen (nicht unbegr&#252;ndeten) Zionistenhass eine vielleicht besch&#246;nigte Sicht vom Holocaust hat. Er hat den Holocaust jedoch nie geleugnet, wie immer wieder behauptet wird. <a title=\"Ahmadinejad und die Holocausfrage\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PTFQVFV4Mk5ncFVn" target=\"_blank\">Ahmadinejad stellt lediglich die Frage</a>, warum die Pal&#228;stinenser in Israel f&#252;r etwas b&#252;ssen m&#252;ssen, das Juden in Europa widerfahren ist, und er w&#252;rde gerne die offizielle Geschichtsschreibung und insbesondere die Vorkommnisse in Auschwitz wissenschaftlich verifizieren. Doch Letzteres scheint nicht zul&#228;ssig zu sein und er m&#246;chte gerne wissen, warum dies so ist. Mit diesen beiden Fragen hat er offenbar ein weiteres Sakrileg begangen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/P2VJIOR8I3s" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Ahmadinedschad im ZDF: &#8220;Atomwaffen sind unmoralisch&#8221; (M&#228;rz 2012)<br />
</em></p>
<p>Die einzigen, die im Nahen Osten &#252;ber Atomwaffen verf&#252;gen, sind Israel und Pakistan. Beide haben diese Waffen von den USA erhalten. Mit welchem Recht glauben gewisse L&#228;nder, anderen L&#228;ndern etwas vorschreiben zu k&#246;nnen, an das sie sich selber nicht halten? Wenn jemand im Nahen Osten eine atomare Bedrohung darstellt, sind es die gr&#246;ssenwahnsinnigen Politf&#252;hrer Israels mit ihren faschistoiden, rassistischen Herrschaftsanspr&#252;chen. Aber im Gegensatz zu diesen verf&#252;gt der Iran bislang &#252;ber gar keine Atomwaffen. S&#228;mtliche Vorw&#252;rfe und Anschuldigungen sind bisher reine Spekulation ohne jegliche Substanz.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/Q-rZ_ZaAyAs" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Zitate von Zionisten &#252;ber Ihresgleichen und den Rest der Welt</em></p>
<p>Der Iran ist ein grosses und stolzes Land mit einer auch f&#252;r unsere Kultur relevanten und pr&#228;genden Geschichte. Die Mehrheit der Bev&#246;lkerung stellen mit ca. 2/3 die Perser. Die Iraner sind gr&#246;sstenteils Muslime (haupts&#228;chlich Schiiten), aber sie sind keine Araber (die lediglich 2 Prozent der Bev&#246;lkerung ausmachen)! Ebenso wenig sind sie Judenhasser, aber sie haben eine starke Abneigung gegen ihre zionistischen Bedroher, die neidisch nach ihren Bodensch&#228;tzen trachten. Der Iran ist reich an Erd&#246;l und Erdgas sowie an weiteren Bodensch&#228;tzen (Kohle, Chrom, Kupfer, Eisenerz, Mangan, Zink, Schwefel, etc.). Er besitzt die weltweit drittgr&#246;ssten Erd&#246;lreserven und ist der viertgr&#246;sste Erd&#246;llieferant. Dadurch hat der Iran einen Export&#252;berschuss und eine relativ niedrige Staatsverschuldung. Eine funktionierende Landwirtschaft und eine produktive Industrie tragen zum Wohlstand bei, auch wenn die Arbeitslosigkeit verh&#228;ltnism&#228;ssig hoch ist. Dies alles macht den Iran weitgehend unabh&#228;ngig vom globalen Finanzsystem. Topographisch bedingt wird auch die Wasserkraft gut genutzt. Wenn man dem Land auch noch ein eigenes Atomprogramm zugestehen w&#252;rde, entliesse man es praktisch g&#228;nzlich in Unabh&#228;ngigkeit. Das ist nicht im Sinne des internationalen Finanzadels und der Neofeudalisten, die sich die Ressourcen des Landes unter den Nagel reissen wollen.</p>
<blockquote><p>Wir Menschen glauben viel leichter eine L&#252;ge, die wir schon hundertmal geh&#246;rt haben, als die Wahrheit, die uns v&#246;llig neu ist.<br />
(Alfred Polgar)</p></blockquote>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/jbhDLtccyLo" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>L&#252;gen ohne Ende &#8211; Iran ist NICHT unser Feind</em></p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/E0CkijF97J4" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Der Krieg gegen Iran ist l&#228;ngst beschlossen</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4696" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-04-10/irritierende-bilder-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unbekannte Subkulturen &#8211; Skinheads und Punks</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-02-29/unbekannte-subkulturen-skinheads-und-punks/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-02-29/unbekannte-subkulturen-skinheads-und-punks/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 07:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Adoleszenz]]></category>
		<category><![CDATA[Normen]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Rebellion]]></category>
		<category><![CDATA[Skinhead]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4640</guid>
		<description><![CDATA[Skinheads sind rechtsradikale Rassisten und gewaltt&#228;tig, lautet das &#252;bliche Vorurteil gegen die mehr oder weniger kahl geschorenen Schn&#252;rstiefeltr&#228;ger. Dieses Bild mag f&#252;r manche von ihnen zutreffen, doch Skinheads sind noch lange nicht alle Neo-Nazis, weshalb ein synonymer Gebrauch dieser beiden Begriffe falsch ist. Der Anblick von schwarzen, j&#252;dischen oder christlichen Skins l&#246;st bei Aussenstehenden meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Skinhead - A Way Of Life" src="/images/subkulturen/skinhead-boots_200.png" alt="Skinhead - A Way Of Life" align="left" />Skinheads sind rechtsradikale Rassisten und gewaltt&#228;tig, lautet das &#252;bliche Vorurteil gegen die mehr oder weniger kahl geschorenen Schn&#252;rstiefeltr&#228;ger. Dieses Bild mag f&#252;r manche von ihnen zutreffen, doch Skinheads sind noch lange nicht alle Neo-Nazis, weshalb ein synonymer Gebrauch dieser beiden Begriffe falsch ist. Der Anblick von schwarzen, j&#252;dischen oder christlichen Skins l&#246;st bei Aussenstehenden meist Irritationen aus, denn die Heterogenit&#228;t der &#8220;Glatzen&#8221; ist den meisten b&#252;rgerlichen Zeitgenossen weitgehend unbekannt. Als &#228;hnlich stereotyp steht Punk f&#252;r in schmuddeliges, schwarzes Leder geh&#252;llte Tr&#228;ger von zerrissenen Jeans und bunten Irokesen-Frisuren mit Sicherheitsnadeln in der Gesichtshaut. Doch hinter diesen Fassaden stecken Menschen mit Sehns&#252;chten und &#196;ngsten, die sich von denen der b&#252;rgerlichen Gesellschaft gar nicht einmal so stark unterscheiden.</p>
<h3>Gesellschaftliche Normen und die Angst vor dem Unbekannten</h3>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="mohawk-hairstyle" src="/images/subkulturen/travis-barker-mohawk-hairstyle_200.jpg" alt="mohawk-hairstyle" align="left" />In b&#252;rgerlichen Kreisen werden alle von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Subkulturen als abnorme und &#228;usserst suspekte Lebensformen wahrgenommen, vor deren Einfl&#252;ssen man seine Kinder gerne sch&#252;tzen m&#246;chte, und man hofft, dass sie mit ihnen am liebsten erst gar nicht in Kontakt kommen, um nicht der Gefahr einer geistigen, seelischen oder gesundheitlichen Infektion ausgesetzt zu werden. Und trotzdem reizt gerade dieses anders Sein den nach Eigenst&#228;ndigkeit und nach Unabh&#228;ngigkeit vom Elternhaus suchenden Nachwuchs, der sich im Zuge der zunehmenden Freiheiten daran macht, die Welt zu entdecken und zu erobern. Vor allem via Internet k&#246;nnen sie mit allen auch noch so kleinen und ausgefallenen Subkulturen in Kontakt treten. Ganz besonders auf YouTube finden sich Tausende von Videos zu diesen und &#252;ber die Vorschl&#228;ge zu &#228;hnlichen Videos hangelt man sich leicht von einer Information zur n&#228;chsten. Es ist heute praktisch unm&#246;glich geworden, Kinder vor solchen Kontakten zu sch&#252;tzen, will man ihnen die Teilnahme an der internetbasierten Informationsgesellschaft nicht g&#228;nzlich verbieten.</p>
