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	<title>DOBSZAYs Ansichten und Einsichten &#187; Gier</title>
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	<description>Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft - Hintergrundinformationen und Kausalzusammenhänge aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht: technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich</description>
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		<title>Black Friday und Cyber Monday &#8211; Kaufrausch in den USA</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 00:01:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Punkt Mitternacht von Donnerstag Thanksgiving auf den Freitag begann in den USA mit dem &#8220;Black Friday&#8221; der Weihnachtsverkauf mit Schn&#228;ppchenangeboten. &#220;ber die meist &#252;bersichtlichen Schlangen vor den Aldis in Deutschland k&#246;nnen die Amis nur schmunzeln und hier in der Schweiz sind sie noch k&#252;rzer bis meist inexistent. In den grossen Kaufh&#228;usern in den USA dagegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Punkt Mitternacht von Donnerstag Thanksgiving auf den Freitag begann in den USA mit dem &#8220;Black Friday&#8221; der Weihnachtsverkauf mit Schn&#228;ppchenangeboten. &#220;ber die meist &#252;bersichtlichen Schlangen vor den Aldis in Deutschland k&#246;nnen die Amis nur schmunzeln und hier in der Schweiz sind sie noch k&#252;rzer bis meist inexistent. In den grossen Kaufh&#228;usern in den USA dagegen geht die Post in f&#252;r uns kaum vorstellbaren Dimension ab. Sobald die T&#252;ren &#246;ffnen, fluten Tausende Schn&#228;ppchenj&#228;ger die Gesch&#228;fte.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/DigiWS1YhxI" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em><a title=\"Black Friday Crowd Rushing into Urban Outfitters\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3lvdXR1LmJlL0RpZ2lXUzFZaHhJ" target=\"_blank\">Sturm auf die Thousand Oaks Mall in California</a></em></p>
<p><span id="more-4486"></span>Man k&#246;nnte schon fast von &#8220;Occupy Wallmart&#8221; sprechen. Doch diese Kunden sind nicht ann&#228;hernd so friedlich wie die Demonstranten gegen die Gier der Finanzindustrie und immer wieder muss sogar die Polizei eingreifen. Wie Drgens&#252;chtige um den letzten noch verf&#252;gbaren Stoff k&#228;mpfen, streiten und pr&#252;geln sich die K&#228;ufer im Konsumrausch um die Sonderangebote, nachdem sie Stunden lang in der feuchten, klirrenden K&#228;lte vor den Toren der Einkaufstempel gewartet haben, anstatt zuhause in der warmen Stube Thanksgiving zu feiern und im trauten Kreise der Liebsten den traditionellen Truthahn zu verspeisen. W&#228;hrend die Wall Street ihre Gier auf dem Finanzmarkt befriedigt, kommt hier der kleine Mann von der Strasse auf seine Kosten, seine Gier und seinen animalischen Jagdinstinkt voll auszuleben. Dabei wird auch mal ein T&#252;rsteher von den Massen zu Tode getrampelt oder einem Verk&#228;ufer das Nasenbein gebrochen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/BNnM24FVVAQ" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe><br />
<em><a title=\"Black friday Crowd Goes Crazy at Walmart 2011\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3lvdXR1LmJlL0JObk0yNEZWVkFR" target=\"_blank\">Kaufrausch bei Wall Mart</a></em></p>
<p>Die Finanz- und Wirtschaftskrise scheint einen Tag lang Pause zu machen. Die Kreditkarten werden belastet, bis sie gl&#252;hen. Den Einzelhandel freut&#8217;s, denn schliesslich macht er 40 Prozent des Jahrsumsatzes zwischen Thanksgiving und Weihnachten und der Black Friday ist der umsatzst&#228;rkste Tag des Jahres. Dieser heisst so, weil die Unternehmen hoffen, ab diesem Tag in ihren Erfolgsrechnungen schwarze anstatt rote Zahlen schreiben zu d&#252;rfen. Vereinzelt haben dieses Jahr erstmals einige sogar am Donnerstag Abend ge&#246;ffnet und damit die  landesweite Ruhe am Erntedankfest gebrochen.</p>
<p>Dieser Irrsinn setzt sich am kommenden Montag dann auch noch mit dem &#8220;Cyber Monday&#8221; in Web fort. Dann geht die Rabattschlachten der US-Retailer in die n&#228;chste Runde und die Administratoren von Online Shops beten, dass die Server und Netzwerke dem Ansturm der Kaufw&#252;tigen Stand halten m&#246;gen. Um den Kaufrausch und damit die Ums&#228;tze noch ein bisschen mehr anzukurbeln, haben bereits einige Anbieter einen &#8220;Cyber Tuesday&#8221; angeh&#228;ngt.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4486" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler – Teil 10</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 08:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Dies ist nun die letzte Folge in meiner Beitragsreihe zur Analyse unseres kranken Finanz- und Wirtschaftssystems und seinen grundlegenden Konstruktionsfehlern. Es ist nicht bloss ein einziger Fehler, sondern gerade der Cocktail von ein paar Designfehlern macht die Toxizit&#228;t aus. Einzelne Details wurden auch mir erst beim Schreiben der Beitr&#228;ge richtig bewusst. Unter anderem ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Die Tage unseres Geldsystems sind gez&#228;hlt" src="/images/geld_und_religion/count_money.jpg" alt="Die Tage unseres Geldsystems sind gez&#228;hlt" align="left" />Dies ist nun die letzte Folge in meiner <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoL3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">Beitragsreihe</a> zur Analyse unseres kranken Finanz- und Wirtschaftssystems und seinen grundlegenden Konstruktionsfehlern. Es ist nicht bloss ein einziger Fehler, sondern gerade der Cocktail von ein paar Designfehlern macht die Toxizit&#228;t aus. Einzelne Details wurden auch mir erst beim Schreiben der Beitr&#228;ge richtig bewusst. Unter anderem ist es diesen im Laufe der Zeit gewonnen Zusatzerkenntnissen zu verdanken, dass die Beitragsreihe viel l&#228;nger ausgefallen ist, als ich anfangs geplant hatte. Ich hoffe, das hat trotzdem nicht zu viele von der Lekt&#252;re abgeschreckt. Schliesslich gab es zwischendurch ja auch einige illustrative <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMDEtMjgvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC00LXZpZGVvcy8=">Videos</a> zur Auflockerung.</p>
<p>F&#252;r alle, die das Wesentliche nochmals in etwas kompakterer Form nachlesen m&#246;chten, habe ich in diesem letzten Beitrag eine Zusammenfassung mit Erg&#228;nzungen erstellt. Am Schluss dieses Beitrags findet sich dann noch ein Anforderungskatalog zu einem funktionsf&#228;higen und gerechten Finanz- und Wirtschaftssystem.</p>
<h3>Die Fehler im Grunddesign</h3>
<p>Unser Geldsystem ist per Design ein exponentiell wachsendes Schneeballsystem, das <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTAtMTAtMDgvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC04Lw==">keinen Gleichgewichtszustand</a> kennt und daher auch nicht beliebig steuer- und beherrschbar ist. Geld entsteht &#252;ber Kreditvergabe (d.h. Verschuldung), wobei die Zinsen f&#252;r diesen Kredit aus der gesch&#246;pften Geldmenge (d.h. mit den Krediten) selber zu bezahlen sind. Wenn sich das Geld auf unserem Konto durch den Zinseszins ohne unser Zutun vermehrt, freuen wir uns dar&#252;ber wie kleine Kinder. Wir blenden aber aus, dass gleichzeitig mit der Haben-Seite (Verm&#246;gen) in der Gesamtbilanz auch die Soll-Seite (Schulden) im gleichen Umfang w&#228;chst, damit die Bilanz aufgeht. Irgendjemand muss f&#252;r das Verm&#246;genswachstum arbeiten und irgendjemand muss sich f&#252;r die Geldsch&#246;pfung verschulden (und Schuldzinsen bezahlen). Geld aber kann weder arbeiten, noch sich aus eigener Kraft vermehren. Geld soll in der arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung dem Austausch von Leistungen dienen, kann aber nicht durch Leistung sondern nur &#252;ber Verschuldung generiert werden.</p>
<p><img title="Zusammenhang zwischen Geldmenge und Gesamtverschuldung" src="/images/geld_und_religion/geldmenge_schulden.gif" alt="Zusammenhang zwischen Geldmenge und Gesamtverschuldung" /><br />
<em>Zusammenhang zwischen Geldverm&#246;gen und Geldschulden</em></p>
<p><span id="more-4009"></span>Die beiden Funktionsziele des Geldes &#8216;Tauschmittel&#8217; und &#8216;Wertaufbewahrung&#8217; sind widerspr&#252;chlich, was ich u.a. im <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTAtMTEtMDYvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC05Lw==">9. Teil</a> im &#8216;funktionalen Geldmengenmodell&#8217; dargestellt habe, worin zwischen Umlauf- und Hortungsmenge unterschieden wird. Damit der Besitzer des gehorteten Geldes einen Anreiz erh&#228;lt, das durch Hortung dem Umlauf beziehungsweise dem Leistungsaustausch entzogene Geld &#252;ber Kreditvergabe oder Investition wieder dem Umlauf zuzuf&#252;hren, verlangt er einen Zins, welcher wiederum aus der Gesamtsubstanz bezahlt werden muss und zu einem Verm&#246;gensfluss zum Sparer und Anleger f&#252;hrt. So wird Verm&#246;gen von Schuldner zum Gl&#228;ubiger und von Arm zu Reich umverteilt. Durch den Zins werden die &#196;rmeren zu Gunsten der Verm&#246;genden schleichend, aber stetig zunehmend zwangsenteignet und &#252;bervorteilt, weil sie stets mehr zur&#252;ckgeben als sie erhalten haben.</p>
<p>Das durch den Kapitalismus abgeschaffte Zinsverbot hat auch heute noch durchwegs seine sowohl ethische als auch mathematische Rechtfertigung. Wer den Zins mit Argumenten bez&#252;glich Risikoabgeltung oder mit Opportunit&#228;tskosten zu verteidigen versucht, hat die Mathematik nicht verstanden. Ein systematischer Ausgleichsmechanismus, um Reichtum auch von Reich nach Arm umzuverteilen, fehlt hingegen in unserem System. Deshalb sind die Armen auf das Wohlwollen und die Almosen der Reichen angewiesen. Almosen sind jedoch f&#252;r jeden entw&#252;rdigend, der auf sie angewiesen ist. Diese systembedingte Verm&#246;genszwangsverschiebung hat &#252;ber die Jahre zu einem krassen Ungleichgewicht bei der Verm&#246;gensverteilung gef&#252;hrt und sollte so nicht sein. Deshalb brauchen wir einen &#8220;<a title=\"New Deal\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9OZXdfRGVhbA==" target=\"_blank\">New Deal</a>&#8220;, um die Verm&#246;gen wieder gerecht zu verteilen!</p>
<p style="text-align: left;"><a title=\"Verm&#246;gensverteilung Deutschland 2002 und 2007\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoL2ltYWdlcy9nZWxkX3VuZF9yZWxpZ2lvbi92ZXJtb2VnZW5zdmVydGVpbHVuZ19kZXV0c2NobGFuZF8yMDAyX3VuZF8yMDA3LmpwZw==" target=\"_blank\"><img title="Titel" src="/images/geld_und_religion/vermoegensverteilung_deutschland_2002_und_2007_480.jpg" alt="Alternativ" /></a><br />
<em>Verm&#246;gensverteilung in Deutschland 2002 und 2007 (<a title=\"Verm&#246;gensverteilung Deutschland 2002 und 2007\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoL2ltYWdlcy9nZWxkX3VuZF9yZWxpZ2lvbi92ZXJtb2VnZW5zdmVydGVpbHVuZ19kZXV0c2NobGFuZF8yMDAyX3VuZF8yMDA3LmpwZw==" target=\"_blank\">Grossbild</a>)</em><br />
<em> (Quelle: <a title=\"Verm&#246;gensverteilung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5icGIuZGUvd2lzc2VuL1U0Q0pRQSwwLFZlcm0lRjZnZW5zdmVydGVpbHVuZy5odG1s" target=\"_blank\">Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung</a>; SOEP; Berechnungen des DIW Berlin)<br />
</em></p>
<p>Geld entsteht also als Kredit, d.h. als Schuld, sowohl in der prim&#228;ren <a title=\"Geldsch&#246;pfung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9HZWxkc2NoJUMzJUI2cGZ1bmc=" target=\"_blank\">Geldsch&#246;pfung</a> durch Kreditvergabe der Zentralbank an die Gesch&#228;ftsbanken als auch in der sekund&#228;ren Geldsch&#246;pfung durch die mit nur partiellen Reserven aus der prim&#228;ren Geldsch&#246;pfung gedeckte Kreditvergabe von Giral- bzw. Buchgeld der Gesch&#228;ftsbanken an die Unternehmen, die Privathaushalte und die &#246;ffentliche Hand. Jeder Kredit wird in der Regel gem&#228;ss den Grunds&#228;tzen des Banken- und Kreditwesens mit einer immer etwas wertvolleren, realen Sicherheit gedeckt, welche verwertet wird, sobald der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Der Kredit und der daf&#252;r vereinbarte Zins sind ein Leistungsversprechen des Schuldners. Damit er dieses einl&#246;sen kann, muss er arbeiten, ausser er erh&#228;lt genug Zinsen aus Krediten, die er seiner Bank in Form von Spareinlagen gegeben hat, oder er macht Gewinne mit Spekulationsgesch&#228;ften oder sonstigen Anlagen. Das Geld, das der Schuldner f&#252;r seinen Kredit erh&#228;lt, speist er durch Konsum oder Investition in Realg&#252;ter wieder in den Geldkreislauf (d.h. in die Umlaufmenge) zur&#252;ck. F&#252;r seine Arbeit erh&#228;lt er Geld, mit dem er seine Schulden tilgen und sein Leistungsversprechen einl&#246;sen kann. Doch mit dem Zins bezahlt er (zumindest nominal) immer mehr zur&#252;ck, als er bekommen hat, und genau dieses Geld fehlt nun in der Umlaufmenge f&#252;r den Leistungsaustausch der &#8220;Wirtschaftssubjekte&#8221; und muss durch zus&#228;tzliche Neuverschuldung zwecks Geldsch&#246;pfung ausgeglichen werden.</p>
<p>Schulden soll man zur&#252;ckzahlen. Doch genau daran hat eigentlich kaum jemand ein Interesse. Denn wird ein Kredit zur&#252;ckbezahlt, wird dadurch das durch diesen Kredit geschaffene Geld vernichtet, d.h. die Gesamtgeldmenge schrumpft und damit sowohl das der Wirtschaft f&#252;r den Tausch von Leistungen zur Verf&#252;gung stehende Geld als auch das zur Tilgung der Schulden und Zinsen ben&#246;tigte Geld. W&#252;rde man alle Kredite f&#252;r das gesch&#246;pfte Geld zur&#252;ckzahlen wollen, w&#228;re dies gar nicht m&#246;glich, denn es w&#228;re nicht gen&#252;gend Geld vorhanden, um auch die Zinsschulden zu begleichen.</p>
<p>Der Sparer und Anleger erwartet einen Zins f&#252;r sein angelegtes Geld. Deshalb muss dieses wieder als Kredit auf dem Finanzmarkt &#8220;arbeiten gehen&#8221; und Zinsen generieren. Und f&#252;r dieses Geld muss irgendjemand arbeiten.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/tVPSOqO8qSU?rel=0" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Alexander von Eich l&#228;sst sein Geld arbeiten</em></p>
