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	<title>DOBSZAYs Ansichten und Einsichten</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen, Kausalzusammenhänge und Anleitungen aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht - technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
	<lastBuildDate>Sun, 07 Mar 2010 20:20:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 16:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsurteil]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden und heute die Vorratsdatenspeicherung mit &#228;usserst klaren Worten f&#252;r verfassungswidrig und damit nichtig erkl&#228;rt. Die Massenspeicherung von Telekommunikationsdaten ohne Grund, d.h. ohne einen dringenden Verdacht oder einen konkreten Hinweis auf eine Straftat, ist unverh&#228;ltnism&#228;ssig und unvereinbar mit dem Telekommunikationsgeheimnis. Zudem ist die Sicherheit der Daten nicht gew&#228;hrleistet und deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Justitia" src="http://www.dobszay.ch/images/justitia8_small.gif" alt="Justitia" align="left" />Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe <a title=\"Bundesverfassungsgericht Pressemitteilung Nr. 11/2010 vom 2. M&#228;rz 2010: Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgem&#228;&#223;\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5idW5kZXN2ZXJmYXNzdW5nc2dlcmljaHQuZGUvcHJlc3NlbWl0dGVpbHVuZ2VuL2J2ZzEwLTAxMS5odG1s" target=\"_blank\">hat entschieden</a> und heute die Vorratsdatenspeicherung mit &#228;usserst klaren Worten f&#252;r verfassungswidrig und damit nichtig <a title=\"heise online - Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL21lbGR1bmcvS2FybHNydWhlLWtpcHB0LVZvcnJhdHNkYXRlbnNwZWljaGVydW5nLTItVXBkYXRlLTk0MzY5NS5odG1s" target=\"_blank\">erkl&#228;rt</a>. Die Massenspeicherung von Telekommunikationsdaten ohne Grund, d.h. ohne einen dringenden Verdacht oder einen konkreten Hinweis auf eine Straftat, ist unverh&#228;ltnism&#228;ssig und unvereinbar mit dem Telekommunikationsgeheimnis. Zudem ist die Sicherheit der Daten nicht gew&#228;hrleistet und deren Verwendung nicht klar definiert.</p>
<p>Damit haben die deutschen Verfassungsrichter den Rechtsstaat ein St&#252;ck weit wiederhergestellt. Das ist gut so und es war auch dringend n&#246;tig, der Datensammelwut &#252;berwachungsw&#252;tiger &#8220;Staatssch&#252;tzer&#8221; Einhalt zu gebieten. Ein Staat der private Unternehmen daf&#252;r r&#252;gt, die Privatsph&#228;re der B&#252;rger zu verletzen, weil sie deren Gewohnheiten bespitzeln, von ihnen pers&#246;nliche Profile f&#252;r die Werbewirtschaft erstellen und sie mit Diensten wie Google Street-View in der &#214;ffentlichkeit blossstellen, darf nicht selber zur Datenkrake werden. Das Urteil aus Karlsruhe entspricht vollumf&#228;nglich meinen Erwartungen und wurde in der Presse und in breiten Teilen der Bev&#246;lkerung mit Genugtuung und Erleichterung aufgenommen. Es wird (hoffentlich) auch f&#252;r andere Staaten in Europa Signalwirkung haben.</p>
<p><span id="more-2894"></span>Der Aufstand der rund 35&#8242;000 Kl&#228;ger gegen die staatliche Willk&#252;r hat sich gelohnt. Der wohl gr&#246;sste Massenklage-Prozess in der Geschichte Deutschlands hat aber auch gezeigt, wie schwierig und aufwendig es ist, die Irrungen fehlgeleiteter Legislativpolitiker zu korrigieren. Mein Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit wurde heute jedenfalls wieder ein St&#252;ck weit gest&#228;rkt. Es sind eben doch nicht alle Juristen einfach nur opportunistische Winkeladvokaten, Scheidungsblutsauger und Abmahntalibane, sondern es gibt immer noch gen&#252;gend, denen das Recht am Herzen liegt. Ihnen allen spreche ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aus!</p>
<p><img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
<em>(Video: Reuters)</em></p>
<p>Die Provider m&#252;ssen die bisher gespeicherten Daten zun&#228;chst einmal umgehend l&#246;schen, sofern diese nicht f&#252;r die Abwicklung ihrer eigenen Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit (z.B. f&#252;r die Rechnungsstellung) notwendig sind. Doch mit dem Urteil von heute ist die Vorratsdatenspeicherung leider noch lange nicht vom Tisch und IP-Adressen d&#252;rfen dem Urteil zufolge auch k&#252;nftig ohne einen  Richterbeschluss herausgegeben werden,  sofern ein &#8220;hinreichender  Anfangsverdacht&#8221; und eine &#8220;konkrete Gefahr&#8221; vorliegen. Dem Gesetzgeber wurden aber klare Leitplanken f&#252;r die Erarbeitung eines neuen Gesetzes gesetzt, innerhalb deren eine Speicherung der Kommunikationsdaten m&#246;glich w&#228;re. Das Gericht stellt nicht die EU-Richtlinie in Frage, sondern kn&#252;pft deren Umsetzung in deutsches Recht an strenge Bedingungen.</p>
<p>EU-Justizkommissarin Viviane Reding bef&#252;rchtet, dass die Richtlinie das Recht auf Privatsph&#228;re unterlaufen k&#246;nnte, das in der  EU-Grundrechtecharta festgeschrieben ist, und m&#246;chte sie noch in diesem Jahr einer grundlegenden &#220;berpr&#252;fung unterziehen. &#214;sterreich, Schweden und Rum&#228;nien haben die   Vorratsdatenspeicherung bis heute verweigert und m&#252;ssen daf&#252;r Bussgelder bezahlen. In den noch h&#228;ngigen Verfahren in   Irland und Ungarn k&#246;nnte die grundrechtswidrige Vorratsdatenspeicherung sogar dem Europ&#228;ischen Gerichtshof zur Pr&#252;fung vorgelegt werden. Es ist demnach immer noch m&#246;glich, dass die EU-Richtlinie g&#228;nzlich gekippt wird, was sehr zu hoffen ist.</p>
<p><img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
<em>(Video: Reuters)</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2894" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>G&#252;nter Werner Freiherr von Gravenreuth ist tot</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-02-24/guenter-werner-freiherr-von-gravenreuth-ist-tot/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2010-02-24/guenter-werner-freiherr-von-gravenreuth-ist-tot/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 06:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Alltag und Szenen-News]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Werner Freiherr von Gravenreuth]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmord]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Abmahn-Taliban Gravenreuth hat sich in seiner Wohnung in M&#252;nchen mit einer Schusswaffe das Leben genommen, nachdem er seinen Selbstmord zuvor per Email angek&#252;ndigt hatte. Der 61-j&#228;hrige Rechtsanwalt h&#228;tte wegen Betrugs f&#252;r 14 Monate in den Knast m&#252;ssen.
Ghandy hat bei gulli einen Nachruf verfasst, der alte Zeiten wach werden l&#228;sst und wirklich lesenswert ist. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="G&#252;nter Werner Freiherr von Gravenreuth" src="http://www.dobszay.ch/images/gravenreuth-tot.jpg" alt="G&#252;nter Werner Freiherr von Gravenreuth" /></p>
<p>Der Abmahn-Taliban <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ncmF2ZW5yZXV0aC5kZS8=" target=\"_blank\">Gravenreuth</a> hat sich in seiner Wohnung in M&#252;nchen mit einer Schusswaffe das Leben genommen, nachdem er seinen Selbstmord zuvor per Email angek&#252;ndigt hatte. Der 61-j&#228;hrige Rechtsanwalt h&#228;tte wegen Betrugs <a title=\"Betr&#252;ger-Anwalt Gravenreuth darf hinter Ginter\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMDktMTIvYmV0cnVlZ2VyLWFud2FsdC1ncmF2ZW5yZXV0aC1kYXJmLWhpbnRlci1naW50ZXIv">f&#252;r 14 Monate in den Knast</a> m&#252;ssen.</p>
<p>Ghandy hat bei gulli einen <a title=\"Nachruf: G&#252;nter Freiherr von Gravenreuth\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ndWxsaS5jb20vbmV3cy9uYWNocnVmLWctbnRlci1mcmVpaGVyci12b24tZ3JhdmVucmV1dGgtMjAxMC0wMi0yMg==" target=\"_blank\">Nachruf</a> verfasst, der alte Zeiten wach werden l&#228;sst und wirklich lesenswert ist. Da kommen sogar mir fast die Tr&#228;nen. Und auch der <a title=\"G&#252;nter Freiherr von Gravenreuth\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9HJUMzJUJDbnRlcl9GcmVpaGVycl92b25fR3JhdmVucmV1dGg=" target=\"_blank\">Wikipedia-Eintrag von G&#252;nni</a> ist bereits nachgef&#252;hrt. <span id="more-2871"></span>Zum Abschied lassen wir G&#252;nni in einer Diskussionsrunde von 1988 f&#252;r ein paar Minuten wieder auferstehen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/UCxz-V-WYTI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/UCxz-V-WYTI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/G6nTR148JfE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/G6nTR148JfE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>G&#252;nni, ruhe sanft in Frieden!</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2871" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wie Illusionen fabriziert werden</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-02-23/wie-illusionen-fabriziert-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 07:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissen(schaft)]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich glaube nur, was ich sehe&#8221; ist das Bekenntnis vieler Realisten. Doch k&#246;nnen wir uns wirklich auf unsere Augen verlassen?