<p>Als Vater mit Kindern in der &#220;bergangsphase zum Erwachsenenalter habe ich mich an meine eigene Jugend und die &#196;ngste und Sorgen meiner Eltern zur&#252;ck erinnert (nein, ich war weder Skinhead noch Punk) und habe mich aufgemacht, mich &#252;ber die aktuellen Jugendsubkulturen zu informieren. Schliesslich will man vorbereitet sein, sollte der Moment kommen, den Kindern diese anderen Welten erkl&#228;ren zu m&#252;ssen. Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt erkunden und begreifen lernen. Wenn man sie schon nicht vor den reichlich vorhandenen Gefahren, schlechten Einfl&#252;ssen und Versuchungen abschirmen kann, sollte man doch wenigstens in der Lage sein, ihnen diese zu erkl&#228;ren und ihnen den richtigen Umgang mit ihnen beizubringen. Wer den Feind kennt, braucht ihn weniger zu f&#252;rchten. Doch lange nicht alle Subkulturen sind nur schlecht und gef&#228;hrlich und ihre Darstellung in den Massenmedien wird der Realit&#228;t in keiner Weise gerecht. Die Medien berichten meist nur &#252;ber einzelne extreme Erscheinungen, welche die bestehenden Vorurteile lediglich zementieren und als Objekte des Voyeurismus dienen, um die Einschaltquoten und Leserzahlen zu erh&#246;hen und damit attraktiver f&#252;r Werbetreibende zu sein.</p>
<p>Eine differenzierte Betrachtung lohnt sich und f&#246;rdert oft auch in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung v&#246;llig unbekannte Seiten von Parallelwelten zu Tage. Der gr&#246;sste Unterschied zu fr&#252;heren Generationen besteht darin, dass die Umgangsformen heute meist h&#228;rter und archaischer sind. Vielleicht ist das darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren, dass die Unzufriedenheit der Jugend mit der heutigen Gesellschaft und ihren selbstgemachten Problemen noch gr&#246;sser als fr&#252;her ist und deshalb viele Jugendliche einen gr&#246;sseren Abstand zu dieser Gesellschaft brauchen, um sich langsam an sie heranzutasten.</p>
<h3>Das Spektrum der Skinheads und Punks</h3>
<p><em>Die in diesem Beitrag gezeigten Videos widerspiegeln weder mein Lebenskonzept noch meinen pers&#246;nlichen Geschmack, sondern dienen lediglich der Illustration der Subkulturen der Skinheads und Punks.</em></p>
<p><span id="more-4640"></span><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Trojan Skins" src="/images/subkulturen/trojan-skins_200.jpg" alt="Trojan Skins" align="left" />Skinheads stellen eine von vielen jugendlichen Subkulturen dar und sind urspr&#252;nglich grunds&#228;tzlich unpolitisch. Entstanden ist die Bewegung Ende der 60-er Jahre durch Jugendliche in der Arbeiterklasse und unteren Mittelklasse von England, die im Gegensatz zu den modisch orientierten &#8220;Mods&#8221; und den nach neuen Gesellschaftsmodellen suchenden Hippies stolz auf ihre Herkunft waren und dies durch ihre spezielle &#8220;proletarische &#196;sthetik&#8221; zum Ausdruck brachten. Allen diesen Subkulturen gemeinsam ist jedoch die Rebellion gegen das (Spiess-)B&#252;rgertum.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/oVixJPF9yYA" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>skinheads dem a come</em></p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Nazi-Skinheads in den USA" src="/images/subkulturen/nazi-skinheads-usa_200.jpg" alt="Nazi-Skinheads in den USA" align="left" />Die Musik der Skinheads war urspr&#252;nglich Skinhead-Reggae und Ska. Die vor allem bei den meist glatt rasierten Nazi-Skins beliebte, h&#228;rtere Gangart mit Heavy Metal (und den damit teilweise verbundenen satanistischen bzw. okkultistischen oder v&#246;lkischen) Einfl&#252;ssen oder Punk-Einfl&#252;sse (→ Oi!) kamen erst sp&#228;ter hinzu. In dieser Ecke ist auch die Gewaltbereitschaft grunds&#228;tzlich h&#246;her als bei den traditionellen Skins, welche auf die <a title=\"Original Skinheads and Real Reggae\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PXBtRDNiSzAwRk1v" target=\"_blank\">sanftere Ska-Musik</a> stehen. Auch die Minderheit der linksradikalen &#8220;Redskins&#8221; beziehungsweise der RASH-Skins (<span style="text-decoration: underline;">R</span>ed and <span style="text-decoration: underline;">A</span>narchist <span style="text-decoration: underline;">S</span>kin<span style="text-decoration: underline;">h</span>eads) tritt aggressiver in Erscheinung als die <a title=\"Nazi- und SHARP-Skinheads in den USA (1988)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PVBGeGhHeWZuaHVF" target=\"_blank\">anti-rassistischen &#8220;SHARP-Skins&#8221;</a> (<span style="text-decoration: underline;">S</span>kin<span style="text-decoration: underline;">h</span>eads <span style="text-decoration: underline;">A</span>gainst <span style="text-decoration: underline;">R</span>acial <span style="text-decoration: underline;">P</span>rejudice) oder die traditionellen &#8220;Trojan-Skins&#8221;, deren Erkennungszeichen ein stilisierter Trojanerhelm des auf Reggae-Musik spezialisierten Labels Trojan Records ist.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/doV8ZtaoQ4g" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Skinheads Reggae</em></p>
<p>Eine Erscheinung neueren Datum sind sich auf das Christentum berufende und missionierende Skinheads:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/qzQDO6hpe2w" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Jesus-Skins in Deutschland</em></p>
<p>Irritiert? An Punks hingegen haben wir uns schon lange gew&#246;hnt. Doch kaum ein Normalo hatte schon einmal Einblick in diese skurrile Welt:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/c0IZdP3x66Y" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Einblicke in des Leben eines Islington Squatter Punks (1983)</em></p>
