Gesundheit und Ernährung

Massenüberwachung in Zeiten von Corona

Zur Diskussion zum Projekt PEPP-PT (Pan European Privacy Protecting Proximity Tracing) für eine Coronavirus-Tracing-App empfehle ich den Dokumentationsbeitrag „Warum die Total-Überwachung uns alle betrifft“ des Bayrischen Rundfunks aus dem Jahre 2015:


Warum die Total-Überwachung uns alle betrifft

Eine menschenrechtskonforme, datenschutzfreundliche und sichere Umsetzung einer Coronavirus-Tracing-App ist auch mit einem dezentralen Ansatz technisch nicht möglich. Die noch so gut gemeinten Absichten hinter der App stehen in keinem Verhältnis zu den Risiken für die gesamte Bevölkerung. Wir würden damit die Büchse der Pandora öffnen. Es zeigt sich wieder einmal, dass es einen grossen Unterschied zwischen „gut gemeint“ und „gut gemacht“ gibt. Daher warnt auch der Chaos Computer Club (CCC) in Deutschland mit einem offenen Brief an Bundeskanzleramt und Gesundheitsminister, die in Entwicklung befindliche Tracing-App gegen die Corona-Pandemie aufzugeben.

Freiwillige Totalüberwachung

Es ist schon irre, wie viele Menschen ihre intimsten Bewegungs- und Gesundheitsdaten, die sie vor ihren Freunden und Nachbarn geheim halten, einer Wolke mit weder nachvollziehbarem noch durchsetzbarem und daher de facto nicht existentem Datenschutz oder ihrer Krankenkasse anvertrauen:


Tobias Mann über Apple iWatch und die Totalüberwachung in der ZDF-Sendung Die Anstalt vom 26.05.2015

So wird in der Nahrungsmittel-Werbung getrickst und gelogen

Wie bereits der Bestseller-Autor Seth Godin („All Marketers Are Liars“) und der US-Komiker George Carlin anschaulich dargelegt haben, ist die Lüge ein wesentlicher Bestandteil der Werbung in unserer westlich-zivilisierten Gesellschaft. Vieles ist für uns wahr, nur weil wir daran glauben (wollen). Mit Realität und Wahrheit hat das nichts zu tun, vielmehr aber mit Sehnsucht, Fantasie und Hoffnung. Seth Godin beschreibt das mit den Worten: „We believe what we want to believe, and once we believe something, it becomes a self-fulfilling truth“ (Wir glauben, was wir glauben wollen, und wenn wir etwas einmal glauben, wird es zur sich selbst erfüllenden Wahrheit). Werber sind Geschichtenerzähler und wer damit beschäftigt ist, Menschen Geschichten zu erzählen, die diese hören wollen, gerät schnell in Versuchung, zu übertreiben und Unwahrheiten hinzu zu dichten. Das muss gar nicht immer schlecht sein, denn wer es damit übertreibt, wird ohnehin rasch als Lügner entlarvt und verliert seine Glaubwürdigkeit. Doch, wo wird die Grenze überschritten?

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