Wer glaubt, solche Manipulationen beschr&#228;nkten sich auf Hollywood-Spielfilme, lebt in einer Traumwelt. Die exklusiven Berichterstattungen des US-Nachrichtensenders CNN von der Front im ersten Golfkrieg wurden bereits wie oben gezeigt hergestellt und zusammengeschnitten. Und seither sollten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich glaube nur, was ich sehe&#8221; ist das Bekenntnis vieler Realisten. Doch k&#246;nnen wir uns wirklich auf unsere Augen verlassen?</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/clnozSXyF4k&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/clnozSXyF4k&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wer glaubt, solche Manipulationen beschr&#228;nkten sich auf Hollywood-Spielfilme, lebt in einer Traumwelt. Die exklusiven Berichterstattungen des US-Nachrichtensenders CNN von der Front im ersten Golfkrieg wurden bereits wie oben gezeigt hergestellt und zusammengeschnitten. Und seither sollten wir die Bilder im Fernsehen mit Vorsicht geniessen.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2863" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>War for Talent &#8211; der Kampf um die Besten</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 06:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Darwinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[McKinsey]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[survival of the fittest]]></category>
		<category><![CDATA[War For Talent]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich seinerzeit die McKinsey-Studie &#8220;War for  Talent&#8221; von 1997 beziehungsweise 2001 deren zweiten Teil las, wurde mir  bewusst, dass ein grundlegender Wandel auf dem Arbeitsmarkt in vollem Gange war.  Mittelm&#228;ssigkeit galt als verp&#246;nt, geschweige denn alles was darunter lag. Nur  noch die besten Mitarbeiter mit klar &#252;berdurchschnittlichen Leistungen waren  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- Converted from text/rtf format -->Als ich seinerzeit die McKinsey-Studie &#8220;<a title=\"War for talent\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tY2tpbnNleXF1YXJ0ZXJseS5jb20vT3JnYW5pemF0aW9uL1RhbGVudC9UaGVfd2FyX2Zvcl90YWxlbnRfMzA1" target=\"_blank\">War for  Talent</a>&#8221; von 1997 beziehungsweise 2001 deren <a title=\"War for talent, part two\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tY2tpbnNleXF1YXJ0ZXJseS5jb20vT3JnYW5pemF0aW9uL1RhbGVudC9UaGVfd2FyX2Zvcl90YWxlbnRfcGFydF90d29fMTAzNQ==" target=\"_blank\">zweiten Teil</a> las, wurde mir  bewusst, dass ein grundlegender Wandel auf dem Arbeitsmarkt in vollem Gange war.  Mittelm&#228;ssigkeit galt als verp&#246;nt, geschweige denn alles was darunter lag. Nur  noch die besten Mitarbeiter mit klar &#252;berdurchschnittlichen Leistungen waren  gefragt. Die Perfektionierung der Leistungsgesellschaft war zum Programm von Unternehmen geworden,  die sich zu den weltbesten z&#228;hlen wollten. Wer es wagte, dies kritisch zu  hinterfragen, lief Gefahr, als Weichei und Leistungsverweigerer abgestempelt zu  werden. Seither werden &#8220;Low Performers&#8221; systematisch eruiert und ausgemustert. Nur die sogenannten &#8220;High Potentials&#8221; und &#8220;High Performers&#8221; sind gefragt. Doch, was geschieht mit den anderen? Haben sie ihre  Existenzberechtigung in dieser Gesellschaft verloren?</p>
<h3><span id="more-2834"></span>Ein Krieg produziert nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer</h3>
<p>Der <a title=\"Talent articles from McKinsey\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tY2tpbnNleXF1YXJ0ZXJseS5jb20vT3JnYW5pemF0aW9uL1RhbGVudA==" target=\"_blank\">Kampf um die besten Arbeitskr&#228;fte</a> und gegen das Mittelmass tr&#228;gt nur scheinbar zu Qualit&#228;tssteigerung und Wirtschaftswachstum bei, hat aber schwerwiegende Konsequenzen f&#252;r die Gesellschaft und  entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als unsinnige Schaumschl&#228;gerei. Nicht nur, dass  die Suche nach den Perlen auf dem Arbeitsmarkt mehr Aufwand f&#252;r die  Personalrekrutierung bedeutet, die gadenlose Selektion hinterl&#228;sst auch  Verlierer. Sie sind nicht mehr gefragt, f&#252;hlen sich nutzlos und ihre Frustrationen  nagen an ihrem Selbstwertgef&#252;hl. Damit verbunden steigt die Wahrscheinlichkeit,  dass sie ihr Selbstvertrauen und ihre Leistungsbereitschaft g&#228;nzlich verlieren  und motivationslos zum Sozialfall werden. Die Kosten daf&#252;r darf der Rest der  Gesellschaft tragen. Die Suizidraten in gewissen Branchen sind bereits alarmierend. Kann das alles wirklich Sinn und Zweck der ganzen &#220;bung sein? Parallelen zur Finanzkrise sind nicht zuf&#228;llig: Gewinne werden privatisiert und Verluste sozialisiert.</p>
<h3>Das Paradoxon der Selbstkanibalisierung</h3>
<p>Aus betriebswirtschaftlicher Sicht mag die Rechnung  f&#252;r manch ein Unternehmen, das sich auf der Jagd nach Leistungstr&#228;gern als  erfolgreich erwiesen hat, kurzfristig aufgehen. Doch langfristig wird sich  dieser Erfolg an die volkswirtschaftliche Sicht angleichen, die eine  Gesamtrechnung darstellt, welche die &#8220;Low Performers&#8221; miteinschliesst. Der &#8220;War  for Talent&#8221; l&#228;sst hinsichtlich Nachhaltigkeit zu w&#252;nschen &#252;brig. Er erweist sich  auf lange Sicht sogar als paradox und selbstzerst&#246;rerisch. Wenn nur noch  &#220;berdurchschnittliches z&#228;hlt und Unterdurchschnittliches eliminiert wird, wird  die eine H&#228;lfte des &#220;berdurchschnittlichen wiederum zum nur Unterdurchschnittlichen,  das dann der Logik folgend seinerseits eliminiert werden muss. Am Schluss  bleibt eine Nullmenge &#252;brig.</p>
<h3>Nat&#252;rliche Selektion</h3>
<p>In der Menschheitsgeschichte gab es &#8211; und es ist noch gar nicht so lange her &#8211; so einen kleinen, gr&#246;ssenwahnsinnigen Gefreiten aus Linz mit einem schmalen Oberlippenbart, der nur die grossgewachsenen, blonden Arier als lebenswerte Subjekte betrachtete. Die anderen liess er systematisch in Konzentrationslagern vernichten und entzog ihnen ihre Existenzgrundlage. Gleiches geschieht seit gut zehn Jahren auch auf dem Arbeitsmarkt und auch der Lehrstellenmarkt hat sich l&#228;ngst diesem Trend angepasst. Genau betrachtet findet eine Art von Genozid statt, der gegen die Sch&#228;chsten unserer Gesellschaft gerichtet ist und die Kluft zwischen Arm und Reich noch gr&#246;sser werden l&#228;sst. Die Weltwirtschaftskrise tr&#228;gt das ihre bei. Die Zahl der &#8220;Working Poors&#8221; steigt und steigt, w&#228;hrend die Verm&#246;gensakkumulation der Superreichen noch nie dagewesene Dimensionen annimmt. Was soll jemand tun, der zuwenig zum Leben aber zuviel zum Sterben hat?</p>
<p>F&#252;r viele ist es der reinste &#220;berlebenskampf. Die meisten Hartz-4-Empf&#228;nger haben schon resigniert und suchen sich ihren eigenen Weg, auf dem sie sich irgendwie durchs Leben schummeln. Als &#8220;survival of the fittest&#8221; (&#220;berleben der Bestangepassten) w&#252;rde dies der Evolutionstheoretiker Charles Darwin in Anlehnung an den Sozialphilosophen Herbert Spencer wohl bezeichnen. Doch ist diese Art der Selektion wirklich nat&#252;rlich? Sie hat f&#252;r mich etwas sehr Archaisch-Animalisches und Unchristliches an sich. Wer hier noch von &#8220;sozialer Marktwirtschaft&#8221; zu sprechen vermag, hat sich offensichtlich noch nie ernsthaft Gedanken dar&#252;ber gemacht. Die Reife einer Gesellschaft l&#228;sst sich jeweils daran messen, wie sie mit den Schw&#228;chsten ihrer Mitglieder umgeht. Unsere Gesellschaft d&#252;rfte in dieser Hinsicht wohl keine Medaille gewinnen.</p>
<h3>Werteverlust</h3>
