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Das Recht im Spannungsfeld von Sicherheitsbedürfnissen und Grundrechten

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11. Februar 2016

Die Digitalisierung im Informationszeitalter ist eine Herausforderung für unser Rechtssystem. Die Verdatung ganzer Lebensbereiche eröffnet noch nie dagewesene Möglichkeiten und die Digitalisierung ermöglicht eine nie zuvor dagewesene Individualisierung. Überall fallen sehr viele personenbezogene Daten an, die dienst- und geräteübergreifend zusammengeführt werden. Diese werden sowohl durch Unternehmen und staatliche Organisationen als auch durch Kriminelle gerne genutzt. Wir werden auf Schritt und Tritt überwacht, aber die meisten Zeitgenossen kümmern sich nicht darum, wahrscheinlich weil sie es gar nicht merken beziehungsweise nicht wissen. Doch die Naiven brauchen nichts zu befürchten, weil sie schliesslich nichts zu verbergen haben. Wer aktiv mitten im Leben steht, nutzt die Annehmlichkeiten von allerlei digitalen Hilfsmitteln. Die digitale Welt ist fester und nicht mehr wegdenkbarer Bestandteil der physischen Welt, welche von ihr weitgehend abhängig geworden ist. Wer sich ihrer dunklen Seite entziehen will, muss sehr viel aufgeben. Bis auf einige wenige Freaks ist niemand bereit, diesen Preis zu bezahlen.

Überall, wo personenbezogene Daten erhoben, übertragen und verarbeitet werden, sind Grund- und Freiheitsrechte in Gefahr. Der Verlust der Hoheit sowohl über die eigenen Daten als auch über die eigene Daten-Infrastruktur ist nicht mehr nur eine Bedrohung sondern eine Tatsache. Gesetze allein bieten keinen hinreichenden Schutz und die Informations- und Kommunikationstechnologie ist zu komplex, um eine 100%-ige Sicherheit zu gewährleisten. Viele Unanständige bis Kriminelle sehen darin geradezu eine sportliche Herausforderung. Damit fordern sie nicht nur unser Rechtssystem heraus, sondern stellen unsere digitalisierte Gesellschaft auf eine Bewährungsprobe.

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Wer hat meine Daten gecloud?

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5. Februar 2016

cloud-computing

Cloud Computing ist einer der angesagtesten Trends in der Informatik. Daten irgendwo im Internet zu speichern und dann auf diese mit jedem Gerät von überall auf der Welt zugreifen zu können, wäre grundsätzliche eine gute Sache, wenn da nicht das „irgendwo“ wäre. Oft werden die Daten immer noch unverschlüsselt über das Internet übertragen und dabei meist auch unverschlüsselt beim Anbieter des Dienstes gespeichert. Und wenn eine Verschlüsselung der Daten vorgenommen wird, sind die Schlüssel viel zu schwach oder der Anbieter besitzt einen Hauptschlüssel, mit welchem er die Daten entziffern kann. Praktisch alle Anbieter bedingen sich in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen Rechte aus, die an Frechheit nur schwer zu überbieten sind – insbesondere die „kostenlos“-Anbieter. Da weniger als 1 Promille der Benutzer diese überhaupt jemals liest, geschweige denn verstehen, und einfach blind und naiv ihre Zustimmung erteilt, fühlen sich die Anbieter in ihrem Verhalten legitimiert. Doch das hat schwerwiegende Konsequenzen – wenn nicht heute, dann morgen. Man möge mir jetzt bitte nicht gleich mit den Ausnahmen kommen! Ja, die gibt es zum Glück auch. Nur leider gehören sie zu einer kleinen Minderheit. Diese kann sich den anständigen Umgang mit ihren Kunden auch leisten, da sie von ihnen auch anständig entlöhnt wird. Die meisten Cloud-Anbieter jedoch verdienen ihr Geld, indem sie ihre Daten beziehungsweise die ihrer Kunden sowie die Reichweite ihres Dienstes monetarisieren. Wie dies genau passiert, bleibt den „Kunden“ weitgehend verborgen. Man würde meinen, dies wäre Grund genug, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen und der Puls in die Höhe schiesst ebenso wie der Adrenalinspiegel. Aber wie sagte einst schon des Adolfs Reichspropagandaminister Joseph Goebbels so beruhigend? „Wer nichts zu verbergen hat, braucht nichts zu befürchten.“ Wer diesen Schmarren glaubt, braucht erst gar nicht weiter zu lesen.