<p><img style="margin-right: 10px;" title="Punk mit Liberty Spikes" src="/images/subkulturen/liberty-spikes-hairstyle_200.jpg" alt="Punk mit Liberty Spikes" align="left" />Punk bedeutet im Englischen urspr&#252;nglich &#8220;faules Holz&#8221; und wird auch als Synonym f&#252;r Dummkopf oder Nichtsnutz verwendet. Damit soll die Wertlosigkeit (nach b&#252;rgerlichen Massst&#228;ben) ausgedr&#252;ckt werden. Der in den 70-er Jahren entstandene Punk steht aber auch f&#252;r einen Musikstil, der sich als wilder, chaotischer Rock mit derben Texten artikuliert und in &#228;hnlicher Weise vom klassischen Rock&#8217;n'Roll unterscheidet wie der Free Jazz vom klassischen Jazz, nur eben viel aggressiver. Die Sex Pistols oder The Clash waren eine der ersten Vertreter dieses Musik-Genres mit einem aggressiven k&#252;nstlerischen Anspruch als Kontrast zur im Gegensatz dazu eher naiv-idealistischen Musik der bekifften Hippies. Selbstzerst&#246;rung, Frustration und das eigene Leiden inmitten einer Welt, die sich dem Kommerz verschrieben hat, sind immer wieder zentrale Themen. Die Verweigerung gegen&#252;ber dem Rest der Gesellschaft und eine destruktive Grundhaltung (Anti-Alles) ohne Zukunftsperspektive (No Future) wurde und wird besonders von Strassenpunks konsequent als Lebensstil zelebriert und auch &#246;ffentlich und provokativ zur Schau gestellt. Diese sind vor allem in der Hausbesetzerszene stark vertreten.</p>
<p><img title="Up The Punx" src="/images/subkulturen/up-the-punx-scene_480.jpg" alt="Up The Punx" /></p>
<h3>Alternative Lebenskonzepte</h3>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Demi Moore als Edel-Punk" src="/images/subkulturen/demi-moore-edel-punk_200.jpg" alt="Demi Moore als Edel-Punk" align="left" />Das politische Spektrum der Skinheads ist sehr breit und vergleichbar mit jener der Punk-Szene, welche neben Anarcho-Punks mit Tendenzen zur Linksradikalit&#228;t auch eine kleinere Gruppe von Nazi-Punks sowie viele v&#246;llig unpolitische und friedliche Punks kennt. Im Gegensatz zu den Skinheads ist Kunst bei den Punks in verschiedenen schrillen, alternativen Erscheinungsformen Bestandteil des sich vom B&#252;rgertum abgrenzenden Lebensgef&#252;hls, wodurch Punk durchaus etwas Avantgardistisches hat. Besonders in besser betuchten K&#252;nstlerkreisen war in den 80-er Jahren der &#8220;Edel-Punk&#8221; als eine hochstilisierte Erscheinungsform dieser Subkultur beliebt, so wie sich heute &#252;berbezahlte Banker am Wochenende in Lederklamotten schmeissen und sich auf ihre hochglanzpolierten Edel-Harleys schwingen, um sich ein St&#252;ck Rocker-Freiheit zu erhaschen und dem auf Leistung gez&#252;chteten Berufsalltag einen Kontrapunkt zu setzen. Da solche Perversionen (zumindest aus Sicht der Hardcore-Szenenmitglieder) und b&#252;rgerliche Imitationen jugendlicher Subkulturen dem Mainstream entspringen, sind sie als Modeerscheinungen jedoch stets nur von kurzer Dauer.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/eZP2HcT59vA" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Punks am REBELLION Fest 2011</em></p>
<p>W&#228;hrend bei den Punks eher Anarchismus, Nihilismus und Individualismus das nonkonformistische Lebensgef&#252;hl pr&#228;gen, haben Ordnung und Gemeinschaft bei den Skinheads einen hohen Stellenwert. Die meisten Gemeinsamkeiten und Ber&#252;hrungspunkte zwischen Skinheads und Punks finden sich bei den Oi!-Skins und Oi!-Punks. Dies zeigt deutlich, welche Br&#252;ckenfunktion Musik zwischen den Kulturen haben kann. Die H&#228;rte der bevorzugten Musik widerspiegelt zudem die grunds&#228;tzliche Einstellung zu Gewalt und die eigene Gewaltbereitschaft.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/Q7MfkF0V4Z8" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Smegma: Oi! Punk</em></p>
<p>T&#228;towierungen sind in beiden Szenen (wie auch sonst in den meisten gegen das Establishment rebellierenden Subkulturen) sehr beliebt und auch Alkohol und Zigaretten werden in beiden in deutlich &#252;berdurchschnittlichen Mengen konsumiert, doch (andere) Drogen sind praktisch nur bei Punks zu finden.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/c_ex7qhI4hA" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Betontod: Viva Punk</em></p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/P6iKqOMPZTw" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>The Distillers: Young Crazed Peeling</em></p>
<h3>Die Jugend auf dem Pfad der Identit&#228;tsfindung</h3>
<p>Auch wenn das auf den ersten Blick so aussehen mag, doch Skins und Punks tragen keine billigen Klamotten sondern meist spezielle, szenen-spezifische Markenware, die (wahrscheinlich auch wegen der relativ geringen St&#252;ckzahlen) im oberen Preissegment angesiedelt ist. Angeh&#246;rige von Subkulturen legen stets grossen Wert auf ihre Kleidung und hungern sich diese lieber zusammen, als sich wohlgen&#228;hrt in billigen 08/15-Klamotten in der Szene blicken zu lassen. Schliesslich ist die Kleidung ein wichtiges Zugeh&#246;rigkeits- und Erkennungsmerkmal, &#252;ber welches die Mitglieder ihre adoleszente Identit&#228;t definieren. Manchmal hilft dies ihnen auch, ihre emotionale Instabilit&#228;t auf ihrem Weg zur Selbstfindung zu kaschieren und kompensieren.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/0piwbTivpDg" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Wie macht man eine Stachel-Irokesen-Frisur (in Anlehnung an die New Yorker Freiheitsstatue Liberty Spikes genannt)?</em></p>
<p>Rebellion gegen die Welt der Erwachsenen war schon immer Bestandteil der Jugendkulturen. Wer die gesellschaftlichen Grenzen noch nie &#252;berschritten hat, um sie auch einmal von der anderen Seite zu sehen, wird diese kaum je wirklich begreifen. Der Mensch ist ein soziales Wesen, dass sich Gleichgesinnte sucht, um auf einem Wertekonsens basierende Gemeinschaften zu bilden. Innerhalb dieser Gemeinschaften schafft er sich ausgehend von einer anarchistischen und archaischen Ordnung mit ebensolchen Ritualen (f&#252;r ihn) neue Strukturen h&#246;herer Ordnung, um sich innerhalb der Gemeinschaft effizient orientieren und zurechtfinden zu k&#246;nnen. Erst wenn der heranwachsende Mensch deren Sinn erfahren und begriffen hat, wird er sich auch mit dem Status Quo in der Welt der Erwachsenen zurecht finden und sich mit dieser weitgehend arrangieren. Jene, denen diese Erkenntnis verwehrt bleibt oder die zu weit &#252;ber die Grenze gegangen sind, bleiben gefangen in ihren archaischen Subkulturen mit ihren eigenen Gesetzen, die sie ihre Familie nennen, und hinterlassen bei anderen einen infantilen Eindruck. So sagte meine &#228;ltere Tochter einmal nach einem Zusammentreffen mit ein paar meiner alten Kumpels beim Samstagseinkauf zu mir: &#8220;Papi, aber die sind schon irgendwie stehen geblieben&#8221;. Kinder haben zum Gl&#252;ck ein nat&#252;rliches Empfinden und wissen ihre Umwelt oft besser zu bewerten als wir Erwachsene manchmal glauben.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4640" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-02-29/unbekannte-subkulturen-skinheads-und-punks/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir sind w&#252;tend</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-01-25/wir-sind-wutend/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-01-25/wir-sind-wutend/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 06:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Düringer]]></category>
		<category><![CDATA[System]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
		<category><![CDATA[Wutbürger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4628</guid>
		<description><![CDATA[Wutb&#252;rger Roland D&#252;ringer: Wir sind w&#252;tend!

