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	<title>DOBSZAYs Ansichten und Einsichten &#187; Geldsystem</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen und Kausalzusammenhänge aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht: technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
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		<title>Staatsverschuldung wegen Nachfragel&#252;cke</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 20:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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Schuldenuhr der USA
Fast die ganze Welt jammert &#252;ber die steigenden Staatsschulden. Es gibt kein Land, das nicht davon betroffen w&#228;re – die einen mehr, die anderen (noch) etwas weniger. Als M&#246;glichkeiten zur Bek&#228;mpfung der Schulden stehen Steuererh&#246;hungen auf der Einnahmeseite und Einsparungen auf der Ausgabenseite beziehungsweise eine Kombination von beidem zur Auswahl. Und weil das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Schuldenuhr USA" src="/images/geld_und_religion/schuldenuhr_usa_2_480.jpg" alt="Schuldenuhr USA" /><br />
<em>Schuldenuhr der USA</em></p>
<p>Fast die ganze Welt jammert &#252;ber die steigenden Staatsschulden. Es gibt kein Land, das nicht davon betroffen w&#228;re – die einen mehr, die anderen (noch) etwas weniger. Als M&#246;glichkeiten zur Bek&#228;mpfung der Schulden stehen Steuererh&#246;hungen auf der Einnahmeseite und Einsparungen auf der Ausgabenseite beziehungsweise eine Kombination von beidem zur Auswahl. Und weil das auf den ersten Blick auch ganz einfach und einleuchtend klingt, wird auch nichts hinterfragt und nicht nach Alternativen gesucht. Alles dreht sich nur noch um den richtigen Mix von Steuererh&#246;hung und Ausgabenk&#252;rzung.</p>
<p>Unter &#214;konomen weitgehend unumstritten ist die Aussage: „Der Staat muss die Nachfragel&#252;cke f&#252;llen, die entsteht, wenn private Haushalte nicht mehr konsumieren und Unternehmen nicht mehr investieren.“, ohne sich des Z&#252;ndstoffes bewusst zu sein, den sie in sich birgt. So richtig dieser Satz auch ist, so sehr verschleiert er zugleich die eigentlichen Ursachen des Problems. Wenn der Staat die Nachfragel&#252;cke nicht mehr zu f&#252;llen vermag, kommt es unweigerlich zu einer Rezession und irgendwann zum Kollaps der gesamten Wirtschaft. Darauf beruht denn auch die Wirtschaftsideologie der Keynesianer. Doch eine Wirtschaftspolitik, die auf einer k&#252;nstlich, auf Staatskredit stimulierten Wirtschaft basiert, m&#252;ndet unweigerlich im Staatsbankrott. Die Heraufsetzung der Schuldenobergrenze wie aktuell in den USA, vermag das Problem nur etwas hinauszuz&#246;gern. Warum das so ist, soll dieser Beitrag beleuchten. Dazu wollen wir folgende, dreiteilige Frage beantworten: Was ist eine „Nachfragel&#252;cke“, wie entsteht sie und welche Konsequenzen hat sie? Die Beantwortung beginne ich mit der letzten Frage, weil diese am einfachsten zu beantworten ist.</p>
<p><span id="more-4190"></span>Wenn private Haushalte und Unternehmen weniger Geld ausgeben, tun sie das heute in der Regel nicht, weil sie weniger ausgeben wollen, sondern weil sie weniger haben, das sie ausgeben k&#246;nnen. Nur wenige Wirtschaftsteilnehmer besitzen heute noch die Tugend, in guten Zeiten f&#252;r schlechte zu sparen, zudem sich dies auch noch ung&#252;nstig auf die Steuerrechnung auswirkt. Geringere Einkommen haben bei gleichem Steuerfuss entsprechend tiefere Steuereinnahmen zur Folge. Ein Staat, der aber (wenn auch nur zur kurzfristigen Wirtschaftsf&#246;rderung) mehr ausgibt, obwohl er zugleich weniger einnimmt, muss sich f&#252;r den Fehlbetrag (zus&#228;tzlich) verschulden und f&#252;r diese Schulden auch noch Zinsen bezahlen. Damit w&#228;re dann auch schon ein Teil der Antwort auf die zweite Frage vorweggenommen.</p>
<p>Die scheinbar einfache Frage, was eine Nachfragel&#252;cke denn eigentlich genau ist, entpuppt sich bei n&#228;herer Untersuchung schon als wesentlich schwieriger. Eine Nachfragel&#252;cke gibt es nur in einer nachfrageorientierten Wirtschaft. Wo keine Nachfrage besteht, muss auch keine befriedigt werden. Ein Haus, das bereits sauber ist, muss ich nicht gleich nochmals reinigen, nur weil mein einziger Daseinszweck und Lebensinhalt darin besteht, H&#228;user zu reinigen. Den Zweck unserer Wirtschaft definieren wir heute als Befriedigung der Nachfrage zur Erwirtschaftung von Gewinn. Doch wo keine Nachfrage ist, k&#246;nnen auch keine Gewinne erzielt werden. Dies nennt man eine Nachfragel&#252;cke. Die Nachfrage ist n&#246;tig, damit unsere Realwirtschaft kontinuierlich wachsen kann, um mit der exponentiell wachsenden Geldmenge der Finanzwirtschaft Schritt halten zu k&#246;nnen. Schliesslich will die Zinseszinskurve bedient werden. Unser Geld- und Wirtschaftssystem ist ein Schneeballsystem, das nach st&#228;ndigem Wirtschaftswachstum verlangt. Blender sprechen in diesem Zusammenhang lieber von einer Schuldenspirale und implizieren damit auch gleich, dass der Schuldner die Schuld daf&#252;r tr&#228;gt, weil der sich verschuldet hat. Dass dieser exponentielle Schuldenwachstum durch das System erzwungen wird, wird ebenso systematisch ausgeblendet wie die Nutzniesser des Systems verschwiegen werden. Diese als internationale Finanzmafia zu bezeichnen, ist politisch meist nicht opportun.</p>
<p>Nachfragel&#252;cken k&#246;nnen k&#252;nstlich befriedigt oder auch ignoriert werden. Beides hat l&#228;ngerfristig ausschliesslich negative Konsequenzen. Eine k&#252;nstlich erzeugte Nachfrage ist nur auf Kosten zus&#228;tzlicher Staatsverschuldung m&#246;glich. Eine st&#228;ndig wachsende Staatsverschuldung f&#252;hrt dazu, dass ab einem gewissen Zeitpunkt die Steuereinnahmen nicht einmal mehr f&#252;r die Schuldzinsen ausreichen und eine Neuverschuldung auf Grund der schlechten Bonit&#228;t durch das hohe Ausfallrisiko nur zu &#228;usserst hohen Zinsen oder gar nicht mehr m&#246;glich ist. Griechenland und Portugal k&#246;nnen bereits ein Lied davon singen. Italien, Spanien und weitere sind gerade dabei, sich dem Chor anzuschliessen. Schulden k&#246;nnen nun mal nicht unendlich angeh&#228;uft und auf die kommenden Generationen von Steuerzahlern &#252;berw&#228;lzt werden.</p>
<p><img title="Real- versus Finanzwirtschaft" src="/images/geld_und_religion/finanzwirtschaft_versus_realwirtschaft.gif" alt="Real- versus Finanzwirtschaft" /><br />
<em>Real- versus Finanzwirtschaft</em></p>
<p>Die Nichtbefriedigung der Nachfragel&#252;cke wirkt sich kurzfristig zwar positiv auf die Verschuldung aus, l&#228;sst aber Finanz- und Realwirtschaft auseinander driften. Dadurch stehen der Geldmenge verh&#228;ltnism&#228;ssig immer weniger G&#252;ter beziehungsweise durch Leistung erzeugte Realwerte gegen&#252;ber, was eine inflation&#228;re Wirkung zur Folge hat. Zudem wird der Geldumlauf gebremst, wodurch sowohl f&#252;r die Zinszahlungen f&#252;r die durch Verschuldung gesch&#246;pfte Geldmenge als auch f&#252;r sozial Benachteiligte, die wegen dem Geldmangel der Wirtschaft aus dem Erwerbsprozess ausscheiden, immer weniger Geld zur Verf&#252;gung steht. Welchen Weg man auch w&#228;hlt, er endet immer irgendwann systembedingt im Wirtschaftskollaps.</p>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler – Teil 8</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 08:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Zinsverbot, das urspr&#252;nglich in allen drei Religionen Christentum, Judentum und Islam lange Zeit G&#252;ltigkeit hatte und mit ethischen Argumenten begr&#252;ndet wurde, l&#228;sst sich auch mathematisch und naturwissenschaftlich begr&#252;nden. Deshalb wollen wir in diesem Beitrag die mathematischen Grundlagen des Zinsverbots etwas n&#228;her untersuchen und werden zur Erkenntnis gelangen, dass Ethik den Gesetzen der Mathematik und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="J&#252;discher Geldverleiher, 16. Jahrhundert" src="/images/geld_und_religion/juedischer_geldverleiher_16jahrhundert_small.jpg" alt="J&#252;discher Geldverleiher, 16. Jahrhundert" align="left" />Das Zinsverbot, das urspr&#252;nglich in allen drei <a title=\"Geld und Religion\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDYtMDkvZ2VsZC11bmQtcmVsaWdpb24v">Religionen</a> Christentum, Judentum und Islam lange Zeit G&#252;ltigkeit hatte und mit ethischen Argumenten begr&#252;ndet wurde, l&#228;sst sich auch mathematisch und naturwissenschaftlich begr&#252;nden. Deshalb wollen wir in diesem Beitrag die mathematischen Grundlagen des Zinsverbots etwas n&#228;her untersuchen und werden zur Erkenntnis gelangen, dass Ethik den Gesetzen der Mathematik und der Naturwissenschaften folgt. Nur ein System, das sich im Einklang mit den Gesetzen der Natur befindet und mathematisch korrekt ist beziehungsweise den Energieerhaltungssatz erf&#252;llt und mindestens einen Gleichgewichtszustand kennt, kann auch ethisch sein. Dies ist eine unabdingbare, wenn auch vielleicht nicht immer hinreichende Voraussetzung. Manchen wird dies intuitiv logisch erscheinen. Anderen, die dies zum ersten Mal h&#246;ren, wird dies im ersten Moment wom&#246;glich etwas esoterisch vorkommen. Doch in den Naturwissenschaften ist weder f&#252;r Esoterik noch f&#252;r Mystik Platz. Im schlimmsten Fall gibt es Unwissenheit oder mangelnde Erkenntnisf&#228;higkeit wie auch im Zusammenhang mit unserem Geldsystem.</p>
