[ Menu ]

Was steckt wirklich hinter dem Klimawandel? (Teil 3)

Beitrag drucken

Freitag, 6. August 2010

GlobusWas sind die wissenschaftlich gesicherten Fakten im Zusammenhang mit dem Klimawandel und was sind bloss Vermutungen und Spekulationen? Diese Frage interessiert mich natürlich nur schon aufgrund meiner technisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung als Ingenieur. Deshalb bin ich ihr in den letzten Monaten intensiv nachgegangen und musste oft staunen, welch grosse Mängel die meisten in den Medien publizierten Artikel aufweisen. Wissenschaftsjournalisten sind eben in der Regel keine Wissenschaftler mit den entsprechenden naturwissenschaftlichen Grundlagenkenntnissen. Sie schreiben lediglich über solche Leute und ihre Arbeiten, übernehmen deren Aussagen meist ungeprüft und fehlinterpretieren und verdrehen sie nicht selten, wenn auch nicht einmal immer mit böser Absicht.

Im Folgenden werde ich nach der Beleuchtung der Akteure im globalen Klimatheater im ersten und zweiten Beitrag ein paar naturwissenschaftliche Phänomene, physikalische Gesetze und Kausalzusammenhänge aufzeigen, welche bislang (noch) nicht die ihnen gebührende Berücksichtigung in der öffentlichen Klimadiskussion gefunden haben. Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich ein paar weisse Flecken in der öffentlichen Diskussion um den Klimawandel aus Sicht der Physik beleuchten. In praktisch allen Klimastudien habe ich verschiedene Faktoren vermisst, die doch bekanntermassen einen Einfluss auf die Thermodynamik unseres Planeten und damit auch auf das Wetter und das Klima haben. Zudem musste ich mit grossem Erstaunen feststellen, dass die meisten der prominenten Kausalzusammenhänge im Zusammenhang mit dem Klima reine Hypothesen darstellen und durch keinerlei Fakten belegt und verifiziert sind. Entsprechend hypothetisch sind dann wohl auch die Resultate der auf diesen Hypothesen beruhenden Berechnungen mit vereinfachten Klimamodellen.

Für mich war es verblüffend, in wie wenig Zeit ich zu einzelnen Themengebieten der Klimaforschung mehr zusammentragen konnte, als das IPCC in seinen Berichten publiziert – obschon die Verfassung dieses Beitrags aus Zeitmangel etwas länger als geplant gedauert hat. Da stellt sich mir die Frage nach der Glaub- und Vertrauenswürdigkeit und Seriosität dieser internationalen Organisation der UNO. Tatsächlich ist es so, dass nur mehr oder weniger wissenschaftliche Arbeiten in den IPCC-Berichten berücksichtigt werden, die von mindestens einem anderen mehr oder weniger anerkannten Wissenschaftler „peer-reviewed“ wurden. So definiert sich deren Wissenschaftlichkeit. Dies heisst aber lediglich, dass es mindestens eine weitere Person gibt, welche die gleiche Meinung wie der Autor der betreffenden Publikation vertritt und diese für plausibel hält. Über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt, die Korrektheit und die Vollständigkeit einer Arbeit zum Klima sagt es gar nichts aus. Das ist, wie wenn zwei Glaubensbrüder in ihren religiösen Ansichten übereinstimmen. Sogar wenn alle in den IPCC-Berichten berücksichtigten Arbeiten korrekt wären, würden sie dennoch nur einen beschränkten Teil des aktuellen Standes der Wissenschaft und erst recht der gesamten Klimawahrheit abdecken, d.h. sie können gar nicht vollständig sein und berücksichtigen daher auch nicht alle Einflussfaktoren auf das Klima. Entsprechend korrekt können auch die Schlüsse aus den ausgewerteten Arbeiten nur sein.