<p>F&#252;r das Rosinenpicken von  M&#246;chtegern-Vorzeigeunternehmen, die einzig von der Maximierung des  Shareholder-Values getrieben werden und deren &#252;bertriebene Anspr&#252;che als  Arbeitgeber vor allem von den Verlierern als arrogant und realit&#228;tsfremd  wahrgenommen werden, bezahlen wir als Gesellschaft einen hohen Preis. Galten noch  vor zwanzig Jahren vor allem Finanzinstitute als besonders sozial, weil sie auch  Teilinvaliden, sozial Schw&#228;cheren oder sonstwie Benachteiligten einen Job mit einem  existenzsichernden Einkommen erm&#246;glichten, indem sie als Materialwarte, Portiers  von Backoffice-Geb&#228;uden und interne Postverteiler besch&#228;ftigt wurden, entziehen  sich diese Firmen zunehmend ihrer soziale Verantwortung und b&#252;rden die Last der  Realwirtschaft und dem Staat auf. Da die Finanzwirtschaft das Komplement zur  Realwirtschaft darstellt, kann man sie wohl als Irrealwirtschaft bezeichnen, was  auch in der Realit&#228;tsferne ihres &#8220;Human Resource Management&#8221; immer mehr zum  Ausdruck kommt. Der Mensch ist nur noch eine Ressource und wie er behandelt wird, h&#228;ngt ganz davon ab, welchen Gewinn er abwirft. Willkommen im kapitalistischen Neotaylorismus!</p>
<p>Es gibt allerdings auch l&#246;bliche Ausnahmen, die an dieser Stelle  nicht unerw&#228;hnt bleiben sollen. Es sind dies kleinere Finanzunternehmen,  die noch nach gut-patriarchalischen Prinzipien als Familienunternehmen gef&#252;hrt  werden. Doch wo B&#246;rsenkurse, Investoren und Spekulanten &#252;ber Erfolg oder Niedergang eines  Unternehmens entscheiden, hat soziale Verantwortung keinen Platz und wenn, dann  nur als PR-Instrument und nicht aus Menschenfreundlichkeit.</p>
<h3>Jeder kehre zuerst vor seiner eigenen T&#252;re</h3>
<p>Die Erwartungen an einen (k&#252;nftigen) Arbeitnehmer sind hoch. Die  meisten Unternehmen tun selber jedoch recht wenig, um f&#252;r einen Kandidaten  attraktiv zu erscheinen. Wer sich heute &#252;ber ein Unternehmen als potentiellen  Arbeitgeber erkundigt, tut dies zuerst einmal im Internet. Doch nur sehr selten  findet er hier die Informationen, die er f&#252;r einen Entscheid zugunsten  einer Bewerbung sucht. Entweder findet er praktisch nichts f&#252;r ihn Verwertbares oder dann ist die  Selbstdarstellung des Unternehmens derart gek&#252;nstelt und &#252;bertrieben, dass sie  nicht glaubw&#252;rdig und vertrauensbildend wirkt.</p>
<h3>Willkommen in der Realit&#228;t!</h3>
<p>Trotz allen Bem&#252;hungen, nur die Talentiertesten zu gewinnen, sieht das Leistungsniveau in den meisten Unternehmen ern&#252;chternd aus und die Gesamteffizienz l&#228;sst sehr zu w&#252;nschen &#252;brig. Je mehr zur Steigerung von Qualit&#228;t, Professionalit&#228;t und Effizienz unternommen wird, desto gr&#246;sser wird der Formalismus und der Apparat zur Selbstverwaltung. Vielleicht gelingt es eben doch nicht so richtig, die Talentiertesten zu gewinnen, oder es wurden die falschen Personen mit dieser Aufgabe betraut. In der Informatik wimmelt es nur so von Quereinsteigern mit entsprechendem Halbwissen und aus eben diesen Humanressourcen stammen auch jene, welche die gesuchten Talente ausw&#228;hlen und einstellen sollen. Nur erstens haben diese Leute ihre liebe M&#252;he, die wirklich qualifizierten Talente richtig zu beurteilen, und zweitens haben sie prinzipiell kein Interesse daran, irgendwelche Hochbegabten und Hyperintelligenten einzustellen, die ihnen am Stuhlbein s&#228;gen und ihrer eigenen Karriere ein ungewolltes Ende setzen k&#246;nnten. So bleibt der Kampf um die Besten in der Realit&#228;t mehrheitlich trotzdem nur ein Wunschgedanke genozidaler &#220;berheblichkeit und eines realit&#228;tsfremden Leistungswahns, der von den wahren &#8220;Low Performern&#8221; ad absurdum gef&#252;hrt wird.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2834" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Neues aus Absurdistan 9</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-02-20/neues-aus-absurdistan-9/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 23:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Immaterialgüter]]></category>
		<category><![CDATA[Neues aus Absurdistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der &#8220;Entr&#252;ckung&#8221; anderer kann man Geld verdienen, das US-Patentamt zeigte sich wieder einmal von seiner v&#246;llig inkompetenten Seite und eine Schulgemeinde glaubte, ihre Sch&#252;ler &#252;ber die Webkamera deren Notbooks auch zuhause &#252;berwachen zu m&#252;ssen, und steht nun vor Gericht.
Vom Glauben der anderen profitieren
Damit Christen in den USA, die an ihre kurz  bevorstehende Entr&#252;ckung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der &#8220;<a title=\"Entr&#252;ckung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9FbnRyJUMzJUJDY2t1bmc=" target=\"_blank\">Entr&#252;ckung</a>&#8221; anderer kann man Geld verdienen, das US-Patentamt zeigte sich wieder einmal von seiner v&#246;llig inkompetenten Seite und eine Schulgemeinde glaubte, ihre Sch&#252;ler &#252;ber die Webkamera deren Notbooks auch zuhause &#252;berwachen zu m&#252;ssen, und steht nun vor Gericht.</p>
<h3>Vom Glauben der anderen profitieren</h3>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Entr&#252;ckung" src="http://www.dobszay.ch/images/geld_und_religion/entrueckung_200.jpg" alt="Entr&#252;ckung" align="left" />Damit Christen in den USA, die an ihre kurz  bevorstehende Entr&#252;ckung in den Himmel glauben, ihre irdischen Haustiere nach  ihrer pl&#246;tzlichen Himmelfahrt in guten H&#228;nden wissen, betrauen sie Atheisten mit  deren Betreuung. Darauf beruht das Gesch&#228;ftsmodell von Bart Centres Dienst  &#8220;<a title=\"Eternal Earth-Bound Pets, USA\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2V0ZXJuYWwtZWFydGhib3VuZC1wZXRzLmNvbS8=" target=\"_blank\">Eternal Earth-Bound Pets</a>&#8220;, f&#252;r den er ein Netz von ungl&#228;ubigen Tierpflegern  aufgebaut hat. Naja, so lassen schliesslich auch orthodoxe Juden am Sabbath alles ihnen Verbotene von sogenannten &#8220;<a title=\"Shabbat Goy\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5qZXdpc2hlbmN5Y2xvcGVkaWEuY29tL3ZpZXcuanNwP2FydGlkPTUxOCZhbXA7bGV0dGVyPVM=" target=\"_blank\">Shabbat Goys</a>&#8221; verrichten. F&#252;r irgendetwas sind auch die Ungl&#228;ubigen immer zu gebrauchen. (<em>Quelle: <a title=\"TELEPOLIS - Geld verdienen mit Christen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzMyLzMyMTA4LzEuaHRtbCA=" target=\"_blank\">heise </a><a title=\"TELEPOLIS - Geld verdienen mit Christen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzMyLzMyMTA4LzEuaHRtbCA=" target=\"_blank\">TELEPOLIS</a></em>)</p>
<h3><span id="more-2823"></span>Deine Schule weiss immer, was du gerade tust</h3>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Notebook mit Webcam" src="http://www.dobszay.ch/images/notebook_webcam_200.jpg" alt="Notebook mit Webcam" align="left" />Die  Lower Merion School District, eine High-School in Pennsylvania,  verteilte ihren Sch&#252;lern <a title=\"School used student laptop webcams to spy on them at school and home\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ib2luZ2JvaW5nLm5ldC8yMDEwLzAyLzE3L3NjaG9vbC11c2VkLXN0dWRlbnQuaHRtbA==" target=\"_blank\">Notebooks mit eingebauter Webkamera</a>, die vom  Administrator der Schule aktiviert werden konnte. So konnte die Schule  ihre Z&#246;glinge auch zuhause stets beobachten und glaubte einen ihrer  Sch&#252;ler wegen &#8220;ungeb&#252;hrlichen Benehmens&#8221; (wohlgemerkt!) zuhause  disziplinieren zu m&#252;ssen. Als Beweis f&#252;hrte der stellvertretende  Schulleiter ein Foto an, das mit der Webkamera des Notebooks aufgenommen  wurde. Nur dumm, dass sich der Sch&#252;ler und seine Eltern gegen  solcherlei Eingriff in die Privatsp&#228;hre zu wehren wussten und sich nun <a title=\"Suit: School-issued laptops used to spy on kids on Main Line\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5waGlsbHkuY29tL3BoaWxseS9uZXdzL2JyZWFraW5nLzg0NzE1NTEyLmh0bWw=" target=\"_blank\"> der Richter</a> mit der Angelegenheit befassen muss. Wahrscheinlich hatte die Schule eine Software wie Phoenix FailSafe zwecks Diebstahlschutz auf den Rechnern installiert, die man nat&#252;rlich auch f&#252;r andere Zwecke missbrauchen kann.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="448" height="394" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.nbcphiladelphia.com/syndication?id=84830107&amp;path=%2Fnews%2Ftech" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="448" height="394" src="http://www.nbcphiladelphia.com/syndication?id=84830107&amp;path=%2Fnews%2Ftech" allowfullscreen="true" wmode="transparent"></embed></object><br />
