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Was steckt wirklich hinter dem Klimawandel? (Teil 1)

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Dienstag, 8. Dezember 2009

GlobusDie Begriffe „Klimawandel„, „Klimaerwärmung“ und „Klimakatastrophe“ sind in aller Munde und aus den Medien fast nicht mehr wegzudenken. Was ist wahr daran? Was sind die Fakten und Zusammenhänge? Wer profitiert vom Klimawandel? Wie fachlich kompetent sind die Leute, die sich als Führer im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung in den Medien profilieren? Diesen und weiteren Fragen bin ich auf den Grund gegangen und meine Recherche hat mich weit mehr Zeit gekostet, als ich ursprünglich dafür geplant hatte. Wer sich nun erhofft, hier die endgültige Wahrheit zu lesen, den muss ich zwar leider etwas enttäuschen. Trotzdem lohnt es sich aber, weiterzulesen. Denn auf meiner Suche nach der Wahrheit über die politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Hintergründen zum Klimawandel bin ich Dingen begegnet, die das Weltbild manch eines Klimaapostels aber auch einer Umweltwildsau ins Wanken bringen könnten.

Um es gleich vorweg zu nehmen und keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, möchte ich klarstellen, dass ich keinesfalls die Verschmutzung von Boden, Luft und Wasser gutheisse, noch den exzessiven Raubbau an den natürlichen Ressourcen dieses Planeten. Ich bestreite auch nicht, dass sich das Klima ändert, denn das tut es schon, seit es so etwas wie ein Klima auf der Erde gibt. Es ist auch wahrscheinlich, dass wir Menschen einen gewissen Einfluss auf das Klima haben. Jedoch ist die Wahrnehmung in Sachen Klimawandel und „Klimakatastrophe“ in der breiten Öffentlichkeit durch die Politik, die Medien und die Finanzwelt mittlerweile derart völlig verunwissenschaftlicht, emotionalisiert und gezielt verfälscht und manipuliert worden, dass es an der Zeit ist, die in den Medien veröffentlichte Meinung zu korrigieren und auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen. Ja, wir haben eine Umweltkrise, nur sieht diese etwas anders aus, als sie in den Medien und von Politikern dargestellt wird, und sie ist vor allem ein Riesengeschäft in der Grössenordnung von bald jährlich mehreren Billionen US-Dollar! Dass die neue Klimaära so dicht auf die Finanz- und Wirtschaftskrise folgt, ist kein Zufall. Wer jetzt denkt, hinter der ganzen Sache stecke eine gross angelegte, globale Verschwörung, liegt aber auch nicht ganz richtig. Es handelt sich dabei vielmehr um eine unheilige Symbiose von verschiedenen Interessengruppen, die sich zu dem aufgeschaukelt hat, was wir heute sehen.

Als Al Gore mit dem Dokumentarfilm “Eine unbequeme Wahrheit” die neue „Klimafinanzära“ einläutete, regte sich in mir instinktiv der Verdacht, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Wieso sollte ich einem Sunny Boy und Politker Glauben schenken, der selber in einer vollklimatisierten, Energie fressenden Villa haust, einen grossen Benzinverdunster fährt und mit dem Jet durch die Welt fliegt?

Der Film ist wahrlich ein Meisterstück der Manipulation. Im Gegensatz zu einigen anderen Zeitgenossen bin ich aber nicht der Meinung, dass hier der Zweck die Mittel heiligt.

Rund um den Klimawandel haben sich zwei Lager gebildet. Die einen glauben an die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung und nennen die anderen „Klimaskeptiker“ und diffamieren sie gerne als „Verschwörungstheoretiker“. Diese ihrerseits stellen die offiziellen Ergebnisse der aktuellen Klimaforschung in Frage und nennen die anderen „Klimaschwindler“ und „Klimalügner“. Die Wahrheit um die exakten Kausalzusammenhänge des Klimawandels kennt allerdings heute noch niemand – nicht einmal ansatzweise hinreichend. Während vor ein paar Jahrzehnten renomierte wissenschaftliche Forschungsinstitute noch bis in die 70-er Jahre vor der drohenden Eiszeit warnten, kämpfen heute viele von ihnen um Forschungsgelder für den Kampf gegen den Klimawandel durch die angeblich vom Menschen verursachte Erderwärmung. Und ihre Argumente klingen heute nicht glaubhafter als damals.

Was ist das Klima?