<p>Mit dem Begriff der Ethik eng verbunden ist auch der Begriff der Schuld. Diese definiert sich aus Sicht der Ethik als ein Verstoss gegen die Normen der Ethik. Wer diese Normen verletzt, handelt unethisch und l&#228;dt dadurch Schuld auf sich. Zur Entschuldigung beziehungsweise Entschuldung bedarf es der S&#252;hne, die der Schuldige zu leisten hat, um die Ordnung wiederherzustellen. Dies ist sowohl in allen Religionen als auch in jedem Rechtssystem so. Im Zusammenhang mit den Konstruktionsfehlern unseres Geldsystems stellt sich daher auch hier die Frage nach den Schuldigen f&#252;r diesen Fehler. Wer hat dieses kranke System konstruiert und wer soll daf&#252;r Busse tun? So einfach diese Frage ist, so &#252;berraschend ist hingegen f&#252;r manchen vielleicht die Antwort darauf.</p>
<h3>Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen der Finanzethik</h3>
<p>Unser Geldsystem hat den <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">grundlegenden Konstruktionsfehler</a>, dass Geld durch Verschuldung entsteht und daf&#252;r aus der gesch&#246;pften Geldmenge G selber ein Zins Z gezahlt werden muss. Dies l&#228;sst sich mathematisch einfach beschreiben. Die Gleichung, welche den Soll-Zustand und somit den Geldbedarf zum Zeitpunkt der Zinsf&#228;lligkeit beschreibt, lautet G(t1) = G(t0) + Z(t1), wobei t0 = Zeitpunkt der Geldsch&#246;pfung und t1 = Zeitpunkt der Zinsf&#228;lligkeit sind. Die Gleichung, welche den Ist-Zustand und somit die nach der Zinszahlung verbleibende Geldmenge beschreibt, heisst hingegen G(t1) = G(t0) &#8211; Z(t1). Diese beiden Gleichungen bilden ein einfaches Gleichungssystem, das nur l&#246;sbar ist, wenn Z(t1) = 0 ist. Ist der Term Z(t1) ungleich Null, entsteht ein mathematischer Widerspruch. Mit diesem widerspr&#252;chlichen Gleichungssystem erschliesst sich einem die alte Buchhalterweisheit: &#8220;Hundert Mark haben und nicht haben sind zweihundert Mark&#8221;.</p>
<p><span id="more-3794"></span><img title="The facts are coming" src="/images/cartoons/the_facts_are_coming.jpg" alt="The facts are coming" /></p>
<p>Um den Widerspruch aufzul&#246;sen, m&#252;sste die zweite Gleichung durch einen zus&#228;tzlicher Term C(t1) als Korrekturfaktor erg&#228;nzt werden. Auch dieses Geld m&#252;sste durch Verschuldung gesch&#246;pft werden, f&#252;r das wiederum ein Zins zu entrichten w&#228;re. Das Gleichungssystem w&#252;rde somit analog zu den beiden ersten Gleichungen durch zwei weitere Gleichungen C(t2) =C(t1) + Zc(t2) und C(t2) =C(t1) - Zc(t2) erg&#228;nzt, die aber wieder zum selben mathematischen Widerspruch wie schon bei den ersten beiden Gleichungen f&#252;hren w&#252;rden. Das Gleichungssystem ist nur l&#246;sbar, wenn das System im Gleichgewicht ist. Der Zins verhindert dieses Gleichgewicht. Das durch den Zins verursachte Ungleichgewicht im Geldsystem zwingt dieses zu einem exponentiellen Wachstum, bis das System kollabiert und wieder in einen Zustand des Gleichgewichts zur&#252;ckfindet.</p>
<p>Soll die verf&#252;gbare, d.h. die nicht f&#252;r die Zinszahlungen ben&#246;tigte und somit wirklich frei nutzbare Geldmenge konstant bleiben, muss das Geld f&#252;r die Zinsen immer wieder durch regelm&#228;ssige zus&#228;tzliche Verschuldung gesch&#246;pft werden, wof&#252;r wiederum ein Zins zu entrichten ist, f&#252;r den wiederum neues Geld durch Verschuldung gesch&#246;pft werden muss, und so weiter. Es muss st&#228;ndig immer mehr Geld gesch&#246;pft werden, damit die exponentiell wachsende Zinslast bezahlt werden kann. Dieses System stellt ein klassisches Schneeballsystem mit einem typischen exponentiellen Wachstum dar. Der Zinseszins-Effekt gilt sowohl f&#252;r die Haben-Seite als auch f&#252;r die Soll-Seite einer Buchhaltung. Und beide Seiten m&#252;ssen genau gleich gross sein, damit die Bilanz im Gleichgewicht ist. Somit wachsen die Geldverm&#246;gen und Geldschulden im Gleichschritt.</p>
<p>In der Natur sucht sich ein System, das sich im Ungleichgewicht befindet, dieses Gleichgewicht selber und setzt aufgrund der Naturgesetze einen Prozess in Gang, um wieder in einen Zustand des Gleichgewichts zu gelangen. Ich spreche bewusst nicht von <em>dem</em> sondern von <em>einem</em> Gleichgewichtszustand, denn es kann durchaus auch mehrere solche Zust&#228;nde geben. Eine Kugel, die sich auf einer schiefen Ebene befindet, rollt diese hinab bis zu einem Punkt, bei dem sich die auf sie wirkenden Kr&#228;ftevektoren aufheben und sich die Kugel wieder im Gleichgewicht befindet. Im Vakuum ist &#252;brigens auch ein K&#246;rper im Gleichgewicht, der sich linear d.h. gleichm&#228;ssig bewegt. Und immer gilt auch hier der Energieerhaltungssatz.</p>
<p>Wird eine elektrische Spannung kurzgeschlossen, entsteht ein Ungleichgewicht, dass zu einem spannungsausgleichenden Elektronenfluss (auch elektrischer Strom genannt) f&#252;hrt, bis die Spannung entladen ist und sich das System wieder im Gleichgewicht befindet. Beim Wasser verh&#228;lt es sich ebenso. Solange die Staumauer die potenzielle Energie des Wassers im Gleichgewicht zu halten vermag, befindet sich das System Stausee im Gleichgewicht. Bricht die Staumauer, kippt das Gleichgewicht und die potenzielle Energie wird in kinetische Energie umgewandelt, die sich gr&#246;sstenteils in W&#228;rme- und Deformationsenergie entl&#228;dt, bis das Wasser zum Stillstand kommt und sich wieder im Gleichgewicht befindet.</p>
<p>Ein Finanz- und Wirtschaftssystem, das funktioniert und ethisch korrekt ist, muss sich folglich im Gleichgewicht befinden und den Energieerhaltungssatz erf&#252;llen.</p>
<h3>Die Frage der Schuld</h3>
<p>Im Zusammenhang mit dem kranken Geldsystem und der damit verbundenen, ungerechten Verm&#246;gensumverteilung taucht immer wieder auch der Begriff der <a title=\"Die Welt der Verschw&#246;rung(stheori)en\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMTEtMDMvZGllLXdlbHQtZGVyLXZlcnNjaHdvZXJ1bmdzdGhlb3JpZW4v">Verschw&#246;rung</a> auf, denn wo es um Geld und Macht geht und die <a title=\"Geld und Gier\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTAtMDQtMTQvZ2VsZC11bmQtZ2llci8=">Gier</a> regiert, sind auch Intrigen, Verschw&#246;rungen und Korruption zuhause. Unnat&#252;rlich w&#228;re es, wenn dem nicht so w&#228;re. Das w&#228;re wie ein Kuhstall ohne Fliegen. Es ist jedoch falsch, hinter der ganzen Sache eine einzige grosse Verschw&#246;rung einer globalen Finanzelite, die nach der Weltherrschaft strebt,  zu vermuten, auch wenn es solche Zirkel gibt. Ihre Existenz zu leugnen, w&#252;rde von Ignoranz und Dummheit zeugen. Nur ist der Fehler nicht allein auf ihrem Mist gewachsen. Sie machen sich das System lediglich in unversch&#228;mter und skrupelloser Art und Weise zunutze. Weil es ihre Gier nach Macht und Geld befriedigt, besteht ihr Ansporn darin, das System zu schlagen und es beziehungsweise die arbeitende Bev&#246;lkerung f&#252;r ihre Zwecke arbeiten zu lassen. Das taten sie auch schon lange, bevor das Zinsverbot dem Kapitalismus zum Opfer fiel.</p>
<p>Die Spieler im System, welche den schuld- und zinsbasierten Mechanismus der Geldsch&#246;pfung bedienen, sind die Banken. Sie machen Geld aus Geld und zelebrieren damit die Inzucht des Geldes. Es w&#228;re jedoch falsch und zu trivial, einfach nur die Banken an den Pranger zustellen, denn sie spielen lediglich nach den Spielregeln, die wir ihnen und uns mit unseren Finanz- und Wirtschaftsgesetzen gegeben haben. Es ist schliesslich nur &#8220;nat&#252;rlich&#8221;, dass die Banken den maximalen Nutzen f&#252;r sich daraus zu ziehen versuchen, so wie wir es doch fast alle mehr oder weniger im Leben tun. Wir sind es, die von der Bank einen Zins f&#252;r unsere Finanzanlagen und unsere Sparguthaben erwarten. Wie wir aus der Verhaltensforschung wissen, dient das Nutzenstreben der Selbsterhaltung der eigenen Art und der Schaffung von Sicherheit. Krankhaft ist es erst dann, wenn es zur Gier wird. Mit dem Zins Geld aus Geld erschaffen zu wollen, ist krank und widernat&#252;rlich, weil es den Energieerhaltungssatz und damit ein Naturgesetz verletzt. Gier ist die pathologische Auspr&#228;gung des Strebens nach Sicherheit und Selbsterhaltung. Gier kennt keine Grenzen, so wie auch die Exponentialfunktion, welcher die Zinseszinskurve folgt, unendlich und immer schneller w&#228;chst. Mit dem Zins haben wir diese Gier als grundlegenden Systembestandteil etabliert und damit ein krankes Finanz- und Wirtschaftssystem erschaffen. Den Fehler haben wir ausgeblendet und uns unserer Schuld gegen&#252;ber blind gemacht. Nun hat uns die Krise ereilt, weil das System kurz vor dem Kollaps steht, und wir sehen den Wald vor lauter B&#228;umen nicht mehr. Immer mehr Menschen leider darunter. Wir haben den &#220;berblick und den Sinn f&#252;r die auch in der Wirtschaft geltenden Naturgesetze verloren. Wir versuchen, die Geldkrankheit mit noch mehr krankem Geld zu kurieren. Wir sind gefangen in unserer Paradigma-Paralyse und anscheinend unf&#228;hig, uns aus der Grube, die wir uns selber gegraben haben, zu befreien. Wir &#228;rgern uns &#252;ber <span style="text-decoration: line-through;">unsere eigene Dummheit</span> die Dunkelheit und warten darauf, bis einer das Licht anschaltet, anstatt dass wir dies selber tun w&#252;rden. Wir sind das Volk! Oder sind wir bloss <a title=\"Ignoranz als (a)soziales Verhaltensmuster\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTAtMDctMTUvaWdub3JhbnotYWxzLWFzb3ppYWxlcy12ZXJoYWx0ZW5zbXVzdGVyLw==">ein Volk von Ignoranten</a>?</p>