(Video: <a title=\"WebcamGate Family's Attorney: &quot;Who Has Access&quot;\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uYmNwaGlsYWRlbHBoaWEuY29tL25ld3MvdGVjaC9XZWJjYW1HYXRlX0ZhbWlseV9zX0F0dG9ybmV5X19fV2hvX0hhc19BY2Nlc3NfX1BoaWxhZGVscGhpYS5odG1s" target=\"_blank\">NBC Philadelphia</a>)</p>
<h3>Ein Trivialpatent f&#252;r Google</h3>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="United States Patent and Trademark Office" src="http://www.dobszay.ch/images/uspto_logo.jpg" alt="United States Patent and Trademark Office Logo" align="left" />Die (In-)Kompetenz des US-Patentamtes l&#228;sst wieder  einmal zu w&#252;nschen &#252;brig und hat eine neue Stilbl&#252;te hervorgebracht. Nach fast  sechsj&#228;hriger, eingehender &#8220;Pr&#252;fung&#8221; wurde dem Suchriesen Google ein <a title=\"Variable user interface based on document access privileges\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BhdGZ0LnVzcHRvLmdvdi9uZXRhY2dpL25waC1QYXJzZXI/U2VjdDE9UFRPMSZhbXA7U2VjdDI9SElUT0ZGJmFtcDtkPVBBTEwmYW1wO3A9MSZhbXA7dT0lMkZuZXRhaHRtbCUyRlBUTyUyRnNyY2hudW0uaHRtJmFtcDtyPTEmYW1wO2Y9RyZhbXA7bD01MCZhbXA7czE9Nyw2NjQsNzUxLlBOLiZhbXA7T1M9UE4vNyw2NjQsNzUxJmFtcDtSUz1QTi83LDY2NCw3NTE=" target=\"_blank\">Patent</a> f&#252;r  die l&#228;nderspezifische Anzeige von Suchergebnissen zugesprochen. Ob Google daraus  einen kommerziellen Nutzen generieren kann, ist allerdings fraglich, denn jeder  nur halbwegs intelligente Programmierer wird es als Trivialpatent  erkennen. (<em>Quelle: <a title=\"Google erh&#228;lt Patent f&#252;r l&#228;nderabh&#228;ngige Anzeige von  Suchergebnissen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS9uZXdzdGlja2VyL21lbGR1bmcvR29vZ2xlLWVyaGFlbHQtUGF0ZW50LWZ1ZXItbGFlbmRlcmFiaGFlbmdpZ2UtQW56ZWlnZS12b24tU3VjaGVyZ2Vibmlzc2VuLTkzMjIzNy5odG1s">heise  online</a></em>)</p>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Google" src="http://www.dobszay.ch/images/google-logo_3.jpg" alt="Google Logo" align="left" />Aufgrund der IP-Adresse des Benutzers wird dessen Herkunftsland beziehungsweise das seines Internet-Providers ermittelt und abh&#228;ngig davon werden diesem unterschiedliche Daten angezeigt. So lassen sich  Sucher von gewissen Inhalten gezielt aussperren, sofern sie keinen Proxy oder Anonymisierungsdienst wie TOR benutzen. Diese simple Programmlogik ist weder  neu, noch zeugt sie von einer f&#252;r die Patentierung hinreichenden Erfindungh&#246;he, denn jede Software basiert auf solchen Wenn-Dann-Entscheidungen. So beruhen auch  alle Zugriffsberechtigungssysteme auf diesem Prinzip und auch Webseiten werden  entsprechend an die Version und F&#228;higkeiten des Browsers angepasst ausgeliefert. Nicht nur Google sondern auch etliche andere Webportale passen Inhalte und Erscheinungsbild schon sei langem auch an die IP-Adresse des Benutzers an. &#220;ber  das Google-Patent und das US-Patentamt lacht die ganze Software-Branche.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2823" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Volkswirtschaftliche Gehirnw&#228;sche entr&#252;mpelt</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-02-12/volkswirtschaftliche-gehirnwaesche/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 10:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen(schaft)]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Zins]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Volkswirtschaftskunde ist wohl jenes Unterrichtsfach, in dem an unseren Schulen am meisten Unsinn erz&#228;hlt wird. Alles, was &#252;ber das Geld erz&#228;hlt und &#8220;gelehrt&#8221; wird, ist nur die halbe Wahrheit und der Rest ist nur belangloses Geschw&#228;tz. Die meisten Lehrer tun dies ihren Sch&#252;lern nicht einmal aus b&#246;ser Absicht an, sondern weil sie es selber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Volkswirtschaftskunde ist wohl jenes Unterrichtsfach, in dem an unseren Schulen am meisten Unsinn erz&#228;hlt wird. Alles, was &#252;ber das Geld erz&#228;hlt und &#8220;gelehrt&#8221; wird, ist nur die halbe Wahrheit und der Rest ist nur belangloses Geschw&#228;tz. Die meisten Lehrer tun dies ihren Sch&#252;lern nicht einmal aus b&#246;ser Absicht an, sondern weil sie es selber nicht besser wissen, da ihnen schon in ihrer Ausbildung <span style="text-decoration: line-through;">die gleiche Scheisse (<em>excuse my french!</em>)</span> der gleiche Vodoo-Humbug erz&#228;hlt wurde:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/tMYn5FP4XTA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/tMYn5FP4XTA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Zu meiner Schulzeit konnte ich mich mit solchen intransparenten Erkl&#228;rungen nicht zufrieden geben und hatte dabei immer so ein komisches Gef&#252;hl im Bauch. Nat&#252;rlich habe auch ich den ganzen Mist in den Pr&#252;fungen 1:1 wiedergegeben, damit ich gute Noten bekam. Es war mir aber nie wohl dabei. Heute weiss ich warum.</p>
<p>Im Folgenden m&#246;chte ich zur allgemeinen Aufkl&#228;rung beitragen und den geneigten Leser auf eine Reise der Erkenntnis mitnehmen. <span id="more-2774"></span>Daher alles sch&#246;n der Reihe nach. Erstens: Wozu gibt es Geld? Das wird mit folgendem Filmchen einfach und korrekt erkl&#228;rt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/bNfoNUZQWvo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/bNfoNUZQWvo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Soweit stimmen die Schulb&#252;cher noch. Doch schon bei allen weiteren Ausf&#252;hrungen zur Funktionsweise unseres Geldsystems erz&#228;hlt man uns immer nur diese halbe Wahrheit:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/mnEnRH0N6C8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/mnEnRH0N6C8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wie diese wundersame Geldsch&#246;pfung und -vermehrung aus dem Nichts funktioniert, kann im &#8220;Spiel des Geldes&#8221; schon etwas realit&#228;tsnaher nachvollzogen werden:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/Qa-vJCKwV0U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/Qa-vJCKwV0U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Doch auch dieses Spiel deckt nicht die ganze Wahrheit auf. Wer wirklich wissen will, wie unser Geld- und Wirtschaftssystem funktioniert und was die Wurzel allen &#220;bels der aktuellen Weltwirtschaftskrise ist, nimmt sich die Zeit, dem Vortrag &#8220;Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise&#8221; von <a title=\"ehem. Professor f&#252;r  Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule f&#252;r Wirtschaft (FHW) Berlin\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iZXJuZHNlbmYuZGUv" target=\"_blank\">Prof. Dr. Bernd Senf</a> in Berlin am 21.10.2008 zu lauschen, und wird daf&#252;r mit Erkenntnis belohnt:</p>
<p><img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
(Dauer: 2 h 40 min.)</p>
<p>Wer es noch genauer wissen m&#246;chte, list als Erg&#228;nzung dazu meine Beitragsreihe &#8220;<a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoL2FrdHVlbGxlLXRoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw=="><strong>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler</strong></a>&#8220;.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2774" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Facebook-Experiment</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 20:46:16 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; oder wie man 100 falsche Freunde in 33 Tagen findet.