CO2 und andere „Treibhausgase“

Zunächst nehmen wir die Rolle von Kohlendioxid (CO2) und anderen sogenannten „Treibhausgasen“ sowie den sogenannten Treibhauseffekt selber etwas näher unter die Lupe. Das Modell des Treibhauseffektes funktioniert wie folgt: Kurzwelliges Sonnenlicht gelangt weitgehend ungehindert durch die Erdatmosphäre und wird von der Erdoberfläche absorbiert, wodurch sich diese erwärmt. Diese gibt einen Teil der eingestrahlten Energie als langwellige Wärmestrahlung (Infrarot) wieder ab. Infratores Licht wird durch Wolken (d.h. Wasserdampf, H2O) und die Treibhausgase Kohlendioxid (CO2),  Ozon (O3), Stickoxide und Methan (CH4) in der Atmosphäre abgefangen und zum Teil wieder in Richtung Erde abgegeben. Nur ein kleiner Teil entweicht wieder in den Weltraum. Ohne diesen Treibhauseffekt wäre die globale Durchschnittstemperatur zumindest gemäss den gängigen Berechnungsmodellen nicht plus 15 Grad sondern minus 18 Grad Celsius.

Von den Klima-Alarmisten wird behauptet, dass das CO2 für den Treibhauseffekt verantwortlich ist und so die Temperatur beeinflusst. In Wahrheit zeigen die Messungen ein Bild, aus dem sich gerade das Gegenteil ableiten liesse, denn der Langzeitverlauf der CO2-Kurve folgt um mehrere Hundert Jahre zeitlich versetzt der Temperaturkurve, wie archäologische Funde, Eiskernbohrungen in der Antarktis und geologische Untersuchungen belegen und übrigens auch die Grafiken des IPCC zeigen! Das kann damit zusammenhängen, dass das Wasser der Meere CO2 absorbieren und wieder freigeben kann, wobei warmes Wasser weniger CO2 speichern kann als kaltes Wasser. Sobald sich das Wasser erwärmt, gibt es zuvor gebundenes CO2 an die Atmosphäre ab, denn durch die Wärmeenergie ist die Entropie der Wassermoleküle höher und zwischen diesen sich stärker bewegenden Teilchen können sich die CO2-Moleküle weniger leicht durch Dipol-Quadrupol-Wechselwirkungen einnisten. Offensichtlich verwechseln die Klima-Alarmisten Ursache und Wirkung zwischen Temperatur und CO2-Konzentration und basteln aus ein paar ausgewählten und teilweise erst noch manipulierten Korrelationen willkürlich einen falschen Kausalzusammenhang. Aufgrund geologischer Untersuchungen wissen wir, dass es auf der Erde schon mehrere Perioden gegeben hat, die wesentlicher wärmer als heute waren. Die letzte fand im Mittelalter statt. Doch damals war die Erdbevölkerung viel kleiner und es gab noch keine Industrie und somit auch keinen erhöhten, von Menschen verursachten CO2-Ausstoss. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre ist erst seit der Industrialisierung ab circa 1800 von ca. 280 ppmv bis auf einen „Rekordwert“ von heute rund 400 ppmv kontinuierlich gestiegen.

Der ehemalige UN-Umweltberater und Autor des 2009 erschienen Buches „Chill, A Reassessment of Global Warming Theory: Does climate change mean the world is cooling, and if so what should we do about it?“ Peter Taylor erklärt uns, was es mit dem CO2 und der Erderwärmung wirklich auf sich hat:

Professor Bob M. Carter forscht und lehrt an der James Cook University und an der University of Adelaide in Australien. Er ist Geologe, Klimatologe und Umweltwissenschaftler und auch er kann uns den Zusammenhang zwischen CO2 und der angeblichen Erderwärmung erklären:

Höchstwahrscheinlich hat CO2 also gar keinen relevanten Einfluss auf das Klima, denn der Anteil von CO2 in der Atmosphäre ist weit kleiner als der von Wasser(dampf). Der Anteil von CO2 in der Atmosphäre beträgt gerade einmal 0.0385%. Davon sind 0.0070% vom Menschen gemacht – also lediglich ein Anteil von 18% . Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind die weltweiten Temperaturen im Durchschnitt nur um 0.6 Grad Celsius gestiegen. Dieser minimale Anstieg über ein Jahrhundert ist nichts Ungewöhnliches und liegt völlig innerhalb der normalen Bandbreite der natürlichen Schwankungen. Und seit 10 Jahren ist gar keine globale Erwärmung zu beobachten sondern eine leichte Abkühlung. Daraus nun auf eine kommende Eiszeit zu schliessen, wäre aber ebenso falsch. Falsch ist auch die Annahme, dass bei einem Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre auch dessen Einfluss auf das Klima linear zunimmt, denn ab einer gewissen CO2-Konzentration erschöpft sich der Einfluss des CO2, wie sogar in Laborexperimenten nachgewiesen werden konnte.

Wenn wir annehmen, dass wirklich eine Erderwärmung durch einen Treibhauseffekt verursacht wird, dann müsste Wasserdampf um ein Mehrfaches von CO2 dafür verantwortlich sein, da unsere Atmosphäre um ein Vielfaches mehr Wasser als CO2 enthält. Bemerkenswert ist auch, dass der Anstieg der CO2-Konzentration durch die Industrialisierung keinen erkennbaren Zusammenhang mit einer globalen Temperaturveränderung hat und teilweise sogar gegenläufig ist. Damit scheidet der Mensch als Hauptverursacher einer durch CO2 verursachten Klimaerwärmung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus.

Die Sonne als Energiequelle und Motor des Wetters

Der Einfluss der eigentlichen Sonnenstrahlung und ihrer Energie wird in den gängigen Klimamodellen weitgehend vernachlässigt, obwohl die Sonne praktisch die gesamte Energie für die Wärme auf der Erdoberfläche liefert. Sie liefert der Erde innert einer Stunde etwa gleich viel Energie wie die gesamte Menschheit innerhalb eines Jahres an Wärmeenergie durch Verbrennung von Energieträgern frei setzt. Würde die Sonne einfach „per Knopfdruck“ ausgeschaltet, würde die Erdoberfläche innert weniger Minuten vereisen. Bereits kleinere Schwankungen der Sonnenaktivität und damit in der Intensität und den Wellenlängen der Sonnenstrahlen haben einen grossen Einfluss auf den Wärmehaushalt der Erde.


Die Sonne ist ein wilder, glühender Gasofen

Auch das UV-Licht der Sonne und andere elektromagnetische Strahlen haben einen Einfluss auf das Klima. Besonders zwischen der kosmischen Strahlung und der Wolkenbildung scheint es einen grossen Zusammenhang zu geben. Auf die Details dazu werde ich in einem späteren Abschnitt eingehen.

Veränderung der Energiebilanz aufgrund einer globalen Erwärmung

Die Verbrennungsvorgänge auf der Sonne finden unkontrolliert statt und lassen sich nicht auf eine bestimmte Intensität oder Temperatur einstellen. Schwankungen bei der Verbrennung und Strahlungsabgabe von nur 1 Prozent sind daher völlig natürlich und keinesfalls aussergewöhnlich. Um mit der abgestrahlten Sonnenenergie einfach rechnen zu können, wurde die Solarkonstante (E0 = 1’368 W/m2) eingeführt. Sie ist der langjährige Mittelwert der Sonnenstrahlungsenergie, die bei mittlerem Erde–Sonne-Abstand senkrecht auf die Erde auftrifft, ohne durch die Atmosphäre abgeschwächt zu werden. Da die Erde nicht auf einer Kreisbahn sondern auf einer Ellipse um die Sonne kreist, hat die Erde Anfang Januar den geringsten und Anfang Juli den grössten Abstand zur Sonne. Entsprechend ist im Januar die mittlere Sonnenstrahlung 1’420 W/m2 und im Juli 1’325 W/m2. Die Solarkonstante schwankt zudem auch je nach Sonnenaktivität um zwischen 1 bis 2 Prozent. Sie wird aus dem Stefan-Boltzmann-Gesetz abgeleitet und für eine Oberflächentemperatur der Sonne von 5’800 Kelvin ermittelt. Die Solarkonstante ist ein rein rechnerischer und statistischer Wert. Wasserdampf und andere Gase in der Atmosphäre beeinflussen die effektive Strahlungsenergie auf der Erdoberfläche. Zwischen Klima und Sonnenstrahlungsenergie besteht daher eine nur schwer zu berechnende Rückkopplung. Entsprechend weisen Berechnungen in Klimamodellen eine nicht zu vernachlässigende Unschärfe auf.