Die Antwort darauf von Anonymous Austria:

 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wutb&#252;rger Roland D&#252;ringer: Wir sind w&#252;tend!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/A7arBm_s5wc?rel=0" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></p>
<p><span id="more-4628"></span>Die Antwort darauf von Anonymous Austria:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/OnJgo8_7N3w?rel=0" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4628" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-01-25/wir-sind-wutend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Revolution&#228;re in den Netzen</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-01-13/das-revolutionare-in-den-netzen/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-01-13/das-revolutionare-in-den-netzen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 08:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Web/Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[nicht lineare Systeme]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Peter Kruse]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanz]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4600</guid>
		<description><![CDATA[Was bringt uns die Vernetzung von Menschen &#252;ber das Web? Welche Auswirkungen hat es auf die Gesellschaft, wenn sich Menschen, die sich in der Regel gar nicht kennen, zu einer Aktions-Gemeinschaft zusammenschliessen, weil sie gemeinsame Wertvorstellungen und Ziele teilen, und durch den Austausch ihrer Gedanken neue Impulse generieren und ungeahnte Dynamiken entfesseln? Wie kann und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bringt uns die Vernetzung von Menschen &#252;ber das Web? Welche Auswirkungen hat es auf die Gesellschaft, wenn sich Menschen, die sich in der Regel gar nicht kennen, zu einer Aktions-Gemeinschaft zusammenschliessen, weil sie gemeinsame Wertvorstellungen und Ziele teilen, und durch den Austausch ihrer Gedanken neue Impulse generieren und ungeahnte Dynamiken entfesseln? Wie kann und soll man damit umgehen? Wie kann man dies positiv nutzen?</p>
<p title="Stellungnahme von Prof. Dr. Peter Kruse im Deutschen Bundestag">Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich seit l&#228;ngerem Prof. Dr. Peter Kruse, der sich dazu an der <a title=\"4. Sitzung als &#246;ffentliche Anh&#246;rung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5idW5kZXN0YWcuZGUvaW50ZXJuZXRlbnF1ZXRlL2Rva3VtZW50YXRpb24vU2l0enVuZ2VuLzIwMTAwNzA1L2luZGV4LmpzcA==" target=\"_blank\">4. Sitzung</a> der Enquete Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; im Deutschen Bundestag am 5. Juli 2010 &#228;usserte (<a title=\"Stellungnahme von Prof. Dr. Peter Kruse im Deutschen Bundestag\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5idW5kZXN0YWcuZGUvaW50ZXJuZXRlbnF1ZXRlL2Rva3VtZW50YXRpb24vU2l0enVuZ2VuLzIwMTAwNzA1L0EtRHJzX18xN18yNF8wMDQtSF8tX1N0ZWxsdW5nbmFobWVfS3J1c2UucGRm" target=\"_blank\">ganze Stellungnahme</a> als PDF Datei):</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/e_94-CH6h-o" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Revolution&#228;re Netze durch kollektive Bewegungen</em></p>
<p>Durch die Verschiebung von den PUSH-Medien TV, Radio und Print zum PULL-Medium Web/Internet fand eine Machtverschiebung vom Anbieter zum Konsumenten statt. Durch die raschen, immer verf&#252;gbaren und &#228;usserst kosteng&#252;nstigen Kommunikationsm&#246;glichkeiten wird eine hohe Vernetzungsdichte von Individuen m&#246;glich. Die Menschen schliessen sich zu Bewegungen zusammen und werden durch ihr gemeinsames Handeln m&#228;chtig. Kommt es in einem solchen vernetzten System zu einer hohen Spontanaktivit&#228;t und Erregung, besteht die Tendenz zur Selbstaufschauklung, wenn dabei der Nerv des Zeitgeistes getroffen wird. D.h. es entsteht Resonanz. Und bei einer spontanen Resonanz in einer grossen, hoch vernetzten Gruppe kann diese Resonanz auch zu unkontrollierbaren Ereignissen von grosser Dynamik f&#252;hren. Dies gilt sowohl f&#252;r spontane Massenbes&#228;ufnisse (z.B. Bottelóns) als auch f&#252;r Demonstrationen von Emp&#246;rten (z.B. Occupy Bewegung, Arabischer Fr&#252;hling).</p>
<p><span id="more-4600"></span>Da es sich dabei um nicht lineare Systeme handelt, sind solche Effekte nicht voraussagbar. Man kann sie aber zumindest experimentell zu initialisieren versuchen und je besser man ein Gef&#252;hl f&#252;r die Resonanzmuster der Gesellschaft hat, desto besser gelingt dies auch. Wieder einmal mehr zeigt sich, dass soziale und technische Systeme nach den gleichen Grundgesetzen funktionieren.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/HldaHeAQy1A" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Prof. Dr. Peter Kruse zu einigen grunds&#228;tzlichen Haltungs&#228;nderungen</em></p>
<p>Herr Kruse hat als einer der wenigen verstanden, wie Kommunikation im Web funktioniert und wie man sich im Netz erfolgreich bewegt:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/j_sv8nPLtnU" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Peter Kruse im Interview zur Revolution 2.0</em></p>
<p>An unseren Hochschulen br&#228;uchten wir mehr Professoren vom Format von Peter Kruse, denn Kruse hat verstanden, wie die neue Informations- und Wissengesellschaft funktioniert. Macht entsteht nicht mehr durch Willen sondern durch Resonanz. Daraus ergibt sich ein neuer Managementansatz, der dem neuen Kulturmuster entspricht.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/5e21bPydGaQ" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Peter Kruse: Risiken und Chancen in der Wissensgesellschaft</em></p>
<p>Professor Kruse ist ein hochgradiger Systemdenker, was sich auch an seinen Ausf&#252;hrungen zu Changemanagement, Stabilit&#228;t, Unternehmertum und Erfolg zeigt:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/FLFyoT7SJFs" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Prof. Dr. Peter Kruse zu Changemanagement</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4600" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-01-13/das-revolutionare-in-den-netzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Realsatire f&#252;r Emp&#246;rte und die Realit&#228;t in einer &#220;bersicht</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-01-10/realsatire-fur-emporte-und-die-realitat-in-einer-ubersicht/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-01-10/realsatire-fur-emporte-und-die-realitat-in-einer-ubersicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Betrugsmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenhower]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Schramm]]></category>
		<category><![CDATA[Kennedy]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>
		<category><![CDATA[Spekulationsblase]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsschulden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4583</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich m&#252;ssten wir alle emp&#246;rt sein, wenn wir alle w&#252;ssten, weshalb die Welt in einer Krise steckt und t&#228;glich Zehntausende Menschen an Hunger sterben m&#252;ssen. Die komplexen Zusammenh&#228;nge verst&#228;ndlich aufzuzeigen, ist &#228;usserst schwierig. Dennoch will ich wieder einmal einen Versuch wagen, einen Teil dazu beizutragen.
