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DRM 2.0

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Mittwoch, 25. April 2007

Die US-Filmindustrie (Motion Picture Association of America) will das Digital Rights Management (DRM) reformieren, standardisieren und an die Bedürfnisse des Marktes bzw. seiner Kunden anpassen. Die künftigen DRM-Systeme sollen interoperabel sein und das Anfertigen „kontrollierter Kopien“ von digitalen Datenträgern zur privaten Nutzung auf dem eigenen PC ermöglichen. Was lange währt, wird (hoffentlich) endlich gut. Bisher mangelte es am Willen der Unterhaltungsindustrie, auf die Wünsche ihrer Kunden und ihr Nutzungsverhalten einzugehen. Dies soll sich nun ändern.

Wie allerdings die Kontrolle der Privatkopien realisiert werden soll, ist noch offen. Naheliegend wäre eine zentrale Datenbank, in welcher darüber Buch geführt würde. Dagegen sprechen die Datenschutzgesetze, die Notwendigkeit einer Internetverbindung und die technische Durchsetzbarkeit der Lösung. Das digitale Wasserzeichen wäre zumindest theoretisch ein passabler Ansatz und könnte die Ahndung von Urheberrechtsverletzungen ermöglichen. Von Kontrolle kann dabei aber nicht die Rede sein. Daher warte ich gespannt auf die konkrete Lösung, die uns die MPAA vielleicht schon dieses Jahr präsentieren wird.