Das Klima ist eine statistische Betrachtung und Kategorisierung des durchschnittlichen Wetters an einem Ort beziehungsweise in einem begrenzten Raum an der Erdoberfläche über eine bestimmte Zeitperiode (üblicherweise 30 Jahre). Das Wetter als Momentaufnahme und somit auch das Klima werden definiert über die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Niederschlagsmenge. Die wesentlichen Einflussfaktoren sind die Sonne und ihre Strahlungsintensität, die Höhe über Meer und die Land/Meer-Verteilung in der unmittelbaren Umgebung. Die wärmende Energie der Sonnenstrahlung ist der Motor für die Zirkulation von Luft und Wasser aufgrund der physikalischen Gesetzmässigkeiten der Thermik, durch die das Wetter entsteht. Für die Wetterzeitreihen zur Klimaermittlung werden die Tagesdurchschnittstemperaturen aus mehreren Messungen am Tag ermittelt. Dieser berechnete Durchschnittswert ist abhängig von der Tageszeit der einzelnen Messungen.

Durchschnittswerte sind jedoch immer mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Ein Mensch, der mit einem Fuss auf der heissen Herdplatte und mit dem anderen im Eiswasserbad steht, hat eine angenehm warme Durchschnittstemperatur, obwohl er an beiden Füssen leidet. So liefert die Tagesdurchschnittstemperatur nur beschränkt eine Aussage über das Wetter und dessen Verlauf an einem bestimmten Tag. Je grösser die Schwankungen sind, desto weniger repräsentativ ist der berechnete Mittelwert. Noch weniger aussagekräftig – wenn nicht sogar unsinnig – ist die Berechnung einer globalen Durchschnittstemperatur, aufgrund der auf eine Erwärmung oder Abkühlung der Erde innerhalb eines Zeitraumes von wenigen Jahren oder Jahrzehnten geschlossen werden kann. Von einem globalen Klima oder einem Weltklima zu sprechen, ist völliger Unfug und widerspricht der Definition des Klimas.

Zuverlässigkeit der Klima-Modelle

Heutige Klimamodelle berechnen nicht nur die Zirkulation des Ozeans und der Atmosphäre, sondern auch die Eisbedeckung von Land und Ozean, den Wasserkreislauf und den Kreislauf von Gasen und Partikeln in der Atmosphäre. Neben physikalischen Prozessen versucht man auch biologische Vorgänge zu simulieren, da die Biosphäre (zum Beispiel Algen und Pflanzen) eine wichtige Rolle beim Kohlenstoffkreislauf spielt. Ein Modell besteht aus einem System von nichtlinearen partiellen Differenzialgleichungen, die den zeitlichen Verlauf der Bewegung von Luft und Wasser und der Temperatur- und Dichteverteilung als gemittelten Wert berechnen. Die wahren Prozesse der Natur werden in einem Modell jedoch stark vereinfacht simuliert. Trotzdem ist auch ein solches vereinfachtes Modell durch die gegenseitige Beeinflussung der Faktoren und Rückkopplungen äusserst komplex. Dank moderner Hochleistungsrechner sind wir in der Lage, auch komplexere Simulationen in endlicher Zeit zu berechnen. Doch wenn ein Modell fehlerbehaftet oder ungenau ist, berechnen wir nur den Fehler schneller.

Ein Modell ist eine Abstraktion eines Systems unter den für eine bestimmte Problemlösung relevanten Aspekten. Besteht die Problemstellung darin zu beweisen, dass eine Klimaerwärmung durch den Menschen verursacht wird, werden entsprechend nur jene Aspekte berücksichtigt, die mindestens im Verdacht stehen, für die Klimaerwärmung verantwortlich zu sein. Alle Einflussfaktoren, welche die These nicht stützen, werden ausgeklammert und ignoriert. Das Argument, die Modelle möglichst einfach halten zu wollen, kann hier nicht zugelassen werden, denn das Weglassen von relevanten Faktoren führt zwangsläufig zu falschen Modellen. Wer Komplexität nicht versteht und mit ihr nicht umzugehen vermag, sollte besser ganz die Finger von der Modellierung lassen.

Meteorologen können mit ihren Modellen das Wetter gerade mal ein paar wenige Tage vorhersagen und auch das nur mit für wissenschaftliche Ansprüche unzureichender Genauigkeit. Die meisten Wetterinstitute verwenden drei bis fünf Simulationsmodelle, die sie jeweils gegeneinander antreten lassen und aus den Resultaten der Berechnungen die mathematisch wahrscheinlichste Prognose herleiten. Sehr oft sind ihre Vorhersagen aber auch nicht besser als Vorhersagen von Bauern, welche einfach nur die Zeichen der Natur interpretieren. Wenn wir also nicht einmal über genügend verlässliche Berechnungsmodelle verfügen, die uns das Wetter für die nächste Woche mit hinreichender Genauigkeit vorhersagen, wie wollen wir dann den künftigen Verlauf des Klimas im Voraus berechnen?