Am 12.11.2011 ist der Kabarettist Georg Schramm an der Kundgebung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich m&#252;ssten wir alle emp&#246;rt sein, wenn wir alle w&#252;ssten, weshalb die Welt in einer Krise steckt und t&#228;glich Zehntausende Menschen an Hunger sterben m&#252;ssen. Die komplexen Zusammenh&#228;nge verst&#228;ndlich aufzuzeigen, ist &#228;usserst schwierig. Dennoch will ich wieder einmal einen Versuch wagen, einen Teil dazu beizutragen.</p>
<p>Am 12.11.2011 ist der Kabarettist Georg Schramm an der Kundgebung der Demonstration &#8220;Banken in die Schranken&#8221; im Rahmen von Occupy Frankfurt als Lothar Dombrowski mit gewohnter Realsatire aufgetreten und hat den Emp&#246;rten auf unterhaltsame Art und Weise ein paar geschichtliche Fakten vermittelt:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/qtFJfOTAfOM" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Georg Schramm als Lothar Dombrowski zur &#8220;Lage der Nation&#8221;<br />
</em></p>
<p><span id="more-4583"></span>Die Finanz-Innovationen einer sich als elit&#228;r betrachtenden Zunft mit Hunderttausenden von nichts ahnenden aber umso ehrgeizigeren Helfershelfern haben ein perverses Schneeballsystem hervorgebracht, deren allm&#228;hliches Krachen wir gerade miterleben d&#252;rfen. Diese Branche hat mir ihrer langj&#228;hrigen, hartn&#228;ckigen und korrupten Lobbyarbeit bewirkt, dass verblendete, opportunistische Politiker ihr durch Gesetzes&#228;nderungen praktisch aufsichtsfreie Finanzpl&#228;tze geschaffen haben. Dies erm&#246;glichte die Bildung eines Interbankenmarktes, in dem sich Banken gegenseitig anpumpen und von der Realwirtschaft losgel&#246;st ihre eigene Spekulationswirtschaft schaffen konnten. Mit Wettgesch&#228;ften (Derivaten) werden seither Risiken herumgereicht, deren Volumen ein Mehrfaches der Realwirtschaft ausmacht. Mit diesen Spekulationsgesch&#228;ften werden die Schulden der Banken gegenseitig &#8220;abgesichert&#8221;. Damit das System (zumindest vorl&#228;ufig) nicht zusammenkracht, haben sich Staaten zur St&#252;tzung und Rettung dieser internationalen Betrugsmaschine verschuldet, womit die Haftung f&#252;r die Finanzzockerei auf die wenig ahnenden Steuerzahler und ihre Kinder &#252;berw&#228;lzt wurde und weiterhin wird. Diese m&#252;ssen ungefragt als Pr&#252;gelknaben f&#252;r die S&#252;nden der Kapitalverbrecher (im wahrsten Sinne des Wortes) herhalten, welche nicht nur aus Geld sondern sogar aus Scheisse Geld zu machen vorgaukeln wie die alten Alchemisten, die aus allerlei unedlen Materialien Gold zu machen vorgaben. Und wo sich Staaten weigern, sich zu verschulden und in die Abh&#228;ngigkeit des internationalen Finanzadels zu begeben, werden Regierungen verleumdet und mit falschen Anschuldigungen international unter Druck gesetzt, wie dies gerade in Ungarn geschieht, nachdem Griechenland bereits erfolgreich geknechtet wurde.</p>
<p>Die gesamte weltweite Finanzwirtschaft befindet sich (mit Ausnahmen in ein paar wenigen Staaten) in privaten H&#228;nden &#8211; einschliesslich der Weltbank, des Internationalen W&#228;hrungsfonds, der Bank f&#252;r internationalen Zahlungsausgleich und aller Zentralbanken. Geld als zentrales Infrastrukturelement unserer Wirtschaft und das ganze System zu dessen Verwaltung entziehen sich praktisch vollst&#228;ndig der Kontrolle und dem Einfluss der Demokratie. Nicht ohne Grund sagte der Banquier Mayer Amschel Rothschild (1743-1812) im Jahre 1790: “<em>Gebt mir die Kontrolle &#252;ber die W&#228;hrung eines Landes und es ist mir egal, wer die Gesetze macht (im Original: Let me issue and control a nation’s money and I care not who writes the laws)</em>“. Geld ist zum einseitigen Umverteilungsmittel von Reichtum zu Gunsten weniger geworden. Weil sich sowohl die Rating- als auch die Nachrichtenagenturen und die grosse Mehrheit der Medien sowie auch fast die gesamte R&#252;stungsindustrie der NATO-Staaten und grosse Teile der Unterhaltungsindustrie im Besitz eben dieser internationalen Finanzmafia (beziehungsweise ihrer Tochtergesellschaften) befinden, werden wir tagt&#228;glich mit gezielt gefilterten Nachrichten und bewusster Desinformation regelrecht gehirngewaschen. Daran hat sich nichts ge&#228;ndert, seitdem einst die Rothschild-Dynastie durch Informationsvorsprung und Desinformation der M&#228;rkte zu ihrem unsagbaren Reichtum kam, woran auch deren Sklavenhandel und vielf&#228;ltigen Kriegsfinanzierungen einen grossen Teil beigetragen haben. Nur sind die Mechanismen seither subtiler geworden und weil alles nett und unterhaltsam verpackt wird, gef&#228;llt es den meisten sogar. Dank Internet und theoretischer Pressefreiheit w&#228;hnen wir uns gut informiert, was jedoch ein fataler Irrtum ist. Wachen wir erst auf, wenn es bereits zu sp&#228;t ist? Es w&#228;re schon lange Zeit f&#252;r die <a title=\"Erkl&#228;rung zu Katharsis\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9LYXRoYXJzaXNfJTI4UHN5Y2hvbG9naWUlMjk=" target=\"_blank\">Katharsis</a> in dieser nicht nur griechischen <a title=\"Katharsis in der antiken Literatur\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9LYXRoYXJzaXNfJTI4TGl0ZXJhdHVyJTI5" target=\"_blank\">Trag&#246;die</a>.</p>