<p>Eine zus&#228;tzliche Schuld an der ganzen Misere tragen all jene, welche mit Derivatgesch&#228;ften zus&#228;tzlich Spekulationsblasen erzeugen und so &#228;usserst wirkungsstarke Katalysatoren zur Beschleunigung der pathologischen Auswirkungen des Systemfehlers erschaffen. Auch sie werden dabei von ihrer Gier getrieben. Von wissenschaftsblinden &#214;konomen wird der Fokus gerne von den grundlegenden, konstruktionsbedingten Ursachen der Krise auf diese Katalysatoren gelenkt. Es liegt an uns allen, die ethische Ordnung wiederherzustellen. Jeder kann zumindest mit Aufkl&#228;rungsarbeit dazu beitragen. Und vielleicht t&#228;ten wir gut daran, den Schuldigen aus christlicher N&#228;chstenliebe zu vergeben, damit bei der Bereinigung kein Blut vergossen wird.</p>
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		<title>Der Wirtschaft neue Kleider</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 19:19:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die FAZ bringt die aktuelle Wirtschaftslage im Artikel &#8220;Anleger glauben an Kaisers neue Kleider&#8221; auf den Punkt. Die Analogie zu Hans Christian Andersens M&#228;rchen &#8220;Des Kaisers neue Kleider&#8221; trifft den Nagel auf den Kopf. Die Wirtschaft h&#228;tte sich angeblich erholt und sei wieder auf Wachstumskurs, heisst es &#252;berall in den Medien. Ist das wirklich so? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full" style="margin-right: 10px;" title="Gr&#246;ssenwahn: immer h&#246;her - immer gr&#246;sser" src="/images/immerhoeher.jpg" alt="Gr&#246;ssenwahn: immer h&#246;her - immer gr&#246;sser" align="left" />Die FAZ bringt die aktuelle Wirtschaftslage im Artikel &#8220;<a title=\"FAZ - Anleger glauben an Kaisers neue Kleider\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mYXoubmV0L3MvUnViODQyQTYwNERBN0FENDIwQkJFQTNEMjQxNTQ1QUZDQTMvRG9jfkUwODY3QUFCNEFFODI0QTMyQjI1MEIyNzE5M0FFMzJEQn5BVHBsfkVjb21tb25+U2NvbnRlbnQuaHRtbA==" target=\"_blank\">Anleger glauben an Kaisers neue Kleider</a>&#8221; auf den Punkt. Die Analogie zu Hans Christian Andersens M&#228;rchen &#8220;<a title=\"Des Kaisers neue Kleider\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kZXV0c2NobGFuZHNwb3QuY29tL21hZXJjaGVuL2thaXNlcnNuZXVla2xlaWRlci5odG1s" target=\"_blank\">Des Kaisers neue Kleider</a>&#8221; trifft den Nagel auf den Kopf. Die Wirtschaft h&#228;tte sich angeblich erholt und sei wieder auf Wachstumskurs, heisst es &#252;berall in den Medien. Ist das wirklich so? Oder leiden gewisse Leute an Wahrnehmungsst&#246;rungen? Die <a title=\"Eurostat - das statistische Amt der Europ&#228;ischen Union\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2VwcC5ldXJvc3RhdC5lYy5ldXJvcGEuZXUvcG9ydGFsL3BhZ2UvcG9ydGFsL2V1cm9zdGF0L2hvbWUv" target=\"_blank\">Zahlen von Eurostat</a>, dem statistischen Amt der Europ&#228;ischen Union lassen jedenfalls den Schluss nicht zu, dass sich die Wirtschaft bereits wesentlich oder gar nachhaltig erholen w&#252;rde. Der Wunsch nach wirtschaftlicher Stabilit&#228;t treibt sonderbare Bl&#252;ten. Kann man bei einem <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Schneeballsystem</a> &#252;berhaupt von Stabilit&#228;t sprechen? Naturwissenschaftler und Mathematiker w&#252;rden dies klar verneinen. Die meisten &#214;konomen und Politiker hingegen scheinen eine etwas andere Wahrnehmung der Realit&#228;t zu haben. Ist es Dummheit, Unwissen oder Ignoranz? Wollen sie aus Eitelkeit die Realit&#228;t nicht sehen oder haben sie einfach Angst, die Wahrheit &#246;ffentlich auszusprechen?</p>
<p><span id="more-3005"></span>Gestern hatte ich ein Gespr&#228;ch mit einem Kollegen zur aktuellen Wirtschaftslage und wir kamen auch auf die exponentiell wachsende Staatsverschuldung, die Geldsch&#246;pfung und die Auswirkungen des Zinses im Geldsystem zu sprechen. Ich empfahl ihm, sich doch selber etwas schlau zu machen, worauf er mir erwiderte, er sei sich nicht sicher, ob er das alles wirklich wissen und verstehen wolle, denn es k&#246;nnte sein Weltbild ver&#228;ndern. Dann k&#246;nne er nicht mehr so unbelastet wie bisher durchs Leben gehen und w&#252;rde wom&#246;glich &#252;berall nur noch Probleme sehen. Was w&#252;rde ihm das neu erworbene Wissen n&#252;tzen? Schliesslich k&#246;nne er als Einzelner sowieso nichts am System &#228;ndern. &#196;hnliches bekam ich auch bei einem Mittagessen vor ein paar Wochen von einem anderen Kollegen zu h&#246;ren.</p>
<p>Zugegeben, das Wissen um die Probleme und deren wahren Ursachen alleine ver&#228;ndert noch nichts. Es ist aber eine zwingende Voraussetzung daf&#252;r, dass sich etwas &#228;ndert. Erst wenn die kritische Masse an Personen erreicht ist, die eine &#196;nderung wollen und eine klare Vorstellung haben, wie diese aussehen soll, kann sie auch Realit&#228;t werden. Solange wir uns aber von Bilanzmanipulationstricks und realit&#228;tsfremden Nachrichten in den Medien blenden lassen, die die globale Wirtschaftslage sch&#246;n reden und uns die Illusion von einer wieder gesunden Wirtschaft vermitteln, k&#246;nnen die Betr&#252;ger weiterhin in Ruhe die virtuellen Gew&#228;nder des Kaisers n&#228;hen und der Kaiser wird weiterhin f&#252;r seine Kleider bewundert, obwohl er in Wahrheit nackt ist. An unschuldigen Kinder, die die Wahrheit auszusprechen wagen und sagen: &#8220;Aber er hat ja gar nichts an!&#8221;, fehlt es nicht. Doch wo ist das Volk, das das Kind h&#246;rt und ebenfalls ruft: &#8220;Aber er hat ja gar nichts an!&#8221;?</p>
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		<title>Ein &#228;usserst bemerkenswerter Banquier</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 10:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freeman, der Betreiber des konspirationsinvestigativen Blogs &#8220;Schall und Rauch&#8221;, hat Dr. Konrad Hummler, gesch&#228;ftsf&#252;hrendem Teilhaber der Bank Wegelin &#38; Co. Privatbankiers &#8211; der &#228;ltesten Bank der Schweiz (seit 1741) &#8211; im Interview ein paar kritische Fragen gestellt. Herr Dr. Hummler plauderte dabei f&#252;r einen Banker erstaunlich offen und ehrlich aus dem N&#228;hk&#228;stchen. Nicht ganz zuf&#228;llig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freeman, der Betreiber des konspirationsinvestigativen Blogs &#8220;Schall und Rauch&#8221;, hat Dr. Konrad Hummler, gesch&#228;ftsf&#252;hrendem Teilhaber der Bank Wegelin &amp; Co. Privatbankiers &#8211; der &#228;ltesten Bank der Schweiz (seit 1741) &#8211; <a title=\"Interview mit Dr. Konrad Hummler\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2FsbGVzLXNjaGFsbHVuZHJhdWNoLmJsb2dzcG90LmNvbS8yMDA5LzExL2ludGVydmlldy1taXQtZHIta29ucmFkLWh1bW1sZXIuaHRtbA==" target=\"_blank\">im Interview</a> ein paar kritische Fragen gestellt. Herr Dr. Hummler plauderte dabei f&#252;r einen Banker erstaunlich offen und ehrlich aus dem N&#228;hk&#228;stchen. Nicht ganz zuf&#228;llig wird er auch als Bankieranarchist bezeichnet. Ein Banker mit Charakter und ein Interview, das man nicht verpassen sollte! (<a title=\"Interview mit Dr. Konrad Hummler (Teil 1)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ZpbWVvLmNvbS83NDY4MTM1" target=\"_blank\">Teil 1</a>, <a title=\"Interview mit Dr. Konrad Hummler (Teil 2)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ZpbWVvLmNvbS83Njk0MzE5" target=\"_blank\">Teil 2</a>)</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=2223" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Ingenieure f&#252;r die &#214;konomie!</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 09:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<description><![CDATA[Den regelm&#228;ssigen Lesern meiner Website ist es sicher nicht entgangen, dass ich mich in letzter Zeit nicht nur mit informatiknahen sondern vermehrt auch mit volkswirtschaftlichen sowie ethischen Themen rund um das globale Geld- und Wirtschaftssystem befasse. F&#252;r einen Ingenieur ist dies sicher ungew&#246;hnlich. Doch die Materie fasziniert mich je mehr ich mich damit befasse. Zugleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den regelm&#228;ssigen Lesern meiner Website ist es sicher nicht entgangen, dass ich mich in letzter Zeit nicht nur mit informatiknahen sondern vermehrt auch mit volkswirtschaftlichen sowie ethischen Themen rund um das globale Geld- und Wirtschaftssystem befasse. F&#252;r einen Ingenieur ist dies sicher ungew&#246;hnlich. Doch die Materie fasziniert mich je mehr ich mich damit befasse. Zugleich geben mir die gewonnen Einsichten zunehmend Anlass zur Beunruhigung, denn unser System ist ein Schneeballsystem, das von einer Finanzelite geschaffen wurde, um durch Ausbeutung der andern Macht und Wohlstand f&#252;r sich und ihresgleichen zu gewinnen. Unser System ist wohl die abartigste Fehlkonstruktion, die ein Ingenieur je gesehen hat.</p>
<p>Wahrscheinlich entwickeln die meisten Ingenieure gerade deshalb instinktiv eine ausgepr&#228;gte Abneigung dagegen und vermeiden es, sich damit befassen zu m&#252;ssen. Dadurch bleibt ihnen verborgen, woran unsere Welt krankt. Doch wer w&#228;re f&#228;higer, ein besseres System zu entwerfen, als ein Ingenieur, der gelernt hat und dessen Broterwerb darin besteht, funktionsf&#228;hige und stabile System auch hoher Komplexit&#228;t zu konstruieren? <span id="more-1824"></span>Das soll nun kein Eigenlob sein, denn schliesslich habe ich selber noch keinen funktionsf&#228;higen Entwurf pr&#228;sentiert.</p>
<h3>Der ingenieurm&#228;ssige L&#246;sungsansatz</h3>
<p>Ich befinde mich immer noch in der Analyse-Phase, obschon ich parallel dazu bereits verschiedene Ideen zu L&#246;sungen entwickelt habe. Als Ingenieur halte ich mich an den klassischen Probleml&#246;sungsprozess, wie er zum Beispiel bei der Softwareentwicklung angewandt wird:</p>