<p>So entsteht eine Teufelsspirale, die sich durch ihren eigenen Wachstum beschleunigt, und der stetig steigende Geldbedarf f&#252;hrt zu immer gr&#246;sseren L&#252;cken, durch die das Schneeballsystem zu kollabieren droht. Zur Kompensation der Geldl&#252;cke beziehungsweise Schuldenl&#252;cke, die durch den Zins entsteht, muss sich wieder jemand verschulden. Wenn weder die privaten Haushalte noch die Unternehmen (einschliesslich der Banken) genug kreditf&#228;hig und kreditw&#252;rdig sind, springt der Staat in die Bresche und &#252;berbr&#252;ckt durch Verschuldung die L&#252;cke zwischen der nominal exponentiell wachsenden Finanzwirtschaft und der wachstumslimitierten Realwirtschaft. Mit diesem Schuldgeld werden Investitionen in die &#246;ffentliche Infrastruktur zur Konjunkturst&#252;tzung finanziert oder Banken vor dem Bankrott gerettet. Der Staat bezahlt dann mit den Steuereinnahmen die Zinsen f&#252;r seine Obligationen, die zu den Kreditgebern d.h. den Inhabern der Staatsschuldscheine fliessen und diese auf Kosten aller Steuerzahler reicher machen. Solange der Glaube an die Zahlungsf&#228;higkeit und -willigkeit von Staaten aufrecht erhalten werden kann, funktioniert dieses System scheinbar sehr gut und ist f&#252;r &#8220;Anleger&#8221; eine zumindest kurzfristig &#228;usserst attraktive Anlageform, um sich bei kurzfristig geringen Risiken auf Kosten aller Steuerzahler zu bereichern.</p>
<p>Soweit die Grundlagen in Kurzform, f&#252;r deren Verst&#228;ndnis auch eine einfache Grundschulbildung ausreichen sollte. Eigentlich sollte jedem klar sein, dass unser Finanz- und Wirtschaftssystem ein Schneeballsystem ist, das im Prinzip gleich wie ein Schenkkreis funktioniert und diejenigen an der Spitze der Pyramide auf Kosten der breiten Basis bereichert. Die Letzten beissen die Hunde.</p>
<h3>Exponentielles Wirtschaftswachstum</h3>
<p>Wirtschaftswachstum ist in einer Welt mit begrenzten Ressourcen nur in begrenztem Masse m&#246;glich, was in der Naturwissenschaft u.a. mit dem Energieerhaltungssatz durchaus bekannt ist. Reales, nat&#252;rliches Wachstum folgt der <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMDEtMTUvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0zLw==">logistischen Kurve</a> (auch als S-Kurve bekannt) und kann mit der Volterra-Formel beschrieben werden, die vielen Marketingexperten und <a title=\"Populationsdynamik\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9Qb3B1bGF0aW9uc2R5bmFtaWs=" target=\"_blank\">Populationsforschern</a> bekannt sein d&#252;rfte. Die Finanzwirtschaft verlangt aber ein Wirtschaftswachstum, das der Exponentialfunktion (Zinseszinskurve) folgt, damit die Realwirtschaft mit dem durch den Zins erzwungenen exponentiellen Wachstum der Geldmenge der Finanzwirtschaft mithalten kann. Beide Kurven sind zu Beginn nahezu deckungsgleich, divergieren aber im sp&#228;teren Verlauf immer mehr und schliesslich unendlich. Die &#8220;Bereinigung&#8221; zwischen dem nominal exponentiellen Wachstum der Geldmenge und dem logistischen und somit begrenzten Wachstum der Realwirtschaft wird im Volksmund irrt&#252;mlich (weil nur aus Sicht der Geldmenge) als &#8220;Inflation&#8221; (deutsch: &#8220;Aufbl&#228;hung&#8221;) bezeichnet. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine Geldentwertung, um das Verh&#228;ltnis von Geldmenge und Menge der Realg&#252;ter wieder ins Lot zu bringen, womit aber die Wertaufbewahrung (als Funktionsziel des Geldes) in Frage gestellt wird.</p>
<p>Trotz dieses &#8220;Bereinigungs-Mechanismus&#8221; ist und bleibt das System ein Schneeballsystem mit allen dazugeh&#246;rigen pathologischen Folgen f&#252;r Wirtschaft und Gesellschaft. Diese k&#246;nnen eine Weile lang durch Staatsverschuldung kompensiert und gemildert werden. Aber diese Massnahme hat lediglich eine aufschiebende Wirkung und st&#246;sst zwangsl&#228;ufig schnell einmal an ihre Grenzen, was wir gerade beim Dollar und Euro erleben. Im Euroraum kommt erschwerend hinzu, dass die Mitgliedstaaten mit ihrer unterschiedlichen Fiskalpolitik unm&#246;glich eine gemeinsame Geldpolitik betreiben k&#246;nnen. Der Euro ist daher sogar noch mehr als der Dollar ein Fehlkonstrukt.</p>
<p><img title="Wachstum in der Finanzwirtschaft und Realwirtschaft" src="/images/geld_und_religion/finanzwirtschaft_versus_realwirtschaft.gif" alt="Wachstum in der Finanzwirtschaft und Realwirtschaft" /><br />
<em>Wachstum in der Finanzwirtschaft und Realwirtschaft</em></p>
<p>In einer Wohlstandsgesellschaft ist Wirtschaftswachstum nur im gleichen Mass n&#246;tig, in dem eine Population w&#228;chst. In vielen Entwicklungsl&#228;ndern w&#228;re dies dringend n&#246;tig. Nur findet ausgerechnet dort kein Wachstum statt, weil wir in der ersten Welt deren nat&#252;rlichen Ressourcen ausbeuten, zugleich die Gewinne absch&#246;pfen und die eh schon armen Staaten in die Zins- und Schuldenknechtschaft treiben, aus der sie zu entkommen wegen der ihnen aufgezwungenen, unfairen W&#228;hrungswechselkurse ohnehin keine Chance haben. Wirtschaftswachstum ist keine systemimmanente Eigenschaft einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung sondern eine solche des zinspflichtigen Schuldgeldsystems.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wird die Rolle des Produktivit&#228;tsfortschritts f&#252;r das Wirtschaftswachstum durch technischen Fortschritt (Innovation) generell &#252;berbewertet. Reale Wertsch&#246;pfung und reales Wirtschaftswachstum k&#246;nnen nur durch Arbeit erzeugt werden. Diese Arbeit nehmen uns heute zu einem sehr grossen Teil Maschinen ab, die mit ungeheuer viel Energie (vornehmlich aus Erd&#246;l) betrieben werden &#8211; fr&#252;her waren es die Nutztiere, die Pfl&#252;ge und Karren zogen, und Wind- und Wasserkraft, die M&#252;hlen antrieben. Nur die Innovationen zur Erh&#246;hung der Produktivit&#228;t (der Maschinen) bringen Wirtschaftswachstum und nur Dank der Erschliessung und Nutzung von Energie aus fossilen Brennstoffen, Wind- und Wasserkraft und Atomenergie konnten wir seit der Industrialisierung das exponentielle Wirtschaftswachstum so ungew&#246;hnlich lange aufrecht erhalten. Aber nun stossen wir damit mittlerweile an die endg&#252;ltigen Grenzen.</p>
<p>In ges&#228;ttigten M&#228;rkten ist Wachstum gesamthaft gar nicht m&#246;glich. Hier gibt es lediglich Wachstum f&#252;r einzelne Unternehmen durch eine Umverteilung auf Kosten anderer Unternehmen d.h. durch Verdr&#228;ngung und Kanibalisierung. Immer wenn ich die Forderung nach mehr Wachstum h&#246;re, stelle ich daher automatisch die folgenden drei Fragen:</p>
<ul>
<li>Warum und wozu braucht es dieses Wachstum?</li>
<li>Wohin will man wachsen? Wann ist genug?</li>
<li>Aus welcher Substanz soll dieses Wachstum kommen? Wo ist diese vorhanden?</li>
</ul>
<p>Und noch nie konnte mit irgendjemand eine befriedigende Antwort auf diese Fragen geben. Trotzdem halten die meisten immer noch an der Utopie vom unendlichen Wirtschaftswachstum fest.</p>
<h3>Unsere beschr&#228;nkte, lineare Wahrnehmungsf&#228;higkeit</h3>
<p>Die Ursache, weshalb die meisten Menschen die unserem Finanz- und Wirtschaftssystem zugrunde liegende Mathematik nicht verstehen, liegt darin, dass wir eine lineare Wahrnehmung von der Welt haben. Wir approximieren und interpolieren komplexere Funktionen (wie z.B. die Exponentialfunktion) linear, um sie f&#252;r uns scheinbar verst&#228;ndlich zu machen. Wenn sich diese komplexen Funktionen aber auch noch zeitlich &#252;berlappen, sind wir mit unserer Wahrnehmung g&#228;nzlich &#252;berfordert. Die L&#252;cke zwischen der Mathematik der Realit&#228;t und unserer beschr&#228;nkten Wahrnehmungsf&#228;higkeit versuchen wir ideologisch zu schliessen. S&#228;mtliche popul&#228;ren Wirtschaftstheorien sind ideologisch begr&#252;ndet. Sie basieren alle auf Modellen von Anreizsystemen und Annahmen zu deren Auswirkungen anstatt auf mathematischen Modellen. Mathematische Modelle existieren nur f&#252;r Teilaspekte zu den Mechanismen der Geld<em>umverteilung</em>, die teilweise sogar sehr komplex ausgestaltet sind (wie z.B. <a title=\"Die Volatilit&#228;tsfl&#228;che\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tYXRoLnVuaS1mcmFua2Z1cnQuZGUvfm51bWVyaWsvbGVocmUvVm9ybGVzdW5nZW4vQ29tcF9GaW4wOS9za3JpcHQvbi1zaGVsbDYucGRm" target=\"_blank\">Volatilit&#228;tsfl&#228;chen</a> im B&#246;rsenhandel). Die heutige &#214;konomie ist folglich keine exakte Wissenschaft sondern vielmehr <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMDYtMDkvZ2VsZC11bmQtcmVsaWdpb24v">eine Religion</a>. Das zeigt sich besonders auch daran, dass der Wert des Geldes erst durch den Glauben an diesen Wert entsteht. Wenn dieser Wertekonsens dahin f&#228;llt, kollabiert das gesamte Wirtschaftssystem.</p>
<p>Wenn wir vom <a title=\"WikiPedia - Zins\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9aaW5z" target=\"_blank\">Zins</a> sprechen, d&#252;rfen uns nicht davon verwirren lassen, dass dieser Begriff besonders in der deutschen Sprache f&#252;r verschiedene Dinge gebraucht wird. Der Kapital- und Schuldzins ist nicht zu verwechseln mit dem Miet- oder Pachtzins! W&#228;hrend Zinsen auf Anlage-/Sparkapitalien und Schulden (Kapitalzinsen) eine Geb&#252;hr f&#252;r etwas sind, das seinen Wert nicht durch einen realen Wert sondern zun&#228;chst nur per Definition und erst sp&#228;ter durch die Einl&#246;sung des Leistungsversprechens erh&#228;lt, sind Mietzinsen der Preis f&#252;r eine Leistung mit einem realen, materiellen Nutzwert. Mit dieser Unterscheidung tun wir uns allerdings sehr schwer, weil wir unser virtuellwertiges Geld als realen Wert betrachten. Obwohl ein Geldschein nur ein buntes St&#252;ck Papier ist, auf dem eine Zahl aufgedruckt ist, ist dieser Wert f&#252;r uns real. Wir leiden offensichtlich an ernsthaften Wahrnehmungsst&#246;rungen.</p>
<p>Unsere Umwelt nehmen wir &#252;ber erlernte Muster und Assoziationen wahr. Wenn uns Erkennungsmuster fehlen, k&#246;nnen wir etwas nicht erkennen, obwohl wir es sehen und es uns irgendwie sogar vertraut vorkommen mag. Wenn wir zu jemandem den folgenden deutschen Satz sprechen, wird er ihn zun&#228;chst &#252;berhaupt nicht verstehen, obwohl er ihn durchaus als deutschen Satz erkennt: <em>&#8220;M&#228;hen &#196;bte Klee? &#196;bte m&#228;hen nie Klee. &#196;bte beten.&#8221;</em> Unser Unverm&#246;gen, den Satz zu verstehen, beruht darauf, dass wir die drei Begriffe &#196;bte, Klee und M&#228;hen noch nie in einem gemeinsamen Kontext geh&#246;rt haben und auch keinen solchen erwarten. Deshalb haben wir daf&#252;r kein Erkennungsmuster bereit. Ebenso ergeht es jemandem, der das erste Mal die mathematischen Fakten zu den Konstruktionsfehlern unseres Finanz- und Wirtschaftssystems h&#246;rt. Obschon ihm die einzelnen Elemente nicht fremd zu sein scheinen, kann er sich aus ihnen im Zusammenhang kein verst&#228;ndliches Bild machen. Das entsprechende Erkennungsmuster fehlt uns, weil es in keinem Lehrbuch steht, das an unseren Schulen im Unterricht zum Einsatz kommt.</p>
<h3>Die Gier als Treiber des Wettgesch&#228;fts der Finanzm&#228;rkte</h3>
<p>Ein weiterer Faktor ist die Gier, welche als pathologische Auspr&#228;gung eines urspr&#252;nglich nat&#252;rlichen Sicherheitsbed&#252;rfnisses verstanden werden kann. Wirtschaftsspekulanten haben diese auch als Tods&#252;nde eingestufte Geisteskrankheit mit ihrem Spieltrieb gepaart und sind daran s&#252;chtig geworden. Das l&#228;sst sich unschwer daran erkennen, dass das Volumen des Derivatmarktes, welches ein reines Wettgesch&#228;ft darstellt, bereits das Mehrfache des Handelsvolumen der Basiswerte ausmacht. Auch im Devisenhandel werden in den L&#228;ndern der &#8220;ersten Welt&#8221; t&#228;glich Volumina in der mehrfachen H&#246;he des eigenen Staatshaushaltsbudgets (eines Jahres, wohlgemerkt) umgesetzt.</p>
<p>Die Bezeichnung &#8220;Handel mit Risiken&#8221; ist ein Euphemismus und soll verschleiern, dass es sich in Wahrheit um hochspekulative Wettgesch&#228;fte handelt. Im Zuge der Deregulierung der Finanzm&#228;rkte wurden unter dem Titel &#8220;Finanzinnovationen&#8221; noch undurchsichtigere &#8220;Finanzprodukte&#8221; kreiert wie &#8220;Contracts For Difference (CFD)&#8221;, &#8220;Credit Default Swaps (CDS)&#8221; oder &#8220;Barrier Reverse Convertibles&#8221; und &#8220;Collateralized­ Debt Obligations (CDO)&#8221; als Vertreter der &#8220;Strukturierten Produkte&#8221;, die oft nicht einmal ihre Erfinder richtig verstehen und einsch&#228;tzen k&#246;nnen. Deshalb ist es auch nicht erstaunlich, dass die sich anbahnende Krise nicht rechtzeitig erkannt werden konnte. Mit diesen Finanzderivaten wurde deren wahre Natur gezielt verschleiert und eine noch nie da gewesene Finanzblase generiert, welche die bereits dazumal grosse L&#252;cke zwischen der nominalen Geldmenge und den realen Werten (d.h. die Differenz zwischen der Exponentialkurve und der logistischen Kurve) eine ganze Weile durch ein rein virtuelles Wirtschaftswachstum zu kaschieren vermochte.</p>
<p>Das Platzen dieser Blase wird f&#228;lschlicherweise gerne als der Ausl&#246;ser der Finanz- und Wirtschaftskrise gesehen, wodurch die grundlegenden Systemfehler verkannt und weiterhin ausgeblendet werden. Diese Blase wurde durch die Gier geschaffen und hat das Problem lediglich versch&#228;rft. Sie ist nicht deren eigentliche Ursache!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/jy0FSTd8puc" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe><br />
<em>Wilfried Schmickler &#252;ber Wachstum durch Gier</em></p>