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Digitale Privatsphäre

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30. Januar 2016

Technologie hat der Menschheit schon viel Gutes beschert, aber auch viel Böses ermöglicht. Eine Technologie selber ist immer wertfrei. Sie erhält ihren Wert erst durch ihre Verwendung durch uns Menschen. Die Informations- und Kommunikationstechnologie hat viele Lebensbereiche so massiv verändert wie kaum eine andere Technologie zuvor und diese Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Neben allen durch sie ermöglichten Errungenschaften und Annehmlichkeiten bedroht sie aber zugleich auch unsere digitale Privatsphäre. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen beschränken sich nicht auf die digitale Welt sondern haben sehr ernste Auswirkungen auf unser ganzes künftige Leben.

Warum ist digitale Privatsphäre wichtig? Gibt es oder kann es so etwas im Informationszeitalter überhaupt noch geben? Hat jemand, der (aus seiner Sicht) nichts zu verbergen hat, wirklich nichts zu befürchten? Die Technologie-Journalistin Aleks Krotoski ist durch die Welt gereist und hat recherchiert, wie es um die digitale Privatsphäre im 21. Jahrhundert steht. Entstanden ist daraus der Dokumentarfilm „The Power of Privacy“:


The Power of Privacy

Ermöglicht hat diesen Aufklärungsfilm die Zeitung „The Guardian“ (erste Publikationspartnerin von Edward Snowden) mit Unterstützung von SilentCircle (Herstellerin des auf Sicherheit getrimmten Android-Blackphones).

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Freiwillige Totalüberwachung

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7. Oktober 2015

Es ist schon irre, wie viele Menschen ihre intimsten Bewegungs- und Gesundheitsdaten, die sie vor ihren Freunden und Nachbarn geheim halten, einer Wolke mit weder nachvollziehbarem noch durchsetzbarem und daher de facto nicht existentem Datenschutz oder ihrer Krankenkasse anvertrauen:


Tobias Mann über Apple iWatch und die Totalüberwachung in der ZDF-Sendung Die Anstalt vom 26.05.2015

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Wir Lieben Überwachung

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28. Dezember 2014

Mit dem Kurzfilm „Du bis Terrorist“ hat Alexander Lehmann 2009 für Aufmerksamkeit gesorgt und das Thema Massenüberwachung zwecks Terrorbekämpfung satirisch-anschaulich aufgearbeitet, noch lange bevor Edward Snowden die Schweinereien der Geheimdienste publik gemacht hat. Nun doppelt er mit „Wir lieben Überwachung“ nach. Ein weiterer gelungener Film!


Wir Lieben Überwachung

Update 02.01.2015

Alexander Lehmann präsentierte seinen Film am 31C3 (31. Chaos Communication Congress) in Englisch:


We love surveillance

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Die gute Benutzerschnittstelle

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31. Juli 2014

A user interface is like a joke
[Startup Vitamins @twitter]

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Live-Umfragen mit DirectPoll

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5. Februar 2014

DirectPoll Live-UmfragenWer eine Umfrage über das Web macht, tut dies heute meist mit Doodle. So kann man einfach einen Termin finden, eine gemeinsame Auswahl treffen oder Anmeldungen für eine Veranstaltung organisieren. Die Web-Anwendung ist kostenlos und mit wenigen Klicks eingerichtet. Die aktuellen Resultate können von allen, die den Link kennen, laufend verfolgt werden. Aber für spontane Umfragen in Echtzeit ist Doodle nicht wirklich geeignet. Möchte man zum Beispiel sein Publikum an einem Vortrag spontan um Feedback bitten oder Abstimmen lassen, wie man das von Quiz-Sendungen aus dem Fernsehen schon lange kennt, suchte man bislang vergeblich nach einer passenden Lösung.