<ol>
<li>Analyse der Ausgangslage und Problemstellung</li>
<li>Zieldefinition und Anforderungsspezifikation</li>
<li>Entwurf von L&#246;sungsvarianten</li>
<li>Bewertung dieser Varianten und Variantenentscheid</li>
<li>Technische Detailspezifikation</li>
<li>Technische Realisierung (Systembau)</li>
<li>Schlusskontrolle und Abnahme</li>
<li>Betriebliche Umsetzung</li>
</ol>
<p>&#220;ber Punkt 4 hinaus werde ich alleine wohl nie kommen. Deshalb fordere ich jeden Ingenieur, aber auch ebenso jeden anderen Interessierten auf, mir seine Ideen in den Kommentaren mitzuteilen und das gewonnene Wissen in seinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zu verbreiten und zu diskutieren. Das Problem kann nur gel&#246;st werden, wenn dessen wahre Ursachen nicht l&#228;nger totgeschwiegen und tabuisiert werden. Alle meine relevanten Beitr&#228;ge dazu sind unter &#8220;<a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Geldsystem und Finanzwirtschaft</a>&#8221; zu finden. Nur wenn es uns gelingt, die kritische Masse f&#252;r eine Ver&#228;nderung zu mobilisieren, wird diese auch stattfinden. Ich bin und bleibe eben ein unverbesserlicher Optimist. <img src='http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Schlechte Rezepte gibt es genug</h3>
<p>Die Ursachen f&#252;r die Wirtschaftskrise sind systemimmanent, d.h. durch das System selber bedingt und verursacht. Um die Krise zu l&#246;sen, muss das System grundlegend &#252;berarbeitet werden. Dies ist vergleichbar mit einem Haus, das instabil ist und einzust&#252;rzen droht, weil es gegen die Gesetze der Physik gebaut wurde. Es muss abgerissen und neu konstruiert werden. Das Problem bei einem Wirtschaftssystem wird aber zus&#228;tzlich dadurch erschwert, dass die &#8220;Bewohner&#8221; nicht einfach vor&#252;bergehend umquartiert werden k&#246;nnen, bis das neue Geb&#228;ude steht, sondern die Realisierung ist eine Operation am offenen Herz. Die Wirtschaft muss schliesslich irgendwie (zumindest minimal) weiter funktionieren. Vielleicht sollten wir uns zus&#228;tzlich von Chirurgen beraten lassen.</p>
<p>Mit den gleichen Mitteln der Geldpolitik, welche zur Weltwirtschaftskrise gef&#252;hrt haben, wird die Krise durch die gleichen Finanzgurus nun bek&#228;mpft, die sie mitzuverantworten haben. Schliesslich haben sie dieses System erfunden und das Spiel selber auf die Spitze getrieben. Es heisst, die Krise sei durch die Gier der Banker und die zu vielen, zu billigen Kredite aufgrund von zu tiefen Zinsen ausgel&#246;st worden. Im Klartext heisst dies: Das FIAT MONEY System hat zu einer unverantwortlichen Ausweitung der Geldmenge gef&#252;hrt, weil zu viel Geld durch zu billige Kredite aus dem Nichts gesch&#246;pft wurde. Das reale Wirtschaftswachstum konnte aber mit der exzessiven Geldmengenausweitung nicht Schritt halten. Regierungen und Zentralbanken bek&#228;mpfen die Krise nun, indem sie &#8220;Liquidit&#228;t&#8221; in den Markt (beziehungsweise direkt und indirekt in die Banken) pumpen, was zugleich aber auch die Staatsverschuldung noch weiter vorantreibt. Es wird erhofft, so die Nachfrage zu stimulieren und damit die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Die Zeche daf&#252;r bezahlen die k&#252;nftigen Generationen. Mit blindem Aktivismus wird versucht, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben.</p>
<h3>Verifizierbare Modelle anstatt wilde Theorien!</h3>
<p>Alle Geldtheorien basieren auf Anreizsystemen und Annahmen zu ihren qualitativen Wirkungsweisen. Jede Theorie begr&#252;ndet eine eigene Wirtschaftsreligion. Es herrscht ein Glaubenskrieg zwischen den Anh&#228;ngern der einzelnen Theorien, wobei keines der Lager in der Lage ist, die Richtigkeit seiner Theorie (wissenschaftlich) zu beweisen oder zumindest auch nur mit statistisch relevanten Daten zu untermauern. Von einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Materie fehlt jede Spur. Diese w&#252;rde verlangen, das Gesamtsystem vollst&#228;ndig und auch in quantitativer Hinsicht zu modellieren und anhand dieses Modells alle m&#246;glichen Varianzen in Szenarien durchzuspielen beziehungsweise zu berechnen. Ein solches Modell konnte ich trotz aufwendiger Recherchen bislang nirgends finden.</p>
<p>&#8220;Geld muss fliessen&#8221; ist eine der Forderungen von Silvio Gesells Freiwirtschaftslehre. Pers&#246;nlich erachte seine Theorien in vielen Teilen als richtig, wobei ich festellen musste, dass auch diese noch unvollst&#228;ndig und nicht in allen Teilen ganz schl&#252;ssig sind. Mir gef&#228;llt aber Gesells Grundhaltung, mit der er seine Theorien von einer &#8220;nat&#252;rlichen Wirtschaftsordnung&#8221; entwickelt hat. Geld und Wasser haben vieles gemeinsam. Wo kein Wasser fliesst, gibt es kein Leben. Wo kein Geld fliesst, ist die Wirtschaft tot. Wasser, das l&#228;ngere Zeit in einem T&#252;mpel steht, f&#228;ngt an zu faulen und l&#228;sst mitunter todbringende Bakterien gedeihen. Geld, das thesauriert angelegt wird, entzieht durch den Zinseszins dem fliessenden Geld immer mehr Substanz. Von den Wasserbauern und Bew&#228;sserungstechnikern k&#246;nnte die &#214;konomie noch viel lernen.</p>
<p>Wir brauchen keine Theorien, die aus dem Nichts geboren werden, wie das FIAT MONEY, das durch die Kreditvergabe aus dem Nichts gesch&#246;pft wird. Wir brauchen zun&#228;chst einmal Modelle, welche das gesamte Geld- und Wirtschaftssystem hinreichend abbilden und die Konstruktionsfehler offenlegen. Danach k&#246;nnen wir Modelle konstruieren, welche diese Fehler nicht mehr enthalten. Wir bauchen ein richtiges &#8220;Economic Engineering&#8221;, das auf anerkannten und erprobten Engineering-Prinzipien beruht! Schliesslich sind Ingenieure auch <a title=\"Ingenieure sind die besseren Terroristen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDgtMDItMDIvaW5nZW5pZXVyZS1zaW5kLWRpZS1iZXNzZXJlbi10ZXJyb3Jpc3Rlbi8=">die besseren Terroristen</a> <img src='http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1824" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler &#8211; Teil 6</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2009-08-14/unser-geld-und-wirtschaftssystem-hat-einen-konstruktionsfehler-teil-6/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 06:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es freut mich, dass meine Artikelserie &#8220;Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler&#8221; (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5) bereits ein paar tausendmal gelesen wurde. Erg&#228;nzend dazu verweise ich nun gerne auf den Vortrag &#8220;Finanzmarktkrise &#8211; Ergebnisse einer Fehlentwicklung, die wir korrigieren k&#246;nnen&#8221; von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es freut mich, dass meine Artikelserie &#8220;Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler&#8221; (<a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 1\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTMvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0xLw==">Teil 1</a>, <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 2\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTQvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0yLw==">Teil 2</a>, <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 3\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTUvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0zLw==">Teil 3</a>, <a title=\"Unser Geld und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 4\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMjgvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC00LXZpZGVvcy8=">Teil 4</a> und <a title=\"Unser Geld und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 5\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMzAvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC01Lw==">Teil 5</a>) bereits ein paar tausendmal gelesen wurde. Erg&#228;nzend dazu verweise ich nun gerne auf den Vortrag &#8220;<a title=\"Vortrag von Prof. Berger &quot;Die Finanzmarktkrise - Ergebnis einer Fehlkonstruktion, die wir korrigieren k&#246;nnen&quot;\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5idXNpbmVzcy1yZWZyYW1pbmcuZGUvd3d3L2Ntcy9zaW5nbGVfZGVfNTk=" target=\"_blank\">Finanzmarktkrise &#8211; Ergebnisse einer Fehlentwicklung, die wir korrigieren k&#246;nnen</a>&#8221; von <a title=\"Prof. Dr. Dr. Wolfgang G. Berger, &#214;konom und Philosoph\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5idXNpbmVzcy1yZWZyYW1pbmcuZGUvd3d3L2Ntcy9zaW5nbGVfZGVfMg==" target=\"_blank\">Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger</a> vom 30.01.2009 im Zeughaus in Augsburg:</p>
<p><img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /></p>
<p>Professor Berger erkl&#228;rt auch f&#252;r Laien verst&#228;ndlich, &#8230;</p>
<ol>
<li>in welcher Situation sich unsere globale Wirtschaft befindet,</li>
<li>wie Hedge- und Equityfunds und das Gesch&#228;ft mit Leerverk&#228;ufen funktionieren,</li>
<li>zu welchen Exzessen der kurzfristigen Gewinnmaximierung das &#8220;Shareholder Value&#8221;-Denken in der von der Geldgier getriebenen, neoliberalen, kapitalistischen Wirtschaftsordnung gef&#252;hrt hat (mit einem anschaulichen Zahlenbeispiel zu Kreditverbriefung und Hedgefunds),</li>
<li>was eine Exponentialfunktion ist und wie die Zinseszinsfunktion als eine solche Exponentialfunktion die Verschuldung nach oben treibt und die realen Einkommen nach unter dr&#252;ckt,</li>