<p>Die Gier ist es denn auch, die uns &#8220;Investition&#8221; immer mit &#8220;Profit&#8221; assoziieren l&#228;sst, obschon Profit urspr&#252;nglich weder Voraussetzung noch Zweck einer Investition d.h. einer Anlage war. Wenn sich Menschen vor &#252;ber tausend Jahren Vorr&#228;te f&#252;r schlechtere Zeiten angelegt haben, haben sie nicht erwartet, dass sich diese Anlagen von selbst vermehren. Und f&#252;r das Verlustrisiko haben sie auch keinen Ausgleich durch einen Zins gefordert. Das Problem ist unsere Erwartungshaltung, die wir bereits durch unsere Schulb&#252;cher aufoktruiert bekommen haben, weil wesentliche Elemente systematisch &#252;ber viele Jahrzehnte hinweg ausgeblendet wurden. Wir bewerten fast alles nur noch nach seiner &#246;konomischen Utilit&#228;t und glauben, dass etwas nur einen Wert hat, wenn dieser mit Geld gemessen werden kann. Dabei ist <a title=\"Vom Streben nach Wertsch&#246;pfung und Wertsch&#228;tzung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMTEtMDUtMTUvdm9tLXN0cmViZW4tbmFjaC13ZXJ0c2Nob3BmdW5nLXVuZC13ZXJ0c2NoYXR6dW5nLw==">Wertsch&#246;pfung</a> gar nicht zwangsl&#228;ufig mit wirtschaftlichem Gewinn verbunden, weil es auch <a title=\"Werte\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoL21laW5lLW1laW51bmcvd2VydGUv">Werte</a> gibt, die nicht monet&#228;r quantifizierbar sind, d.h. nicht in Geld gemessen werden k&#246;nnen. Und gerade dies sind die Werte, welche durch den Wertekonsens die Grundlage und den sozialen Leim einer jeden Zivilisation ausmachen.</p>
<h3>Wahrnehmungsst&#246;rungen korrigieren</h3>
<p>Geld ist ein Mittel zum Austausch von Leistungen und damit auch Mittel zur Verteilung von Wohlstand und Reichtum. &#8220;Jemandem mit einem Kredit helfen&#8221; t&#246;nt auf den ersten Blick ganz positiv und sozial, erweist sich aber sehr oft als das Gegenteil, weil sich der &#8220;Helfer&#8221; seinen Dienst meist mit einem Zins bezahlen l&#228;sst (siehe z.B. Euro-Rettungsschirm). Dieser ist umso h&#246;her, je h&#246;her der Kreditgeber das Ausfallrisiko bewertet. So werden Risiken &#252;ber den Zins monetarisiert und dies offenbart den spekulativen, gewinnorientierten Charakter des Zinses.</p>
<p>Da Geld durch Verschuldung geschaffen wird, ist Geld gleichwertig mit Schuld. Ebenso verh&#228;lt es sich mit dem Zins. Wenn wir in allen unseren Texten die Begriffe &#8220;Geld&#8221; und &#8220;Zins&#8221; durch das Wort &#8220;Schuld&#8221; ersetzen, wird uns die Tragweite der pathologischen Konsequenzen unseres zinspflichtigen Schuldgeldsystems bewusst.</p>
<h3>Ideologische Verblendung und das langsame Erwachen</h3>
<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Mensch im Hamsterrad" src="/images/geld_und_religion/mensch_im_hamsterrad.gif" alt="Mensch im Hamsterrad" align="left" />Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Paradigma-Paralyse. Die ideologische Verblendung, welche zu einer generations&#252;bergreifenden, kollektiven Gehirnw&#228;sche gef&#252;hrt hat, hindert uns, die Probleme zu erkennen. Entsprechend tun wir uns schwer, die richtigen L&#246;sungen zu finden, und begn&#252;gen uns mit meist zynischen Schuldzuweisungen. Auch ein Karl Marx hat das System nicht in seiner ganzen Wahrheit begriffen und entsprechend auf falschen Schlussfolgerungen beruhende falsche L&#246;sungen vorgeschlagen. Angesichts der oben aufgef&#252;hrten Erkenntnisse ist es f&#252;r mich nicht verwunderlich, dass nun immer mehr Menschen auf die Strassen gehen, weil sie aufgrund ihres zunehmenden Leidensdrucks beginnen, aus ihrer lethargischen Verblendung zu erwachen.</p>
<p>Mittlerweile begreift auch Otto Normalverbraucher immer mehr, dass er von einer kleinen Finanzelite ausgenutzt und betrogen wird, und f&#228;ngt nun an, dagegen aufzubegehren und seinem Unmut in aller &#214;ffentlichkeit Ausdruck zu verleihen. Die allerwenigsten k&#246;nnen die Ursachen der Probleme klar artikulieren, aber angesichts der aktuellen Ereignisse braucht man auch nicht einmal besonders intelligent zu sein, um zu sehen, dass es ganz m&#228;chtig stinkt in unserem System. Mit dem Arabischen Fr&#252;hling, den Massendemonstrationen in Spanien, Israel und Griechenland und der daraus entstandenen, weltweiten &#8220;Occupy-Bewegung&#8221; erleben wir einen Umbruch in der globalen Wirtschaft und Gesellschaft, dem ich trotz aller Chancen und Hoffnungen mit grosser Besorgnis entgegensehe. Da wird auch ein noch so grosser &#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMTEtMTAtMDQvZGllLWV1LXNjaHVsZGVudW5pb24v">Euro-Rettungsschirm</a>&#8221; nichts n&#252;tzen, um die Massen zu beruhigen und das Schneeballsystem weiter am Laufen zu erhalten.</p>
<h3>Anforderungen an ein bedarfsgerecht skalierbares, gerechtes und funktionsf&#228;higes System</h3>
<p>F&#252;r jedes Problem gibt es eine L&#246;sung. Folglich muss es auch f&#252;r unser krankes Geldsystem eine L&#246;sung geben. Diese kann mit einem systematischen, methodischen Ansatz gefunden werden. Der Probleml&#246;sungsprozess sieht dabei wie folgt aus:</p>
<ol>
<li>Ausgangslage analysieren.</li>
<li>Probleme identifizieren und deren Ursachen und Kausalzusammenh&#228;nge ergr&#252;nden.</li>
<li>Ziele definieren.</li>
<li>Rahmenbedingungen eruieren.</li>
<li>Aus Zielen und Rahmenbedingungen konkrete Anforderungen ableiten und diese widerspruchsfrei und klar ausformulieren.</li>
<li>In Anwendung der Grunds&#228;tze des Systemdesigns L&#246;sungsalternativen erarbeiten und bewerten.</li>
<li>Durch mehrere Iterationen, d.h. die Wiederholung der Schritte 1 bis 5, die Ergebnisse verbessern und verfeinern, bis eine realisierbare L&#246;sung gefunden ist.</li>
<li>Die Umsetzung in &#252;berschaubaren und handhabbaren Teilschritten unter Minimierung der Risiken planen.</li>
</ol>
<p>Ziele eines funktionsf&#228;higen und ethischen Gelds- und Wirtschaftssystems:</p>
<ol>
<li>Geld ist nicht Zweck sondern Mittel. Das Geld/Kapital muss den Menschen und nicht der Mensch dem Geld/Kapital dienen. Geld ist wie ein &#8220;Grundnahrungsmittel&#8221; f&#252;r die Wirtschaft und ein Element der &#246;ffentlichen Infrastruktur wie das Wasser, auf das jeder zum Leben angewiesen ist. Jedem wird die Teilhabe daran gew&#228;hrt und der Zugang zu fairen Konditionen erm&#246;glicht.</li>
<li>Die Geldmenge muss den Bed&#252;rfnissen der Marktwirtschaft zum Austausch von Leistungen jederzeit angepasst werden k&#246;nnen, d.h. sie muss in beide Richtungen skalierbar sein. Wenn m&#246;glich soll es einen automatischen Ausgleichs- und Regelmechanismus geben, der nicht manipuliert werden kann.</li>
<li>Das Geldsystem muss gerecht sein. D.h. es darf nicht zu einer Benachteiligung, &#220;bervorteilung oder Ausbeutung von einzelnen durch andere f&#252;hren und zugleich soll es Leistung angemessen honorieren.</li>
</ol>
<p>Folgende Grunds&#228;tze und Naturgesetze sind dabei als Rahmenbedingungen zu ber&#252;cksichtigen:</p>
<ul>
<li>Ein korrekt funktionierendes Gesamtsystem besteht immer aus Teilsystemen, die ebenfalls korrekt funktionieren.</li>
<li>Es kann nur etwas ethisch korrekt sein, wenn es auch mathematisch korrekt und widerspruchsfrei ist. Dies ist eine zwingende, aber nicht hinreichende Voraussetzung.</li>
<li>Funktionsf&#228;hige soziale und technische Systeme funktionieren nach den gleichen Grundmustern.</li>
<li>Der Energieerhaltungssatz gilt auch f&#252;r die Wirtschaft.</li>
</ul>
<p>Aus den Analyseergebnissen der Probleme und ihrer Ursachen sowie den allgemein anerkannten Grunds&#228;tzen der Ethik und des Systemdesigns habe ich somit folgende Anforderungen abgeleitet:</p>
<ol>
<li>Geld darf nicht durch Verschuldung entstehen sondern wird allein durch Leistung generiert.</li>
<li>Der Zins ist die Inzucht des Geldes. F&#252;r Kredite und Guthaben d&#252;rfen keine Zinsen verlangt werden.</li>
<li>Allgemeing&#252;ter (wie Wasser, Luft und Boden) sind Eigentum der Allgemeinheit und d&#252;rfen daher nicht privatisiert werden, sondern m&#252;ssen von der Allgemeinheit zum Wohle aller gerecht verwaltet werden. Jeder B&#252;rger einer Gemeinschaft hat die gleichen Teilhabensrechte an diesen G&#252;tern. Die Zuteilung zur Nutzung erfolgt nach f&#252;r alle gleichen und fairen Kriterien. F&#252;r die &#252;ber den normalen Eigenbedarf hinausgehende Nutzung ist vom Nutzer eine angemessene Nutzungsgeb&#252;hr an die Allgemeinheit/Gemeinschaft zu entrichten.</li>
<li>Gewerbliche Wettgesch&#228;fte, der Handel mit Risiken und Spekulationsgesch&#228;fte mit Rohstoffen sind verboten. Generell sollen alle Mechanismen, die zu spekulativen Blasen f&#252;hren oder verleiten k&#246;nnen, durch Verbote oder Kompensationsmechanismen entsch&#228;rft werden.</li>
</ol>
<p>Auf diesen Anforderungen aufbauend, werde ich mich in der kommenden Beitragsreihe mit dem Titel &#8220;Das bessere Geld- und Wirtschaftssystem&#8221; mit einem L&#246;sungskonzept jenseits von Kapitalismus und Kommunismus befassen. Die sich daraus ergebenden L&#246;sungsans&#228;tze sind radikal, denn die L&#246;sung verlangt einen radikalen Wandel, der eine Geld-, Steuer- und Bodenreform sowie ein stark reduziertes <a title=\"Immaterialg&#252;terrecht\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9pbW1hdGVyaWFsZ3VldGVycmVjaHQv">Immaterialg&#252;terrecht</a> zugleich beinhaltet. Ich denke allerdings nicht, dass unsere Gesellschaft bereits jetzt schon reif genug daf&#252;r ist. Der allgemeine Leidensdruck ist dazu bei uns immer noch viel zu klein. Aber es wird nicht mehr lange dauern, bis er gross genug ist.</p>
<h3>Nachwort</h3>
<p><em>Manche Leser m&#246;gen sich fragen, was meine Motivation zur Verfassung einer solchen Beitragsreihe gewesen sein mag und ob ich denn &#252;berhaupt &#252;ber die n&#246;tige Qualifikation verf&#252;ge. Dazu m&#246;chte ich kurz Stellung nehmen.</em></p>
<p><em>Die Frage nach dem Warum habe ich mir selber gar nie gestellt. Diese wurde mir jedoch immer wieder von anderen gestellt, weshalb sie an dieser Stelle gerne beantworte. Als Open Source Anh&#228;nger und Verfechter des Wissens als Allgemeingut, das allen Menschen zug&#228;nglich sein sollte, wollte ich meinen Teil dazu beitragen, nachdem ich in den Lehrb&#252;chern grosse L&#252;cken festgestellt hatte. Warum entwickeln einzelne Leute Software, die sie dann kostenlos an andere verteilen? Weil sie es k&#246;nnen und die anderen daran teilhaben lassen wollen. Nicht, weil sie ihrem Bild von einem Gutmenschen nacheifern, sondern weil sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, die sie auf Grund ihrer besonderen F&#228;higkeiten auf einem bestimmten Gebiet haben. Es ist wie im <a title=\"Gleichnis von den anvertrauten Talenten\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9HbGVpY2huaXNfdm9uX2Rlbl9hbnZlcnRyYXV0ZW5fVGFsZW50ZW4=" target=\"_blank\">Gleichnis von den anvertrauten Talenten</a>. Wer mehr bekommen hat als die anderen, ist angehalten, entsprechend mehr daraus zu machen und auch einen entsprechend gr&#246;sseren Teil davon wieder an die Gesellschaft zur&#252;ckzugeben, welche ihm die Erlangung dieser F&#228;higkeiten und des Reichtums an Wissen erst erm&#246;glicht hat.</em></p>
<p><em></em><em>Nach meinem Ingenieurstudium in Informatik habe ich ein Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft und Unternehmensf&#252;hrung absolviert. Zudem bin ich unter anderem auch Systemanalytiker mit langj&#228;hriger Erfahrung und es gewohnt, komplexe Sachverhalte in k&#252;rzester Zeit umfassend und systematisch zu analysieren, wobei ich bereits um Klassen komplexere IT-Systeme als unser Finanz- und Wirtschaftssystem analysiert habe. Auch war ich in den vergangenen 20 Jahren an der Entwicklung verschiedener Bankensoftware (Kreditwesen, Zahlungsverkehr und Wertschriftenhandel) beteiligt und kenne die Regeln der Geldumverteilung sehr genau ebenso wie die Geisteshaltung in dieser Branche.</em></p>
<p><em>Der Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 auch bei uns hatte meine intellektuelle Neugierde geweckt, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine solche Krise aus heiterem Himmel kommt. Mir kam das so vor wie die vielen Leute, die jedes Jahr immer wieder von Weihnachten &#252;berrascht werden. Ich wollte die Hintergr&#252;nde kennenlernen und machte mich auf eine lange und intensive Entdeckungsreise in eine Welt, die mir v&#246;llig neu und fremd erschien, obwohl sie mir eigentlich schon viele Jahre vertraut war. Nur begann ich diese Welt mit anderen Augen zu sehen und mich von meiner bisherigen Gehirnw&#228;sche zu befreien.</em></p>
<p><em>Viele meiner Erkenntnisse meiner Systemanalyse sind aber keineswegs neu. Ich habe mir allerdings die M&#252;he gemacht, alles zu einer ganzheitlichen Analyse zusammenzufassen, d.h. ein Gesamtbild aus den irgendwo bereits vorhandenen Puzzleteilen zu machen, und dieses mit weiteren, eigenen Erkenntnissen anzureichern. Hierzu war es &#228;usserst hilfreich, den Geldfluss als Datenfluss in einem Informationssystem zu betrachten und entsprechende Analysen und Berechnungen zu in der Informatik wohl bekannten Kennzahlen anzustellen. In den folgenden Monaten werde ich, soweit es mir meine Zeit zul&#228;sst, an der Weiterentwicklung und Detaillierung der oben genannten L&#246;sungen arbeiten. Ich hoffe, diese noch vor dem grossen Kollaps ver&#246;ffentlichen zu k&#246;nnen.</em></p>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler &#8211; Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 06:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Designfehler in unserem Finanz- und Wirtschaftssystem habe ich bereits aus mehreren Perspektiven in verschiedenen Beitr&#228;gen beschrieben. Daher d&#252;rfte allen meinen Lesern hinreichend bekannt sein, dass es sich dabei um ein Schneeballsystem handelt, dessen Kollaps wir gerade miterleben d&#252;rfen/m&#252;ssen. Es ist nicht ein einziger, grosser und m&#228;chtiger &#8220;Badabumm&#8221; sondern eine Vielzahl von kleineren und gr&#246;sseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Wirtschafts-Crash" src="/images/geld_und_religion/wirtschafts-crash_01_small.jpg" alt="Wirtschafts-Crash" align="left" />Den Designfehler in unserem Finanz- und Wirtschaftssystem habe ich bereits aus mehreren Perspektiven in <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">verschiedenen Beitr&#228;gen</a> beschrieben. Daher d&#252;rfte allen meinen Lesern hinreichend bekannt sein, dass es sich dabei um ein Schneeballsystem handelt, dessen Kollaps wir gerade miterleben d&#252;rfen/m&#252;ssen. Es ist nicht ein einziger, grosser und m&#228;chtiger &#8220;Badabumm&#8221; sondern eine Vielzahl von kleineren und gr&#246;sseren Krisen und Crashes, wie dies auch bei einem gr&#246;sseren, von mehreren Erbeben begleiteten Vulkanausbruch der Fall ist. Viele &#214;konomen und Wirtschaftsjournalisten sind verwirrt ob der widerspr&#252;chlichen Anzeichen, die sich aus den etablierten Wirtschaftskennzahlen ergeben. Sind wir nun wieder auf Wachstumskurs oder geht es weiter bergab? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es einer differenzierten Betrachtung, denn die Antwort ist: sowohl als auch, aber langfristig kracht&#8217;s. Bis vor der aktuellen Finanzkrise konnte man sich mehr oder weniger auf die vor-, mit- und nachlaufenden Konjunktur- beziehungsweise Wirtschaftsindikatoren verlassen. Dies ist heute nun nicht mehr ganz der Fall, weil sich die Wirtschaftszyklen nicht zuletzt auch durch die staatlichen Finanzspritzen teilweise verschoben haben.</p>
