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Obamas Konjunkturprogramm ist ein Bluff

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Mittwoch, 11. März 2009

Barack Obama SupermanDer neue US-Präsident Barack Obama zeigt sich engagiert in der Lösung der Finanz- und Wirtschaftkrise. Sein von Hyperaktivismus geprägtes Konjunktur-Programm zeugt von seinem Mut aber auch von seiner Inkompetenz. Juristen sollten sich nicht als Ökonomen aufspielen, wenn sie von Systemtheorie und Mathematik keine Ahnung haben. Wenn Politiker etwas nicht verstehen, tun sie dennoch irgendetwas, damit man ihnen nicht vorwerfen kann, sie hätten nichts getan. So ersetzt operative Hektik ihre geistige Windstille.

Nach den Ideen und Theorien des Ökonomen John Maynard Keynes, soll der Wirtschaftsmotor durch staatliche Stimulierung der Nachfrage am Laufen gehalten werden, um eine Vollbeschäftigung sicherzustellen. Der Staat soll in Form von antizyklischen Investitionen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stabilisieren. Er glaubt also und gibt vor, mit sogenannten „Konjunkturprogrammen“ die Wirtschaft zu stimulieren und anzukurbeln, indem er dieser Geld zur Verfügung stellt. Doch woher soll dieses Geld kommen?

Lässt der Staat durch die Zentralbank neues Geld drucken, muss dieses über Verschuldung der Geldmenge zugeführt und in Umlauf gebracht werden. Da der Markt dieses Geld nicht aus eigener Kraft aufnehmen kann, weil niemand über genügend verpfändbare Sicherheiten und Bonität verfügt, verschuldet sich der Staat selber durch Staatsanleihen (in der Schweiz Bundesobligationen genannt). Den Zins dafür sowie auch eine allfällige Amortisation bezahlen die kommenden Generationen mit ihren Steuern. Erfahrungsgemäss fliesst ein grosser Teil dieses Geldes in die falschen Taschen und der Rest wirkt viel zu spät, weil üblicherweise in Infrastruktur-Projekte investiert wird, welche naturgemäss langfristig sind und ohnehin vorwiegend dem Bausektor zu Gute kommen. Als unangenehmer Nebeneffekt führt eine exzessive Ausweitung der Geldmenge ganz gemäss den Gesetzen der Marktwirtschaft zu einer Hyperinflation. Zimbabwe weiss ein Lied davon zu singen und auch der braune Adolf mit dem schmalen Oberlippenbart musste dies schmerzlich erfahren, als seine Reichsmark plötzlich noch weniger Wert als ein Stück Klopapier war.

Will der Staat die Geldmenge nicht erhöhen, senkt er die Steuern, damit den Konsumenten mehr Geld für mehr Konsum übrig bleibt. Durch die so erhoffte Erhöhung der Nachfrage soll die Finanzierung der Produktion und damit der Erhalt der Arbeitsplätze sichergestellt werden. Dadurch bleibt dem Staat aber weniger Geld für die Finanzierung seiner eigenen Aufgaben. Dies führt entweder zum Abbau der öffentlichen Dienstleistungen oder wiederum zu Staatsverschuldung mit der bereits erwähnten Umlagerung der Schulden auf die kommenden Generationen. Damit wird das Problem höchstens vertagt aber nicht gelöst. Von Steuererleichterungen profitieren vor allem die Reichen, welche ihre Steuergeschenke bei ihrer Bank anlegen, denn gerade in Krisenzeiten lernt man von den Reichen sparen.

Aus systemtheoretischer Sicht hat der Staat gar nicht die Möglichkeit, die Wirtschaft gezielt und zeitnah zu stimulieren, weil er selber gar kein Kapital schaffen sondern dieses nur über Steuern umverteilen kann oder sich dafür verschulden muss. Daniel J. Mitchell ist Mitbegründer des „Center for Freedom and Prosperity“ und erklärt im folgenden Video, warum der Keynesianismus nicht funktionieren kann und Obama scheitern wird:

Leider hat auch Daniel J. Mitchell das System noch nicht ganz begriffen und lobpreist an anderer Stelle das stete Wirtschaftswachstum.