<p>Wer sich nach diesen Zeilen wie der ungl&#228;ubige Thomas vorkommt, soll sich am besten ein paar Tage frei nehmen und selber eigene Recherchen via Internet anstellen. Alle Informationen sind vorhanden und sogar frei zug&#228;nglich. Man muss nur nach ihnen suchen und da hilft einem eine Suchmaschine wie Google sehr. Zwar ist neben der Wahrheit leider auch sehr viel Desinformation und Irref&#252;hrung vorhanden. Doch mit der Zeit kann man lernen, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4583" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-01-10/realsatire-fur-emporte-und-die-realitat-in-einer-ubersicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Medien emp&#246;ren sich &#252;ber die Emp&#246;rten</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-01-06/medien-emporen-sich-uber-die-emporten/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-01-06/medien-emporen-sich-uber-die-emporten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kosten]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy Paradeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Street Parade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4575</guid>
		<description><![CDATA[Die friedliche Protestaktion von &#8220;Occupy Paradeplatz&#8221; hat den Steuerzahler der Stadt Z&#252;rich im letzten Jahr angeblich 72&#8217;500 Franken gekostet:  13&#8217;500 Franken f&#252;r die R&#228;umung der Zeltstadt auf dem besetzten Lindenhof und die Reinigung des Platzes sowie 59&#8217;000 Franken f&#252;r den Polizeieinsatz zur Kontrolle der R&#228;umungsaktion. Diese Kosten seien den Aktivisten nicht in Rechnung gestellt worden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die friedliche Protestaktion von &#8220;Occupy Paradeplatz&#8221; hat den Steuerzahler der Stadt Z&#252;rich im letzten Jahr angeblich 72&#8217;500 Franken gekostet:  13&#8217;500 Franken f&#252;r die R&#228;umung der Zeltstadt auf dem besetzten Lindenhof und die Reinigung des Platzes sowie 59&#8217;000 Franken f&#252;r den Polizeieinsatz zur Kontrolle der R&#228;umungsaktion. Diese Kosten seien den Aktivisten nicht in Rechnung gestellt worden. Dar&#252;ber emp&#246;ren sich nun einige. Zum Vergleich: An der allj&#228;hrlichen Street Parade kostet allein die Entsorgung der Abfallberge ca. 100&#8217;000 Franken und die Organisatoren und ihre Sponsoren kommen nur f&#252;r einen Teil dieser Kosten auf. Die Veranstalter fordern sogar noch die Unterst&#252;tzung der Stadt Z&#252;rich, die ihnen einen Teil der Kosten von insgesamt rund 250&#8217;000 Franken erlassen soll, welche sie f&#252;r Reinigung, Sanit&#228;t und Polizei bezahlen. Dar&#252;ber scheint sich kaum jemand zu emp&#246;ren. Wird hier mit unterschiedlichen Ellen gemessen?</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4575" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-01-06/medien-emporen-sich-uber-die-emporten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Finanzkrise als Comic</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2012-01-05/finanzkrise-als-comic/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2012-01-05/finanzkrise-als-comic/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 12:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4570</guid>
		<description><![CDATA[ZEIT ONLINE hat die letzten f&#252;nf Jahre der anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in einem satirischen Comic festgehalten. Dieses kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Bitter b&#246;se aber dennoch gar nicht weit von der Realit&#228;t. Alle, die es schon immer wussten, werden sich daran erg&#246;tzen. Viele, die in diesem Dunstkreis arbeiten, werden sich dar&#252;ber &#228;rgern. Jenen, von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="F&#252;nf Jahre Krise - Finanzkrise als Comic" src="/images/geld_und_religion/finanzkrise-als-comic.jpg" alt="F&#252;nf Jahre Krise - Finanzkrise als Comic" align="left" />ZEIT ONLINE hat die letzten f&#252;nf Jahre der anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise <a title=\"ZEIT ONLINE: Der Superknall - f&#252;nf Jahre Krise\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy56ZWl0LmRlL3dpcnRzY2hhZnQvMjAxMS0xMi9maW5hbnprcmlzZS1jb21pYw==" target=\"_blank\">in einem satirischen Comic festgehalten</a>. Dieses kann als <a title=\"Der Superknall - f&#252;nf Jahre Krise (PDF)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2ltYWdlcy56ZWl0LmRlL3dpcnRzY2hhZnQvMjAxMS0xMi9zMjMtc3VwZXJrbmFsbC5wZGY=" target=\"_blank\">PDF-Datei</a> heruntergeladen werden.</p>
<p>Bitter b&#246;se aber dennoch gar nicht weit von der Realit&#228;t. Alle, die es schon immer wussten, werden sich daran erg&#246;tzen. Viele, die in diesem Dunstkreis arbeiten, werden sich dar&#252;ber &#228;rgern. Jenen, von denen man erwarten w&#252;rde, dass sie sich dar&#252;ber &#228;rgern, wird&#8217;s glatt am Arsche vorbei gehen. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich v&#246;llig ungeniert.</p>
<p>Wenn die dunkle Vergangenheit doch bloss immer so humoristisch aufgearbeitet werden k&#246;nnte! Bei allem Spassfaktor sollte man den Ernst der Lage dennoch nicht verharmlosen.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4570" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2012-01-05/finanzkrise-als-comic/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Werbung muss l&#252;gen</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2011-12-28/werbung-muss-lugen/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2011-12-28/werbung-muss-lugen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 19:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[George Carlin]]></category>
		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4557</guid>
		<description><![CDATA[Der 2008 verstorbene und stets um politische Unkorrektheit bem&#252;hte US-Komiker George Carlin liess sich einst auch &#252;ber die Werbung aus. Wenn Werber und Politiker pl&#246;tzlich nicht mehr l&#252;gen sondern alle nur noch ehrlich sein w&#252;rden, w&#252;rde unser Gesellschaftssystem kollabieren.