directpoll

Dieses Lücke hat nun der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Softwarehersteller Netcetera mit DirectPoll für einfache Echtzeitumfragen gefüllt. Nach dem erst kürzlich lancierten Online-Polizeiposten „Suisse ePolice„, verschiedenen ePolice Smartphone-Apps zu Polizeiinformationen für mehrere Kantone, der erfolgreichen Smartphone-App Wemlin Mobile zu Abfahrtszeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie der „Züri schlaflos“ App beweist Netcetera wieder einmal mehr ihre Kompetenz in der Entwicklung von erstklassigen Mobile- und Web-Applikationen „made in Switzerland“.

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So tönt Twitter Slang

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1. Oktober 2013

Jedes Zeitalter hat seine ganz eigene Kommunikationskultur. Aber die moderne Kommunikation im Internetzeitalter nimmt mittlerweile ganz spezielle Formen an. Jimmy Fallon und Justin Timberlake demonstrieren, wie ein solches Gezwitscher in Natura tönt:


„#Hashtag“ with Jimmy Fallon & Justin Timberlake

in Kategorie: Fundstücke, Soziale Netzwerke
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Pressefreiheit und die Freiheit der Medien

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14. März 2013

Selektive Wahrnehmung und selektives Hören sind degenerative Begleiterscheinungen des Alters oder von psychischen Störungen. Selektive Wahrheitsfindung und das Kommunizieren von Halbwahrheiten hingegen sind Degenerationserscheinung der modernen Medienwelt. Journalisten wollen alles wissen, aber nicht alles berichten. Nur was sie als „publikationswürdig“ und „publikationsfähig“ erachten, findet den Weg in die veröffentlichte Meinung. Zitate dazu:

  • Wir handeln geheime Dinge ab. Und zwar … wir wollen Politik verstehen und das muss ein Zuschauer oder Zuhörer oder Leser dann nicht erfahren. Sondern er muss dann nur verstehen, was wir sagen.
  • Der Mehrwert besteht einfach darin, dass wir die Wahrheit erfahren und, so bitter das für manche auch ist, dann nicht schreiben oder nicht senden dürfen.


Das Schweigen der Medien

Zu dieser selbst auferlegten Schweigsamkeit kommt noch der in den letzten Jahren massiv gestiegene Zeitdruck, unter dem Journalisten Ergebnisse liefern müssen. Die Publikation von Informationen über das Internet ist zu minimalsten Kosten für jedermann praktisch in Echtzeit möglich. Für kritische Fragen bleibt keine Zeit, denn die Konkurrenz könnte eine Minute schneller am Markt sein. Und dazu gehören längst nicht nur die Berufskollegen sondern immer mehr auch Privatpersonen in Blogs und sozialen Netzwerken. Mit der zunehmenden Medienverlagerung ins fast kostenlose Internet wurden die Budgets der Journalisten entsprechend gekürzt. Für seriösen, fundierten Journalismus wie vor dem Internetzeitalter ist heute kein Platz mehr. Hier sind die Amateure, die nicht von ihrer Schreiberei leben müssen, ihren Berufskollegen gegenüber sogar im Vorteil, denn sie können sich die nötige Zeit für eine seriöse Recherche leisten. Sie schreiben in der Regel nicht, um zu gefallen sondern um ihrem Publikum etwas mitzuteilen. Entsprechend ist ein Lob ein ehrliches und bei Kritik muss keine Rücksicht geübt werden.

Im Gegensatz dazu ist kritische Berichterstattung in den professionellen Medien ein Spiel mit dem Feuer und nicht selten mit der eigenen Berufsexistenz. Wer Kritik übt, wird von seinen „Quellen“ einfach nicht mehr mit „Informationen“ versorgt. Nur noch ein paar alte Hasen, die ohnehin kurz vor dem Rentenalter stehen, können sich das leisten. Berufsjournalisten stehen in einem dauernden Interessenkonflikt zwischen dem Informationsrecht der Öffentlichkeit und der Loyalität den Geldgebern gegenüber. Nicht einmal öffentlich-rechtliche Medien sind davor gefeit, denn auch sie sind abhängig von der Gunst ihrer Budgetbewilliger und Aufsichtsorgane. Wie schon bei den Zentralbanken ist auch bei den öffentlich-rechtlichen Medien die demokratische Mitbestimmung und Einflussnahme der Bürger und Steuerzahler in der Praxis inexistent.

