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Cyberwar – Hacker führen Krieg gegen Islam

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Dienstag, 10. April 2007

Eine neue, politisch motivierte Hacker-Organisation, die sich „Hackers United against the Threat of Islam“ (Vereinigte Hacker gegen die Bedrohung des Islam) nennt, hat es sich zum Ziel gemacht, „den radikalen Islam zu sabotieren“ (so berichtete heute vnunetwork). Ihr erstes Ziel ist der Iran. Die Vorbereitungen für die erste Attacke sind angeblich abgeschlossen. Die erste Schlacht soll in Kürze beginnen. Ich rechne damit, schon bald einen Beitrag dazu in der Tagesschau sehen zu dürfen.

Die Kriegsführung über das Internet tritt damit in ein neues Zeitalter. Es ist nun auch Zivilisten mit beschränkten finanziellen Mitteln möglich, Feldherr im Netz zu spielen. So wird es sicher auch nicht mehr lange dauern, bis auch das Militär das Internet für seine Zwecke auf breiter Front professionell einsetzt. Dann bleibt es nicht bei den Forderungen von staatlichen Behörden nach Befugnissen zu Online-Durchsuchungen im Namen der Terrorbekämpfung. Das könnte dem Erfolg des Internet bei der Demokratisierung des Wissen und der digitalen Kultur einen empfindlichen Dämpfer verleihen. Vielleicht taugt das Netz längerfristig doch nicht wirklich für die friedliche Globalisierung. Oder ist das Ganze bloss ein Publicity-Gag?



7 Kommentare

  1. Kommentar von Matthias
    Mittwoch, 11. April 2007; 00:36

    „bis auch das Militär das Internet für seine Zwecke auf breiter Front professionell einsetzt“

    Macht das Militär doch längst, aber natürlich ohne es gross anzukünden.

    Der obige angebliche Hacker-Angriff war für den 6. April angekündigt und hat natürlich nicht stattgefunden, ein klassischer Hoax.

  2. Kommentar von LD
    Mittwoch, 11. April 2007; 01:20

    Natürlich tun die Soldaten im Staatsdienst mit besonderen Befugnissen das bereits seit langem. Nur ist das für die breite(re) Öffentlichkeit (noch) nicht sichtbar. Die Meldung von den radikalen Untergrundkämpfern zeigt jedenfalls deutlich, worauf wir uns in Zukunft noch einstellen können/dürfen/müssen. Dass mit der Meldung etwas faul sein könnte, zeigt sich daran, dass der Orthographiefehler im Namen der Organisation (gainst anstatt against) auf allen russischen und nur auf den russischen Websites auftritt bzw. auf Seiten, die auf diese verweisen (wie z.B. auch vnunetwork).

  3. Kommentar von Robert
    Freitag, 13. April 2007; 17:15

    ich bin geschockt, dass die Demokratie immer mehr und mehr ein Deckmantel für die Faschisten wird. Es kann doch nicht angehen, dass die Demokratie, die Freiheit in so einem Ausmass misshandelt wird. Das lässt sich mir langsam die Frage stellen, ob die Demokratie wirklich so etwas tolles ist und ob die Freiheit in der wir leben vielleicht nur oberflächlich ist…Es macht mich sehr traurig, wie kann man denn eine ganze Nation mit so etwas drohen? warum vor allem? Weil sie für ihre rechte kämpfen? Warum sind denn alle Menschen so blind? Wer tötet gerade Menschen im Irak? Ist es wirklich schon so schlimm geworden? Wenn Libanesen angegriffen werden, wo waren da die US Truppen? Wenn Moslems sterben, wo ist da die Hilfe? Es tut mir leid aber ich schäme mich Christ zu sein. Alle die diese Sache unterstützen sind eine Schande und eine Gefahr für die Gemeinschaft.

  4. Kommentar von battlemaster
    Freitag, 13. April 2007; 18:00

    ehrlichgesagt verstehe ich eur problem nicht
    wenn der iran terroristen mit waffen versorgt wird er sicherlich auch nicht davor schrecken solche fudamentalisten mit atomwaffen zu vesorgen deren politischen ziele sich schnell ändern…

    nochdazu steht der iran dazu isrel nicht anzuerkennen und schnellstmöglich zu vernichten womit denn nur?

    in meinen augen hat die freie welt vor den ankündigungen des iranischen präsidenten dem atenm angehalten und angst bekommen.

    wenn einzelne staaten nicht den mut dazu haben müssen ebend kleine organisation für den weltfrieden eintreten!!!

  5. Kommentar von Bartman
    Freitag, 13. April 2007; 20:57

    Ich kann es weder für gut heißen das der iran terrorisiert wird da auch dort normale menschen leben die nichts mit der sache zu tun haben und nun mal nichts dafür können das sie da geboren wurden oder islamistisch erzogen wurden, was ja auch nichts schlimmes sein muss. noch ist es richtig das der iran waffen an extremisten liefert egal ob nun atomar oder konventionell. wenn sie das so weiter hochschaukelt haben wir bald neue Kreuzzüge und das is richtig beschißen.

    ganz neben bei ich gebe nichts auf religion aber wenn jemand daran glauen will bitte es ist seine frei entscheidung und es wäre falsch ihm zu sagen das sein glaube nicht richtig ist oder ihn gar dafür körperlichen schaden zuzufügen.

    wenn ihr mich fragt ist religion für manche nur ein deckmantel um ihre grausamkeiten zu tarnen oder um andere anzustiften die drecksarbeit für sie zu tun

  6. Kommentar von Captain Kirk
    Freitag, 13. April 2007; 21:39

    „Die Kriegsführung über das Internet tritt damit in ein neues Zeitalter. … So wird es sicher auch nicht mehr lange dauern, bis auch das Militär das Internet für seine Zwecke auf breiter Front professionell einsetzt.“

    Das Internet wurde von Militärs erfunden! 🙂 Jungs Jungs

  7. Kommentar von LD
    Freitag, 13. April 2007; 23:37

    Nicht ganz korrekt. Zuerst war das ARPA-Net (Erste Entwicklung 1957-69) im Rüstungs- und Technologiewettlauf der USA mit der damaligen Sowjetunion. Später wurde an den Unis daraus das Internet. … Aber das könnt Ihr auch unter http://www.compuserve.ch/mitglieder/lexikon/entstehung.html nachlesen. Auf http://www.w3.org/History.html findet man zudem unter dem Titel „A Little History of the World Wide Web“ eine detaillierte Geschichtsschreibung über die Anfänge des Internet von 1945 bis 1995.

    Übrigens ist es ganz interessant zu sehen, wie in diesem Zusammenhang Google bei der Anzahl der Suchresultate schummelt. Suche ich im ganzen Web nach „Hackers United gainst the Threat of Islam“ (inkl. Schreibfehler), nennt mir Google auf der 1. und 2. Seite „ungefähr 326“ Ergebnisse. Auf der 3. Seite sind es nur noch deren 22 und es gibt keine weiteren Resultatseiten. Ohne Schreibfehler sind es zuerst „ungefähr 11’300“ und dann plötzlich nur noch 88 Ergebnisse. Funny, was?