<li>wie die Grossbanken zusammen mit dem <a title=\"Internationaler W&#228;hrungsfond\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pbWYub3JnLw==" target=\"_blank\">IWF</a> und der <a title=\"Weltbank\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy53b3JsZGJhbmsub3JnLw==" target=\"_blank\">Weltbank</a> die Entwicklungsl&#228;nder durch Verschuldung in die Abh&#228;ngigkeit treiben und ausbeuten,</li>
<li>warum die Wirtschaftslehre von <a title=\"Milton Friedman\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9NaWx0b25fRnJpZWRtYW4=" target=\"_blank\">Milton Friedmann</a> falsch ist,</li>
<li>wie ein durch eine Demurrage (Liegegeb&#252;hr) umlaufgesichertes Geld als praktikable Alternative zum aktuellen Geldsystem funktioniert,</li>
<li>wieviel Zinsen wir mit unseren Ausgaben bezahlen,</li>
<li>wie das durch einen Abschlag umlaufgesicherte Geldsystem im Mittelalter zu Wohlstand gef&#252;hrt hat,</li>
<li>wie es dann aber durch Exzesse zur Forderung nach dem &#8220;Dauergeld&#8221; gekommen ist, was wiederum ganz Europa in Krieg und Verderben gest&#252;rzt hat,</li>
<li>und wie heute Geld von Arm nach Reich umverteilt wird.</li>
</ol>
<p>Wir &#228;rgern uns &#252;ber die Wirtschaftskrise und bangen um unsere Jobs und Existenzen. Und wir wundern uns zum Beispiel, dass die Gesundheitskosten explodieren. Doch wenn man bedenkt, dass unser gesamtes Gesundheitssystem mit seiner teuren Infrastruktur praktisch ausschliesslich &#252;ber Kredite finanziert ist, sollte dies uns eigentlich &#252;berhaupt nicht erstaunen.</p>
<p>Wir sind in unserer Paradigma-Paralyse gefangen und anscheinend (noch) unf&#228;hig, das System zu begreifen und uns dagegen zur Wehr zu setzen. Es wird Zeit, endlich aus dem Dornr&#246;sschenschlaf aufzuwachen, denn es gibt ein Leben ausserhalb der Matrix!</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1240" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler &#8211; Teil 5</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 21:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie unser Geldsystem funktioniert und warum wir st&#228;ndiges, exponentielles Wirtschaftswachstum brauchen, um das System am Leben zu erhalten, habe ich in den ersten drei Beitr&#228;gen (Teil 1, Teil 2, Teil 3) erkl&#228;rt und im vierten Teil mehrere Videos f&#252;r einen Kino f&#252;llenden Abend zum Thema zusammengestellt. Welche Konsequenzen der im Geldsystem begr&#252;ndete Zwang zum exponentiellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie unser Geldsystem funktioniert und warum wir st&#228;ndiges, exponentielles Wirtschaftswachstum brauchen, um das System am Leben zu erhalten, habe ich in den ersten drei Beitr&#228;gen (<a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 1\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTMvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0xLw==">Teil 1</a>, <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 2\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTQvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0yLw==">Teil 2</a>, <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 3\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTUvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0zLw==">Teil 3</a>) erkl&#228;rt und im <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 4 (Videos)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMjgvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC00LXZpZGVvcy8=">vierten Teil</a> mehrere Videos f&#252;r einen Kino f&#252;llenden Abend zum Thema zusammengestellt. Welche Konsequenzen der im Geldsystem begr&#252;ndete Zwang zum exponentiellen Wirtschaftswachstum auf den Wirtschaftskreislauf und unsere Umwelt hat, erkl&#228;rt Annie Leonard im Film <a title=\"The Story of Stuff with Annie Leonard\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdG9yeW9mc3R1ZmYuY29tLw==" target=\"_blank\">&#8220;The Story of Stuff&#8221;</a>, dessen <a title=\"The Story of Stuff - Deutsche Version bei Vimeo\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ZpbWVvLmNvbS8yNDE2ODMy" target=\"_blank\">deutsche Version</a> ich hier verlinkt habe:</p>
<p><object width="480" height="362" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2416832&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed width="480" height="362" type="application/x-shockwave-flash" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2416832&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ZpbWVvLmNvbS8yNDE2ODMy">Story of Stuff &#8211; German</a> from <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ZpbWVvLmNvbS91dG9waWFhZw==">UTOPIA AG</a> on <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3ZpbWVvLmNvbQ==">Vimeo</a>.</p>
<p>Annie Leonard mag die Dinge vielleicht etwas vereinfacht und provokativ darstellen. An der Wahrheit der Inhalte &#228;ndert dies jedoch nichts. Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Ebenfalls anregend und spannend inszeniert zeigt der 2003 unter der Leitung des Dozenten Stefan J&#228;ger an der Filmakademie Baden-W&#252;rttemberg entstandene und pr&#228;mierte Film &#8220;<a title=\"Vom Reis - Kurzfilm &#252;ber das Geldsystem\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PVVGa2ZLRGF3QUZZ" target=\"_blank\">Vom Reis</a>&#8221; in gekonnter Hollywood-Manier das Zusammenspiel zwischen Geldsystem, Staatsverschuldung, Politik und Korruption. Es ist Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen und ebenso deren Urheber.</p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/UFkfKDawAFY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/UFkfKDawAFY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Pr&#228;gnanter k&#246;nnte man die Realit&#228;t in einem Kurzfilm wohl kaum darstellen.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1013" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 09:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wem die Ausf&#252;hrungen im ersten Teil etwas zu komplex und unverst&#228;ndlich erscheinen, sollen ein paar Zahlenbeispiele den Konstruktionsfehler unseres Geld- und Wirtschaftssystems verst&#228;ndlich machen. Danach schauen wir die Beschleunigung der Aufbl&#228;hung durch Finanzderivate an und f&#252;r die Lesefaulen gibt&#8217;s am Schluss noch einen Film. Die ethischen, mathematischen und wahrnehmungspsychologischen Betrachtungen folgen im dritten Teil mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wem die Ausf&#252;hrungen im <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 1\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTMvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0xLw==">ersten Teil</a> etwas zu komplex und unverst&#228;ndlich erscheinen, sollen ein paar Zahlenbeispiele den Konstruktionsfehler unseres Geld- und Wirtschaftssystems verst&#228;ndlich machen. Danach schauen wir die Beschleunigung der Aufbl&#228;hung durch Finanzderivate an und f&#252;r die Lesefaulen gibt&#8217;s am Schluss noch einen Film. Die ethischen, mathematischen und wahrnehmungspsychologischen Betrachtungen folgen im <a title=\"Unser Geld und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 3\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTUvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0zLw==">dritten Teil</a> mit einem Ausblick auf m&#246;gliche L&#246;sungsans&#228;tze, bevor es dann in <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 4 (Videos)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMjgvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC00LXZpZGVvcy8=">Teil 4</a> und <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 5\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMzAvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC01Lw==">Teil 5</a> vor allem mit Videos weitergeht.</p>
<h3>Geldsch&#246;pfung konkret</h3>
<p>Die Banken B1 und B2 leihen sich von der W&#228;hrungsbank je 100 Franken gegen Sicherheiten (z.B. Gold). Die von der W&#228;hrungsbank generierte Geldmenge betr&#228;gt somit 200 Franken. Beide Banken vergeben damit je 10 Kunden einen Kredit von je 100 Franken und verlangen von ihnen am Ende des Jahres einen Zins von je 1 Franken. Diese 2&#8217;000 Franken (2·10·100) an Krediten bilden nun die im Umlauf befindliche Geldmenge und werden von den Marktteilnehmern im Laufe des Jahres durch ihre Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit umverteilt. Am Ende des Jahres bezahlen alle 20 Kunden je 1 Franken f&#252;r Zinsen an ihre Bank. Die im Markt ausserhalb der Banken verbleibende Geldmenge betr&#228;gt jetzt dadurch aber nur noch 1&#8217;980 Franken.</p>
<p>Kunde K1 hat sehr gut gewirtschaftet und ihm verbleiben nach Bezahlung seiner Zinsen 200 Franken. Bei seinen Kollegen fehlen nun aber 101 Franken f&#252;r dessen Zins von 1 Franken und seinem Gewinn von 100 Franken. Mit seinen 200 Franken zahlt K1 der Bank seine Schulden zur&#252;ck und legt die &#252;brigen 100 Franken bei seiner Bank an. Mit diesem Geld generiert die Bank dann wieder Kredite in H&#246;he von 100 Franken f&#252;r die zur&#252;ck erhaltenen 100 Franken (die sie selber weiterhin mit nur 10 Franken deckt) und zus&#228;tzlich 1&#8217;000 Franken f&#252;r die 100 Franken Einlage von K1, die sie weiteren Kunden als Kredite gegen Zinsen vergibt. Die bei den 19 Kollegen von K1 nun fehlenden 101 Franken sowie die 19 Franken f&#252;r deren eigenen Zinsen m&#252;ssen von diesen &#252;brigens &#252;ber eine zus&#228;tzliche Verschuldung von 120 Franken &#8220;kompenisert&#8221; werden, welche in diesen neuen Krediten enthalten ist.</p>