Jetzt wird manch einer einwenden, dass es sich dabei um ganz verschiedene Modelle handelt, denn aus den Wetter-Modellen lassen sich keine Klima-Modelle ableiten und auch umgekehrt nicht. Nur, wieso sollen die Klima-Modelle verlässlicher sein als die Wetter-Modelle? Beide Modelle basieren auf den gleichen physikalischen Gesetzen. Alle Klima-Modelle sind rein hypothetischer und experimenteller Natur und damit noch ungenauer als die Wetter-Modelle. Der Beweis für ihre Richtigkeit und Verlässlichkeit wurde bislang nicht erbracht, denn die berechneten Zeiträume sind um ein Vielfaches länger als ein Menschenleben. Zudem berücksichtigen die Modelle Rückkopplungseffekte, wie sie zum Beispiel durch die Verdunstung von Wasser infolge Erwärmung hervorgerufen werden, oft nur unzureichend bis gar nicht. Durch Verdunstung entstehen Wolken und der Einfluss von Wolken auf das Wetter ist wesentlich höher als der von CO2.

Bezeichnend fand ich zu diesem Thema den Leser-Kommentar von Ernst Pohlhausen vom 14.01.2009 zu einem Artikel in der NZZ:

„Garbage in – garbage out“ – Finanzmodelle und Klimamodelle gehorchen den gleichen Gesetzen.

Wer misst, misst Mist

Die Modelle sind aber nur ein Teil des Problems. Ein weiteres sind die Daten, auf denen die Berechnungen beruhen. Auf der ganzen Erde erheben Wetterstationen Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit und Nierderschlagsmenge. Jedoch sind die Stationen weder gleichmässig auf der Erdoberfläche verteilt, noch decken sie einen für die ganze Erdkugel repräsentativen Teil der Oberfläche ab. Der Anteil der Meere beträgt bekanntermassen ca. zwei Drittel der Erdoberfläche. Dort gibt es keine Wetterstationen und auch in den schwach bis gar nicht besiedelten Gebieten sind sie nur sprärlich bis gar nicht anzutreffen. Messstationen befinden sich grossmehrheitlich in dicht besiedelten Gebieten, wo die Messungen durch Abgase und zubetonierte Flächen beziehungsweise asphaltierte Strassen beinflusst und verfälscht werden. Dicht besiedelte Landstriche weisen typischerweise lokal sowohl eine erhöhte CO2-Konzentration als auch eine höhere Temperatur auf, da hier die Verbrennung von fossilen Energieträgern stattfindet. Wir messen das Klima in unseren urbanen Hitzeinseln und wollen daraus Rückschlüsse auf den globalen Klimawandel ziehen. Man braucht kein naturwissenschaftliches Hochschulstudium, um zu erkennen, dass solche Messmethoden die Ergebnisse systematisch verfälschen.

Ein weiteres Problem ist, dass wir nur Temperaturmessungen zu den vergangenen hundert Jahren haben, die wie schon erwähnt nur einen Bruchteil der Erdoberfläche repräsentieren. Im Vergleich zum Erdzeitalter von geschätzten 4.55 Milliarden Jahren und auch zur Erdneuzeit von ca. 65 Millionen Jahren ist dies nicht einmal der unbedeutende Bruchteil einer Sekunde in einem Menschenleben. Aber aus diesen Daten wollen einige Wissenschaftler eine signifikante Veränderung des Klimas ableiten. Auch dies entbehrt jeglicher Wissenschaftlichkeit. Die Temperaturen in den Zeiten vor der systematischen Temperaturbeobachtung werden aufgrund geologischer Beobachtungen berechnet, wobei auch diese Modelle fehlerbehaftet sind. Somit sind Aussagen über den Temperaturverlauf vor mehr als Hundert Jahren mit Vorsicht zu geniessen – ebenso Zahlen zu Niederschlagsmenge und Luftfeuchtigkeit.

