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International Privacy Ranking 2007 – Zunehmende Überwachung durch den Staat

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Dienstag, 8. Januar 2008

Privacy Map 2007Die Missachtung des Datenschutzes und die damit einhergehende Verletzung der Privatsphäre scheinen voll im Trend zu liegen – auch und besonders von staatlicher Seite. Zu diesem Schluss kommt das International Privacy Ranking 2007 (PDF) der beiden Bürgerrechtsorganisationen Privacy International aus Grossbritannien und Electronic Privacy Information Center aus den USA.

Deutschland ist nicht zuletzt dank immer mehr Überwachungskameras, Überwachung am Arbeitsplatz, biometrischen Pässen und den Plänen von Wolfang Schäuble & Co. zu Online-Überwachung und Vorratsdatenspeicherung vom 1. auf den 7. Platz abgesackt. Japan plant den Ausbau der Webzensur und auch China hat neue Beschränkungs-Regeln zur Bereitstellung von Videos im Internet erlassen. Amis und Briten sind spätestens seit 9/11 von Natur aus paranoid und auch in Australien wird eine Great Firewall nach chinesischem Vorbild im Namen des Jugendschutzes errichtet. Aber auch die Schweiz erreicht nur 2.4 Punkte von deren maximal 5 möglichen.

Die steigende Datensammelwut sämtlicher (untersuchten) Regierungen legt den Verdacht nahe, dass alle Bürger dieses Planeten unter einem Generalverdacht stehen. Die Bevormundung und Überwachung der Bürger durch den Staat nimmt immer totalitärere Formen und Ausmasse an. „Das kann doch gar nicht sein“ mögen manche Zeitgenossen ignorativ sagen. „Schliesslich leben wir im 21. Jahrhundert.“ Eben deshalb! Man mag und will es schon bald nicht mehr hören. Aber das Thema ist nun mal brisant und jetzt ist (noch) Zeit zum Handeln!

Das Medien-Echo dazu ist lesenswert:

Kommen da Zeiten auf uns zu, wo wir uns schon bald die „gute alte Stasi“ zurückwünschen? Wie soll ich diese Welt bloss meinen Kindern erklären? Vielleicht sollte ich ein Aufklärungs-Buch für Kinder zu diesem Thema schreiben.