<h3>Mittelfristig geht&#8217;s bergab, langfristig kracht&#8217;s &#8211; aber warum?</h3>
<p>W&#228;hrend viele Branchen des Investitionsg&#252;termarktes &#8211; vorwiegend solche, die nicht in irgendeiner Art von den staatlichen inl&#228;ndischen oder ausl&#228;ndischen Konjunkturprogrammen zur &#8220;Stabilisierung der Wirtschaft&#8221; profitiert haben &#8211; sich bereits in einer mehr oder minder schweren Rezession befinden, w&#228;chst der Konsumg&#252;termarkt mehrheitlich noch. Der Investitionsg&#252;termarkt zeigt deflation&#228;re Anzeichen, w&#228;hrend die Zeichen des Konsumg&#252;termarktes auf Inflation stehen. &#220;ber Letzteres k&#246;nnen uns auch die Preissenkungen der Superm&#228;rkte f&#252;r ein paar wenige, ausgew&#228;hlte Produkte nicht hinwegt&#228;uschen. Das Preisniveau insgesamt steigt. Das Geld hat f&#252;r den Konsumenten immer weniger Wert, w&#228;hrend Unternehmen Investitionen nur sehr z&#246;gerlich und vorsichtig t&#228;tigen. Eine Teufelsspirale hat sich zu drehen begonnen und bald wird die Rezession auch die Konsumenten erreicht haben. Ab dann geht&#8217;s auf breiter Front konstant bergab mit der Wirtschaft, bis sich die Krise in einem grossen oder auch mehreren kurz auf einander folgenden Crashes &#8220;aufl&#246;sen&#8221; wird. Die Ursachen sind systembedingt und mathematisch erkl&#228;rbar.</p>
<p><span id="more-3615"></span>Der genaue Zeitpunkt l&#228;sst sich nicht voraussagen und ebenso wenig, was danach geschehen wird. Ich glaube auch nicht, dass irgendeine Regierung oder Bank darauf vorbereitet sein wird. Sicher ist nur, dass das grosse Krachen bereits vor der T&#252;re steht und uns die Ehre erweisen wird, wenn ihm der n&#228;chste Weltkrieg nicht zuvorkommt. Denn das Potential f&#252;r einen globalen bewaffneten Krieg war seit dem zweiten Weltkrieg noch nie so gross wie heute. Auf nicht milit&#228;rischer Ebene ist er schon seit Jahren im Gang, ohne dass die grosse Mehrheit der Bev&#246;lkerung hierzulande etwas davon mitbekommt. Daf&#252;r sorgen auch die Medien.</p>
<h3>Zusammenhang zwischen Geld, Leistung und Kapital</h3>
<p>Das erste Grund&#252;bel ist der Zins, der ein exponentielles Wirtschaftswachstum erzwingt, welches es in einer Welt mit begrenzten Ressourcen nicht gibt. &#220;ber die Auswirkungen des Zinseszinseffektes, welches unsere Guthaben auf den Sparkonten exponentiell wachsen l&#228;sst, freuen wir uns. Doch, was irgendwo auf der Haben-Seite steht und exponentiell w&#228;schst, muss auch irgendwo auf der Soll-Seite verbucht sein und dort in gleichem Masse wachsen, damit die Bilanz aufgeht. Das heisst, jemand muss sich f&#252;r dieses Geld verschulden, damit es &#252;berhaupt entsteht, denn Geld entsteht in unserem System ausschliesslich &#252;ber Kreditvergabe und damit durch Verschuldung. Und dies ist dann auch gleich das zweite Grund&#252;bel. Geld soll als Tauschmittel f&#252;r Leistungen allgemein und nicht nur f&#252;r G&#252;ter fungieren. Entstehen kann es aber nur durch die Kreditaufnahme, bei der Realkapital als Sicherheit hinterlegt wird. Leistung wird als Sicherheit nicht akzeptiert. Ohne Kapital, das f&#252;r Geld verpf&#228;ndet wird, gibt es kein Geld, mit dem Leistungen ausgetauscht werden k&#246;nnen. Kein Kapital, kein Geld, kein Leistungsaustausch, Massenarbeitslosigkeit. Willkommen in der Gegenwart!</p>
<p>Dies wollen wir uns einmal an einem einfachen Beispiel veranschaulichen. Ein Arzt A, ein B&#228;cker B und ein Friseur F wollen ihre Leistungen tauschen: A will sich von F die Haare schneiden lassen, F will das Brot von B kaufen und B m&#246;chte von A medizinisch behandelt werden. Damit sie den Austausch ihrer Leistungen &#252;ber Geld als Tauschmittel abwickeln k&#246;nnen, muss sich mindestens einer von ihnen verschulden, damit Geld entsteht. B entschliesst sich, seine Backstube zu verpf&#228;nden, und mit dem Geld f&#252;r seinen Kredit von der Bank l&#228;sst er sich von A medizinisch behandeln. A l&#228;sst sich mit seinem verdienten Geld seine Haare schneiden und die seiner ganzen Familie. Nun hat auch F Geld, um Brot f&#252;r sich und seine Familie zu kaufen. Doch da B f&#252;r sein von der Bank geliehenes Geld Zinsen bezahlen muss, verlangt er von F mehr als nur das geliehene Geld. Er schl&#228;gt die Zinsen auf seinen Preis drauf. Daher bleibt F nichts anderes &#252;brig, als bei der Bank ebenfalls einen Kredit in H&#246;he des von B verlangten Aufpreises zur Tilgung von dessen Zinsen aufzunehmen. Nat&#252;rlich m&#252;ssen auch f&#252;r dieses Geld wieder Zinsen bezahlt werden. A, B und F f&#252;hlen sich nun von der Bank betrogen und deshalb wollen B und F das von der Bank geliehene Geld beide vollst&#228;ndig zur&#252;ckbezahlen. Dies ist ihnen aber gar nicht m&#246;glich, weil nach Tilgung der urspr&#252;nglichen Schuld immer noch ein offener Posten f&#252;r die Zinsen bleibt. Der Zins muss aus der Geldmenge selber bezahlt werden, doch dieses Geld gibt es gar nicht, ausser es wird durch Neuverschuldung wieder gesch&#246;pft.</p>
<p><img title="Geldmenge und Schulden" src="/images/geld_und_religion/geldmenge_schulden.gif" alt="Geldmenge und Schulden" /><br />
<em>Schulden wachsen im Gleichschritt mit der Geldmenge<br />
</em></p>
<p>Schuldenberater kennen dieses Problem, wenn ihre Klienten sich f&#252;r die Begleichung ihrer Schulden und Zinsen immer wieder neu verschulden. Gelingt es jemandem nicht, f&#252;r die Zinsen seines Geldes und die Tilgung seiner Schulden einen gen&#252;gend grossen Geld&#252;berschuss zu erwirtschaften, f&#228;llt der Bank das als Sicherheit verpf&#228;ndete beziehungsweise hinterlegte Realkapital in vollem Umfang zur Verwertung zu. Die Bank wird dieses dann meist massiv unter dem Realwert &#8220;liquidieren&#8221;, wodurch der Kreditnehmer sogar seines noch ihm zustehenden Anteils an der Sicherheit verlustig geht. Um dieses Risiko mehr oder weniger abzudecken, verlangt jeder, der sich f&#252;r die Geldsch&#246;pfung verschuldet eine Risikopr&#228;mie in Form eines Preisaufschlags. Das allerdings zwingt die &#252;brigen Wirtschaftssubjekte wiederum erst recht, sich ihrerseits f&#252;r das Geld f&#252;r diese Risikopr&#228;mie zu verschulden. Die Schuldenspirale dreht sich immer schneller. Zur Wirtschaft werden viele Statistiken und Kennzahlen erhoben, unverst&#228;ndlicherweise aber nicht dar&#252;ber, wer bei wem wie hoch verschuldet ist, obwohl dies den zentralen Mechanismus unseres Finanzsystems darstellt. Ob nun eine bewusste Verschleierung vorliegt oder dieser Mangel auf blosser Unkenntnis des Systems beruht, will ich an dieser Stelle nicht weiter ausf&#252;hren.</p>
<p>Geld wird umverteilt: einerseits &#252;ber den Zins vom Kreditnehmer zu dem, der das Geld herausgibt oder als Sparguthaben via Hortungsmenge f&#252;r die Kreditvergabe zur Verf&#252;gung stellt, und anderseits durch Einkommens- beziehungsweise Ertrags&#252;bersc&#252;usss, welche langfristig letzten Endes nur durch &#220;bervorteilung im grossen Umverteilungskampf m&#246;glich sind. In unserem Geldsystem wird konstruktionsbedingt Kapital durch Arbeit von Arm nach Reich umverteilt. Die Armen verdienen das Geld der Reichen. Die m&#252;ssen das nicht selber tun, sondern &#8220;lassen ihr Geld f&#252;r sie arbeiten&#8221;. Durch Leistung wird aber kein Geld geschaffen sondern nur durch Verschuldung.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/lhwslJvotxs?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/lhwslJvotxs?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<em>Der Zins: die Inzucht des Geldes</em></p>
<p><strong>Geld, Kapital oder Leistung sind aber keinesfalls schlecht. Kapital bildet als nutzbare Ressource die Grundlage f&#252;r Leistung und schafft Sicherheit. Leistung schafft Wohlstand und mehrt das Kapital. Geld erm&#246;glicht den vereinfachten Austausch von Leistung und Kapital. Dies wiederum erm&#246;glicht die Arbeitsteilung und steigert die Effizienz und damit auch den Wohlstand. Geld, Kapital und Leistung sind die Grundlagen jeder zivilisierten Wirtschaft. Einzig, wie sie &#252;ber die Zinspflicht f&#252;r die Zwangsverschuldung miteinander verkn&#252;pft sind, ist schlecht und asozial. Das ist der Konstruktionsfehler in unserem Finanz- und Wirtschaftssystem. Unser Geld ist ein leicht tauschbares, virtuelles Leihkapital, das an eine Schuldverpflichtung, den Zins, gekn&#252;pft ist. Die Schuld wird von einer Generation auf die n&#228;chste vererbt, ohne dass sie jemals vollst&#228;ndig getilgt werden k&#246;nnte, und f&#252;hrt dadurch zur systematischen Ausbeutung und Zwangsenteignung jener, die nicht vom Zinsertrag ihrer Anlagen leben k&#246;nnen und f&#252;r den exponentiell wachsenden Zinsertrag der Geldverleiher immer mehr zus&#228;tzlich arbeiten m&#252;ssen.</strong></p>
<p>Wegen dieses Konstruktionsfehlers kann sich die Wirtschaft nicht selbst regulieren und ist auf Korrekturmassnahmen angewiesen, welche allerdings niemals die dunkle Macht der Exponentialfunktion, der die Schuldenspirale folgt, kompensieren k&#246;nnen. Deshalb sind alle Versuche, die Marktwirtschaft sozial zu gestalten, von vorne herein zum Scheitern verurteilt, solange dieser Konstruktionsfehler besteht. M&#246;gen es die Kapitalisten und Monetaristen noch so gut meinen, sie werden die Umverteilung von Arm nach Reich beschleunigen. M&#246;gen es die Sozialisten und Keynesianer noch so gut meinen, sie werden das Wachstum der Staatsverschuldung beschleunigen. Die Prim&#228;rwirkung der einen Wirtschaftsreligion ist jeweils die Sekund&#228;rwirkung der anderen.</p>
<h3>Der Zins als Treiber im Schneeballsystem</h3>
<p>Auch wenn die Zentralbank den durch die Kreditvergabe &#8220;erwirtschafteten&#8221; Zins durch Investitionen oder Konsum selber direkt oder indirekt &#252;ber die L&#246;hne ihrer Angestellten wieder vollumf&#228;nglich in den Kreislauf der Realwirtschaft einspeist, wird das System zum Wachstum gezwungen, weil dieses Zinsgeld immer nur zeitverz&#246;gert in den Kreislauf zur&#252;ckfliesst. Da die Zinsen aber vorher bezahlt werden m&#252;ssen, erzwingt die daraus entstehende, st&#228;ndige Liquidit&#228;tsl&#252;cke eine ebenso st&#228;ndige Neuverschuldung. Das heisst, das exponentielle Wachstum wird nur etwas abgeflacht und verz&#246;gert. Wenn die Zentralbank nun zus&#228;tzlich die Notengeldmenge zur&#252;ckf&#228;hrt, indem sie einen Teil der Repo-Gesch&#228;fte nicht erneuert, Zinsgeld zur&#252;ckbeh&#228;lt oder einzelne Wirtschaftsteilnehmer einen &#220;berschuss an Geld erwirtschaftet haben und dieses auf der Bank anlegen, fehlt dieses Geld f&#252;r den Austausch von Leistungen. Soll dieser Austausch trotzdem weiterhin in gleichem Masse stattfinden, m&#252;ssen sich einzelne Wirtschaftssubjekte zus&#228;tzlich verschulden, um die Geld<span style="text-decoration: underline;">umlauf</span>menge aufrecht zu erhalten. Wenn dann die Gesch&#228;ftsbanken auch noch eine restriktivere Kreditvergabe praktizieren, ger&#228;t der Geldumlauf zus&#228;tzlich ins Stocken.</p>
<p>Wenn niemand mehr bereit ist, sich weiter zu verschulden, oder kein Kapital mehr vorhanden ist, das f&#252;r Geld verpf&#228;ndet werden kann, klemmt es in diesem Schneeballsystem und es kollabiert, weil die exponentiell wachsende Zinslast, welche immer mehr der Hortungsmenge zufliesst, die Umlaufmenge und deren f&#252;r den Leistungsaustausch verf&#252;gbaren Anteil immer mehr schwinden l&#228;sst. Weil nicht mehr gen&#252;gend Geld f&#252;r den Austausch von Leistungen der Realwirtschaft vorhanden ist, wird der Umverteilungskampf um das Geld h&#228;rter und es k&#246;nnen auch immer weniger L&#246;hne bezahlt werden. Die Folge davon ist Massenarbeitslosigkeit. Das Defizit der Umlaufmenge kann eine Zeit lang durch entsprechend exponentiell wachsende Staatsverschuldung f&#252;r sogenannte &#8220;Konjunkturprogramme&#8221; (wie z.B. die &#8220;Abwrackpr&#228;mie&#8221; oder vorgezogene Infrastrukturprojekte) auf Pump kompensiert werden &#8211; aber eben nur eine beschr&#228;nkte Zeit lang. Diesen Punkt haben wir aktuell bereits erreicht und die Mehrzahl der Staaten steht vor dem Staatsbankrott. Auf Staatskosten Geld f&#252;r die Liquidit&#228;tsversorgung der Wirtschaft oder Teilen davon zu sch&#246;pfen, ist wie einen Alkoholiker auf Entzug mit Alkohol zu versorgen. L&#228;sst man ihn jedoch auf Entzug, wird er aggressiv und unberechenbar und landet dann nicht selten in der Beschaffungskriminalit&#228;t.</p>
<p>Viele Staaten sind schon lange bankrott, weil ihre Schulden ihre reale Wirtschaftsleistung &#252;bersteigen und bereits 30 bis 50 Prozent der Steuereinnahmen zur Tilgung der Zinsen f&#252;r die Staatsschulden verwendet werden m&#252;ssen. Nur wenige Staaten bezahlen weniger Zinsen f&#252;r ihre Schulden. Ebenso bezahlen auch wir als Konsumenten mit dem Preis f&#252;r unsere Eink&#228;ufe und Leistungsbez&#252;ge einen gleich hohen Anteil f&#252;r die Zinsen unseres Geldes, das irgendwann einmal durch irgendjemanden &#252;ber einen Kredit &#8220;gesch&#246;pft&#8221; wurde. Die Thesaurierung der Zinsen erfolgt in gleichem Masse auf der Schulden- beziehungsweise Soll-Seite in der Buchhaltung eines W&#228;hrungssystems wie sie auch auf der Haben-Seite das Guthaben der Sparer und Anleger mehrt.</p>