Wissenschaftler arbeiten mit Zahlen und Statistiken über diese Zahlen. Aus statistischen Signifikanzen und Korrelationen von verschiedenen Messgrössen versuchen sie, Gesetzmässigkeiten abzuleiten. Sind diese Zahlen falsch oder auch nur genügend verfälscht, liegen sie entsprechend auch mit ihren Schlussfolgerungen daneben. Wo zwischen gewissen Werten eine Korrelation besteht, kann ein ursächlicher Zusammenhang (Kausalzusammenhang) zwar vermutet werden. Dieser ergibt sich daraus jedoch keinesfalls automatisch, sondern muss zuerst noch wissenschaftlich bewiesen werden, wobei auch geklärt werden muss, was Ursache und was Wirkung ist. Jeder Mensch isst in seinem Leben eine Menge Brot und trinkt täglich Wasser. Und jeder stirbt irgendwann. Aus dieser Korrelation könnte man nun schlussfolgern, dass der Genuss von Wasser und Brot zum Tode führt. Allerdings käme niemand auf die Idee, einen solchen Kausalzusammenhang zu behaupten.

Entscheidend ist immer auch der betrachtete Ausschnitt einer Zeitreihe. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich genügend Erfahrungen sammeln können, wie sich damit Messreihen und Statistiken gezielt manipulieren lassen. Kollegen aus einem ehemaligen „Stabilisierungs-Projekt“ erinnern sich bestimmt noch gut daran, wie wir aufgrund einer statistischen Anomalie beziehungsweise eines nicht signifikanten lokalen Trends in einer Messreihe einen Erfolg ausgewiesen haben, wo es keinerlei Verbesserung gab. Den gleichen Trick wenden auch verschiedene Anlagefonds an, um ihre Performance systematisch zu beschönigen und die Anleger hinters Licht zu führen. Das Verwunderliche daran ist, dass niemand eine ersehnte Aussage zu hinterfagen getraut, egal wie falsch und manipuliert diese auch sein mag. Hauptsache, man hat einen Grund, sich dabei wohl zu fühlen. Manchmal könnte man meinen, dass die Welt betrogen werden möchte. Und wer damit viel Geld verdienen kann, wird die Welt meist auch betrügen. Die Immobilien- und Börsenspekulationen, welche die aktuelle Finanzkrise ausgelöst haben, zeugen davon. Aber jeder Schwindel fliegt zwangsläufig irgendwann einmal auf.

Die Klimadaten der NASA

Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) wurde 1958 von den USA im Wettrüsten und im Kampf um die Eroberung des Weltalls gegen die Sowjetunion gegründet. Neben militärischen Zielen betreibt sie auch Grundlagenforschung für zivile Zwecke. Erst seit Ende der 90-er Jahre gehört auch die systematische, wissenschaftliche Beobachtung der Erde zum Schwerpunkt des Raumfahrtprogramms (1999 Terra, 2002 Aqua, 2004 Aura). Seit ein paar Jahren befasst sich die NASA auch mit der Klimaforschung („the agency’s mission is to provide the scientific data needed to understand climate change and to evaluate the impact of efforts to control it“) und veröffentlicht dazu diverse Zahlen und Bilder. Daraus stellt sie zudem auch Kennzahlen zusammen. Die NASA gibt zu, dass die präsentierten Daten mit Unsicherheiten behaftet und ihre Zusammenhänge mit dem Klima noch zu wenig erforscht sind. Trotzdem werden die Daten so dargestellt, dass sie für den wissenschaftlich unerfahrenen Leser Aussagen und Zusammenhänge provozieren, die aus Sicht der Wissenschaft nicht gegeben sind. Dabei ist die NASA in ihrer Wortwahl äusserst vorsichtig.

Dank der technologischen Entwicklung sind wir seit einiger Zeit in der Lage, die Temperaturen an der Erdoberfläche auch von Satelliten im nahen Weltall aus zu messen. Diese Messwerte zeigen aber keinen alarmierenden Anstieg der Durchschnittstemperatur. Eine signifikante globale Erwärmung kann auch die NASA nicht feststellen. So findet man auch keine Wärmebilder auf der NASA-Website, die einen globalen Temperaturanstieg belegen würden. Angeblich hätten die ursprünglichen Daten einen Messfehler enthalten, der fälschlicherweise einen globalen Temperaturrückgang ausgewiesen hätte. Was allerdings sicher richtig ist, ist dass die Messung der Wärme- resp. Infrarotstrahlung der Erdoberfläche durch Wolken massiv beeinträchtigt und verfälscht werden. Es wird versucht, den durch die Wolken verursachten Messfehler herauszurechnen. Doch das gelingt nicht wirklich zuverlässig.