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Medienkompetenz kann man lernen

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25. November 2012

MedienkompetenzVor dem Internetzeitalter beschränkte sich die Medienkompetenz auf den technisch korrekten Gebrauch von Radion und Fernsehen und den „vernünftigen“ und massvollen Konsum dieser Medien. Heute ist das Thema wesentlich komplexer und die Anforderungen sind ungleich viel höher. Zugleich erodieren die bisherigen Wertestandards zunehmend, welche früher zumindest als Orientierungshilfe herangezogen werden konnte, auch wenn man mit diesen nicht unbedingt immer einverstanden war. Wie soll sich jemand in der Komplexität der heutigen Medien überhaupt noch zurecht finden?

Das Werteverständnis ist in unserer Gesellschaft immer heterogener und auch angesichts der immer grösser werdenden Kulturvielfalt in einer globalisierten Welt wird es immer schwieriger, eine allgemein verbindliche Norm zu definieren. Innerhalb der geltenden Gesetze muss jeder selber entscheiden, was für ihn richtig oder falsch ist. So lautet zumindest die liberale Antwort auf die Frage nach der wertebasierten Medienkompetenz. Darüber kann (und soll) man natürlich streiten.

Was jedoch den rechtlichen Rahmen betrifft, ist der für alle gleich, und sowohl diesen als auch gewisse technische Standards sollte man schon kennen, um als medienkompetent gelten zu können. Wer sein Wissen auf die Probe stellen möchte, kann dies beim Medienkompetenzquiz des mekonet (Medienkompetenz-Netzwerk Nordrhein-Westfalen) tun, welches vom Grimme-Institut in Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW erarbeitet wurde.


So wird in der Nahrungsmittel-Werbung getrickst und gelogen

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26. Juni 2012

Wie bereits der Bestseller-Autor Seth Godin („All Marketers Are Liars“) und der US-Komiker George Carlin anschaulich dargelegt haben, ist die Lüge ein wesentlicher Bestandteil der Werbung in unserer westlich-zivilisierten Gesellschaft. Vieles ist für uns wahr, nur weil wir daran glauben (wollen). Mit Realität und Wahrheit hat das nichts zu tun, vielmehr aber mit Sehnsucht, Fantasie und Hoffnung. Seth Godin beschreibt das mit den Worten: „We believe what we want to believe, and once we believe something, it becomes a self-fulfilling truth“ (Wir glauben, was wir glauben wollen, und wenn wir etwas einmal glauben, wird es zur sich selbst erfüllenden Wahrheit). Werber sind Geschichtenerzähler und wer damit beschäftigt ist, Menschen Geschichten zu erzählen, die diese hören wollen, gerät schnell in Versuchung, zu übertreiben und Unwahrheiten hinzu zu dichten. Das muss gar nicht immer schlecht sein, denn wer es damit übertreibt, wird ohnehin rasch als Lügner entlarvt und verliert seine Glaubwürdigkeit. Doch, wo wird die Grenze überschritten?

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Humor statt Krise

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9. Juni 2012

Gerade in Krisenzeiten braucht der Mensch etwas Ablenkung, um sich in einer Pause geistig und seelisch wieder ein bisschen zu regenerieren. Damit meine ich nicht die Medienberichterstattung, die uns von den wahren Problem und Schweinereien dieser Welt abzulenken versucht. Es gibt auch Ablenkung der positiven Art, die uns gerade deshalb so gut tut, weil sie einen starken Bezug zum Alltag hat, diesen aber in all seinen Details und Feinheiten humoristisch aufbereitet, um unser Zwerchfell anzuregen. Ein Schweizer, der dies besonders gut kann, ist der Bündner Kabarettist mit der Zahnlücke Rolf Schmid.


Rolf Schmid: I mag eifach nüma

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in Kategorie: Fundstücke, Spass und Spiel
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