<p>Was sich im Geldumverteilungskampf auf der Ebene zwischen den einzelnen Wirtschaftsteilnehmern abspielt, wiederholt sich genau gleich auf der Ebene zwischen den einzelnen Volkswirtschaften. W&#228;hrend die einen Staaten Export&#252;bersch&#252;sse produzieren, f&#252;hrt dies zu Import&#252;bersch&#252;ssen bei anderen Staaten. Letztere importieren und konsumieren also mehr als sie produzieren und exportieren. Oft wird dieses Ungleichgewicht durch willk&#252;rliche und ungerechte W&#228;hrungswechselkurse noch zus&#228;tzlich beg&#252;nstigt, wenn nicht sogar erst ausgel&#246;st.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/XU4NKp0d9_0?fs=1&amp;hl=en_US" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/XU4NKp0d9_0?fs=1&amp;hl=en_US" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<em>Irrationalit&#228;t und Krise der modernen &#214;konomie</em></p>
<h3>Die Risiken des Geldes</h3>
<p>&#8220;Je gr&#246;sser das Risiko, desto h&#246;her auch der m&#246;gliche Gewinn&#8221; lautet eine allgemeine Volksdummheit. Dabei wird allerdings immer nur die Gewinnseite betrachtet. Die Verlustseite wird von den Banken systematisch ausgeblendet und vom Volk konsequent ignoriert. Wo es Gewinner gibt, muss es auch in gleichem Masse Verlierer geben. Ohne Licht kein Schatten. Wen die Realit&#228;t einholt, der sch&#228;mt sich meist und schweigt dar&#252;ber. L&#228;ngerfristig und gesamthaft betrachtet kann ein Kapitalgewinn nicht h&#246;her sein als das Wachstum der Gesamtwirtschaft. Dies gilt sowohl nominal als auch real. Interne Bankstudien, in die ich pers&#246;nlich Einsicht hatte, zeigen klar, dass die langfristige Durchschnittsrendite f&#252;r Kapitalanlagen bei Schweizer Banken in den Jahren kurz vor der Finanzkrise nominal bei knapp 4.5 Prozent gelegen hat und ab einem gewissen Grundrisiko unabh&#228;ngig vom Anlagerisiko verlief. Langfristige Renditeerwartungen, die dar&#252;ber liegen, sind folglich v&#246;llig unrealistisch. Von diesem Gewinn m&#252;ssen dann aber noch die Geb&#252;hren der Bank und die Steuern f&#252;r Vater Staat abgezogen werden. Eine Nettorendite von nominal gerade noch 1 bis 2 Prozent ist aber angesichts einer Inflation in gleicher H&#246;he nicht wirklich attraktiv. Finanzanlagen sind folglich nur f&#252;r Finanzinstitute wirklich rentabel, die an den Verwaltungs- und Transaktionsgeb&#252;hren sowie an den Zinsmargen verdienen. Sie k&#246;nnen ihren Preis frei bestimmen. Da sie sich gegenseitig abstimmen und de facto ein Finanzkartell bilden, sorgen sie immer daf&#252;r, dass &#8220;gen&#252;gend&#8221; vom Kuchen f&#252;r sie abf&#228;llt.</p>
<p><img title="Anlagerisiko und Rendite" src="/images/geld_und_religion/risiko_rendite_small.gif" alt="Anlagerisiko und Rendite" /><br />
<em>Rendite in Abh&#228;ngigkeit des </em><em>Anlagerisikos<br />
</em></p>
<p>Das Anlagegesch&#228;ft findet heute nicht mehr mit Aktien (Shares) und Obligationen (Bonds) sondern haupts&#228;chlich mit Derivaten statt und so &#252;bertrifft das Volumen des Derivatmarktes jenes der Basiswerte bereits um ein Mehrfaches (teilweise sogar in 2-stelliger H&#246;he). Finanzb&#246;rsen dienen schon lange nicht mehr der Beschaffung von Finanzmitteln f&#252;r Unternehmen. Sie sind l&#228;ngst zu Wettb&#252;ros verkommen und dienen dem spekulativen Handel mit Risiken. &#8220;Hedging&#8221; nennt sich das in der Fachsprache der Investment Banker und es gibt &#8220;Anlagefonds&#8221; (sog. Hedgefonds), die ausschliesslich auf dem Handel mit solchen Risiken basieren. Derivate sind verbriefte Spekulationen auf steigende oder fallende B&#246;rsenkurse, also nichts als legalisierte B&#246;rsenwetten. Diese Spekulationen wirken als Katalysator der Krise, weil sie bereits in kurzer Zeit &#252;berdimensionale Finanzblasen erzeugen und dem Markt eine Liquidit&#228;t vorgaukeln, die gar nicht real sondern nur auf dem Papier existiert.</p>
<h3>Zinsgeld kennt keine Fairness</h3>
<p>Die Kreditvergabe und somit auch die Geldsch&#246;pfung erfolgt in unserem zinsbasierten Schuldgeldsystem auf einer unpartnerschaftlichen und unfairen Basis, da das Kreditrisiko von der Bank jeweils voll auf die Kreditnehmer abgew&#228;lzt wird beziehungsweise solidarisch auf alle Kreditnehmer verteilt wird. Wie im Gl&#252;cksspiel Roulette gewinnt auch hier die Bank l&#228;ngerfristig immer. Sollte sie wirklich einmal eine H&#228;ufung von Kreditausf&#228;llen erleiden, die sie in den Ruin treibt, werden so viele ihrer Kreditnehmer schon vor ihr Konkurs gegangen sein, dass es auf die Bank auch nicht mehr drauf ankommt. Sollte sich eine Bank mit ihren Eigengesch&#228;ften verspekulieren, kann sie die Verluste &#252;ber R&#252;ckversicherungen an andere Banken &#252;berw&#228;lzen, die selbige an ihre Kunden &#252;berw&#228;lzen. Andernfalls springt der Staat in die Bresche und &#252;bernimmt die Verluste im Namen aller Steuerzahler. Von echter Partnerschaftlichkeit kann im Geldgesch&#228;ft also nicht die Rede sein.</p>
<p>Solange der <a title=\"Geld und Religion\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDktMDYtMDkvZ2VsZC11bmQtcmVsaWdpb24v">Volksglaube an den Wert des Geldes</a> aufrecht erhalten wird, kommen die Banken mit minimalen Eigenkapitalquoten von weniger als 2 bis 3 Prozent aus. Ger&#228;t dieser Glaube allerdings ins Wanken und wollen pl&#246;tzlich alle Sparer gleichzeitig ihr Geld von den Bank abheben, sind die Banken zahlungsunf&#228;hig und damit kollabieren die gesamte Finanzwirtschaft und alle Teile der Realwirtschaft, die direkt von der Finanzwirtschaft abh&#228;ngig sind. Der Rest der Realwirtschaft ger&#228;t arg ins Stocken.</p>
<h3>Ethik der Wirtschaftssysteme</h3>
<p>Ein Zinsverbot besteht heute vor allem noch im Islam und ist zentraler Bestandteil der Religion beziehungsweise der Soziallehre des Korans (Sure 3, Vers 130): <em>&#8220;Ihr Gl&#228;ubigen! Nehmt nicht Zins, indem ihr in mehrfachen Betr&#228;gen wiedernehmt, was ihr ausgeliehen habt!&#8221;</em>. Alle Zinsprodukte unserer Banken sind daher nicht mit dem islamischen Recht vereinbar. Das Kapital selber hat im Islam kein Recht, sich zu vermehren. Hingegen sind alle Ertr&#228;ge erlaubt, welche auf Handel oder Investitionen basieren: Rohstoffhandel, Handelsfinanzierungen, Risikokapitalverleihungen, Vermietungen oder Leasing. Die gebr&#228;uchlichste Investitionsform sind daher Aktien, denn Dividenden gelten nicht als Zinsen, weil die Aktion&#228;re kein bindendes Recht darauf besitzen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/Ma6ldmwp4wo?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/Ma6ldmwp4wo?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<em>Das islamische Wirtschaftssystem</em></p>
<p>Das islamische Wirtschaftssystem ist dem westlichen Kapitalismus in vielerlei Hinsicht &#252;berlegen. Die gleichen Grunds&#228;tze, wie sie die Scharia vorschreibt, galten lange Zeit auch im Christentum: Zinsen und Spekulationen waren verboten. Doch mit dem Einzug des Bankenwesens im 14. Jahrhundert und des modernen Kapitalismus Ende des 17. Jahrhundert wurden diese ethischen und zugleich logischen Grunds&#228;tze &#252;ber den Haufen geworfen. Bereits das &#8220;Alte Testament&#8221; der Bibel verbat den Juden das Zinsnehmen gegen&#252;ber Glaubens- und Volks- beziehungsweise Stammesgenossen, was jedoch auch heute noch so ausgelegt wird, dass es gegen&#252;ber Anders- oder Nichtgl&#228;ubigen (z.B. Christen, Moslems, Buddhisten oder Atheisten) durchaus erlaubt ist. Die im Geldgesch&#228;ft t&#228;tigen Juden verstanden es schon fr&#252;h, den Wohlstand und das Kapital von Nichtjuden in ihren Besitz zu bringen, indem sie diese sich f&#252;r das Tauschmittel Geld bei ihnen verschulden liessen, als Lohn f&#252;r diese Leistung Zinsen verlangten und ihre &#8220;Kunden&#8221; dadurch in die Verschuldungsfalle trieben. Modern w&#252;rde man dieses Gesch&#228;ft als &#8220;mit Liquidit&#228;t versorgen&#8221; bezeichnen. Die mit der Verschuldung verbundene Kapitalverschiebung begr&#252;ndet den Wohlstand und Reichtum der j&#252;dischen Finanzaristokratie, deren ber&#252;hmtestes Aush&#228;ngeschild in Europa die Rothschilds darstellen. Dies war schon immer einer der zentralen Konfliktpunkte zwischen der christlichen und j&#252;dischen Welt mit manch tragischen Folgen. W&#228;hrend Juden jedoch auch heute noch vor allem die <a title=\"Goi (Nichtjude)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9Hb2lfJTI4TmljaHRqdWRlJTI5" target=\"_blank\">Gojim</a> (Nichtjuden) abzocken, tun es die Christen beziehungsweise deren Abk&#246;mmlinge heute unchristlich und religionsneutral, d.h. auch gegenseitig.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/sOgQbx9Ry9s?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/sOgQbx9Ry9s?fs=1&amp;hl=en_US&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<em>Georg Schramm erkl&#228;rt als Rentner Lothar Dombrowski<br />
die &#196;sthetik der Verm&#246;gensverteilung</em></p>
<p>Und mittlerweile hat die Gier auch die islamische Welt erfasst. So gibt es auch in der islamischen Wirtschaft viele Tricks und Rechtskniffe, um die Bestimmungen der Scharia zu umgehen. Um islamischen Gl&#228;ubigen trotzdem verzinsliche Geldanlagen zu erm&#246;glichen, werden so genannte &#8220;islamische Anleihen&#8221; vergeben, die direkte Zinszahlungen auf Geld durch Mieteinnahmen, Firmenbeteiligungen oder &#228;hnliche im Islam erlaubte Praktiken umgehen. Zero-Bonds (zu Deutsch &#8220;<a title=\"Nullkuponanleihe\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9OdWxsa3Vwb25hbmxlaWhl" target=\"_blank\">Nullkuponanleihen</a>&#8220;) erf&#252;llen als einziges modernes Finanzprodukt des westlichen Kapitalismus die Erfordernisse an eine islamische Anleihe. F&#252;r das Bankgesch&#228;ft ist das Zinsverbot eine &#8220;besondere Belastung&#8221;, was zu kreativen Umgehungsgesch&#228;ften gef&#252;hrt hat. So kann man z. B. eine Ware mit einem Zahlungsziel kaufen und sofort zu einem niedrigeren Preis an den Verk&#228;ufer, der sofort zahlt, zur&#252;ckver&#228;ussern. Da die Ware den Besitzer nicht gewechselt hat, jedoch Geld ausgezahlt wurde, ist das Resultat wie bei einem befristeten Kredit mit Zinsen, der Wortlaut des Gesetzes aber eingehalten. Rechtskniffe dieser Art finden sich in der Rechtspraxis h&#228;ufig. Sie sind eines der Mittel, die finanziellen Aktivit&#228;ten zumindest dem Schein nach Scharia-konform zu gestalten.</p>
<h3>Alternative Geldsysteme</h3>
<p>Wir sind im Glauben erzogen worden, dass wir nur die Wahl zwischen Kapitalismus und Sozialismus/Kommunismus h&#228;tten und der Zins stets ein zwingender und legitimer Bestandteil des Finanzsystems w&#228;re. Dies begr&#252;ndet die Paradigma-Paralyse, in der sich unsere Gesellschaft befindet. Doch es gibt ethische und funktionierende Alternativen, auf die ich zu gegebener Zeit in einem weiteren Beitrag eingehen werde. Nur soviel sei schon mal verraten: Gleichgewicht und Energieerhaltungssatz sind dabei Schl&#252;sselbegriffe.</p>
<p><a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdHV0dG1hbm4ta2FyaWthdHVyZW4uZGUva2FyaWthdHVyZW4va2FyaV8yMDEwMDkyN19BbnJlaXplLmdpZg==" target=\"_blank\"><img title="Lohnstandsgebot" src="http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturen/kari_20100927_Anreize.gif" alt="" width="480" height="355" /></a><br />
<em>&#8220;Lohnstandsgebot&#8221; von <a title=\"Klaus Stuttmann Karikaturen\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdHV0dG1hbm4ta2FyaWthdHVyZW4uZGUv" target=\"_blank\">Klaus Stuttmann</a>, freiberuflicher Karikaturist</em></p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3615" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Geld und Gier</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2010-04-14/geld-und-gier/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 13:08:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Geld regiert die Welt und mit dem Geld regiert auch die Gier nach Geld die Welt. Wer die Welt regieren will, muss also nur das Geld und die Gier der Menschen steuern. Es lebe der Konsum! Wer hat, dem wird gegeben. Diese Anspruchshaltung widerspiegelt der Zins und Zinseszins. Der Zins war noch bis ins 19. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 10px;" title="Geld" src="/images/geld_und_religion/muenzen.jpg" alt="Geld" align="left" />Geld regiert die Welt und mit dem Geld regiert auch die Gier nach Geld die Welt. Wer die Welt regieren will, muss also nur das Geld und die Gier der Menschen steuern. Es lebe der Konsum! Wer hat, dem wird gegeben. Diese Anspruchshaltung widerspiegelt der Zins und Zinseszins. Der Zins war noch bis ins 19. Jahrhundert ein Synonym f&#252;r die materielle Gier und auch in unseren Breitengraden (zumindest theoretisch) verboten, bis er durch den Kapitalismus salonf&#228;hig gemacht wurde.</p>
<p>Das war aber nicht immer so. Nur k&#246;nnen wir uns nicht daran erinnern, weil diese Zeit noch vor unserer Geburt und der unserer Eltern und Grosseltern zur&#252;ckliegt. Heute betrachten wir den Zins als die normalste Sach der Welt und jeder, der Geld auf sein Bankkonto einzahlt, erwartet, dass dieses Zins &#8220;abwirft&#8221; und dass sich das Kapital &#252;ber den Zins &#8220;von selbst&#8221; vermehrt. Doch nichts vermehrt sich von selbst &#8211; jedenfalls nicht in der realen Welt. Irgendjemand muss daf&#252;r arbeiten. Wenn wir nicht selber dieser jemand sind, <a title=\"Geldsystem und Finanzwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L3RoZW1lbi9nZWxkc3lzdGVtLXVuZC1maW5hbnp3aXJ0c2NoYWZ0Lw==">wer ist es dann</a>? Und wer regiert eigentlich das Geld?</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=2995" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler &#8211; Teil 3</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 12:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Betrachtung der Grundlagen und Wirkungsweisen des Geldsystems im ersten Teil und zweiten Teil wollen wir uns im dritten Teil mit der ethischen, mathematischen und wahrnehmungspsychologischen Seite unseres Geldsystems befassen. Zum Schluss dieses Beitrags gibt&#8217;s einen Ausblick auf m&#246;gliche L&#246;sungsans&#228;tze, bevor es dann in Teil 4 und Teil 5 vor allem mit Videos weitergeht.