Die von der NASA publizierten Zahlen reichen bis ins Jahr 1885 zurück, als es noch gar keine NASA gab, und sollen die Veränderung der (nur wenig aussagekräftigen) globalen Durchschnittstemperatur zeigen. Dabei bezieht sich die NASA interessanterweise auch auf Aussagen des IPCC. Auffallend und erstaunlich ist es jedoch auch, dass die NASA keine Zeitreihen mit hinreichend aussagekräftigen Wärmebildern der Erde publiziert, die einen globalen Anstieg der Tempereraturen belegen würden, obwohl sie doch sonst eine Unmenge an Daten zum Download bereit hält. Warum werden diese so wichtigen Informationen unterschlagen?

Die zentrale Rolle des IPCC

Der Weltklimarat der Uno, der offiziell „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) heisst, wurde am 6. Dezember 1988 vom Uno-Umweltprogramm (United Nations Environment Programme, UNEP) und von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) gegründet. Seine Aufgabe ist es, „die wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Informationen, die für das Verständnis der wissenschaftlichen Grundlage des Risikos einer vom Menschen gemachten Klimaänderung, deren möglicher Folgen und der Optionen für eine Anpassung und Milderung wichtig sind, auf einer umfassenden, objektiven, offenen und transparenten Basis zu beurteilen“. Der erste Klimabericht des IPCC von 1990 spielte eine grosse Rolle bei der Erarbeitung der Klimarahmenkonvention von 1992, der zweite legte 1995 die Basis für das Kyoto-Protokoll von 1997. Der dritte Bericht folgte 2001, der vierte 2007 und der fünfte soll 2014 erscheinen. Die IPCC-Berichte haben das gesamte Wissen zum jeweiligen Thema zusammenzustellen und zu beurteilen. Die Gutachten spielen eine grosse Rolle in der Klimapolitik jedes Landes. Das IPCC erhielt für seine Arbeit zusammen mit Al Gore 2007 den Friedensnobelpreis.

Das IPCC hat das Meinungsmonopol in Sachen Klimawandel und seine Berichte haben schon fast diktatorische Züge. Sie geben Marschrichtung und Tempo in der globalen Klimapolitik vor und haben einen enormen Einfluss auf die Weltwirtschaft, denn sie bestimmen (wenn auch zum Teil nur indirekt), wieviel Geld in die Klimapolitik fliesst. Durch Zensur beziehungsweise die Unterschlagung von einzelnen Einflussfaktoren, Tatsachen und Expertenmeinungen sowie die geschickte Auswahl der Autoren und Gewichtung einzelner Aussagen im Bericht wird die Zukunft des Planeten Erde gezielt manipuliert. Das liegt wohl daran, dass der Weltklimarat eine politische und keine wissenschaftliche Organisation ist, auch wenn er sich gerne wissenschaftlich gibt. Politische Bürokraten, von denen nur ein Teil Wissenschaftler sind, und eine klare politische Absicht bestimmen den Inhalt des Berichts. Das IPCC selber führt keinerlei Forschungen oder Messungen durch. Es verarbeitet lediglich bestehende Arbeiten zu einem einzigen Bericht, der durch die Vertreter der einzelnen Mitgliederstaaten abgesegnet wird:

„The IPCC does not conduct any research nor does it monitor climate related data or parameters. Its role is to assess on a comprehensive, objective, open and transparent basis the latest scientific, technical and socio-economic literature produced worldwide relevant to the understanding of the risk of human-induced climate change, its observed and projected impacts and options for adaptation and mitigation.“

Für das IPCC ist klar, dass der aktuelle Klimawandel allein durch den Menschen verursacht wird. Andere Verursacher werden gar nicht erst in die Betrachtungen miteinbezogen. Die Berichte zielen darauf ab, die Entscheidungsträger dieser Welt zu beeinflussen. Der Bericht ist immer das Ergebnis von einseitig und mit vorgefasster Meinung moderierter Konsense und Kompromissverhandlungen. Die Entstehung des Berichtes ist ein politischer Prozess, der überwiegend von Regierungsvertretern und weniger von den Wissenschaftlern bestimmt wird:


Quelle: ipcc.ch

Aus den lückenhaften Messungen von ein paar Jahrzehnten werden Rückschlüsse auf langfristige, globale Klimaveränderungen abgeleitet. Das ist vergleichbar mit einer Frequenzanalyse in einem Musikstück über ein paar Millisekunden, um daraus Rückschlüsse auf Rhythmus, Lautstärke und Klangfarbe der folgenden Musik-Minuten zu ziehen. Jeder Musiker würde dies als Schwachsinn bezeichnen. Genauso gut hätte auch eine Eintagsfliege am 1. April 1940 den weiteren Verlauf des zweiten Weltkrieges voraussagen und beurteilen können. Zu solchen Prognosen sind nur Politiker und Wahrsager fähig.