George Carlin (1937-2008), 1999 &#252;ber Werbung
 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 2008 verstorbene und stets um politische Unkorrektheit bem&#252;hte US-Komiker George Carlin liess sich einst auch &#252;ber die Werbung aus. Wenn Werber und Politiker pl&#246;tzlich nicht mehr l&#252;gen sondern alle nur noch ehrlich sein w&#252;rden, w&#252;rde unser Gesellschaftssystem kollabieren.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/RW2JInyMoPc" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>George Carlin (1937-2008), 1999 &#252;ber Werbung</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4557" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2011-12-28/werbung-muss-lugen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Revolutionen zwischen Scheitern und Erfolg</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2011-12-15/revolutionen-zwischen-scheitern-und-erfolg/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2011-12-15/revolutionen-zwischen-scheitern-und-erfolg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 22:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstand]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4362</guid>
		<description><![CDATA[Revolution ist ein in j&#252;ngster Zeit sehr h&#228;ufig und von den Medien teilweise schon inflation&#228;r verwendeter Begriff. Der Prozess einer &#8220;pl&#246;tzlichen&#8221; gesellschaftlichen Umw&#228;lzung wird als etwas Besonderes dargestellt. Dabei ist Revolution im Sinne eines rasch vollzogenen Ver&#228;nderungs- und Anpassungsprozesses doch nur ein gew&#246;hnliches Element der Evolution. Wenn Altes &#252;berholt ist, muss es dem Neuen weichen.
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Revolution" src="/images/revolution/revolution03_200.jpg" alt="Revolution" align="left" />Revolution ist ein in j&#252;ngster Zeit sehr h&#228;ufig und von den Medien teilweise schon inflation&#228;r verwendeter Begriff. Der Prozess einer &#8220;pl&#246;tzlichen&#8221; gesellschaftlichen Umw&#228;lzung wird als etwas Besonderes dargestellt. Dabei ist Revolution im Sinne eines rasch vollzogenen Ver&#228;nderungs- und Anpassungsprozesses doch nur ein gew&#246;hnliches Element der Evolution. Wenn Altes &#252;berholt ist, muss es dem Neuen weichen.</p>
<p>Der Mensch ist grunds&#228;tzlich tr&#228;ge und ein Gewohnheitstier. Nur ganz wenige Psychopathen revoltieren aus Prinzip gegen alles. Die ganz grosse Mehrheit dagegen bewegt ihren Hintern erst, wenn sie sich dazu gezwungen sieht. Niemand zettelt eine Revolution aus dem Nichts an, ausser er verdient eine Menge Geld damit, was ja auch schon vorgekommen sein soll. Ein Schelm, wer dabei an Ereignisse in der j&#252;ngsten Vergangenheit denkt.</p>
<h3>Die Lust auf Revolution</h3>
<p>Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Schuldenkrise, Rohstoffkrise, Nahrungskrise, &#220;berschwemmungskatastrophen, Kernreaktorschmelze, Klimakatastrophe, &#8230; Der Planet Erde scheint arg in Schieflage zu sein. Dies ist jedenfalls das Bild, das uns in den Massenmedien Tag f&#252;r Tag vermittelt wird. Und irgendwie macht sich bei uns schleichend eine Ohnmacht breit. Wir versp&#252;ren den Drang, die Dinge zu &#228;ndern. Doch haben wir als Individuum nicht die Mittel, das Weltgeschehen massgebend genug zu beeinflussen. Und auch im Kollektiv gelingt es uns nicht, uns auf eine L&#246;sung zu einigen, geschweige denn, diese irgendwann einmal umzusetzen. Nicht einmal &#252;ber die Ursachen der von uns wahrgenommenen Probleme herrscht Einigkeit. Der Konsens besteht lediglich in der Wahrnehmung, dass vieles im Argen liegt und zum Besseren gewendet werden m&#252;sste. In uns steigt die Lust auf Revolution und zugleich haben wir Angst davor &#8211; zumindest jene, die noch einiges zu verlieren haben. Dort, wo die Lebensverh&#228;ltnisse wesentlich schlechter als hierzulande sind, haben viele Menschen praktisch nichts mehr zu verlieren und scheuen sich nicht, dies in teilweise sogar gewaltt&#228;tigen Grossdemonstrationen &#246;ffentlich zu artikulieren und grundlegende &#196;nderungen zu fordern.</p>
<h3>Laufende Revolutionen</h3>
<p>Die Geschwindigkeit, mit der die neuen Protestbewegungen global wachsen, ist schon fast be&#228;ngstigend. In keinem Jahr sind so viele entstanden wie 2011. Die neuen Bewegungen organisieren sich, wie sich das in der modernen Informationsgesellschaft geh&#246;rt, &#252;ber das Internet. Allein im Zusammenhang mit der globalen Occupy-Bewegung sind bereits <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5saXZlc3RyZWFtLmNvbS9ndWlkZS9zZWFyY2g/c2VhcmNoX3RhZz1PY2N1cHk=" target=\"_blank\">601 Live Streams</a> registriert (Stand 15.12.2011).</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/1e-9X3IleBQ" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em>Wenn Politiker von Freiheit und Menschenrechten reden &#8230;</em></p>
<p>In vielen L&#228;ndern brodelt es bereits ganz gewaltig. In der Schweiz jammern wir im internationalen Vergleich mehrheitlich noch auf sehr hohem Niveau und jene, die bereits unter die R&#228;der gekommen sind, f&#252;hlen sich machtlos, machen die Faust im Sack und versuchen, irgendwie trotzdem &#252;ber die Runden zu kommen. Doch in den USA, in China, Griechenland, Syrien und einigen anderen L&#228;ndern mehr sind Ans&#228;tze einer Revolution deutlich sichtbarer, wenn sie nicht schon in vollem Gange ist. In Tunesien, Libyen und auch in &#196;gypten scheint die Revolution bereits gegl&#252;ckt zu sein. In Wahrheit handelte es sich hier jedoch jeweils um einen von der NATO, d.h. von den USA und ihren Verb&#252;ndeten, initiierten, finanzierten und in Libyen sogar mit milit&#228;rischer Unterst&#252;tzung durchgef&#252;hrten Putsch. Nicht Freiheit und Demokratie stehen im Vordergrund, sondern knallharte Macht- und Wirtschaftsinteressen sind hier die Treiber f&#252;r das Engagement der Westm&#228;chte.</p>
<p><span id="more-4362"></span>Ist das die Revolution, die wir uns w&#252;nschen? Da l&#228;uft doch etwas in eine ganz falsche Richtung! Warum wird das Volk in Syrien von der Nato im Kampf gegen den Despoten Assad nicht gleich unterst&#252;tzt wie in Libyen? Schliesslich fliessen auch hier gr&#246;ssere Geldsummen aus den USA ins Land zur Unterst&#252;tzung der Revolution, wie es US-Pr&#228;sident Obama schon im Sommer &#246;ffentlich verk&#252;ndet hat. Stattdessen begn&#252;gt man sich mit Solidarit&#228;tsbekundungen und der Entsendung von UNO-Beobachtern, um &#8220;sich ein Bild von der aktuellen Menschenrechtslage zu machen&#8221;. Es scheint, als wolle man die Unruhen in Syrien aufrecht erhalten, aber auf keinen Fall eine rasche &#8220;L&#246;sung&#8221; wie in Libyen erreichen.</p>