Eigentlich begann alles ganz harmlos, als ich mir im Herbst 2008 ein eigenes Profil im Gesichtsbuch anlegte. Dies nur deshalb, weil man sich nur als registriertes Mitglied auf der Plattform umschauen kann. Und da ich nicht bloss aus zweiter Hand &#252;ber die Aktivit&#228;ten auf einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Facebook" src="http://www.dobszay.ch/images/facebook-logo-rounded_200px.jpg" alt="Facebook-Logo" align="left" />&#8230; oder wie man 100 falsche Freunde in 33 Tagen findet.</p>
<p>Eigentlich begann alles ganz harmlos, als ich mir im Herbst 2008 ein eigenes Profil im <a title=\"Facebook\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mYWNlYm9vay5jb20v" target=\"_blank\">Gesichtsbuch</a> anlegte. Dies nur deshalb, weil man sich nur als registriertes Mitglied auf der Plattform umschauen kann. Und da ich nicht bloss aus zweiter Hand &#252;ber die Aktivit&#228;ten auf einer der gr&#246;ssten sozialen Netzwerke informiert werden wollte, blieb mir schliesslich nichts anderes &#252;brig. Ich tat dies jedoch nicht unter meinem eigenen Namen sondern unter einem Pseudonym und lediglich mit einem Symbolfoto. In den letzten Wochen wurde eine spannende und aufschlussreiche Geschichte daraus.</p>
<p><span id="more-2771"></span>Als ich die ersten Freundschaftseinladungen von mir v&#246;llig unbekannten Personen erhielt, dachte ich mir zun&#228;chst nicht viel dabei, sondern l&#246;schte diese einfach. Schliesslich wollte ich ja gar nicht teilnehmen sondern nur ein bisschen in voyeuristischer Manier verfolgen, was die Leute so alles von sich in sozialen Netzwerken preisgeben und was sie sonst noch so alles anstellen. Da aber meine Kiddies, mich zunehmend dr&#228;ngten, ein Facebook-Profil haben zu d&#252;rfen, entschloss ich mich Anfang Januar, ein Experiment zu starten, um ihnen die Gefahren und das Missbrauchspotenzial aus erster Hand aufzuzeigen. Ich wollte herausfinden, ob sich meine Eindr&#252;cke von der Konkurrenzplattform <a title=\"Netlog schockiert wirklich\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDgtMDgtMjYvbmV0bG9nLXNjaG9ja2llcnQtd2lya2xpY2gv">Netlog</a> auch auf Facebook best&#228;tigen.</p>
<h3>1, 2, 3, 4, &#8230; 100 Freunde</h3>
<p>Ich suchte mir ein paar prominente Personen aus Politik, Medien und anderen Branchen wie auch ein paar ehemalige Arbeitskollegen und lud sie ein, meine Freunde zu sein. Bis die erste Freundschaftsbest&#228;tigung eintrudelte, musste ich keine 24 Stunden warten. Schnell hatte ich die ersten Freunde beisammen und lud auch einige deren Freunde ein, meine Freunde zu sein. Facebook bremste mich zweimal mit Warnungen, mein Verhalten k&#246;nnte als Missbrauch gewertet werden, wenn ich es mit den Einladungen zu bunt trieb.</p>
<p>Und gestern war es so weit: ein &#228;lterer Nationalrat war mein 100. Freund geworden. Ich bin mir jedoch nicht ganz sicher, ob dessen Profil wirklich echt ist. Meiner Wahrnehmung nach werden 10 bis 20 Prozent aller Profile von Prominenten nicht von diesen selber erstellt und sie haben nicht einmal Kenntnis davon, dass sie ein Profil auf Facebook haben. Bei den Nicht-Promis (wie mir) sind gef&#252;hlte 95 Prozent der Profile echt. Ich war &#252;berrascht, wie schnell ich 100 Freunde beisammen hatte, obschon ich lediglich ein bis zwei Stunden an f&#252;nf Abenden daf&#252;r investiert hatte. Doch nicht nur das Verhalten vieler Leute und ihre exhibitionistische Selbstdarstellung haben mich nachdenklich gemacht. Auch der Umgang von Facebook mit der Privatsph&#228;re beziehungsweise deren konsequente Missachtung haben meine Bef&#252;rchtungen mehr als &#252;bertroffen.</p>
<p>Nur wenige, denen ich eine Freundschaftsanfrage geschickt habe, haben nachgefragt, wer ich denn sei und woher wir uns kennen w&#252;rden. Und nur wenige haben meine Freundschaft ignoriert. Ich konnte mir auch nicht verkneifen, einigen Leuten meine anonyme Facebook-Freundschaft anzubieten, von denen ich weiss, dass sie hier regelm&#228;ssig mein Geschreibe lesen. Offenbar verf&#252;gen sie alle &#252;ber eine gen&#252;gend hohe Internetkompetenz, denn sie sind nicht darauf eingegangen, was mich auch nicht sonderlich erstaunt hat. Test bestanden. Herzlichen Gl&#252;ckwunsch! <img src='http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Narzistische Selbsdarsteller und einsame S&#252;chtige</h3>
<p>Ich werde hier keine Namen meiner falschen Freunde nennen, denn ich will niemanden blossstellen. Schliesslich bin ich ein vehementer Verteidiger der Privatsph&#228;re. Ich werde im Folgenden nur meine Eindr&#252;cke und Erfahrungen aus diesem kleinen Experiment schildern.</p>
<p>Personen, die in der &#214;ffentlichkeit stehen und sich von der Aufmerksamkeit ihrer Fans n&#228;hren, sammeln gerne (falsche) Freunde, ebenso wie Personen, die Facebook zur Verl&#228;ngerung ihrer Reichweite zwecks Werbung f&#252;r ihre Dienste als DJ, Alleinunterhalter, Beautysalonbesitzer oder Werbetr&#228;ger aus Sport und Medien einsetzen wollen. Vor allem Politiker sammeln fleissig Freunde, die sie (wieder) w&#228;hlen sollen. Ich war &#252;berrascht wie wenige nachgefragt haben, woher wir uns denn kennen w&#252;rden. Meine Erfolgsquote kann sich sehen lassen. Die Mehrheit meiner Freundschaftseinladungen wurde angenommen. Nur sehr wenige haben sie abgelehnt. Die Restlichen sind noch h&#228;ngig, wahrscheinlich weil sich die betreffenden Personen nicht regelm&#228;ssig im Gesichtsbuch tummeln.</p>
<p>Andere hingegen scheinen t&#228;glich mehrere Stunden auf der Plattform zu verbringen. Ich m&#246;chte behaupten, dass es eine bedenklich grosse Zahl von Facebooks&#252;chtigen gibt, die nichts Gescheiteres mit ihrer Freizeit anzufangen wissen, als ihrer Selbstdarstellung zu fr&#246;nen oder einfach wie vor dem Fernseher sich stundenlang und ziellos durch Facebook zu zappen.</p>
<h3>Viele sinnlose Gadgets</h3>
<p>Obwohl ich mich als &#8220;Digital Native&#8221; der ersten Generation bezeichnen kann, der einst seine ersten Programme auf zentralen Grossrechnern sowie Kleincomputern mit 16 kByte Arbeitsspeicher schrieb und diese noch auf Magnetb&#228;ndern speicherte, verstehe ich manche Dinge in der digitalisierten Welt nicht so richtig. Da gibt es diese kleinen Gesichtsbuch-Anwendungen, mit denen man sich gegenseitig kleine Aufmerksamkeiten zukommen lassen kann. W&#228;hrend sich einige in abendf&#252;llenden Sitzungen daran erfreuen, ihre Freunde mit animierten aber inhaltsleeren Botschaften zu &#252;berh&#228;ufen, um immer wieder auf sich selber aufmerksam zu machen, kann ich mit dieser Art der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht viel anfangen.</p>
<p>Einer meiner &#8220;Freunde&#8221; kommentierte dieses Treiben heute mit den folgenden Worten: <em>&#8220;bitte postet nicht irgendwelchen kuschelscheiss oder fernk&#252;sschen oder sonst irgendwelchen kack auf meiner wall. weil das scheisse ist. gell&#8221;</em>. Doch zum Gl&#252;ck kann man auf Facebook die eigene Pinwand f&#252;r Freunde auch deaktivieren, was ich heute getan habe. Vielleicht bin ich aber mittlerweile auch einfach nur zu alt, um den tieferen Sinn und Nutzen solcher Funktionen zu erfassen.</p>
<h3>Mangelnde Benutzerfreundlichkeit und Professionalit&#228;t</h3>
<p>Inmitten meines Experimentes hat Facebook sein Erscheinungsbild ge&#228;ndert. Auf den ersten Blick pr&#228;sentiert sich die Website zumindest vom Layout her ansprechend und aufger&#228;umt, doch bereits bei den ersten Klicks macht die Navigation einen sehr undurchsichtigen Eindruck. Die Bedienung ist sehr uneinheitlich und verwirrend. Ein gezieltes Navigieren ist kaum m&#246;glich. Immer wieder lande ich auf einer anderen Seite als beabsichtigt.</p>
<p>Die Einstellungen sind auf mehrere verschiedene Seiten verstreut und einige nur schwer auffindbar &#8211; vor allem, was die Einstellungen zur Privatsph&#228;re betrifft. Wenn man zudem zwei Browser-Fenster mit Facebook offen hat, die gleichzeitig geladen werden, ger&#228;t der JavaScript Code ins Straucheln und f&#228;ngt an zu zicken. Das l&#228;sst auf die Sorgfalt schliessen, mit der die Plattform entwickelt wird. Entsprechend wundert es mich auch nicht, dass Facebook immer wieder mit Sicherheitsproblemen Schlagzeilen macht.</p>
<h3>Facebook pfeifft auf Datenschutz und Privatsph&#228;re</h3>
<p>Am st&#246;rendsten finde ich, wie Facebook pers&#246;nliche Daten sammelt &#8211; und dies nicht bloss &#252;ber seine Mitglieder. Facebook speichert und missbraucht dazu die Adressb&#252;cher und Email-Adressen   seiner Mitglieder. Schickt mir ein Mitglied aus Facebook heraus eine Einladung, mich ebenfalls der Online-Gemeinde anzuschliessen, wird meine Email-Adresse nicht nur bis in alle Ewigkeit von Facebook gespeichert, sondern auch verwendet. In einer sp&#228;teren Einladung eines anderen Mitgliedes werde ich zum Beispiel darauf hingewiesen, dass ich vom Absender der ersten Einladung bereits schon einmal eingeladen wurde. Und zus&#228;tzlich werden mir gleich weitere Freunde vorgeschlagen, die meine Email-Adresse in ihren Kontakten f&#252;hren.</p>