Wer die Berichte des IPCC ein wenig genauer liest, kann feststellen, dass weder CO2 als alleinige mögliche Ursache für einen Klimawandel betrachtet werden kann, noch die Modelle eine hinreichende Genauigkeit für verlässliche Aussagen liefern. Die „IPCC uncertainity guidance note“ definiert zwar, wie mit Unsicherheiten zu verfahren ist und wie diese in 5 Klassen von „very low confidence“ bis „very high confidence“ einzuteilen sind, und auch die Wahrscheinlichkeiten von Zukunftsszenarien werden in Klassen von „völlig unwahrscheinlich“ bis „praktisch sicher“ eingeteilt. Aber letztlich sind alle diese Einschätzungen subjektiv und basieren auf Bauchgefühlen von „Experten“ und solchen, die es gerne wären. Wären die Kausalzusammenhänge bekannt, bräuchte das IPCC in seinen Berichen nicht mit Wahrscheinlichkeiten zu operieren.

Seit kurzem bezieht das IPCC aber auch andere Ursachen als CO2 für eine Klimaerwärmung mit ein. Im neusten „IPCC Technical Paper VI“ der IPCC Working Group II vom Juni 2008 wird aussergewöhnlich deutlich auf den Einfluss des Wasserdampfes und die Ungenauigkeit der Modelle eingegangen:

„Observed warming over several decades has been linked to changes in the large-scale hydrological cycle such as: increasing atmospheric water vapour content; […]

Several gaps in knowledge exist in terms of observations and research needs related to climate change and water. Observational data and data access are prerequisites for adaptive management, yet many observational networks are shrinking. There is a need to improve understanding and modelling of climate changes related to the hydrological cycle at scales relevant to decision making. Information about the waterrelated impacts of climate change is inadequate – especially with respect to water quality, aquatic ecosystems and groundwater – including their socio-economic dimensions. Finally, current tools to facilitate integrated appraisals of adaptation and mitigation options across multiple water-dependent sectors are inadequate.“

Trotzdem lässt der Chef des Weltklimarates, Rajendra Pachauri keine Zweifel daran, dass allein CO2 als Treibhausgas für eine Erderwärmung und den Klimawandel verantwortlich ist. Mir scheint, als hätte nicht einmal er die Berichte des IPCC gründlich studiert.

Klimaerwärmung als humanitäre Katastrophe

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise und der fast täglichen Meldungen über Firmenpleiten hat die globale Klimaerwärmung stark an öffentlicher Aufmerksamkeit eingebüsst. Deshalb bekommt das IPCC jetzt auch noch Unterstützung vom Global Humanitarian Forum (GHF), einer 2007 vom ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan gegründeten und geleiteten, internationalen Organisation, die sich für eine globale „Klimagerechtigkeit“ einsetzt. Diese behauptet in ihrem Human Impact Report (PDF), dass heute schon pro Jahr 325’000 Menschen an den Folgen der Erderwärmung leiden (wovon sogar 300’000 klimabedingt sterben würden) und sich diese Zahl bis 2030 auf 660’000 erhöhen wird (wovon dann 500’000 sterben würden). Wie die Organisation zu diesen Zahlen kommt, wird nicht näher beschrieben und ist völlig intransparent.

Der Bericht gibt dem Klimawandel ein Gesicht und erschien nicht ganz zufällig 6 Monate, bevor in Kopenhagen neue internationale Emissionsgrenzwerte verhandelt und festgelegt werden sollen. Wie schon Al Gore in seiner „unbequemen Wahrheit“ operiert Annan gezielt mit Bildern, die betroffen machen, unter die Haut gehen und schockieren, aber nicht unbedingt in einem Kausalzusammenhang mit der behaupteten Ursache stehen. Sie wurden lediglich gewählt, weil mit ihnen eine manipulative Aussage visualisiert werden soll. Dies lässt sich im folgenden Werbefilm des GHF bestens nachvollziehen:

Wie schon die Berichte des IPCC so basiert auch der Human Impact Report lediglich auf ausgewählten Quellen, die er interpretiert und daraus neue Schreckenszenarien konstruiert. Als Quellen dienen unter anderem der umstrittene Report des britischen Regierungsberaters Nicholas Stern von 2006 und Angaben der Münchner Rückversicherung, die Versicherungspolicen gegen Wetterkatastrophen verkauft. „Das Modell ist so angelegt, dass der grösstmögliche Schaden durch globale Erwärmung dabei herauskommen muss“, sagt der dänische Statistikprofessor und Klimaexperte Bjørn Lomborg. Und Michael Limburg vom Europäischen Institut für Klima und Energie kritisiert: „Wer sich heute noch auf den Stern-Report beruft, zeigt, dass es ihm um Panikmache geht„. Aufschlussreich ist dazu ein Artikel bei DIE WELT.