<p>Die Banken haben total 20 Franken an Zinsen von ihren Kreditkunden eingenommen und bezahlen davon ihrerseits 2 Franken f&#252;r Zinsen an die W&#228;hrungsbank f&#252;r die 200 Franken, die sie sich von ihnen geliehen haben. F&#252;r die verbleibenden 18 Franken vergeben sie wiederum 180 Franken an zus&#228;tzlichen Krediten, wodurch sich die im Umlauf ausserhalb der Gesch&#228;ftsbanken befindliche Geldmenge innert gut einem Jahr aus den urspr&#252;nglich bei der W&#228;hrungsbank generierten 200 Franken auf 3&#8217;160 Franken erh&#246;ht hat (1&#8217;980+1&#8217;000+180). Wollte man alle Kredite von 3&#8217;160 Franken vollst&#228;ndig an die Banken zur&#252;ckzahlen, br&#228;uchte man dazu 3&#8217;476 Franken einschliesslich der 316 Franken f&#252;r die Zinsen. Aber woher sollte man diese 316 Franken nehmen?</p>
<p><span id="more-877"></span><em>Dieses Zahlenbeispiel ist bewusst vereinfacht und ber&#252;cksichtigt die Buchungsregeln nicht ganz. In der Realit&#228;t ist es durch die &#8220;Reservevorschriften&#8221; noch etwas komplizierter und die Geldsch&#246;pfung durch die Kreditvergabe der Gesch&#228;ftsbanken &#8220;aus dem Nichts&#8221; ist auf das 20- bis 50-fache einer urspr&#252;nglichen Einlage limitiert, was allerdings nur zus&#228;tzliche Probleme mit sich bringt.</em></p>
<h3>Zins und Zinseszins konkret</h3>
<p>Wird ein Geldbetrag von 100 Franken zu 10 Prozent Zins angelegt, so w&#228;chst das Guthaben &#252;ber eine Laufzeit von 50 Jahren auf rund 12&#8217;000 Franken an. Bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung von Investitionen werden die j&#228;hrlichen Geldzufl&#252;sse und -abfl&#252;sse bei der Berechnung des NPV (<a title=\"Kapitalwert, Barwert, Net Present Value\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9LYXBpdGFsd2VydA==" target=\"_blank\">Net Present Value</a>) in der Regel mit einem Zins von 12 Prozent abdiskontiert. Mit einer solchen Rendite k&#246;nnen sich soziale und &#246;kologische Projekte nicht messen.</p>
<p><img title="Zinseszinskurve" src="/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/zinseszinskurve.gif" alt="Zinseszinskurve" /><br />
<em>Die Zinseszinskurve ist eine Exponentialfunktion</em></p>
<p>Ein weiteres Beispiel zeigt die Absurdit&#228;t des Zinseszinses. H&#228;tte Josef bei Jesu Geburt f&#252;r diesen ein Sparkonto mit einer Einlage von 1 Cent er&#246;ffnet, w&#228;re dieses bei einer Verzinsung mit 5 Prozent im Jahr 2000 1&#8217;125 Billiarden (15 Nullen) Erdkugeln aus Gold wert gewesen und bereits im Jahre 1400 h&#228;tte er eine ganze Erdkugel aus Gold kaufen k&#246;nnen.</p>
<p>Wer dabei mathematisch nicht ganz durchblickt und diesem Zahlenbeispiel nicht traut, dem sei die <a title=\"Der weise Mann, der K&#246;nig, das Schachbrett\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rb2NobWl4LmRlL2tvY2htYWdhemluLXJlaXMtc2NoYWNoLS1kZXItd2Vpc2UtbWFubi1kZXIta29lbmlnLWRhcy1zY2hhY2hicmV0dC0yMDMuaHRtbA==" target=\"_blank\">Legende vom weisen Erfinder des Schachbretts</a> in Erinnerung gerufen, der sich den Lohn f&#252;r seine Erfindung vom K&#246;nig in Reis auszahlen liess, wobei sich die Zahl der Reisk&#246;rner beginnend mit Eins f&#252;r jedes Feld des Schachbretts verdoppeln sollte. Die Geschichte ist auch als <a title=\"Weizenkornlegende\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9XZWl6ZW5rb3JubGVnZW5kZQ==" target=\"_blank\">Weizenkornlegende</a> bekannt. F&#252;r Experimentierer gibt&#8217;s <a title=\"Algebra mit Spass lernen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2hvbWUuZm9ubGluZS5kZS9mbzAxMjYvL2FsZ2VicmEvYWxnMTguaHRt" target=\"_blank\">bei FOnLine noch mehr</a> dazu.</p>
<h3>Wirtschaftswachstum konkret</h3>
<p>Ein Hersteller hat im Jahre 1950 1&#8217;000 Wolldecken hergestellt. Bei einem Minimalwachstum von j&#228;hrlichen 2 Prozent produziert er im Jahr 2000 bereits 2&#8217;692 Wolldecken, wobei er im Vergleich zum Vorjahr 53 Wolldecken mehr hergestellt hat. Bei einem j&#228;hrlichen Wirtschaftswachstum von 7 Prozent sind es im Jahr 2000 bereits 29&#8217;457 Wolldecken und 1&#8217;927 Wolldecken mehr als im Vorjahr 1999. Daraus wird auch f&#252;r den Laien ersichtlich, dass eine konstante Wachstumsangabe in Prozent alles andere als konstant sondern eine Augenwischerei und solch ein Wachstum l&#228;ngerfristig gar nicht m&#246;glich ist.</p>
<h3>&#214;konomen haben eine andere Wahrnehmung</h3>
<p>Der Laie mag jetzt ob diesen Zahlenbeispielen etwas verwirrt sein, denn f&#252;r ihn klingt das alles v&#246;llig irrational &#8211; f&#252;r jeden Mathematiker und Physiker &#252;brigens auch. Nur &#214;konomen scheinen sich an der Irrationalit&#228;t des zinsbasierten Geldsystems nicht zu st&#246;ren. Das mag wohl an ihrer langj&#228;hrigen, systematischen Fehlkonditionierung liegen &#8211; manche nennen das auch Ausbildung.</p>
<h3>Es kommt noch dicker</h3>
<p>Was zwischen Bank und Kreditnehmer funktioniert, funktioniert auch zwischen zwei Banken. Wenn sich Banken untereinander auch noch Kredite sowie Kredite auf Kredite gew&#228;hren, k&#246;nnen sie <a title=\"Wie Notenbanken Geld aus dem Nichts schaffen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nb2xkc2VpdGVuLmRlL21vZHVsZXMvbmV3cy9wcmludC5waHA/c3RvcnlpZD04Njk0" target=\"_blank\">Geld praktisch in beliebigen Mengen aus dem Nichts schaffen</a>. Es ist unglaublich, aber so funktioniert unser zinsbasiertes Schuld-Geldsystem. Das ist die wundersame Geldvermehrung des Kapitalismus &#8211; auch Marx hat das nicht ganz begriffen. Wenn dann die Reichen und Wohlhabenden die im Markt verf&#252;gbare, d.h. im Umlauf befindliche Geldmenge durch Hortung verknappen, wird der Verteilungskampf um das Geld noch h&#228;rter f&#252;r die, die f&#252;r ihren Lebensunterhalt arbeiten m&#252;ssen. Davon zeugt auch die neuste <a title=\"NZZ - 186 Millionen &#220;berstunden geleistet\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2gvbmFjaHJpY2h0ZW4vc2Nod2Vpei8xODZfbWlsbGlvbmVuX3VlYmVyc3R1bmRlbl9pbl9kZXJfc2Nod2Vpel9pbV9qYWhyXzIwMDdfMS4xNjQ4MzMyLmh0bWw=" target=\"_blank\">Arbeitszeit- und &#220;berstunden-Statistik</a> f&#252;r 2007 des Bundesamtes f&#252;r Statistik (siehe <a title=\"BfS-Medienmitteilung zu Arbeitszeit 2007\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iZnMuYWRtaW4uY2gvYmZzL3BvcnRhbC9kZS9pbmRleC9uZXdzL21lZGllbm1pdHRlaWx1bmdlbi5Eb2N1bWVudC4xMTY2NjEucGRm" target=\"_blank\">Medienmitteilung des BfS, PDF</a>). <a title=\"NZZ - Konjunkturabschwung belastet den Arbeitsmarkt\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2gvbmFjaHJpY2h0ZW4vd2lydHNjaGFmdC9ha3R1ZWxsL2tvbmp1bmt0dXJhYnNjaHd1bmdfYmVsYXN0ZXRfZGVuX2FyYmVpdHNtYXJrdF8xLjE2NjM0NzUuaHRtbA==" target=\"_blank\">Diesem Druck</a> kann der Staat durch Verschuldung ein St&#252;ck weit entgegenwirken, indem er durch Staatsverschuldung Liquidit&#228;t in den Markt pumpt (was zur Zeit mit vollen Rohren geschieht) &#8211; aber eben nur sehr begrenzt, denn mit dem Wachstum der Exponentialfunktion kann auch er nicht lange mithalten. Die Zeche daf&#252;r zahlen die Steuerzahler beziehungsweise deren Nachkommen. Hier gilt das Verursacher-Prinzip nicht.</p>
<p>Noch drastischer versch&#228;rft sich das Ganze durch die Derivatgesch&#228;fte, die nichts anderes als legalisierte Wetten auf steigende oder fallende B&#246;rsenkurse beziehungsweise Preise darstellen. <a title=\"Derivat\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9EZXJpdmF0XyhXaXJ0c2NoYWZ0KQ==" target=\"_blank\">Derivate</a> (wie zum Beispiel Optionen) sind Wettscheine und ihr Wert h&#228;ngt vom Preis des Wettobjektes und dessen Entwicklung ab. Sie haben keinen physischen beziehungsweise realen Gegenwert, das heisst sie sind durch nichts gedeckt. Ihr Wert ist ein rein spekulativer aufgrund der mit der Aus&#252;bung des jeweiligen Gesch&#228;ftes erwarteten zuk&#252;nftigen Gewinne aufgrund der Preisentwicklung der ihr zugrunde liegenden Produkte. Derivatgesch&#228;fte f&#252;hren zu einer reinen Geldumverteilung und verteuern die Produkte, wovon 2007 die Preisexplosion bei Nahrungsmitteln (z.B. Mais, Weizen und Reis) zeugte, die auch als Basis f&#252;r Biotreibstoffe dienen. Sie f&#252;hren lediglich zu h&#246;heren Transaktionskosten, ohne irgendeinen realen Mehrwert zu generieren. Derivate machen M&#228;rkte und ihre G&#252;ter zu Spekulationsobjekten. Besonders bei <a title=\"Video zur Erkl&#228;rung von Hedge-Fonds\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PWwxaE9CNU1vcGlN" target=\"_blank\">Hedge-Funds</a> sind Derivate in Kombination mit der Verschuldung f&#252;r Fremdkapital zwecks <a title=\"Wikipedia - Leverage-Effekt\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9MZXZlcmFnZS1FZmZla3Q=" target=\"_blank\">Leverage-Effekt</a> fester Bestandteil der Spekulationsstrategien mit manipulativer Wirkung auf die B&#246;rsenkurse.</p>
<h3>Ausl&#246;ser der aktuellen Krise</h3>