<p>Jeder kann sich die App &#8220;<a title=\"Facebook for iPhone\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mYWNlYm9vay5jb20vYXBwcy9hcHBsaWNhdGlvbi5waHA/aWQ9NjYyODU2ODM3OQ==" target=\"_blank\">Facebook for iPhone</a>&#8221; auf sein iPhone laden und dar&#252;ber seine im iPhone gespeicherten Kontakte mit jenen seiner Kontaktliste in Facebook &#8220;synchronisieren&#8221;. An jede der so neu gewonnenen Email-Adresse verschickt Facebook eine Einladung, Mitglied zu werden. F&#252;gt ein Facebook-Mitglied eine weitere meiner Email-Adressen meinem Kontakteintrag in seinem Adressbuch hinzu und schickt mir eine Nachricht auf diese Adresse, bittet mich Facebook, zu best&#228;tigen, dass diese Email-Adresse auch wirklich zu mir geh&#246;rt. Facebook sammelt Email-Adressen, die es systematisch und aufdringlich validiert, und erstellt auch Profile von Nichtmitgliedern mit Hilfe seiner Mitglieder. Was mit diesen Daten geschieht, weiss nur Facebook selber. &#220;brigens sammelt auch die Business-Kontaktplattform XING Daten &#252;ber Nicht-Mitglieder, verwendet diese aber nicht ganz so dreist wie Facebook. Die Nutzung dieser Daten f&#252;r die Einblendung und den Versand von personalisierter Werbung ist da wohl noch die harmloseste Verwendung.</p>
<h3>Die Naivit&#228;t vieler Mitglieder</h3>
<p>Viele FB-Nutzer stellen ihre Fotos von privaten wie auch von gesch&#228;ftlichen Anl&#228;ssen online. Auf diesen sind aber nicht nur sie selber sondern auch andere Personen zu sehen. Dass diese ihre Zustimmung zur Ver&#246;ffentlichung der Bilder gegeben haben, wage ich in den allermeisten F&#228;llen zu bezweifeln. Solange jemand auf einem Bild nicht identifizierbar ist, ist dies nicht problematisch. Im anderen Fall stellt die Ver&#246;ffentlichung eine klare Verletzung der Privatsph&#228;re dar. Auch wenn der Name einer Person auf dem Foto nicht explizit angegeben ist, so ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gross, dass diese durch andere erkannt wird, zumal die Personen, welche die Fotos ansehen, in der Regel auch aus dem Umfeld des Ver&#246;ffentlichers stammen. Wer nun meint, dass dies in Ordnung sei, solange das Bild (oder Video) keine kompromittierende Situation darstellt, ist sehr naiv. Jeder, der Zugang zu einem Bild hat, kann es auf seinen Rechner herunterladen und f&#252;r (kompromittierende) Fotomontagen oder sogar f&#252;r die F&#228;lschung von Personenausweisen (Sch&#252;lerausweis, Clubmitgliederausweis, Bahnkarte, &#8230;) missbrauchen. Facebook erm&#246;glicht seinen Mitgliedern (und damit faktisch jedermann) den &#8220;Identit&#228;tsdiebstahl&#8221; und die &#246;ffentliche Blossstellung und Diffamierung.</p>
<p>Je mehr Informationen jemand &#252;ber seine Privatsph&#228;re preisgibt, desto leichter macht er es Identit&#228;tsdieben, seine Identit&#228;t zu &#8220;stehen&#8221; oder genauer gesagt zu kopieren. Es n&#252;tzt jedoch herzlich wenig, den Zugriff auf die Privatsph&#228;re nur Freunden zu erlauben, wenn man die Freundschaftsanfrage jedes Unbekannten akzeptiert. Wer 2&#8242;548 &#8220;Freunde&#8221; auf seine privaten Inhalte zugreifen und sie an seinen intimsten Gedanken teilhaben l&#228;sst, hat de facto keine Privatsph&#228;re mehr. Wie stark man aber den anderen Nutzern den Zugriff auf seine privaten Daten auch einschr&#228;nkt, sollte man nie vergessen, dass der Plattformbetreiber jederzeit Zugriff auf s&#228;mtliche gespeicherten Daten hat. Da er in der Regel von finanziellen Interessen geleitet wird, ist seine Versuchung gross, diese Daten in irgendeiner Form zu Geld zu machen.</p>
<p>Viele Nutzer von sozialen Netzwerken sind sich der Risiken f&#252;r Sicherheit und Privatsph&#228;re nicht bewusst. Die moderne Art der Beziehungspflege erleichtert den Informationsaustausch in mancher Hinsicht und gestaltet diese unterhaltsam. Sie kann aber auch leicht zum Problem werden, wenn Personen damit nicht richtig umzugehen wissen. Das Netz vergisst nicht. Alles, was einmal &#8211; und sei es auch nur einem kleinen Kreis von Leuten &#8211; online zug&#228;nglich gemacht wird, kann leicht auch f&#252;r nicht vorgesehene Zwecke missbraucht werden. Nicht nur zum Schutz des eigenen Rufes und der eigenen Karriere sondern auch zum Schutz von (echten) Freunden sollte man sich gut &#252;berlegen, was man online in die grosse, weite Welt hinausposaunt. Privates sollte auch wirklich privat bleiben und der beste Datenschutz ist immer noch die Datenvermeidung. Ich werde meinen Kindern wohl klare Regeln f&#252;r die Nutzung von Facebook aufstellen m&#252;ssen.</p>
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		<title>Datenklau ist ein Unding</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 20:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Datendiebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Datenklau]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit der CD, die angeblich Finanzdaten von deutschen Steuers&#252;ndern enthalten soll, ist immer wieder von einem &#8220;Datenklau&#8221; die Rede. Wie schon bei der &#8220;Raubkopie&#8221; ist der Begriff jedoch irref&#252;hrend und gibt den Sachverhalt nicht korrekt wieder, da Daten aufgrund ihrer digitalen Natur und mangels K&#246;rperlichkeit niemals entwendet sondern lediglich kopiert werden. Weil die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Bankdaten Schweiz 2010" src="http://www.dobszay.ch/images/cd_bankdaten_schweiz.jpg" alt="CD-ROM Bankdaten Schweiz 2010" align="left" />Im Zusammenhang mit der CD, die angeblich Finanzdaten von deutschen Steuers&#252;ndern enthalten soll, ist immer wieder von einem &#8220;Datenklau&#8221; die Rede. Wie schon bei der &#8220;<a title=\"Raubkopie als Unwort des Jahres – Urheberrecht im Wandel\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMDYtMTUvcmF1YmtvcGllLWFscy11bndvcnQtZGVzLWphaHJlcy11cmhlYmVycmVjaHQtaW0td2FuZGVsLw==">Raubkopie</a>&#8221; ist der Begriff jedoch irref&#252;hrend und gibt den Sachverhalt nicht korrekt wieder, da Daten aufgrund ihrer digitalen Natur und mangels K&#246;rperlichkeit niemals entwendet sondern lediglich kopiert werden. Weil die Daten dabei nicht abhanden kommen und verschwinden, sondern weiter unver&#228;ndert an ihrem urspr&#252;nglichen Speicherort verbleiben, ist die unberechtigte Erstellung einer Kopie nur schwer nachvollziehbar und nachweisbar, wenn der illegale Kopiervorgang nicht einwandfrei und l&#252;ckenlos durch die Systeme mitprotokolliert wird. Aber oft nicht einmal dann kann der T&#228;ter eindeutig identifiziert werden.</p>
<p><span id="more-2781"></span>Zu allen Daten, die in einem Unternehmen anfallen, gibt es zugriffsberechtigte Personen. Dies sind sowohl Datenerfasser und -bearbeiter als auch Systemadministratoren, Supporter und f&#252;r den Betrieb und Unterhalt zust&#228;ndige Entwickler. Entsprechend schwierig ist es, die Erstellung einer Kopie zu bemerken und zu beweisen sowie den T&#228;ter zweifelsfrei zu identifizieren, auch wenn der Kreis der Berechtigten limitiert ist. Noch schwieriger ist es, einen erlittenen Schaden und einen Kausalzusammenhang zwischen dem Schaden und einer <a title=\"Der unerlaubte Umgang mit Daten\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDgtMDktMDEvZGVyLXVuZXJsYXVidGUtdW1nYW5nLW1pdC1kYXRlbi8=">illegalen Handlung</a> im Zusammenhang mit einem Datenzugriff nachzuweisen.</p>
<p>Ein &#8220;Datendiebstahl&#8221; ist und bleibt meist ein Phantom, dessen Gestalt nur schemenhaft erkennbar ist. In diesem Nebel bl&#252;ht das Gesch&#228;ft mit der illegalen Nutzung von pers&#246;nlichen Daten, vor allem da Datenkriminalit&#228;t mittlerweile weitaus lukrativer und risikoarmer ist als Prostitution und Waffen- oder Drogenhandel. Dies stellt f&#252;r die Justiz wohl eine der gr&#246;ssten Herausforderungen in der Informationsgesellschaft dar, denn die Gesetze stammen zum gr&#246;ssten Teil noch aus einer Zeit, als Daten allesamt noch an Papier gebunden waren, und die neuen Gesetze scheinen nicht wirklich zu greifen. Viel kann man diesbez&#252;glich auch nicht erwarten, wenn nicht einmal die Begriffe pr&#228;zis genug sind, um einen Sachverhalt korrekt zu beschreiben.</p>
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		<title>Casting-Spiessrutenlauf bei Jobsuche</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 13:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Management und Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kortmann]]></category>
		<category><![CDATA[Jobsuche]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gestaltet sich die Suche nach einem neuen Job besonders schwierig. Sei es nun, dass man den Job verloren hat und dringend einen neuen braucht oder dass man sich im aktuellen Job unwohl oder langweilt f&#252;hlt und mit einer &#8220;neuen Herausforderung&#8221; seinem Leben einen neuen Sinn geben m&#246;chte. Die Gr&#252;nde f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gestaltet sich die Suche nach einem neuen Job besonders schwierig. Sei es nun, dass man den Job verloren hat und dringend einen neuen braucht oder dass man sich im aktuellen Job unwohl oder langweilt f&#252;hlt und mit einer &#8220;neuen Herausforderung&#8221; seinem Leben einen neuen Sinn geben m&#246;chte. Die Gr&#252;nde f&#252;r einen Stellenwechsel sind so vielf&#228;ltig wie das Leben.</p>