„Der Klimawandel ist die grösste humanitäre Herausforderung unserer Zeit“ behauptet Kofi Annan und knüpft damit gezielt einen Kausalzusammenhang, den (fast) niemand öffentlich anzuzweifeln wagt, denn schliesslich gilt Annan als internationaler Würdenträger und als eine vertrauens- und glaubwürdige Person mit bestem Leistungsausweis bei der UNO. Den Beweis für seine Behauptung bleibt Annan jedoch schuldig. Schliesslich ist er nicht Wissenschaftler sondern Zeit seines Lebens Lobbyist. Er entstammt einer Aristokratenfamilie Ghanas und hat wohl so viele Ehrendoktortitel und Auszeichnungen gesammelt wie sonst kaum jemand auf dieser Welt. Annans Familie profitiert vom staatlich subventionierten Goldbergbau und der Ausbeutung des Landes durch ausländische Investoren. Besonders die Wasserverschmutzung durch hochgiftige Chemikalien, die im Bergbau zur Goldgewinnung zum Einsatz gelangen, führen in Ghana zu humanitären Problemen. Wenn künftig auch noch die Erdöl- und Erdgasvorkommen ausgebeutet werden, werden auch Herr Annan und Familie wieder die Finger im Spiel haben. Für die humanitären Probleme seines Landes scheint sich Herr Annan jedoch nicht zu interessieren. Wie glaubwürdig ist es dann, wenn er sich anscheinend uneigennützig für die humanitären Probleme der Welt im Zusammenhang mit dem Klimawandel einsetzt?

Ablasshandel mit Klima- und CO2-Zertifikaten

Bereits zu meiner Schulzeit war der Treibhauseffekt ein Thema und einige Jahre später warnte Dr. James Hansen am 23.06.1988 in seiner Rede im US-Kongress vor der durch Menschen verursachten Klimaerwärmung, worauf kurz darauf das IPCC gegründet wurde. Doch die US-Regierung nahm Hansens Ausführungen damals nur lächelnd zu Kenntnis und konnte mit einer moralischen Verpflichtung der Natur und den folgenden Generationen gegenüber nichts anfangen. Hansen glaubte und behauptete zwar, eine beschleunigte Veränderung des Klimas festgestellt zu haben, aber bei den Ursachen dafür stützte er sich ungewöhnlich unwissenschaftlich auf seinen Glauben an von ihm vermutete Kausalzusammenhänge. Wahrscheinlich völlig unbeabsichtigt setzte er damit einen Grundstein für ein neues Finanzprodukt: das Klimazertifikat. Und damit begann die Klimafinanzära, welche sich durch die Etablierung des Klimas als eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit und basierend darauf durch die Monetarisierung des Klimawandels auszeichnet.

Seit CO2 als die Ursache allen Klimaübels definiert wurde, konzentrieren sich die Diskussionen nur noch auf die Bekämpfung des CO2-Ausstosses. Seither ist alles böse, was CO2 produziert. Neben dem islamischen Terror hat die („westliche“) Welt damit ein zweites Feindbild erhalten. Starke Nationen brauchen Feindbilder, denn bekanntermassen lassen sich damit die Massen vereinen und mobilisieren. Alle grössenwahnsinnigen Politführer von Cäsar bis Hitler haben sich schon seit jeher dieses Mittels bedient und tun es auch heute noch. CO2 hat durch die Monetarisierung in Form von Klima-Zertifikaten als Lenkungssteuer für das Klima seinen Platz neben Gold und Erdöl als eines der wichtigsten „Rohstoffe“ beziehungsweise Basisprodukte für die Finanzindustrie eingenommen.

Grundlage und zentrales Element des Geschäftsmodells mit Klima-Zertifikaten ist, dass ausschliesslich CO2 als Treibhausgas für die Klimaerwärmung verantwortlich sein soll. Offensichtlich stört sich niemand daran, dass diese Behauptung bis heute in keinster Weise wissenschaftlich erhärtet werden konnte. Der Treibhauseffekt von CO2 beruht lediglich auf Laborversuchen und Modellberechnungen. Die Richtigkeit des Modells wurde noch nicht bewiesen. Wer das Gegenteil behauptet, möge mir doch bitte die entsprechenden Unterlagen zukommen lassen. Anscheinend genügt es wirklich, eine Behauptung breit genug zu streuen und oft genug zu wiederholen, bis jeder glaubt, dass sie wahr ist. Mit dieser Art der kollektiven Gehirnwäsche sind alle Bürger der ehemaligen DDR und UdSSR bestens vertraut. Doch es gibt sie auch bei uns.