Zwei Grad globale Erderwärmung bedeuten eine Veränderung um gerade einmal 0.7 Prozent. Wie das? Der absolute Nullpunkt, das heisst die theoretisch tiefstmögliche Temperatur, bei der die Wärmeenergie gleich Null ist, liegt bei minus 273 Grad Celsius. Die Null-Marke unserer Celsius-Skala ist willkürlich gewählt und repräsentiert die Temperatur, bei der der Übergang von Wasser zu Eis und umgekehrt bei Normbedingungen stattfindet. Sie ist also nicht der Nullpunkt für die Messung der Wärmeenergie. Bei einer globalen Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius und 2 Grad Erderwärmung heisst die Rechnung für die Energiedifferenz: 2 / 288 = 0.007 = 0.7%. Wenn nun aber die Sonnenstrahlung von Jahr zu Jahr oder von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ihre Strahlungsenergie um gerade mal 1 Prozent verändert, würde dies eine Veränderung der Temperatur an der Erdoberfläche von rund 3 Grad Celsius bedeuten.

Sonnenflecken und ihr Einfluss auf das Klima

Unsere Sonne leuchtet nicht gleichmässig. Etwa alle 11 Jahre erreicht die solare Aktivität ein Maximum beziehungsweise ein Minimum. Je aktiver die Sonne ist, desto mehr „Flecken“ können auf ihrer Oberfläche beobachtet werden. Bereits Galileo Galilei (1564-1642) hat die Sonnenflecken durch ein Fernrohr beobachtet und deren Veränderungen dokumentiert, auch wenn er ihre Bedeutung damals noch nicht erklären konnte. Im Minimum der Sonnenflecken ist die Sonnenaktivität am geringsten, d.h. die Zahl und Häufigkeit der Sonnenflecken korreliert mit der Strahlungsintensität der Sonne und somit auch mit der Temperatur auf der Erde. Dies lässt sich aktuell sehr gut nachvollziehen. Die Sonnenfleckenaktivität ist zur Zeit in einem Minimum wie schon seit etwa hundert Jahren nicht mehr und seit 2008 hat die Sonne praktisch gar keine Flecken. Entsprechend wächst die arktische Eisfläche um den Nordpol nach dem Rekordtief der Ausdehnung im Jahre 2007 nun wieder rasant. Für die letzten beiden Jahre 2008 und 2009 ist ein Zuwachs von insgesamt über einer Million Quadratkilometer zu verzeichnen, was einem Anstieg von ca. 25 Prozent entspricht.

Die Sonne hat seit 2008 an Strahlungskraft verloren und auch die starke Abnahme der Stärke der Magnetfelder der Sonne spricht für eine nachhaltige Abnahme der Sonnenaktivität. Solche Zeiten verminderter Sonnenstrahlung sind nichts Ungewöhnliches. Während einer Periode von 30-Jahren im Maunderminimum (Periode extrem verringerter Sonnenfleckenaktivität in den Jahren zwischen 1645 und 1715) haben Astronomen nur gerade 50 Sonnenflecken beobachtet verglichen mit den sonst typischen 40’000 bis 50’000 Sonnenflecken. Diese Zeit bildete auch den Höhepunkt der so genannten „Kleinen Eiszeit“ mit vielen sehr kalten, lang andauernde Wintern und niederschlagsreichen, kühlen Sommern. Das Gletscherwachstum war während der Kleinen Eiszeit das stärkste seit der letzten grossen Eiszeit. Die Kanäle in den Niederlanden waren jeden Winter lange zugefroren und auf der Lagune von Venedig war zeitweilig sogar Schlittschuhlaufen möglich. Neuere Studien aus verschiedenen Klimaarchiven belegen die Kleine Eiszeit auf allen Kontinenten bis hin zu den beiden Polkappen.