<p>Wer schon einmal das volle Programm durchgemacht hat, kann dabei durchaus Parallelen zu Casting-Shows im Fernsehen erkennen. Man f&#252;hlt sich vorgef&#252;hrt und ausgestellt, muss alle Fragen von unangenehm bis doof beantworten, soll dabei stets voll motiviert und kompetent wirken und in jeder Lebenslage einen seri&#246;sen und sympathischen Gesamteindruck hinterlassen. Nicht selten durchl&#228;uft man einen regelrechten Spiessrutenlauf, bis man am Ziel seiner Jobtr&#228;ume angekommen ist. Sich bewerben hat oft etwas &#8220;Nuttiges&#8221;. Einfach so aus Spass tut sich das niemand an.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/zP0sqRMzkwo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/zP0sqRMzkwo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span id="more-2751"></span>Christian Kortmann beschreibt in &#8220;<a title=\"Wo sehen Sie sich in 50 Monden?'\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdWVkZGV1dHNjaGUuZGUva3VsdHVyLzQzMS81MDA2OTUvdGV4dC8=" target=\"_blank\">Wo sehen Sie sich in 50 Monden?</a>&#8221; bei sueddeutsche.de die Jobsuche als eine Art Gesellschaftsspiel und &#220;berlebenskampf, das in &#228;hnlicher Art bereits in der Steinzeit gespielt wurde, wenn sich jemand einer neuen (Jagd-) Gruppe anschliessen wollte:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/b56eAUCTLok&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/b56eAUCTLok&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Leider ist dies Kortmanns letzter Beitrag in seiner Kolumne &#8220;<a title=\"Das Leben der Anderen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdWVkZGV1dHNjaGUuZGUva3VsdHVyLzYwMC80ODgwMDEvdWViZXJzaWNodC8=" target=\"_blank\">Das Leben der Anderen</a>&#8220;. Ich vermute, er hat seine pers&#246;nliches Casting erfolgreich absolviert.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2751" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Nacktscanner sind leicht zu &#252;berlisten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 23:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Nacktscanner]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Einf&#252;hrung sogenannter Nacktscanner an den Flugh&#228;fen einen erheblichen Sicherheitsgewinn bringt, glauben nur ein paar paranoide Politiker und die Hersteller der Ger&#228;te selber &#8211; jedenfalls behaupten sie dies. Wer ein bisschen etwas von Physik versteht und ein bisschen Kreativit&#228;t besitzt, kann die Scanner leicht &#252;berlisten. Wie einfach das ist, zeigt uns der Physiker Werner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Einf&#252;hrung sogenannter <a title=\"Nacktscanner und die &#246;ffentliche Scham\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTAtMDEtMTMvbmFja3RzY2FubmVyLXVuZC1kaWUtb2VmZmVudGxpY2hlLXNjaGFtLw==">Nacktscanner</a> an den Flugh&#228;fen einen erheblichen Sicherheitsgewinn bringt, glauben nur ein paar paranoide Politiker und die Hersteller der Ger&#228;te selber &#8211; jedenfalls behaupten sie dies. Wer ein bisschen etwas von Physik versteht und ein bisschen Kreativit&#228;t besitzt, kann die Scanner leicht &#252;berlisten. Wie einfach das ist, zeigt uns der Physiker Werner Gruber:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/M6iBzlXar50&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/M6iBzlXar50&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span id="more-2744"></span><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/rkpgY7WVuwY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/rkpgY7WVuwY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a title=\"Zum Gl&#252;ck verstehen Terroristen nichts von Physik\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzMxLzMxNzY3LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Zum Gl&#252;ck verstehen Terroristen nichts von Physik</a>. Wenn es allerdings wahr ist, dass es islamistische Terrornetzwerke gibt, die &#252;ber mehrere Millionen von Dollars verf&#252;gen, erstaunt es mich sehr, dass bei all den sowohl technischen als auch menschlichen Sicherheitsm&#228;ngeln nicht mehr Terroranschl&#228;ge ver&#252;bt werden. Einer solchen Organisation d&#252;rfte es nicht allzu schwer fallen, sich kreative Techniker mit entsprechendem Wissen  zu besorgen. Andernfalls kann man sich dieses Wissen auch in jeder Bibliothek oder im Internet besorgen. Die n&#246;tigen Mittel gibt es in jedem Baumarkt, jeder Apotheke oder sonst im Versandhandel g&#252;nstig und zum Teil sogar f&#252;r Sozialhilfeempf&#228;nger erschwinglich zu kaufen. Physiker und Ingenieure sind eben doch <a title=\"Ingenieure sind die besseren Terroristen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=Li4vLi4vMjAwOC0wMi0wMi9pbmdlbmlldXJlLXNpbmQtZGllLWJlc3NlcmVuLXRlcnJvcmlzdGVuLw==" target=\"_blank\">die besseren Terroristen</a>.</p>
<p>Wenn &#8220;der Staat&#8221; seinen B&#252;rgern nicht mehr traut, sollten auch die B&#252;rger diesem Staat nicht mehr trauen. Wer sch&#252;tzt uns eigentlich vom zunehmenden Sicherheitsterror dieser paranoiden Sicherheitsfetischisten im Staatsdienst?</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/Am2-JTUAISM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/Am2-JTUAISM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Update vom 25.02.2010</h3>
<p>Wie der <a title=\"Bodyscanner fr&#252;hestens 2011 in Deutschland einsetzbar?\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zcGllZ2VsLmRlL3NwaWVnZWwvdm9yYWIvMCwxNTE4LDY3MzU2OSwwMC5odG1s" target=\"_blank\">Spiegel berichtet</a>, wurde die Einf&#252;hrung von Bodyscannern in Deutschland wegen Sicherheitsm&#228;ngeln auf mindestens 2011 verschoben, da unter bestimmten Voraussetzungen Sprengstoff unerkannt durch die Kontrolle geschleust werden kann.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2744" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Gedicht auf die Finanzkrise</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-01-19/ein-gedicht-auf-die-finanzkrise/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2010-01-19/ein-gedicht-auf-die-finanzkrise/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 12:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Tucholsky]]></category>
		<category><![CDATA[Pannonicus]]></category>
		<category><![CDATA[Richard G. Kerschhofer]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel treffender kann man die aktuelle weltwirtschaftliche und finanzpolitische Lage in einem Gedicht wohl kaum beschreiben:
H&#246;here Finanzmathematik
Wenn die B&#246;rsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche bl&#252;hen auf:
Ihr Rezept hei&#223;t Leerverkauf.
Keck verh&#246;kern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel treffender kann man die aktuelle weltwirtschaftliche und finanzpolitische Lage in einem Gedicht wohl kaum beschreiben:</p>
<blockquote><p><strong>H&#246;here Finanzmathematik</strong></p>
<p>Wenn die B&#246;rsenkurse fallen,<br />
regt sich Kummer fast bei allen,<br />
aber manche bl&#252;hen auf:<br />
Ihr Rezept hei&#223;t Leerverkauf.</p>
<p>Keck verh&#246;kern diese Knaben<br />
Dinge, die sie gar nicht haben,<br />
treten selbst den Absturz los,<br />
den sie brauchen – echt famos!</p>
<p>Leichter noch bei solchen Taten<br />
tun sie sich mit Derivaten:<br />
Wenn Papier den Wert frisiert,<br />
wird die Wirkung potenziert.</p>
<p>Wenn in Folge Banken krachen,<br />
haben Sparer nichts zu lachen,<br />
und die Hypothek aufs Haus<br />
hei&#223;t, Bewohner m&#252;ssen raus.</p>
<p>Trifft’s hingegen gro&#223;e Banken,<br />
kommt die ganze Welt ins Wanken -<br />
auch die Spekulantenbrut<br />
zittert jetzt um Hab und Gut!</p>
<p><span id="more-2737"></span>Soll man das System gef&#228;hrden?<br />
Da muss eingeschritten werden:<br />
Der Gewinn, der bleibt privat,<br />
die Verluste kauft der Staat.</p>
<p>Dazu braucht der Staat Kredite,<br />
und das bringt erneut Profite,<br />
hat man doch in jenem Land<br />
die Regierung in der Hand.</p>
<p>F&#252;r die Zechen dieser Frechen<br />
hat der Kleine Mann zu blechen<br />
und – das ist das Feine ja -<br />
nicht nur in Amerika!</p>
<p>Und wenn Kurse wieder steigen,<br />
f&#228;ngt von vorne an der Reigen -<br />
ist halt Umverteilung pur,<br />
stets in eine Richtung nur.</p>
<p>Aber sollten sich die Massen<br />
das mal nimmer bieten lassen,<br />
ist der Ausweg l&#228;ngst bedacht:<br />
Dann wird bisschen Krieg gemacht.</p></blockquote>
<p>F&#228;lschlicherweise wird dieses Gedicht vielerorts <a title=\"Kurt Tucholsky\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9LdXJ0X1R1Y2hvbHNreQ==" target=\"_blank\">Kurt Tucholsky</a> zugeschrieben und soll 1930 in &#8220;Die Weltb&#252;hne&#8221; ver&#246;ffentlicht worden sein. Allerdings ist es weder der <a title=\"Tucholsky-Gesellschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50dWNob2xza3ktZ2VzZWxsc2NoYWZ0LmRlLw==" target=\"_blank\">Tucholsky-Gesellschaft</a> bekannt, noch findet man es auf <a title=\"Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke, hrsg. von Mary Gerold-Tucholsky und Fritz J. Raddatz, Hamburg: Rowohlt, 1995\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50dWNob2xza3kubmV0Lw==" target=\"_blank\">www.tucholsky.net</a>, wo viele Werke des Journalisten und Poeten aufgelistet sind. Zudem geh&#246;rten Begriffe wie Derivate und Leerverk&#228;ufe nicht zum Wortschatz von 1930.</p>
<p>Wie es aussieht, wurde das Gedicht urspr&#252;nglich in der &#246;sterreichischen Zeitschrift „<a title=\"Genius-Brief\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nZW5pdXMuY28uYXQvaW5kZXgucGhwP2lkPTkx" target=\"_blank\">Genius-Brief</a>“ unter dem Pseudonym &#8220;Pannonicus&#8221; ver&#246;ffentlicht und ist auch auf der Website der Genius-Gesellschaft unter &#8220;<a title=\"Ungereimtes – gereimt\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nZW5pdXMuY28uYXQvaW5kZXgucGhwP2lkPTE2NQ==" target=\"_blank\">Ungereimtes – gereimt</a>&#8221; zu finden. Hinter Pannonicus verbirgt sicht offenbar ein gewisser Richard G. Kerschhofer, wie auf ORF Lifestyle im Beitrag &#8220;<a title=\"Ein Kerschhofer, kein Tucholsky\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3dpZW4ub3JmLmF0L3N0b3JpZXMvMzE4OTQ2Lw==" target=\"_blank\">Ein Kerschhofer, kein Tucholsky</a>&#8221; zu lesen ist. Weshalb das Gedicht allerdings eine &#8220;<a title=\"Die antisemitische Ente des Jahres\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5yZWRvay5kZS9jb250ZW50L3ZpZXcvMTIzMC8zNi8=" target=\"_blank\">antisemitische Ente</a>&#8221; sein soll, kann ich aber nicht nachvollziehen.</p>