Der Emissionshandel ist vermeintlich das eigentliche Instrument zur Minderung des Treibhausgasproduktion. Der europäische Emissionshandel funktioniert wie folgt: Kraftwerksbetreiber und Industriebetriebe bekommen Emissionsrechte (d.h. ein Recht zu einem bestimmten CO2-Ausstoss), so genannte CO2-Zertifikate, zugeteilt und können sie in der EU frei handeln, sollten sie sie nicht für den Eigenbedarf gebrauchen. Die Menge dieser Zertifikate wird in einem völlig intransparenten Prozess in den EU-Mitgliedsstaaten in nationalen Allokationsplänen festgelegt. Wie schon die Ablassbriefe im Mittelalter werden auch CO2-Zertifikate wie Wertpapiere gehandelt. Mit dem Kyoto-Protokoll sollte eine „globale Klimagerechtigkeit“ erreicht werden, indem jedem Menschen das gleiche Recht zur Verschmutzung der Atmosphäre zugestanden wird. Durch den Emissionshandel können sich jedoch reichere Staaten mehr Verschmutzungsrechte hinzukaufen, wodurch die ärmeren Staaten zusätzlich benachteiligt werden. Auf das Klima hat dies jedoch keinen Einfluss.

Wirtschaftswachstum durch Monetarisierung des Klimawandels

Nach der Initialzündung in Sachen Klimaerwärmung 1988 und noch bis vor wenigen Jahren sah die US-Regierung nur die Kostenseite der Umweltschutz-Medallie und wollte der US-Wirtschaft diese Kosten nicht aufbürden, da sie sonst eine massive Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und eine Schwächung der Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt befürchtete. Seit allerdings mit Klima-Zertifikaten viel Geld generiert werden kann, um den bankrotten Staatshaushalt zu finanzieren, hat sich das Blatt gewendet. US-Präsident Barack Obama will bereits im ersten Amtsjahr Steuereinnahmen in Höhe von merh als 78 Milliarden US-Dollar durch den Emissionshandel generieren und diesen Batzen bis 2019 auf insgesamt über 525 Milliarden steigern. Offenbar geht Obama von einer zweiten Amtsperiode aus. Damit das lukrative Geschäft mit dem Klimawandel in den USA eine rechtliche Grundlage erhält, hat die amerikanische Umweltschutzbehörde „U.S. Environmental Protection Agency“ (EPA) am 07.12.2009 zum Auftakt der Klimakonferenz in Kopenhagen Kohlendioxid und fünf weitere Gase für gesundheitsschädlich und eine Regulierung des Ausstosses für nötig erklärt. Diese Einschätzung ist die formale Bedingung dafür, dass die amerikanische Regierung notfalls auch ohne Zustimmung des amerikanischen Kongresses den Ausstoss klimaschädlicher Schadstoffe begrenzen kann. Die amerikanische Regierung erhält ähnlich wie dem „Patriot Act“ im Kampf gegen den (angeblichen) islamischen Welterrorismus einen Blanko-Scheck für Massnahmen, den Ausstoss der als klimaschädlich erklärten Schadstoffe zu begrenzen. Danach ist Obama für Vereinbarungen zum Abschluss des Kopenhagener Gipfels am 18.12.2009 nicht mehr auf die Zustimmung des Senats angewiesen.

Der Klima-Ablasshandel freut ganz besonders Christoph Sutter, CEO der 2006 gegründeten und im Technopark ansässigen Zürcher Firma South Pole Carbon Asset Management AG (siehe auch Eintrag im Handelsregister), die bereits heute am CO2-Markt täglich hunderte von Millionen mit Emissionsrechten umsetzt. In den USA ist für 2012 die Einrichtung eines eigenen CO2-Handelssystems geplant und dann wird auch South Pole Carbon in diesem auf dann gut eine Billion US-Dollar geschätzten Markt kräftig mitmischen. Bereits 2009 wird der Markt mit den Emissionsrechten gemäss den Analysten von New Energy Finance ein Volumen von 122 Milliarden US-Dollar erreichen und soll 2020 knapp zwei Billionen Dollar schwer werden, sofern alle grossen Industrienationen mitspielen. Der Ablasshandel mit dem Klima ist also ein globales Riesengeschäft. Was würde passieren, wenn nun plötzlich publik würde, dass CO2 gar keinen nennenswerten Einfluss auf das Klima hat?