<p>Durch die grosse Umverteilung ist nun unheimlich viel Geld zu den Reichen (und Pensionskassen) dieser Welt geflossen, die dieses gehortet haben. Da aber im Kapitalismus das Geld noch mehr Geld erzeugen muss, gab es pl&#246;tzlich mehr Geld als Investitionsm&#246;glichkeiten. Also mussten neue M&#246;glichkeiten geschaffen werden. Dies ist der Grund f&#252;r die Entstehung der neuen Finanzderivate in den letzten Jahren, f&#252;r die jedes Produkt als <a title=\"Basiswert\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9CYXNpc3dlcnQ=" target=\"_blank\">Basiswert</a> recht war: Aktien, Obligationen, Rohstoffe, Immobilien, Nahrungsmittel, das Wetter, CO2 und anderes mehr. Eine Schl&#252;sselrolle spielte dabei <span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">der damalige Vorsitzende der US-Notenbank, Alan Greenspan, der die Zinsen tief hielt, um die Hortung unattraktiv zu machen und die Investionen f&#252;r das stagnierende Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Staatsobligationen wurden dadurch unattraktiv und so mussten die USA das Geld f&#252;r den Krieg selber drucken, d.h. sich dieses beim FED leihen. Wallstreet aber b&#252;ndelte und verbriefte Hypotheken zu &#8220;</span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">Mortgage Backed Securities&#8221; bis der Markt nicht mehr hergab. Und dann baute man den Subprime-Sektor auf, indem man die Richtlinien f&#252;r die Kreditvergabe lockerte bis jeder Arbeitslose und Sozialhilfeempf&#228;nger (&#8220;NINA&#8221; &#8211; no income, no assets) zumindest auf dem Papier kreditw&#252;rdig wurde. Das freute vor allem auch die </span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">Bauunternehmer, die sich vor Bauauftr&#228;gen kaum noch retten konnten. Dass die Kredite faul waren, st&#246;rte niemanden, solange die </span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">­Ratingagenturen mitspielten</span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text"> und die Kurse in den Himmel stiegen. Um das H&#252;tchenspiel (auch f&#252;r die Ratingagenturen) noch undurchsichtiger zu machen, schnitt man die &#8220;</span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">Mortgage Backed Securities</span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">&#8221; in handliche Tranchen und verkaufte diese als &#8220;</span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">Col­lateralized Debt Obligations&#8221;. Dieses B&#252;ndeln und Tranchieren liess sich unendlich fortsetzen.</span></p>
<p>Die US-Hypothekenblase musste irgendwann platzen, weil die Preise stiegen, aber die Leute immer noch gleich viel verdienten und irgendwann ihre Zinsraten nicht mehr bezahlen konnten. In der Folge wollte jeder seine faulen Investments abstossen und die Preise st&#252;rzten in den Keller. Das Dumme war nur, dass die ganze Welt in diesen Markt investiert hatte und sogar Kredite im grossen Stil f&#252;r die Spekulation mit den Immobilien und Hyptheken aufgenommen hatte &#8230; mitgegangen &#8211; mitgehangen. Herzlichen Dank an die kreativen Finanzjongleure! Die Kreditkartenblase wird als N&#228;chstes platzen, weil die Hypothekarschuldner ihre Zinsen nur noch mit der Kreditkarte bezahlen k&#246;nnen, um den Konkurs wenigstens ein paar Monate hinauszuz&#246;gern. Wer an noch mehr Details dazu interessiert ist, liest das <a title=\"NZZ Folio 01/09 - Thema: Die Finanzkrise\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenpmb2xpby5jaC93d3cvNjE1NTQ3MDctNjkyNS00YTE3LTg1NGItYjQyMjQ0ZDA1NTlkL3Nob3dib29rbGV0LzYzZDdjMjgxLWJiN2EtNDVjZS1hNGU2LWU3NzhkZTM0MzJmMy5hc3B4" target=\"_blank\">NZZ Folio 01/09 zum Thema &#8220;Die Finanzkrise&#8221;</a>. Dort werden zum Beispiel die Hintergr&#252;nde zum Gesch&#228;ft mit <span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">Kreditausfallrisiken, den</span> <span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">&#8220;Credit Default Swaps&#8221; &#8211; kurz CDS &#8211; erkl&#228;rt oder geschildert, wie </span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">der amerikanische Pr&#228;sident Richard Nixon am 15. August 1971 </span><span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">die Golddeckung aufhob</span>. Die <span id="_ctl0_POS_C1_1_lblArticleText" class="text">Golddeckung der W&#228;hrungsbanken musste &#252;brigens aufgehoben oder zumindest massiv gelockert werden, weil es unm&#246;glich geworden war, gleich viel neues Gold zu sch&#252;rfen wie die Geldmenge ausgeweitet wurde.</span></p>
<p>Durch das Platzen der Subprime-Hypotheken-Blase ist das Vertrauen verloren gegangen und niemand gew&#228;hrte dem andern mehr Kredite &#8211; vor allem die Banken untereinander nicht. Dadurch geriet die wundersame Geldsch&#246;pfung ins Stocken, was sich direkt auf die Liquidit&#228;t am Markt ausgewirkt hat. Und jeder mit minimalster betriebswirtschaftlicher Bildung weiss, dass Liquidit&#228;t das Blut des Wirtschaftskreislaufs ist. Aber ohne Blut kein Leben.</p>
<h3>Der Abstieg ist vorprogrammiert</h3>
<p>Wir leben in einer verr&#252;ckten Welt. Solange aber gen&#252;gend Menschen und Banken und Politiker diesen Mythos vom Wert des Geldes aufrecht erhalten, funktioniert alles, bis das System durch den Selbstbeschleunigungseffekt aufgrund der Exponentialfunktion des Zinseszinses v&#246;llig aus dem Ruder ger&#228;t und kollabiert. Und dann stellen wir fest, dass wir mit unserer globalisierten Welt mitten in einer weltweiten Finanzkrise stecken, die eine globale Inflation und eine <a title=\"Obama zeichnet d&#252;steres Bild der Wirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4yMG1pbi5jaC9uZXdzL2Rvc3NpZXIvdXN3YWhsZW4vc3RvcnkvMjAyNjc4MDg=" target=\"_blank\">Weltwirtschaftskrise</a> nach sich zieht, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat. Diese wird wie bei pathologisch-exponentiellem Wachstum &#252;blich in einem <a title=\"G&#252;nter Hannich: Der Crash – Irrt&#252;mer &#252;ber Inflation, Deflation und Gold\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nZWxkY3Jhc2guZGUvYXJ0aWtlbC9hcnQtY3Jhc2guaHRt" target=\"_blank\">Crash</a> m&#252;nden. W&#252;rde man diesem dann freien Lauf lassen, w&#252;rde sich das ganze sch&#246;ne Buchgeld der Banken durch eine Hyper-Inflation in Luft aufl&#246;sen und nach einer W&#228;hrungsreform w&#228;re zun&#228;chst nur wieder Bargeld (Noten und M&#252;nzen) in der Geldmenge. Die Deflation durch die nun massiv kleinere Geldmenge h&#228;tte dann logischerweise tiefere Preise zur Folge und die ganze Verschuldungsspirale k&#246;nnte wieder von Neuem beginnen, wenn das System nicht grundlegend ge&#228;ndert wird. Wann der grosse Crash allerdings genau kommt, kann niemand mit Bestimmtheit voraussagen. Sicher ist nur, dass er kommt und dass dies <a title=\"NZZ - Ein Jahr f&#252;r die Geschichtsb&#252;cher\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2gvbmFjaHJpY2h0ZW4vc3RhcnRzZWl0ZS9laW5famFocl9mdWVyX2RpZV9nZXNjaGljaHRzYnVlY2hlcl9fMS4xNjQ3MDM5Lmh0bWw=" target=\"_blank\">unausweichlich</a> ist. Das hat nichts mit Pessimismus oder Schwarzmalerei zu tun sondern mit Mathematik und Logik &#8211; aber dazu etwas sp&#228;ter. Je l&#228;nger der Crash mit Neubewertungs- und Buchhaltungstricks hinausgez&#246;gert werden kann, desto gr&#246;sser wird er letzten Endes sein.</p>
<p>Noch geht es uns mehrheitlich gut. Doch nur die allerwenigsten sind sich bewusst, dass sie bereits die Henkersmahlzeit geniessen. Und wenn dann zur Geld- und Weltwirtschaftskrise, die durch die <a title=\"Auch die Credit Suisse rechnet mit Rezession\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2gvbmFjaHJpY2h0ZW4vd2lydHNjaGFmdC91bnRlcm5laG1lbi9jcmVkaXRfc3Vpc3NlX3JlemVzc2lvbl8xLjE2Njk2NjcuaHRtbA==" target=\"_blank\">sich immer mehr ausweitende Rezession</a> ein immer deutlicheres Gesicht erh&#228;lt, auch noch eine Energiekrise, eine Umweltkrise und eine <a title=\"Die Finanzkrise war nur der Anfang\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2Jsb2cuemVpdGVud2VuZGUuY2gvaGFuc3J1ZWRpLXJhbXNhdWVyL2RpZS1maW5hbnprcmlzZS13YXItbnVyLWRlci1hbmZhbmcv" target=\"_blank\">Demographiekrise</a> hinzukommen, haben wir ein Viergang-Menu, das wir unm&#246;glich finanzieren k&#246;nnen. Aber wir haben es bestellt und hoffen immer noch naiv, davon keine Verdauungsst&#246;rungen zu bekommen, w&#228;hrend wir es verzehren. Aussagen wie &#8220;<a title=\"20minuten.ch - Interview mit Kurt Schiltknecht\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy4yMG1pbi5jaC9maW5hbmNlL25ld3Mvc3RvcnkvMTg3MzA4ODA=" target=\"_blank\">Es wird keine Wahnsinns-Inflation geben</a>&#8221; von Wirtschaftsprofessor und Nationalbank-Ex-Kadermann Kurt Schiltknecht zeugen von nicht mehr zu &#252;berbietender Ignoranz, denn eigentlich sollte er es besser wissen.</p>
<h3>Der Fehler ist bekannt und dokumentiert</h3>
<p>Eigentlich wollte ich urspr&#252;nglich einen umfassenderen Beitrag zum Fehler in unserem Geldsystem schreiben, nachdem ich bereits ein paar <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Beitr&#228;ge zum Geldsystem und zur Finanzwirtschaft</a> geschrieben habe. Doch aus den Weihnachtsferien zur&#252;ckgekehrt stiess ich auf die hervorragende Artikelserie mit dem Titel &#8220;Unter Bankstern&#8221; von <a title=\"Pers&#246;nliche Website von Dr.-Ing. Artur P. Schmidt\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hcnR1cnBzY2htaWR0LmNoLw==" target=\"_blank\">Dr.-Ing. Artur P. Schmidt</a> bei Telepolis, die das zins- und schuldenbasierte Geldsystem mit all seinen pathologischen Konsequenzen vor allem auch im sozialen und geschichtlichen Kontext ausf&#252;hrlich <a title=\"Unter Bankstern\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9zcGVjaWFsL2JhbmsvZGVmYXVsdC5odG1s" target=\"_blank\">beschreibt</a> (auch in voller L&#228;nge <a title=\"Arthur P. Schmidt: Unter Bankstern - Der legalisierte Bankraub\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvZ3AvcHJvZHVjdC8zOTM4MTc1NDg2" target=\"_blank\">als Buch erh&#228;ltlich</a>):</p>
<ul>
<li>Teil 1: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 1\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5MzcyLzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Von Banken und Nullen</a></li>