Zins, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Betrachtung der Grundlagen und Wirkungsweisen des Geldsystems im <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 1\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTMvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0xLw==">ersten Teil</a> und <a title=\"Unser Geld und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 2\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTQvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0yLw==">zweiten Teil</a> wollen wir uns im dritten Teil mit der ethischen, mathematischen und wahrnehmungspsychologischen Seite unseres Geldsystems befassen. Zum Schluss dieses Beitrags gibt&#8217;s einen Ausblick auf m&#246;gliche L&#246;sungsans&#228;tze, bevor es dann in <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 4 (Videos)\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMjgvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC00LXZpZGVvcy8=">Teil 4</a> und <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 5\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMzAvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC01Lw==">Teil 5</a> vor allem mit Videos weitergeht.</p>
<h3>Zins, Gier und Macht</h3>
<p>Geld entsteht also durch Verschuldung und entsprechend ist ein Geldschein ein Schuldschein. Eine Bank generiert Geld aus dem Versprechen des Kreditnehmers, den Kredit (zur&#252;ck) zu bezahlen. Als Sicherheit verpf&#228;ndet dieser sein Eigentum, d.h. Geld entsteht durch Belehnung von bereits vorhandenem Eigentum. Das Geld f&#252;r die R&#252;ckzahlung sowie f&#252;r den Zins entsteht jedoch aus dem Kapital durch Arbeit, welches wiederum (wenn auch indirekt) als Sicherheit f&#252;r einen neuen Kredit herhalten muss. Wenn uns die verpf&#228;ndbaren Sicherheiten ausgehen, weil unser Wirtschaftswachstum nicht mit der exponentiell wachsenden Zinsspirale Schritt halten kann, ist Ende der Fahnenstange. Wer jetzt dabei an Schneeballsysteme denkt, liegt v&#246;llig richtig. Geld kann nicht durch sich selber entstehen und Geld kann selber nicht arbeiten, wie uns die Bankenwerbung mit dem Slogan &#8220;Lassen Sie Ihr Geld arbeiten!&#8221; weiss machen will. Nur Menschen k&#246;nnen arbeiten und die Fr&#252;chte ihrer Arbeit in Geld tauschen.</p>
<p><img title="Geld arbeiten lassen" src="/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/geld_arbeiten_lassen.jpg" alt="Geld arbeiten lassen" /><br />
<em>Geld arbeiten lassen</em></p>
<p><span id="more-876"></span>Die Umverteilung des Geldes &#252;ber den Zins erfolgt nicht aufgrund von Leistung sondern basiert darauf, dass jemand Geld spart und dieses damit dem Umlauf entzieht. Dadurch verliert das Geld seine Funktion als Tauschmittel. Erst durch die &#8220;Belohnung&#8221; &#252;ber den Zins wird das Geld wieder als Kredit in Umlauf gebracht. Dadurch w&#228;chst der Druck auf die Umverteilung des Geldes. Der Zins macht Geld zum Spekulationsobjekt und zum Krebsgeschw&#252;r unserer Wirtschaft. Der Zins ist das Anrecht auf mehr Geld, ohne daf&#252;r selber arbeiten zu m&#252;ssen, weil man schon welches besitzt. Er stellt eine &#220;bervorteilung des Kreditnehmers dar, denn Kredite werden &#252;ber den Zins je nach Zinssatz und Laufzeit nicht selten mehrmals abbezahlt. Hier zeigt sich die Wahrheit im Spruch &#8220;wer hat, dem wird gegeben&#8221;.</p>
<p>Auch Zinsen als Transaktionskosten des Geldes zu verstehen, ist ein grundlegender Fehler, denn der Zins pervertiert das Geld vom Tauschmittel zum Instrument der Eigentumsumverteilung. Er ist die gr&#246;sste soziale Ungerechtigkeit unserer Zeit, denn er macht die Arbeiter zu Sklaven ihrer Kapitalgeber. Durch den Zins verliert das Geld seine Funktion als stabiler Wertmassstab. Folglich ist der Zins kein taugliches Instrument f&#252;r die Umlaufsicherung und unser Geldsystem eine Fehlkonstruktion.</p>
<p>Der Zins heizt unsere Gier an und die Werbung f&#252;r Bankenprodukte tut das ihre dazu. Im Kapitalismus ist Geld ein <a title=\"Werte\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=L21laW5lLW1laW51bmcvd2VydGUv" target=\"_blank\">Wert</a> und weil er ein solcher ist, ist es nur logisch und konsequent, wenn alles unternommen wird, um diesen zu mehren. Vielleicht aber m&#252;ssten wir uns selber einmal die Frage stellen, ob das Geld dem Menschen oder der Mensch dem Geld dienen soll. Eine ethische Diskussion scheint mir angebracht und dringend. Nicht umsonst machten sich bereits Moses, Aristoteles, Jesus, Luther und Ghandi f&#252;r ein Zinsverbot stark. W&#228;hrend sie damals noch mit Gerechtigkeits&#252;berlegungen argumentierten, kann man heute ein Zinsverbot auch mathematisch begr&#252;nden.</p>
<p><img class="alignleft size-full" style="margin-right: 10px;" title="Gr&#246;ssenwahn: immer h&#246;her - immer gr&#246;sser" src="/images/immerhoeher.jpg" alt="Gr&#246;ssenwahn: immer h&#246;her - immer gr&#246;sser" align="left" />Wir wurden von unserem Wirtschaftssystem im Glauben erzogen, der Zins sei eine Belohnung f&#252;r all jene, die ihr Geld &#8220;grossz&#252;gig&#8221; den anderen f&#252;r Kredite zur Verf&#252;gung stellen. Er wird heute quasi als Preis beziehungsweise Entgelt f&#252;r den &#8220;Trennungsschmerz&#8221; vom Geld und dem damit verbundenen Verlustrisiko verstanden. Er widerspiegelt die materialistische Grundhaltung unserer Gesellschaft, in der sich Leute &#252;ber das definieren, was sie besitzen. Der Zins ist Ausdruck der uners&#228;ttlichen materiellen Gier unserer Zeit und erzwingt einen &#8220;Wachstumsfetischismus&#8221;, aber schliesslich sind Fetische in vergn&#252;gungss&#252;chtigen, dem <a title=\"Hedonismus\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9IZWRvbmlzbXVz" target=\"_blank\">Hedonismus</a> fr&#246;nenden Kreisen en vogue.</p>
<p>&#8220;<em>Geld regiert die Welt</em>&#8221; heisst es im Volksmund. Wer das Geld regiert, regiert folglich auch die Welt. Doch wer regiert das Geld? Um dies zu erkennen, bedarf es keiner aufwendigen Recherchen. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang der Spruch des Banquiers Mayer Amschel Rothschild (1743-1812) im Jahre 1790: &#8220;<em>Gebt mir die Kontrolle &#252;ber die W&#228;hrung eines Landes und es ist mir egal, wer die Gesetze macht (im Original: Let me issue and control a nation&#8217;s money and I care not who writes the laws)</em>&#8220;. Man lese zudem nach, wie in den USA der <a title=\"Federal Reserve Act\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mZWRlcmFscmVzZXJ2ZS5nb3YvYWJvdXR0aGVmZWQvZnJhY3QuaHRt" target=\"_blank\">Federal Reserve Act</a> am 23. Dezember 1913 unter dem damaligen US-Pr&#228;sidenten <a title=\"Woodrow Wilson\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9Xb29kcm93X1dpbHNvbg==">Woodrow Wilson</a> zustandekam und wem die <a title=\"US Federal Reserve System\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9GZWRlcmFsX1Jlc2VydmU=" target=\"_blank\">Federal Reserve</a> geh&#246;rt, d.h. wer die Aktion&#228;re der FED-Banken sind. &#220;brigens hat Wilson sp&#228;ter die Erlassung des Gesetzes mit den folgenden Worten bereut: &#8220;<em>I am a most unhappy man. I have unwittingly ruined my country. A great industrial nation is controlled by its system of credit. Our system of credit is concentrated. The growth of the nation, therefore, and all our activities are in the hands of a few men. We have come to be one of the worst ruled, one of the most completely controlled and dominated governments in the civilized world. No longer a government by free opinion, no longer a government by conviction and the vote of the majority, but a government by the opinion and duress of a small group of dominant men.</em>&#8221; Wie schon Artur P. Schmidt erw&#228;hnt hat (siehe <a title=\"Unser Geld und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 2\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTQvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0yLw==">Teil 2</a>), ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass John F. Kennedy 1963 ermordet wurde, kurz nachdem er im Begriff war, die Macht der FED zu brechen und Wilsons Fehler zu korrigieren.</p>
<h3>Warum das System langfristig nicht funktionieren kann</h3>
<p>Die Zinslasten einer Volkswirtschaft nehmen schneller zu als die Einkommen. Die Statistiken belegen, dass wir beim Wirtschaftswachstum mit der Zinsspirale nicht mithalten k&#246;nnen. Auch wenn ein exponentielles Wachstum &#252;ber eine ganz lange Zeit zum Beispiel durch Raubbau an nat&#252;rlichen Ressourcen ohne Konsequenzen f&#252;r die Umwelt m&#246;glich w&#228;re, wer w&#252;rde die produzierten G&#252;ter in einem irgendwann ges&#228;ttigten Markt noch nachfragen? Wenn aber keine Nachfrage, d.h. kein Absatzmarkt besteht, woher sollen die Erl&#246;se und die Gewinne f&#252;r das Wirtschaftswachstum kommen? Die Nachfrage in einer Volkswirtschaft kann nicht gr&#246;sser sein als die Einkommen, ohne in der Schuldenfalle zu enden. Die Einkommen sind dabei nicht h&#246;her als die erbrachte Leistung, die ihrerseits naturgem&#228;ss begrenzt ist. Deshalb kann Geld auch nicht schneller ausgegeben werden als es erworben werden kann, um damit die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und das Wirtschaftswachstum zu erh&#246;hen.</p>
<p>Dies versuchen wir, durch Raubbau an den nat&#252;rlichen Ressourcen unseres Planeten Erde zu kompensieren, um dennoch die durch den Zins erzwungene exponentielle Wachstumsspirale zu befriedigen. Das hat zerst&#246;rerische Auswirkungen auf die Umwelt, denn die nat&#252;rlichen Rohstoffe k&#246;nnen nicht in dem erforderlichen exponentiellen Tempo nachwachsen. Folglich ist auch das Wirtschaftswachstum endlich. Die Zinsspirale verlangt aber ein unendliches, exponentielles Wachstum und kann somit nicht ausreichend gef&#252;ttert und am Leben erhalten werden. Also funktioniert das mit den Zinsen einfach unm&#246;glich. Der Kollaps ist durch das Schneeballsystem selber vorprogrammiert.</p>
<h3>Warum das System trotzdem so lange funktioniert hat</h3>
<p>&#214;konomen konzentrieren ihre Energie ganz auf den Geldumverteilungskampf und die Konjunkturbeschleunigung, um mit der pathologisch wachsenden Geldmenge Schritt halten zu k&#246;nnen, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Die grundlegende Funktionsweise des Geldsystems kennen, geschweige denn verstehen sie meist gar nicht und lassen sie daher in ihren Betrachtungen und Modellen v&#246;llig ausser Acht. Deshalb erkennen sie auch nicht das Grundproblem der ungen&#252;genden Geld- beziehungsweise Kreditdeckung der Banken bei ihrer wundersamen Geldvermehrung und der <a title=\"Die destruktiven Gesetzm&#228;&#223;igkeiten des Zinssystems und Wege zu seiner &#220;berwindung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jaGVtaWUuZnUtYmVybGluLmRlL2ZiL2RpdmVyc2Uvc2VuZjAyMTExOS5odG1s" target=\"_blank\">pathologischen, exponentiellen Wirkung des Zinssystems</a> sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen.</p>
<p>Meine Generation hat den zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt und auch die grosse Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts kennen wir nur aus den Geschichtsb&#252;chern. Wir sind in einer relativ heilen Welt aufgewachsen. Wir wurden im Glauben an das aktuelle Wirtschaftssystem erzogen, das wir uns nie getraut haben zu hinterfragen, solange es f&#252;r uns funktioniert hat. Dies hat zur Tabuisierung des Themas gef&#252;hrt, welche von den Profiteuren des Systems gerne unterst&#252;tzt wird. Wir sind aus Bequemlichkeit in eine Beamtenmentalit&#228;t verfallen und sagen gerne: &#8220;<em>Das haben wir schon immer so gemacht und es hat funktioniert. Dann wird es bestimmt auch noch ein paar Jahre weiter so funktionieren.</em>&#8221; &#8211; ein fataler Irrtum.</p>
<h3>Unser Problem der Wahrnehmung</h3>
<p>Ist das nun Ignoranz aus Bequemlichkeit oder Dummheit? Ich will niemanden verurteilen, der so denkt. Aber eine solche Einstellung bringt uns nicht weiter, sondern reitet uns nur noch tiefer in den Sumpf. Es ist wirklich nicht einfach, das Verhalten und die Auswirkungen einer Exponentialfunktion zu verstehen, wenn man sich im Alltag mit den vier Grundrechenarten gut bedient f&#252;hlt. Besonders komplex und intransparent sind das Geldsystem und seine Mechanismen, weil sie von der Zeit abh&#228;ngig sind, wobei die Verl&#228;ufe der einzelnen Funktionen zeitlich verschoben sind und sich &#252;berlappen. Manche sind bereits durch die drei Dimensionen des Raumes &#252;berfordert. Wie sollen sie dann die Zeit begreifen? Hier st&#246;sst unser Vorstellungsverm&#246;gen an seine Grenzen. Die Exponentialfunktion k&#246;nnen wir erst recht nicht begreifen, weil sie eine Funktion ist, die sich durch ihren eigenen Wachstum beschleunigt, d.h. sie ist eine mit beschleunigter Beschleunigung wachsende Funktion. Der Zuwachs ist stets proportional zur schon erreichten Menge, die selber stetig w&#228;chst. Daraus resultiert eine <a title=\"Die Wachstumsillusion\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5yYXRnZWJlci1zaWNoZXJlLWFsdGVyc3ZvcnNvcmdlLmRlL2h0bWwvb25saW5lLXNlbWluYXJfa2FwaXRlbF8xXzYuaHRtbA==" target=\"_blank\">konstante Verdopplungszeit</a>. &#196;hnlich wie bei der Potenzfunktion w&#228;chst bei der Exponentialfunktion die Ordinate (y-Achse) schneller als die Abszisse (x-Achse), nur eben noch viel schneller als bei der Potenzfunktion. Sich zeitlich &#252;berlappende Exponentialfunktionen &#252;bersteigen unsere Vorstellungskraft vollends.</p>