<p>Jedenfalls bringt uns die Krise nicht nur eine neue Weltordnung sondern auch Bl&#252;ten der Peosie hervor.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2737" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Krieg in Afghanistan nach 9/11 und die Medien</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-01-19/der-krieg-in-afghanistan-nach-911-und-die-medien/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 07:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Scholl-Latour]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein hoch angesehener Journalist und Reporter vom Format eines Peter Scholl-Latour in einer Diskussionssendung zum Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan laut und enerviert &#252;ber die Medien und ihre L&#252;gen schimpft, ist die Kacke am Dampfen:

Etwas gefasster erkl&#228;rte er seine Einsch&#228;tzung der Lage im &#8220;auslandsjournal&#8221; (Anmerkung vom 01.03.2010: Das Video wurde leider zensuriert) oder zusammen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein hoch angesehener Journalist und Reporter vom Format eines <a title=\"Peter Scholl-Latour\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9QZXRlcl9TY2hvbGwtTGF0b3Vy" target=\"_blank\">Peter Scholl-Latour</a> in einer Diskussionssendung zum Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan laut und enerviert &#252;ber die Medien und ihre L&#252;gen schimpft, ist die Kacke am Dampfen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aMfslkG45cw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/aMfslkG45cw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Etwas gefasster erkl&#228;rte er seine Einsch&#228;tzung der Lage im &#8220;auslandsjournal&#8221; (Anmerkung vom 01.03.2010: Das Video wurde leider zensuriert) oder zusammen mit dem ehemaligen US-Botschafter John Kornblum als Gast von Friedmans Talk-Sendung &#8220;Im Zweifel f&#252;r &#8230;&#8221; im Jahre 2004:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/Ga0LDRTwmlo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/Ga0LDRTwmlo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span id="more-2729"></span>Peter Scholl-Latour ist noch einer der Letzten seiner Zunft, einer der noch wirklich einer wahrheitsgetreuen Berichterstattung &#252;ber die Geschehnisse in dieser Welt verpflichtet ist und sich nicht zum Spielball der Politik machen l&#228;sst. Ich ziehe meinen Hut vor diesem alten Mann:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/2McbibXvUZs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/2McbibXvUZs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Beeindruckt hat mich auch sein Dokumentarfilm &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS92aWV3X3BsYXlfbGlzdD9wPTNDODgzMUQ3MEQ5MjNDQjI=" target=\"_blank\">Afrikanische Totenklage</a> &#8211; V&#246;lkermord ohne Zeugen und Richter&#8221;:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/p/3C8831D70D923CB2&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/p/3C8831D70D923CB2&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/feed-statistics.php?view=1&post_id=2729" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Autowerbung von gestern</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-01-18/autowerbung-von-gestern/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2010-01-18/autowerbung-von-gestern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 13:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Classic Car Commercials]]></category>
		<category><![CDATA[Ford]]></category>
		<category><![CDATA[Trabant]]></category>
		<category><![CDATA[VW Käfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Automobilhersteller investieren heute Unsummen in die Bewerbung ihrer Fahrzeuge. Fr&#252;her war die Welt noch einfacher gestrickt, wie die Werbespots von damals zeigen:
Ford (1960):

VW K&#228;fer (1948):

VW K&#228;fer (und er l&#228;uft und l&#228;uft und l&#228;uft und l&#228;uft &#8230;):

Trabant 601 (1960):

 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Automobilhersteller investieren heute Unsummen in die Bewerbung ihrer Fahrzeuge. Fr&#252;her war die Welt noch einfacher gestrickt, wie die Werbespots von damals zeigen:</p>
<p>Ford (1960):<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/M76X433qRuM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/M76X433qRuM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span id="more-2721"></span>VW K&#228;fer (1948):<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/R6SueeernRM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/R6SueeernRM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>VW K&#228;fer (und er l&#228;uft und l&#228;uft und l&#228;uft und l&#228;uft &#8230;):<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/mTdyXVndttM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/mTdyXVndttM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Trabant 601 (1960):<br />
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		<title>Nacktscanner und die &#246;ffentliche Scham</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 15:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz und Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um Nacktscanner an den Flugh&#228;fen spaltet die Bev&#246;lkerung. Vordergr&#252;ndig geht es um die Sicherheit. Die Angst vor Terroranschl&#228;gen soll den Einsatz von Scannern, die unter unsere Kleider schauen, rechtfertigen. Doch kaum jemand will sich in der &#214;ffentlichkeit von Sicherheitsbeamten nackt beglotzen lassen m&#252;ssen, auch wenn sie oder er dabei Kleider tr&#228;gt. M&#252;ssen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="STOP Body Scanner!" src="http://www.dobszay.ch/images/stopbodyscanner.jpg" alt="STOP Body Scanner!" align="left" />Die Diskussion um Nacktscanner an den Flugh&#228;fen spaltet die Bev&#246;lkerung. Vordergr&#252;ndig geht es um die Sicherheit. Die Angst vor Terroranschl&#228;gen soll den Einsatz von Scannern, die unter unsere Kleider schauen, rechtfertigen. Doch kaum jemand will sich in der &#214;ffentlichkeit von Sicherheitsbeamten nackt beglotzen lassen m&#252;ssen, auch wenn sie oder er dabei Kleider tr&#228;gt. M&#252;ssen wir unser Verst&#228;ndnis und unseren Umgang mit der Nacktheit im Namen der Sicherheit neu definieren?</p>
<p><span id="more-2660"></span>Amateurproduzenten und &#8220;Raubkopierer&#8221; bedrohen die Existenz der professionellen Fleischbeschauindustrie. Die Ums&#228;tze der &#8220;Erotikfilm&#8221;-Branche purzeln in den Keller. Mit solcherlei Filmmaterial l&#228;sst sich immer weniger Geld verdienen, obwohl die Sexualisierung unserer Gesellschaft ein Allzeithoch erreicht hat. Selbstauszieher und Selbstdarsteller aus den Reihen der Amateure tun es ihren professionellen Kollegen gleich. Ihre Motivation ist aber nicht kommerzieller Natur. Sie tun es f&#252;r den &#8220;erotischen Kick&#8221;. Sexuell motivierter Voyeurismus und Exhibitionismus scheinen salonf&#228;hig geworden zu sein. Seit Woodstock wird die &#8220;sexuelle Befreiung&#8221; propagiert, derzufolge sich niemand f&#252;r Nacktheit und &#246;ffentliche Sexualit&#228;t zu sch&#228;men braucht. Intimsph&#228;re und Scham scheinen nur noch Relikte einer pr&#252;den und veralteten Moralvorstellung zu sein. Die Lust an der Nacktheit ist in gewissen Teilen der Gesellschaft scheinbar zur Normalit&#228;t geworden. Doch zwischen &#246;ffentlicher Wahrnehmung und privater Praxis klafft trotz aller Toleranz und Freiz&#252;gigkeit eine L&#252;cke.</p>
<p><img title="Die Freiheit im Nacktscanner" src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/nacktscanner-freiheitsstatue_480.jpg" alt="Die Freiheit im Nacktscanner" /><br />
<em>(Daryl Cagle)</em></p>
<p>Nacktheit wird nun auch ein Element im Sicherheitsgesch&#228;ft. Nacktscanner an Flugh&#228;fen befriedigen die Lust an der vermeintlichen Sicherheit. Wer fliegen will, muss sich mit einem Scanner unter die W&#228;sche schauen lassen. &#8220;Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu bef&#252;rchten&#8221; heisst die Devise. Scham(gef&#252;hl), Intimsph&#228;re und Respekt haben im Gesch&#228;ft mit der Sicherheit nichts verloren. Dass sich Sprengstoff auch in den Leibesh&#246;hlen verstecken l&#228;sst, die von einem Nacktscanner nicht erfasst werden k&#246;nnen, ist den Sicherheitsfetischisten dabei offensichtlich entgangen. Die virtuelle Zwangsentbl&#246;ssung in der &#214;ffentlichkeit ist eine beh&#246;rdlich erzwungene Dem&#252;tigung. Sie f&#252;hrt zum Verlust der Menschenw&#252;rde, aber zu mehr Sicherheit f&#252;hrt sie nicht.</p>
<p>Wozu dann das Ganze? Will man etwa erzwingen, dass strenggl&#228;ubige, muslimische Frauen nicht mehr mit dem Flugzeug fliegen? Das wird ihre todesmutigen Glaubensgenossen allerdings kaum von Terroranschl&#228;gen zur&#252;ckhalten. Aber den Ger&#228;teherstellern beschert der Sicherheitswahn neue Absatzm&#228;rkte und Rekordums&#228;tze. Leidtragende sind die unbescholtenen B&#252;rger, die nichts zu verbergen haben, aber ihre Scham opfern m&#252;ssen, um ihre Unschuld zu beweisen. Und &#252;ber die h&#246;heren Ticketpreise bezahlen sie f&#252;r den Wirtschaftsaufschwung einer Branche, die von der Paranoia der Politiker lebt.</p>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 06:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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