<li>Teil 2: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 2\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5MzgwLzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Die Banken und das liebe Geld</a></li>
<li>Teil 3: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 3\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5MzgxLzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Aufstieg und Fall der schweizerischen Banken</a></li>
<li>Teil 4: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 4\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5MzgyLzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Raubritter, Blindflieger und Verbrecher</a></li>
<li>Teil 5: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 5\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5MzgzLzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Banken spielen mit Krisen</a></li>
<li>Teil 6: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 6\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5Mzg0LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Die geplante Innovationsverhinderung</a></li>
<li>Teil 7: <a title=\"Unter Bankstern - Teil 7\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5Mzg1LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Machtspiele im Spielcasino</a></li>
<li>Teil 8: <a title=\"Banken und Moralverlust\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5Mzg2LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Banken und Moralverlust</a></li>
<li>Teil 9: <a title=\"Verantwortung &#252;bernehmen - Geht doch!\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5Mzg3LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Verantwortung &#252;bernehmen &#8211; Geht doch!</a></li>
<li>Teil 10: <a title=\"Die Gier nach mehr, doch Geld ist nicht alles\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5Mzg4LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Die Gier nach mehr, doch Geld ist nicht alles</a></li>
<li>Teil 11: <a title=\"Die Parade der L&#252;genbarone\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5Mzg5LzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Die Parade der L&#252;genbarone</a></li>
<li>Teil 12: <a title=\"Fahrl&#228;ssige W&#228;hrungs-, Geldmengen- und Zinspolitik\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZWlzZS5kZS90cC9yNC9hcnRpa2VsLzI5LzI5MzkwLzEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Fahrl&#228;ssige W&#228;hrungs-, Geldmengen- und Zinspolitik</a></li>
</ul>
<p>Schmidt entlarvt dabei die Rolle der Banken und ihrer obersten Manager als narzistische Blender und als die gr&#246;ssenwahnsinnigen und gierigen Herrscher &#252;ber das Geld im Namen des Systems, das die obersten Weltbanquiers selber entworfen und gestaltet haben. Seine Ausf&#252;hrungen sind sehr kompetent und ebenso bissig und pointiert, auch wenn sie in ein paar Punkten vielleicht etwas &#252;berzeichnet sind. Sie illustrieren anschaulich, dass es gar nicht anders kommen konnte als zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftkrise. Deshalb beschr&#228;nke ich diesen Beitrag im Folgenden auf ein paar Erg&#228;nzungen, Kommentare und Literatur- bzw. Linkempfehlungen meinerseits, bevor ich im dritten Teil auf die mathematischen und wahrnehmungspsychologischen Zusammenh&#228;nge sowie auch ethischen Aspekte eingehe.</p>
<p>Wer nach der Lekt&#252;re von Schmidts &#8220;Bankster-Roman&#8221; noch nicht genug hat oder einfach nur zu faul ist, diesen zu lesen, sollte sich unbedingt den Film &#8220;<a title=\"Neue Impulse: Warum &#252;berall Geld fehlt - Die Geschichte vom Goldschmied Fabian\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uZXVlaW1wdWxzZS5vcmcvaW5kZXgucGhwP2lkPTgw" target=\"_blank\">Gib mir die Welt plus 5 Prozent</a>&#8221; ansehen. Anhand der Geschichte von Fabian, dem Goldschmied (<a title=\"Der Fehler im System – Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldsystems – warum &#252;berall Geld fehlt!\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3JzYy9kb2MvZmFiaWFuXy1fZGVyX2ZlaGxlcl9pbV9nZWxkc3lzdGVtLnBkZg==" target=\"_blank\">PDF</a>) wird das Banken- und Geldsystem erkl&#228;rt:</p>
<p><object width="480" height="288" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="/rsc/movies/flvplayer.swf?file=/rsc/movies/goldschmied_fabian_720x400_1024.flv&amp;autostart=false&amp;allowfullscreen=true&amp;showicons=true&amp;image=/rsc/movies/fabian_film.jpg" /><param name="wmode" value="window" /><embed width="480" height="288" type="application/x-shockwave-flash" src="/rsc/movies/flvplayer.swf?file=/rsc/movies/goldschmied_fabian_720x400_1024.flv&amp;autostart=false&amp;allowfullscreen=true&amp;showicons=true&amp;image=/rsc/movies/fabian_film.jpg" wmode="window" /></object></p>
<p>Der Film mit 50 aufschlussreichen Minuten &#252;ber den grundlegenden Konstruktionsfehler in unserem Geldsystem und das Geheimnis des Banken- und Geldwesens kann auch als DVD auf der Website bei Neue Impulse e.V. <a title=\"DVD bestellen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uZXVlaW1wdWxzZS5vcmcvaW5kZXgucGhwP2lkPTgw" target=\"_blank\">bestellt</a> oder direkt <a title=\"Video vom Goldschmied Fabian als FLV-Datein herunterladen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uZXVlaW1wdWxzZS5vcmcvZmlsZWFkbWluL2Rvd25sb2Fkcy92aWRlb3MvR29sZHNjaG1pZWRfRmFiaWFuXzcyMHg0MDBfMTAyNC5mbHY=">im FLV-Format heruntergeladen</a> werden. (Um die Unterst&#252;tzung des Projektes durch eine Spende in freiwilliger H&#246;he sowie die Verteilung der DVD an Freunde und Bekannte wird gebeten). Angeschaut werden kann das Video anschliessend am besten mit dem kostenlosen <a title=\"VideoLAN - VLC media player\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52aWRlb2xhbi5vcmcv" target=\"_blank\">VLC media player</a>.</p>
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		<title>Die Bombe tickt und wird ignoriert</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 12:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Geldsystem]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Welt schreit &#8220;Finanzkrise!&#8221;, die globale Finanzwirtschaft ger&#228;t ins Trudeln und verursacht eine Lawine von weiteren Krisen. Sogar dem Antiterror-Wolfgang im grossen Kanton bereitet die Finanzkrise weit gr&#246;ssere Sorgen als die hochstilisierte globale Terrorbedrohung durch fundamentalistische Islamisten. Das globale Geldsystem hat Bl&#228;hungen, doch kaum jemand befasst sich ernsthaft mit den wahren Ursachen oder wagt es, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Bombe" src="/images/bomb2.gif" align="left" alt="" width="150" height="139" />Die Welt schreit &#8220;Finanzkrise!&#8221;, die globale Finanzwirtschaft ger&#228;t ins Trudeln und verursacht eine Lawine von weiteren Krisen. Sogar dem Antiterror-Wolfgang im grossen Kanton bereitet die Finanzkrise weit gr&#246;ssere Sorgen als die hochstilisierte globale Terrorbedrohung durch fundamentalistische Islamisten. Das globale Geldsystem hat Bl&#228;hungen, doch kaum jemand befasst sich ernsthaft mit den wahren Ursachen oder wagt es, sie zu nennen. Funds liquidieren ihre Positionen im grossen Stil. Es sind noch l&#228;ngst nicht alle Blasen geplatzt. Die US-Automobilindustrie ist arg in Schieflage und auch von der Kreditkartenblase in den USA wird immer wieder gesprochen. Aber alle scheinen wie gel&#228;hmt zu sein und die Fakten zu ignorieren. Trotzdem dominiert das Thema die Medien. Die Rufe der Experten in Sachen Klimakatastrophe verhallen um Wind. Die Nahrungs- und Gesundheitsprobleme in den Entwicklungsl&#228;ndern geraten in Vergessenheit.</p>
<p>Das sind typische Symptome eines Schocks. <span id="more-563"></span>Das Gehirn vermag die Komplexit&#228;t und Geschwindigkeit der Ereignisse nicht mehr rational zu verarbeiten. F&#252;r unsere Generation ist die Situation neu. Wir k&#246;nnen nicht auf Erfahrungswerte und bew&#228;hrte Verhaltensmuster zur&#252;ckgreifen. Emotionen fangen an zu brodeln, werden aber zumindest vorl&#228;ufig noch unterdr&#252;ckt. Zu gross ist die Angst vor unkontrollierten Gef&#252;hlsausbr&#252;chen, die im Chaos m&#252;nden k&#246;nnten. Statt dessen werden langsam Urinstinkte geweckt. Angriff oder Flucht? Dass Stammhirn kann sich noch nicht entscheiden. Paralyse und Ignoranz haben vorl&#228;ufig die Oberhand.</p>
<p>Niemand kann behaupten, nicht rechtzeitig gewarnt worden zu sein. Doch wie soll man als Individuum darauf reagieren? &#220;ber das Internet verbreiten sich die Neuigkeiten innert Sekunden auf dem Globus und t&#228;glich sind es deren gut ein Dutzend. Viele der Fakten &#8211; nicht ganz alle &#8211; sind allgemein bekannt. Doch mag man diese Meldungen gar nicht mehr h&#246;ren. Man ist ihrer &#252;berdr&#252;ssig und m&#252;de. Die Aufmerksamkeit l&#228;sst nach.</p>
<p>Die Situation nimmt schon langsam groteske Z&#252;ge an. Die Szene gleicht einem in Seenot geratenen Luxusdampfer, der inmitten von Eisbergen nur noch bedingt man&#246;vrierf&#228;hig ist. Und es ist dunkle Nacht. Trotzdem spricht man lieber &#252;ber die bevorstehende Lohnrunde und dar&#252;ber, wie man seinen Chef in dieser Hinsicht motivieren und grossz&#252;gig stimmen k&#246;nnte. Es herrscht immer noch irgendwie Partystimmung auf dem Boot, doch wirklich feiern mag trotzdem niemand. Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.</p>
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