<p>Mit linearen Funktionen hingegen k&#246;nnen wir umgehen. Da das Leben generell immer mit Unsch&#228;rfen behaftet ist, k&#246;nnen wir damit gut leben, solange die Unsch&#228;rfe jeweils auf ein tolerierbares Mass beschr&#228;nkt bleibt. Der Einfachheit halber approximieren und vereinfachen wir viele Naturgesetze durch lineare Funktionen, wie dies Newton mit dem nach ihm benannten <a title=\"Newtonsches Gravitationsgesetz\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9OZXd0b25zY2hlc19HcmF2aXRhdGlvbnNnZXNldHo=" target=\"_blank\">Gesetz</a> &#8220;Kraft = Masse x Beschleunigung&#8221; getan hat. Einstein hat sp&#228;ter mit der <a title=\"Relativit&#228;tstheorie\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9SZWxhdGl2aXQlQzMlQTR0c3RoZW9yaWU=" target=\"_blank\">Relativit&#228;tstheorie</a> gezeigt, dass dies lediglich als Approximation in der N&#228;he der Erdoberfl&#228;che gilt. Analog approximieren wir f&#252;r das Geldsystem die Exponentialfunktion durch eine lineare Funktion, was aber nur ganz am Anfang der Funktion f&#252;r eine kurze Zeit funktioniert. Nun sind wir aber in dem Bereich angelangt, in dem die Abweichung von der wirklichen Funktion zu einer zu grossen Unsch&#228;rfe f&#252;hrt.</p>
<p>Bereits bezahlen wir vielfach mit mehr als der H&#228;lfte unserer Ausgaben die Zinsen des Geldsystems. Privatmann und Privatfrau im Anstellungsverh&#228;ltnis ohne Wohneigentum f&#228;llt dies jedoch am allerwenigsten auf, da wir die Zinsen, die entlang der Wertsch&#246;pfungskette anfallen, indirekt &#252;ber die Preise der Produkte und Dienstleistungen bezahlen. Wir sehen immer nur den Endpreis und allenfalls die Mehrwertsteuer. W&#252;rden die Zinskosten analog der Mehrwertsteuer ausgewiesen, w&#252;rden wir erschrecken und w&#228;ren nicht mehr bereit, diesen Irrsinn zu finanzieren.</p>
<h3>Mathematik f&#252;r &#214;konomen</h3>
<p>Die Entwicklung beziehungsweise das Wachstum jedes Marktes (Realwirtschaft, real) sowie aller nat&#252;rlichen Wachstumsprozesse in der Natur folgt einer <a title=\"Praxilogie: S-Kurven\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wcmF4aWxvZ2llLmRlL3Mta3VydmVuLmh0bWw=" target=\"_blank\">S-Kurve</a>. Eine sehr gute Erkl&#228;rung dazu findet sich im Ratgeber &#8220;<a title=\"Die Praxilogie\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wcmF4aWxvZ2llLmRlLw==" target=\"_blank\">Die Praxilogie</a>&#8221; von Diplomingenieur <a title=\"Dr. Otto Buchegger\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wcmF4aWxvZ2llLmRlL2F1dG9yLmh0bWw=" target=\"_blank\">Dr. Otto Buchegger</a>. Eine S-Kurve w&#228;chst zu Beginn exponential, kippt dann aber bei der maximalen Wachstumsgeschwindigkeit, um wieder exponential abzuflachen und gegen einen Grenzwert (S&#228;ttigungsgrenze) zu verlaufen. Auch das Wachstum einer Volkswirtschaft verl&#228;uft nach dieser Kurve und 08/15-&#214;konomen betrachten immer nur h&#246;chstens den Verlauf bis zum Wendepunkt, ohne die mathematische Formel zu kennen. Das Perfide an der ganzen Sache ist, dass die Abweichung zur reinen Exponential-Kurve (Finanz-/Irrealwirtschaft, nominal) bis dahin vernachl&#228;ssigbar ist. Doch dann beginnen die beiden Kurven v&#246;llig auseinander zu laufen. Das ist der Punkt, an dem das reale Wirtschaftswachstum nicht mehr mit der nominalen Geldmenge Schritt halten kann. Und ab hier beginnt die grosse Krise.</p>
<p><img title="S-Kurve" src="/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/s-kurve.gif" alt="S-Kurve" /><br />
<em>Reales, nat&#252;rliches Wachstum folgt der logistischen Kurve</em></p>
<p><img class="alignleft size-full" style="margin-right: 10px;" title="Volterra-Formel zur Beschreibung der S-Kurve" src="/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/volterra-formel.gif" alt="Volterra-Formel zur Beschreibung der S-Kurve" width="175" height="73" align="left" />Die S-Kurve (manchen auch als &#8220;logistische Kurve&#8221; bekannt) l&#228;sst sich &#252;ber die <a title=\"Vito Volterra - italienischer Mathematiker und Physiker\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9WaXRvX1ZvbHRlcnJh" target=\"_blank\">Volterra</a>-Formel mathematisch beschreiben und berechnen. a ist das Mass f&#252;r die Wachstumsgeschwindigkeit, t die jeweils betrachtete Zeit und T die 50%-S&#228;ttigung, die den Wendepunkt der Kurve markiert. Kennt man also einige Punkte dieser Kurve, l&#228;sst sich der &#252;brige Verlauf berechnen. Wenn die Realwirtschaft bei konstanten Einflussgr&#246;ssen mehr oder weniger regelm&#228;ssig wachsen w&#252;rde, w&#228;re die Kurve aus einigen bekannten Punkten relativ genau berechenbar, denn den Wendepunkt haben wir schon l&#228;ngst &#252;berschritten. Nur leider f&#252;hren politische Einfl&#252;sse und die Gesch&#228;fte mit Finanzderivaten und anderen Spekulationsobjekten zu einem sehr unstetigen Verlauf der S-Kurve mit zwischenzeitlichen Spitzen und Einbr&#252;chen. Wenn diese Einflussfaktoren dann auch noch besonders grosse Blasen produzieren, die zwangsl&#228;ufig irgendwann platzen, machen sie die den Verlauf der S-Kurve nur sehr schwer bis gar nicht berechenbar. Auch kann nicht exakt berechnet werden, welche Abweichung der Exponential- von der S-Kurve die Wirtschaft ertr&#228;gt. Deshalb kann der Zeitpunkt des Wirtschaftscrashs nicht exakt vorausgesagt werden.<br />
<img title="Exponential- und S-Kurve" src="/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/exponential_und_s-kurve.gif" alt="Exponential- und S-Kurve" /><br />
<em>Unterschiedliche Wachstumskurven von Finanz- und Realwirtschaft</em></p>
<h3>Paradoxe Funktionsziele des Geldes</h3>
<p>Wer bis hierhin aufmerksam mitgelesen hat, dem blieb wahrscheinlich nicht verborgen, dass der Geldzweck (siehe <a title=\"Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler - Teil 1\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=LzIwMDktMDEtMTMvdW5zZXItZ2VsZC11bmQtd2lydHNjaGFmdHNzeXN0ZW0taGF0LWVpbmVuLWtvbnN0cnVrdGlvbnNmZWhsZXItdGVpbC0xLw==" target=\"_blank\">Teil 1</a>) zwei paradoxe Zielsetzungen vereint. Zum einen soll Geld als Tauschmittel dienen, um den Wirtschaftskreislauf sicherzustellen. Das bedingt, dass sich Geld st&#228;ndig im Umlauf befindet. Zum andern soll Geld auch der Wertaufbewahrung dienen, die zwangsl&#228;ufig zur Hortung f&#252;hrt. Dadurch wird es aber dem Umlauf entzogen und kann seine Funktion als Tauschmittel nicht mehr wahrnehmen. Wie wir bereits gesehen haben, taugt der Zins wegen der pathologischen Wirkung des Zinseszinseffektes nicht als Mittel und Preis f&#252;r die Umlaufsicherung, um dieses Paradoxon aufzul&#246;sen. Also m&#252;ssen wir eines dieser beiden Geldzwecke aufgeben oder zumindest das andere wesentlich h&#246;her priorisieren. Nur, welcher soll das sein?</p>
<p>Verzichten wir auf das Tausch- und Zahlungsmittel, so wird dadurch aber auch die Wertaufbewahrung verunm&#246;glicht. Wie sollen wir etwas horten, das nicht durch Tausch zu uns fliessen kann, und wie sollen wir es wieder einl&#246;sen, wenn wir es nicht zur Bezahlung verwenden k&#246;nnen? Folglich bleibt uns nichts anderes &#252;brig, als die Wertaufbewahrung niedriger zu gewichten oder gar ganz aufzugeben. Dadurch verliert aber auch die Hortung ihren Sinn und der Zins jegliche Existenzberechtigung. Der Austausch von G&#252;tern &#252;ber einen gemeinsamen Wertmassstab bleibt dennoch sichergestellt. Ein funktionsf&#228;higes Geldsystem muss dieser Logik gerecht werden.</p>
<h3>L&#246;sungen gibt es</h3>
<p>Geld- und Wirtschaftspolitik ist keine Wissenschaft sondern vielmehr eine Religion mit Religionsf&#252;hrern unterschiedlicher Geisteshaltungen, die sich in direkter Konkurrenz gegenseitig bek&#228;mpfen. Eine Verwissenschaftlichung des Geld- und Wirtschaftswissenschaften begleitet von einem globalen Wertewandel ist dringend n&#246;tig. Wer Geld ehrlich ver<em>dienen</em> m&#246;chte, sollte den anderen dienen, von denen er Geld nimmt, und sie nicht bloss ausnehmen.</p>
<p>Das Geld hat den Menschen zu dienen und nicht die Menschen dem Geld! Andernfalls werden die Menschen zu Sklaven des Geldsystems, was wir de facto heute bereits schon sind. Richtig erfasst haben die Probleme auch der Marxismus und der Kommunismus nicht. Deshalb konnten sie auch keine effektive L&#246;sung bieten und k&#246;nnen getrost als gescheitert abgeschrieben werden. Unser wirtschaftliches &#220;berleben h&#228;ngt davon ab, wie rasch wir uns vom alten Paradigma l&#246;sen k&#246;nnen und verstehen lernen, wie wir das System &#228;ndern m&#252;ssen, damit es zum Wohle aller funktioniert. Dazu m&#252;ssen wir nicht einmal die Ethik oder die Philosophie bem&#252;hen, sondern k&#246;nnen uns ganz auf der sachlichen Ebene allein auf die Mathematik und die Logik st&#252;tzen. Wir m&#252;ssen unsere Geldtheorie an die Realit&#228;t und Gesetze der Mathematik anpassen, denn die Erde ist keine Scheibe! Die <a title=\"Wikipedia - Freiwirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9GcmVpd2lydHNjaGFmdA==" target=\"_blank\">Freiwirtschaft</a>- und <a title=\"Wikipedia - Freigeld\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9GcmVpZ2VsZA==" target=\"_blank\">Freigeld</a>-Theorie von <a title=\"Wikipedia - Johann Silvio Gesell\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9TaWx2aW9fR2VzZWxs" target=\"_blank\">Silvio Gesell</a> sowie auch die <a title=\"Wiener Schule der Volkswirtschaft\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS8lQzMlOTZzdGVycmVpY2hpc2NoZV9TY2h1bGU=" target=\"_blank\">Wiener Schule</a> bieten einige vielversprechende Ans&#228;tze, auch wenn beide ihre Fehler haben und in vielen Punkten noch nicht ausgereift sind. Es ist an uns, diese zu perfektionieren, wenn wir uns als die Herrscherspezies auf diesem Planeten behaupten wollen.</p>
<p>F&#252;r das Wetter gibt es Vorhersagen, die auf mehreren sich gegenseitig erg&#228;nzenden Modellen beruhen. Als Grundlage dienen die &#252;ber viele Jahre erhobenen Statistiken sowie die Erkenntnisse &#252;ber die physikalischen Gesetzm&#228;ssigkeiten und mathematischen Zusammenh&#228;nge. So etwas brauchen wir auch f&#252;r die Wirtschaft.</p>
<p>Banker und Politiker werden aber nicht von einem Systemwechsel und dessen Notwendigkeit zu &#252;berzeugen sein, da sie dadurch einen Grossteil ihrer Macht an das Volk zur&#252;ckgeben m&#252;ssten. Diese Arbeit muss bei den heranwachsenden Generationen geleistet werden. Folglich muss das Thema in seiner ganzen Wahrheit in der Ausbildung der Lehrer und anschliessend an allen Schulen bearbeitet werden. Nur leider dauert dieser Prozess mindestens dreissig bis vierzig Jahre und wird f&#252;r die aktuelle Krise viel zu sp&#228;t greifen. Wie aber k&#246;nnen wir das Geldsystem m&#246;glichst rasch reformieren?</p>
<h3>Das Geldsystem im Rechtskonflikt als Chance</h3>
<p>Das Geldsystem geh&#246;rt zur allgemeinen Grundversorgung wie Wasser, Elektrizit&#228;t oder Telekommunikation. In dieser Beziehung sind unsere Gesetze nicht besonders konsistent. Banken m&#252;ssten viel st&#228;rker der Kontrolle durch den Staat und die Gesellschaft unterstellt werden. Wie fatal dies ist, wenn sie sich selber &#252;berlassen werden, und wie ungen&#252;gend ihre Selbstregulierung ist, erfahren wir zur Zeit besonders deutlich.</p>
<p>Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich und manche etwas gleicher. Das Geld kann als eine (indirekte) staatliche Dienstleistung analog der Bildung betrachtet werden, zu der jeder den gleichen Zugang haben sollte. Dem ist aber in der Praxis nicht so. Gleichheit vor dem Gesetz wird zur Farce, solange wir keine Gleichheit vor dem Geld haben, denn nur wer gen&#252;gend Geld hat, kann es sich leisten, seine Rechte vor den Gerichten einzuklagen. Wegen der Verletzung der Gleichbehandlung und Diskriminierung der nicht verm&#246;genden Arbeiterschaft, die f&#252;r ihren Lebensunterhalt arbeiten muss, w&#228;re eine Verfassungsklage zu pr&#252;fen.</p>
<p>Schon fr&#252;her habe ich mich mit dem System der Schenkkreise auseinandergesetzt, die bekanntermassen ein Schneeballsystem darstellen und daher zumindest nach Schweizerischem Recht illegal sind (Lotteriegesetz: Verordnung vom 27. Mai 1924 zum Bundesgesetz betreffend die Lotterien und die gewerbsm&#228;ssigen Wetten (LV), <a title=\"Verordnung zum Bundesgesetz betreffend die Lotterien und die gewerbsm&#228;ssigen Wetten, Art. 43\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyLzkzNV81MTEvYTQzLmh0bWw=" target=\"_blank\">Art. 43</a>). Ein Schneeballsystem charakterisiert sich im Wesentlichen dadurch, dass es nur durch Generierung von neuer Substanz am Leben erhalten werden kann, die sich wiederum von der Generierung von zus&#228;tzlicher, neuer Substanz ern&#228;hrt. Wie aus den obigen Ausf&#252;hrungen auch jedem mathematisch weniger Begabten klar sein sollte, ist nun aber auch unser Geldsystem ein Schneeballsystem, da Zinsen nach dem Schneeballprinzip aus dem Geld immer neuer Kredite bezahlt werden m&#252;ssen und die Schulden nie vollst&#228;ndig amortisiert werden k&#246;nnen. Das Geldsystem steht daher im Konflikt mit dem geltenden Recht. Vielleicht w&#228;re ein Musterprozess der Weg, &#252;ber den wir die Reform des Geldsystems forcieren k&#246;nnen. Wer hat gen&#252;gend Geld, Zeit und R&#252;ckgrat, um einen solchen Rechtsprozess zu f&#252;hren?</p>
<h3>Weiterf&#252;hrende Informationsquellen</h3>
<p><strong>B&#252;cher:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvR2VsZC1vaG5lLVppbnNlbi1JbmZsYXRpb24tVGF1c2NobWl0dGVsL2RwLzM0NDIxMjM0MTAv" target=\"_blank\">Geld ohne Zinsen und Inflation &#8211; Ein Tauschmittel, das jedem dient</a>&#8221;<br />
Margrit Kennedy, 2005/2006<br />
ISBN-10: 3-442-12341-0, ISBN-13: 978-3-442-12341-4</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvTmViZWwtdW0tZGFzLUdlbGQvZHAvMzg3OTk4NDM1Mi8=" target=\"_blank\">Der Nebel um das Geld</a>&#8221;<br />
Bernd Senf, 2008<br />
ISBN-10: 3-879-98435-2, ISBN-13: 978-3-879-98435-0</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvYmxpbmRlbi1GbGVja2VuLSYjMjE0O2tvbm9taWUtQmVybmQtU2VuZi9kcC8zODc5OTg0NTIyLw==" target=\"_blank\">Die blinden Flecken der &#214;konomie</a>&#8221;<br />