4 Kommentare

  1. Kommentar von Frank
    Donnerstag, 12. März 2009; 22:39

    Das will und das werde ich nicht glauben, denn ich bin der Meinung, dass das ganze was er da im Land macht sehr gut ankommt und er bringt auch was ins Rollen und man kann wirklich nicht sagen, dass das Paket ein bluff ist. Ich weiß auch nicht, aber ich bin schon der Meinung, dass er was macht und die Leute auch etwas glücklicher sind als vorher. Die Frage ist halt jetzt wie lange das Ganze noch anhalten wird. Denn ob es auf lange Sicht klappt, das würde ich jetzt nicht versprechen.

  2. Kommentar von LD
    Donnerstag, 12. März 2009; 23:36

    Das klappt mit Garantie nicht. Und mit Deinen eigenen Worten beschreibst Du wunderbar genau den sinnlosen Politaktivismus, den ich anprangere: es kommt gut an, er tut etwas, er bringt was ins Rollen, die Leute sind glücklicher, … :-)=)
    Genau das sollen die Leute auch glauben, genau um diese Blendaktionen geht es schliesslich.

    Die einzige Hoffnung und Rettung, die Obama bleibt, ist die kommende Hyperinflation, die die Schulden pulverisiert. Ob er sich dessen bewusst ist, kann ich nicht sagen. Wenn ich ehrlich bin, muss ich aber auch zugeben, dass Obama eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt, als die Staatsverschuldung für die ohnehin dringende Sanierung der maroden Infrastruktur des Landes in Kauf zu nehmen. Vielleicht ist dies sogar der einzig mögliche Weg, um die Finanzmittel dafür locker machen zu können. Aber in Wahrheit sind die USA schon lange bankrott.

  3. Kommentar von TDJ
    Donnerstag, 23. April 2009; 09:20

    Die USA ist längst bankrott – die Banken der USA, allen voran J.P. Morgan jedoch nicht.
    Die Fäden in der Welt werden von jenen gesteuert, die das viele Geld an die Staaten verleihen und dafür dicken Zins in jährlichen Milliarden einstreichen.
    Wiederum – wenige Banken und deren wenige Besitzer.
    Die gesamte Welt wird von einer Hand voller Leute regiert, gesteuert udn ausgesaugt. Das Ganze nennt sich dann Wirtschaftswachstum. Oder?
    Nicht nur die USA sind bankrott. Viele Länder, auch in Europa, sind bankrott.
    Was wohl gilt das alte Gesetz der Verschuldung im Mass von Gold nicht mehr? Durch das Auflösen der Goldreserven wurde der Prozess zu ungunsten vieler, zu gunsten weniger forciert.
    Übrigens…das Spiel läuft schon seit 1907, wurde 1929 erneuert, durch viele neue Gesetze nach 9/11 (ein Thema für sich – wer waren die Besitzer der Häuser? Waren diese nicht nachweislich baufällig und hätten abgerissen werden müssen?). Diese Gesetze bilden die Grundlage für Kontrolle zugunsten der weiteren Umverteilung.
    Es geht um Weltherrschaft und nicht mehr um Geld.
    Geld haben diese Marionettenführer längst mehr, als alle ihre Nachfahren in tausend Jahren ausgeben könnten. Es geht nicht um Geld…Geld ist das Mittel zum Zweck.

  4. Kommentar von LD
    Donnerstag, 23. April 2009; 16:31

    Die USA sind schon eine Weile bankrott, denn die Gesamtverschuldung, d.h. die Summe von Aussenhandelsbilanz-Defizit, Staatsverschuldung und Schulden der privaten Haushalte sowie der Unternehmen übersteigt das geschätzte Gesamtvermögen der USA von ca. 50 Billionen US-Dollars. Die USA haben folglich eine negative Eigenkapitalquote und sind somit pleite.
    Vielleicht müsste man etwas präzisieren: es sind vor allem die FED-Inhaber-Banken, die gesund dastehen. Deren Inhaber (speziell die Rockefellers) haben schliesslich schon im Bürgerkrieg sowohl die Nord- als auch die Südstaaten finanziert und sich damit eine goldene Nase verdient.