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Facebook kämpft gegen Selbstmord-Maschine

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Facebook AbschussFacebook hat mit seinem Umgang mit der Privatsphäre seiner Mitglieder sowohl absichtlich als auch durch Schlamperei bei der Softwareentwicklung viele seiner User vergrault. Bei Google wird aktuell am häufigsten danach gesucht, wie man sein Facebook-Profil löschen kann. Die Lösch-Funktion ist gut versteckt und nur über Umwege zu finden. Wenn man angemeldet ist, ruft man dazu die folgende Adresse auf:

https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

Web 2.0 Suicide Machine Logo

Alternativ dazu können Profile auf sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace, LinkedIn oder Twitter auch mit der Web 2.0 Suicide Machine gelöscht werden:

Leider ist die Suicide Machine im Moment gerade ausser Betrieb, weil die Website gemäss eigenen Angaben gehackt und lahmgelegt wurde. Ein Racheakt von einer der grossen Plattformen ist nicht nur nicht auszuschliessen sondern sogar recht wahrscheinlich. Schliesslich hat der Betreiber und Entwickler moddr_ vor zwei Monaten bereits Drohungen vom Facebook-Anwalt erhalten:

Ein Kampf von David gegen Goliath ist entbrannt …

… und während Facebook gegen die virtuelle Selbstmord-Maschine kämpft, bauen ein paar Studenten aus New York an einer Konkurrenz-Plattform, welche die Mitglieder nicht zur Offenlegung ihrer Privatspähe nötigt. Am 24. April hatten Maxwell, Daniel, Raphael und Ilya auf Kickstarter zu einer Spendenaktion für ihr Projekt „Diaspora“ aufgerufen und wollten bis zum 1. Juni 10’000 US-Dollar sammeln. Heute Nachmittag sind es bereits USD 26’047.- von 844 Backers (Unterstützern):

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Mal schauen, wie sich das Projekt entwickelt. Jedenfalls findet es bereits grossen Anklang, noch bevor es richtig begonnen hat.

Update vom 13.05.2010

Wow, die Nachricht vom diaspora*-Projekt scheint wie eine kleine Bombe eingeschlagen zu haben! Der heute um 16:31 Uhr (CET) von 2171 Backers zugesichte Finanzierungsbetrag beläuft sich mittlerweile auf USD 92’616.- und wächst praktisch von Minute zu Minute. Es würde mich nicht wundern, wenn die Jungs in den noch verbleibenden 19 Tagen der Sammelaktion auf eine Million US-Dollar kämen.