Bernd Senf, 2008<br />
ISBN-10: 3-879-98452-2, ISBN-13: 978-3-879-98452-7</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvQ3Jhc2gta29tbXQtV2VsdHdpcnRzY2hhZnRza3Jpc2UtZGFyYXVmLXZvcmJlcmVpdGVuL2RwLzM1NDgzNjk3NTgv" target=\"_blank\">Der Crash kommt</a>&#8221;<br />
Max Otte, 2008<br />
ISBN-10: 3-548-36975-8, ISBN-13: 978-3-548-36975-4</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvRGllLUlycnQlQzMlQkNtZXItcnVuZC11bXMtR2VsZC9kcC8zODU0MzY3MDE1Lw==" target=\"_blank\">Die 29 Irrt&#252;mer rund ums Geld</a>&#8221;<br />
Helmut Creutz, 2007<br />
ISBN-10: 3-854-36701-5, ISBN-13: 978-3-854-36701-7</li>
</ul>
<p><strong>Filme:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvR2Vpc3QtR2VsZGVzLVlvcmljay1OaWVzcy9kcC9CMDAxMThROUVHLw==" target=\"_blank\">Der Geist des Geldes</a>&#8221;<br />
Ein Dokumentarfilm &#252;ber die Erfindung Geld und ihre Folgen f&#252;r die Menschheit<br />
Yorick Niess, 2008<br />
ASIN: B00118Q9EG</li>
</ul>
<p>Der Film &#8220;Der Geist des Geldes&#8221; ist auch <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PVpBOFF1Snk5dm9j" target=\"_blank\">bei YouTube in 9 Teilen verf&#252;gbar</a>, jedoch in etwas schlechterer Qualit&#228;t als auf DVD:<br />
<object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/p/D66EEF96035B17ED&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/p/D66EEF96035B17ED&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><strong>Links zu Beitr&#228;gen auf anderen Websites:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a title=\"Die destruktiven Gesetzm&#228;&#223;igkeiten des Zinssystems und Wege zu seiner &#220;berwindung\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jaGVtaWUuZnUtYmVybGluLmRlL2ZiL2RpdmVyc2Uvc2VuZjAyMTExOS5odG1s" target=\"_blank\">Die destruktiven Gesetzm&#228;&#223;igkeiten des Zinssystems und Wege zu seiner &#220;berwindung</a>&#8221;<br />
Prof. Dr. Bernd Senf, Fachhochschule f&#252;r Wirtschaft, Berlin 2002</li>
<li>&#8220;<a title=\"Entwicklung: Zyklen - Evolution &amp; Revolution\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5icmFpbndvcmtlci5jaC9lbnR3aWNrbHVuZ196eWtsZW5fZXZvbHV0aW9uLmh0bQ==" target=\"_blank\">Entwicklung: Zyklen &#8211; Evolution &amp; Revolution</a>&#8221;<br />
von Martin Herzog</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mcmFrdGFsd2VsdC5kZS9zeXN0ZW1lL3J3X2RpcGxvbWFyYmVpdC5wZGY=" target=\"_blank\">Vermittlung systemwissenschaftlicher Grundkonzepte (PDF</a>)&#8221;<br />
Diplomarbeit von Reinhard Wagner (2002)</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zY2h1bGVuLmR1ZXNzZWxkb3JmLmRlL2d5LXNjaGFybmhvcnN0c3RyL2ZhY2gvY2hhb3MvY2hhb3MuaHRt" target=\"_blank\">Logistische Wachstumsdynamik und Chaos</a>&#8221; (<a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2tsZWluaS5jb21sYWItbWQub3JnL0t1cnNlL0NoYW9zL0xvZ19keW5fV2FjaHN0LnBkZg==" target=\"_blank\">PDF</a>, <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zY2h1bGVuLmR1ZXNzZWxkb3JmLmRlL2d5LXNjaGFybmhvcnN0c3RyL2ZhY2gvY2hhb3MvYmlsZGVyL2NoYW9zLnppcA==" target=\"_blank\">DOC in ZIP</a>)<br />
von Dr. Eckhard Reinartz</li>
</ul>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=876" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Let&#8217;s make MONEY</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2008-10-31/lets-make-money/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 09:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin Wagenhofer]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kollateralschäden]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8220;Vom Wahnsinn, der Methode hat&#8221; heisst der Untertitel zum Film &#8220;Let&#8217;s make MONEY&#8221; von Erwin Wagenhofer, der heute seine Premiere in den Kinos &#214;sterreichs feiert. Darin zeigt Wagenhofer die Mechanismen des internationalen Finanzsystems und zeigt dabei wie Gier, Geld, und das von uns geduldete System zu einer ungerechten Welt f&#252;hren.

&#8220;Let’s make MONEY&#8221; zeigt, welchen Weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5sZXRzbWFrZW1vbmV5LmF0Lw==" target=\"_blank\"><img class="alignnone" title="Let's make MONEY" src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/letsmakemoney.jpg" alt="" width="480" height="239" /></a></p>
<p>&#8220;Vom Wahnsinn, der Methode hat&#8221; heisst der Untertitel zum Film <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5sZXRzbWFrZW1vbmV5LmF0Lw==" target=\"_blank\">&#8220;Let&#8217;s make MONEY&#8221;</a> von Erwin Wagenhofer, der heute seine Premiere in den Kinos &#214;sterreichs feiert. Darin zeigt Wagenhofer die Mechanismen des internationalen Finanzsystems und zeigt dabei wie Gier, Geld, und das von uns geduldete System zu einer ungerechten Welt f&#252;hren.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="/rsc/movies/flvplayer.swf?file=/rsc/movies/lets-make-money_trailer_02.flv&amp;autostart=false&amp;showicons=false" width="480" height="306" align="middle"><embed src="/rsc/movies/flvplayer.swf?file=/rsc/movies/lets-make-money_trailer_02.flv&amp;autostart=false&amp;showicons=false" type="application/x-shockwave-flash" wmode="window" width="480" height="306" align="middle"></embed></object></p>
<p>&#8220;Let’s make MONEY&#8221; zeigt, welchen Weg das Geld auf seiner &#8220;Vermehrungsreise&#8221; nimmt, wie es umverteilt wird, wie die Spielregeln das weltweiten Geldsystems funktionieren und welche Rolle die Regierungen und ihre Verstrickungen mit der Wirtschaftselite sowie die Staatsverschuldung dabei spielen. Er entlarvt die Finanzkrise als eigentliche globale Gesellschaftskrise und soziale Katastrophe, in der vor allem auch die Kinder und Frauen ausgebeutet werden, wenn wir &#8220;unser Geld arbeiten lassen&#8221;. Der Film zeigt die Kollateralsch&#228;den der Globalisierung und der menschlichen Gier.</p>
<p>Erwin Wagenhofer folgt dem Weg des Geldes und nimmt dabei klar Stellung zu einem der brisantesten Themen unserer Zeit. Zu Wort kommen unter anderen spekulierende Investmentbanker und Fondsmanager sowie skrupellose Investoren, die auf weder Mensch noch Umwelt R&#252;cksicht nehmen, neben bettelarmen Bauern und Textilarbeitern der dritten Welt.</p>
<p><span id="more-522"></span><object width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6E6M3Wsyhro&amp;hl=de&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/6E6M3Wsyhro&amp;hl=de&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5raW5vbWFjaHRzY2h1bGUuYXQvZGF0YS9sZXRzbWFrZW1vbmV5LnBkZg==" target=\"_blank\">Material f&#252;r den Schulunterricht</a> wurde mit Unterst&#252;tzung des Bundesministeriums f&#252;r Unterricht, Kunst und Kultur zum Film zusammengestellt, das ich Schulen und Lehrern sehr empfehle.</p>
<p>Wagenhofers Film kommt genau zur richtigen Zeit: Wir erleben eine globale Finanzkrise und Weihnachten steht schon bald vor der T&#252;re. Ein idealer Zeitpunkt, um &#252;ber die wirklichen Probleme der Welt nachzudenken.</p>
<h3>Update vom 06.11.2008</h3>
<p>In der Deutschschweiz kommt der Film am <strong>17. Januar 2009</strong> in die <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jaW5lbWFuLmNoL21vdmllLzIwMDgvTGV0c01ha2VNb25leS9yZXZpZXcuaHRtbA==" target=\"_blank\">Kinos</a>.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=522" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1000 km Dollar in den Sand gesetzt und die n&#228;chste Blase wartet schon</title>
		<link>http://www.dobszay.ch/2008-09-23/1000-km-dollar-in-den-sand-gesetzt-und-die-naechste-blase-wartet-schon/</link>
		<comments>http://www.dobszay.ch/2008-09-23/1000-km-dollar-in-den-sand-gesetzt-und-die-naechste-blase-wartet-schon/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 06:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LD</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanz und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchiert und kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Börse]]></category>
		<category><![CDATA[Blase]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>
		<category><![CDATA[Hedge-Funds]]></category>
		<category><![CDATA[Krisen]]></category>
		<category><![CDATA[Spekulation]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsverschuldung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gute Nachricht vorweg: diesmal kann die neue Staatsverschuldung nicht der Informatik angelastet werden. Schuld ist die Gier vieler Menschen, die als Individuen in der Masse der Geier und Heuschrecken untergehen. In der Kolumne von Nachrichten.ch beschreibt Patrik Etschmayer eindr&#252;cklich, wieviel die US-Finanzkrise in 100 Dollar-Scheinen kostet:
&#8220;Nach bereits erfolgten Abschreibungen verschiedenster Banken in der H&#246;he [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="/images/boersenkurs-fallend.jpg" alt="fallende B&#246;rsenkurse" />Die gute Nachricht vorweg: diesmal kann die neue <a title=\"Staatsverschuldung f&#228;llt dank Informatik leichter\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kb2JzemF5LmNoLzIwMDctMDQtMjcvc3RhYXRzdmVyc2NodWxkdW5nLWZhZWxsdC1kYW5rLWluZm9ybWF0aWstbGVpY2h0ZXIv" target=\"_self\">Staatsverschuldung</a> nicht der Informatik angelastet werden. Schuld ist die Gier vieler Menschen, die als Individuen in der Masse der Geier und Heuschrecken untergehen. In der Kolumne von Nachrichten.ch <a title=\"1000 Kilometer Dollars\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uYWNocmljaHRlbi5jaC9rb2x1bW5lLzMyMDI1MC5odG0=" target=\"_blank\">beschreibt Patrik Etschmayer</a> eindr&#252;cklich, wieviel die US-Finanzkrise in 100 Dollar-Scheinen kostet:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Nach bereits erfolgten Abschreibungen verschiedenster Banken in der H&#246;he von mehr als 300 Mrd. US-Dollar springt die US-Regierung nun mit sage und schreibe 700 Mrd. US-Dollar in die Bresche und will damit die US-Banken aus der Immobilien-Krise raus hauen. [...] Geht man davon aus, dass eine 100 Dollar-Note etwa 1/10 mm dick ist, erg&#228;be dies einen Turm von 1000 km H&#246;he, mehr als doppelt so hoch wie die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS &#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><span id="more-401"></span>Auch der Rest des Beitrags ist sehr lesenswert und seine Schlussfolgerung bzw. Forderung ist sicher berechtigt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es wird Zeit, dass die Finanzm&#228;rkte international wieder strenger reguliert und intransparente Derivate und &#228;hnliche Zocker-Papiere verboten werden. Nur das Fakt, dass damit Gewinn gemacht werden kann, ist keine Berechtigung f&#252;r deren Existenz. Dies bedeutet auch, dass jene Regulatorien, die in den vergangenen dreissig Jahren abgeschafft wurden, jene Regeln, die eine gewisse Kapitalisierung verlangten, jene Dinge, die das Leben der Banken so viel schwerer (weil kontrollierter machten) wieder eingef&#252;hrt werden m&#252;ssen. Das muss die Gegenleistung f&#252;r diesen hohen Preis sein, den die Volkswirtschaften und Nationalbanken der Welt momentan bezahlen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Einzelt&#228;ter wie der Basler Financier Dieter Behring, der US-Devisenh&#228;ndler John Rusnak von der Allfirst Bank, der ehemalige Chef des Hedgefonds Bayou Samuel Israel III. oder der Derivath&#228;ndler Nick Leeson bei der Lon­doner Invest­ment­bank Barings in Sin­gapur und sicherlich bald auch der B&#246;rsenspekulant Jérôme Kerviel von der Société Générale werden zur Verantwortung gezogen und m&#252;ssen ihre Reuezeit im Knast absitzen, wenn sie sich beim grossen B&#246;rsen-Poker verspekulieren. Verspekuliert sich jedoch eine ganze Branche kollektiv, greift der Staat mit dem Geld seiner Steuerzahler helfend unter die Arme. Von Bestrafung der Schuldigen spricht dabei niemand.</p>
<p>Ganz offensichtlich verstehen B&#246;rsenspekulanten und Finanzjongleure nichts von Physik. Denn sonst w&#252;rden sie sich bestimmt an den Energieerhaltungssatz erinnern der besagt, dass die Summe der Energien in einem geschlossenen System konstant ist. Sie nimmt immer genau um den Betrag zu oder ab, der an Energie zu- beziehungsweise abgef&#252;hrt wird. Dies gilt genau so auch f&#252;r Wirtschaftssysteme. F&#252;r eine wundersame Geldvermehrung fehlt den Bankern einfach die daf&#252;r n&#246;tige G&#246;ttlichkeit.</p>
<p>Wir stehen erst am Anfang einer weiteren Reihe von Finanzkrisen: Hedge-Funds, Kreditkarten, Rohstoffe und Pensionskassen. Vielleicht kommt durch das Platzen dieser Blasen das globale Gleichgewicht wieder etwas ins Lot. Dann k&#246;nnen wir uns endlich wieder dem globalen Wettr&#252;sten und der Klimaerw&#228;rmung widmen. Wer das Blasenplatzen verfolgen m&#246;chte, besucht am besten einmal den <a title=\"The Hedge-Fund Implode-O-Meter\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2hmLWltcGxvZGUuY29tLw==" target=\"_blank\">Hedge-Fund Implode-O-Meter</a> oder den <a title=\"The Mortgage Lender Implode-O-Meter\" href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL21sLWltcGxvZGUuY29tLw==" target=\"_blank\">Mortgage Lender Implode-O-Meter</a>.</p>
<p>Wie &#252;brigens Hedge-Funds funktionieren, erkl&#228;rt das folgende <a href="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PWwxaE9CNU1vcGlN" target=\"_blank\">Video</a>:</p>
<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/l1hOB5MopiM&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash"><br />
<embed src="http://www.youtube.com/v/l1hOB5MopiM&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Das kann einfach nicht gut gehen.</p>
 <img src="http://www.dobszay.ch/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=401" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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