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Facebook macht Geld aus Nutzer-Daten

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Dienstag, 3. Februar 2009

facebook LogoFacebook hat es bisher nicht geschafft, die Werbeeinblendungen auf die Profile seiner Nutzer zurechtzuschneidern und damit Geld zu verdienen. Ein neues Umfrage-Tool soll dies nun ändern. „Engagement Ads“ nennt sich das neue System und nutzt die Angaben in den persönlichen Profilen, um den Nutzern zusätzlich gezielte Fragen zu stellen. Die Ergebnisse werden in Echtzeit berechnet und können sofort genutzt werden. Das ist zwar weder völlig neu noch besonders innovativ, aber aus Sicht des Datenschutzes höchst brisant.

Es wäre zu einfach, naiv und falsch, die Verantwortung für die Preisgabe persönlicher Informationen auf die Nutzer abzuschieben. Wer die Dummheit und Naivität seiner Nutzer ausnutzt, kann nicht behaupten, daran unschuldig zu sein. Der Betrieb einer Website wie Facebook ist aber nicht umsonst und will schliesslich irgendwie finanziert werden. Irgendjemand muss ja für die Kosten aufkommen. „Gratis gegen Privatsphäre“ heisst daher das Geschäftsmodell praktisch aller „kostenlosen“ Web-Plattformen. Auch Google, MSN, Yahoo, XING, StudiVZ, Netlog, YouTube, MySpace und wie sie alle heissen – alle leben vom Datenschatz ihrer Nutzer und von der Werbung, die sie ihnen einblenden. Wer sich nicht gründlich informiert und seine Konsequenzen daraus zieht, wird ausgebeutet. So funktioniert der Darwinismus im Informationszeitalter.



Ein Kommentar

  1. Kommentar von Griller
    Freitag, 13. Februar 2009; 16:25

    Na, wer haetts gedacht… wer da viel von sich preisgibt, ist auch irgendwie selbst schuld. Dass der Zuckerberg das nicht aus Liebe zu uns macht, ist doch klar 🙂