<h3>Lehren aus vergangenen Revolutionen</h3>
<p>Revolutionen pr&#228;gen seit je her die Geschichte der Menschheit. Einige verliefen friedlich, die meisten jedoch blutig. Manche waren erfolgreich. Andere sind kl&#228;glich gescheitert. Exemplarisch zu nennen w&#228;ren diesbez&#252;glich:</p>
<ul>
<li>Amerikanischer Unabh&#228;ngigkeitskrieg (1775-1783)</li>
<li>Franz&#246;sische Revolution (1789-1799)</li>
<li>Russische Oktober-Revolution (1917)</li>
<li>Ungarnaufstand (1956)</li>
<li>Prager Fr&#252;hling (1968)</li>
<li>Orange Revolution in der Ukraine (2004)</li>
<li>Arabischer Fr&#252;hling (2011)</li>
</ul>
<p>Spontane Revolutionen gibt es zwar immer wieder. Doch mangels konkreten L&#246;sungskonzepten, eines ausgereiften Umsetzungsplans oder einer klaren F&#252;hrung enden sie immer im Desaster. Eine Revolution, die erfolgreich sein will, muss gut vorbereitet und straff gef&#252;hrt werden, denn eine Revolution ist ein grosses Projekt und verlangt entsprechend ein f&#252;hrungsstarkes und intelligentes Projektmanagement, will man den Ausgang des Projektes nicht dem Zufall &#252;berlassen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/D2Mqk6ptHIo" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Der Ungarn-Aufstand 1956 (siehe auch &#8220;<a title=\"Ungarn in Flammen - Volksaufstand in Ungarn 1956 und seine historischen Hintergr&#252;nde (mit Originalaufnahmen)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PXVrMm1yTDJLLXhV" target=\"_blank\">Ungarn in Flammen</a>&#8220;)</em></p>
<p>Daraus kann geschlossen werden, dass alle erfolgreichen Revolutionen ein solches Projektmanagement gehabt haben mussten. Dies gilt insbesondere auch f&#252;r den Arabischen Fr&#252;hling, der uns in den Medien als spontaner Volksaufstand verkauft wurde, weil kein einziger Journalist der Massenmedien die Meldungen der wenigen und keineswegs unabh&#228;ngigen Nachrichtenagenturen kritisch hinterfragt hat, obwohl allen bewusst sein d&#252;rfte, dass diese Nachrichtenagenturen ihre &#8220;Informationen&#8221; zu diesen Themen praktisch ausschliesslich von den kriegsf&#252;hrenden Armeen und ihren Mediensprechern erhalten. Da n&#252;tzt es wenig, wenn ein Reporter eine Live-Reportage aus einem Nachbarland inszeniert.</p>
<p>So berechtigt die Anliegen der Occupy-Bewegung auch sein m&#246;gen, mangels klarer Ziele, eines Umsetzungsplans und eines Projektmanagements kann davon ausgegangen werden, dass sie kaum in einer erfolgreichen Revolution enden wird. Vielleicht sollte mal wirklich jemand mit einer Problemanalyse beginnen, bevor man mit der L&#246;sung beginnt.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/exuGv3HsV-U" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Unruhen in den USA w&#228;hrend der grossen Depression 1930</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4362" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2011-12-15/revolutionen-zwischen-scheitern-und-erfolg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Medien Katastrophen herbeizaubern</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2011-12-14/wenn-medien-katastrophen-herbeizaubern/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2011-12-14/wenn-medien-katastrophen-herbeizaubern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 21:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Gewitter]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dobszay.ch/?p=4513</guid>
		<description><![CDATA[Aktuell k&#246;nnen sich die Medien wohl kaum &#252;ber mangelnden Stoff beklagen, &#252;ber den sie berichten k&#246;nnen. Eurokrise, Bundesratswahlen, Amokl&#228;ufer, neue Elementarteilchen und jede Menge Promiklatsch zur Vorweihnachtszeit sein einzelnen &#8220;Journalisten&#8221; offenbar nicht genug. Es m&#252;ssen Katastrophen her!
20 Minuten-Schreiberling Ralf Meile (rme) macht aus einem Gewitter, das heute &#252;ber das Baselbiet zog und lediglich ein wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell k&#246;nnen sich die Medien wohl kaum &#252;ber mangelnden Stoff beklagen, &#252;ber den sie berichten k&#246;nnen. Eurokrise, Bundesratswahlen, Amokl&#228;ufer, neue Elementarteilchen und jede Menge Promiklatsch zur Vorweihnachtszeit sein einzelnen &#8220;Journalisten&#8221; offenbar nicht genug. Es m&#252;ssen Katastrophen her!</p>
<p>20 Minuten-Schreiberling Ralf Meile (rme) macht aus einem Gewitter, das heute &#252;ber das Baselbiet zog und lediglich ein wenig Sachschaden verursachte, die Schlagzeile &#8220;<a title=\"20 Minuten - Wintergewitter verw&#252;stet das Baselbiet\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4yMG1pbi5jaC9uZXdzL2Jhc2VsL3N0b3J5LzI4NzUzMDMx" target=\"_blank\">Wintergewitter verw&#252;stet das Baselbiet</a>&#8220;. Nat&#252;rlich wollte auch ich wissen, wie denn so eine Verw&#252;stung beim Erzfeind des FCZ aussieht, und habe mir dabei vor Lachen fast in die Hosen gepinkelt:</p>
<p><img title="In Langenthal flog dieses Metallst&#252;ck von einem Dach hinunter" src="/images/vermischtes/20min_wintergewitter_baselbiet_2011-12-14_1.jpg" alt="In Langenthal flog dieses Metallst&#252;ck von einem Dach hinunter" /><br />
<em>In Langenthal flog dieses Metallst&#252;ck von einem Dach hinunter</em></p>
<p><img title="Mitten in Basel knickt ein Christbaum um" src="/images/vermischtes/20min_wintergewitter_baselbiet_2011-12-14_4.jpg" alt="Mitten in Basel knickt ein Christbaum um" /><br />
<em>Mitten in Basel knickt ein Christbaum um</em></p>
<p><span id="more-4513"></span><img title="Dieser Baum st&#252;rzte auf einen Spazierweg" src="/images/vermischtes/20min_wintergewitter_baselbiet_2011-12-14_2.jpg" alt="Dieser Baum st&#252;rzte auf einen Spazierweg" /><br />
<em>Dieser Baum st&#252;rzte auf einen Spazierweg</em></p>
<p><img title="Auch im bernischen Burgdorf knickte der Wintersturm B&#228;ume um" src="/images/vermischtes/20min_wintergewitter_baselbiet_2011-12-14_3.jpg" alt="Auch im bernischen Burgdorf knickte der Wintersturm B&#228;ume um" /><br />
<em>Auch im bernischen Burgdorf knickte der Wintersturm B&#228;ume um</em></p>
<p>Die armen Basler haben wirklich nichts zum Lachen! &lt;ggggggg&gt; Oder sollte man vielleicht eher &#252;ber bekloppte &#8220;Journalisten&#8221; in Z&#252;rich lachen?</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4513" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dobszay.ch/2011-12-14/wenn-medien-katastrophen-herbeizaubern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