Sendung alpha-Centauri von 1998 mit Prof. Harald Lesch: Sonnenflecken und Sonnenstürme (siehe auch „Gefleckter Rhythmus – der Sonnenfleckenzyklus“ und „Fleckenfrei macht Winter kalt„)


BBC Exklusiv: Die Sonne – ein Star im Universum

Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung

Die kosmische Strahlung besteht aus kleinsten hochenergetischen Teilchen (hauptsächlich Protonen), die wahrscheinlich bei der Explosion einer Supernova entstehen und mit beinahe Lichtgeschwindigkeit durch das All rasen, bis sie unter anderem auch die Erde erreichen. Ihre mittlere Intensität hat sich seit mindestens 100 Millionen Jahren höchstens um einen Faktor zwei geändert. Die Teilchen tragen in der unteren Atmosphäre zur Wolkenbildung bei, indem sie Ionen als Kondensationskerne für den Wasserdampf bilden. Schliesslich sind H2O-Moleküle Dipole, die sich wie ein Magnet an einem Ion, d.h. einem elektrisch geladenen Teilchen, andocken. Je höher die kosmische Strahlung, desto grösser ist die Wolkenbildung und desto weniger Sonnenstrahlen erreichen die Erdoberfläche, um diese zu erwärmen. Wolken wirken wie ein Sonnenschirm und bringen kühles Wetter, wie wir immer wieder selber bei „schlechtem Wetter“ beobachten können. Das Magnetfeld der Sonne beziehungsweise der Sonnenwind, das ist der von der Sonne ausgehende Teilchenstrom, hält die kosmische Strahlung von der Erde ab, wodurch sich weniger Wolken bilden können, welche die Erde vor den Sonnenstrahlen abschirmen. Entsprechend wird die Erde stärker durch die eintreffenden Sonnenstrahlen erwärmt. Seit den vergangenen 50 Jahren, in denen die kosmische Strahlung direkt gemessen wird, kann eine hohe Korrelation zwischen ihr und der globalen Wolkendichte festgestellt werden.

In den letzten Hundert Jahren hat sich die Sonnenaktivität bis 2007 insgesamt verdoppelt, was wir auch an der gestiegenen Intensivität der UV-Strahlung feststellen konnten. Deshalb verwenden wir Sonnencremes mit viel höheren Lichtschutzfaktoren als früher von 20 bis 30 und mehr. In meiner Kindheit genügte ein Schutzfaktor von 4 bis 7 und 15 galt schon als UV-Blocker. Eine erhöhte Sonnenaktivität hat auch ein entsprechend stärkeres Magnetfeld der Sonne zur Folge, was wiederum die kosmische Strahlung verstärkt abhält und die Wolkenbildung bremst. Dadurch gelangt auch mehr Sonnestrahlung auf die Erde und erwärmt sie. Seit die Sonnenaktivität seit 2008 allerdings wieder massiv abgenommen hat, gelangt mehr kosmische Strahlung auf die Erde und begünstigt die Wolkenbildung. Dies führt zu mehr Niederschlägen und einer globalen Abkühlung auf der Erde, was auch mit den Flutkatastrophen der vergangenen Jahre in Zusammenhang stehen dürfte.

Diese Theorie über den Zusammenhang zwischen kosmischer Strahlung, Wolkenbildung, Sonnenstrahlung und Klimawandel hat der dänische Physiker und Klimaforscher Henrik Svensmark aufgestellt und gilt seither als Begründer der Kosmoklimatologie. Auch wenn der abschliessende Beweis für ihre Richtigkeit noch fehlt, ist sie in ihrer wissenschaftlicher Logik äusserst stichhaltig und durch verschiedenste Beobachtungen und Messungen erhärtet und belegt, wie zum Beispiel die Messungen des C14-Gehalts in Sedimenten, das direkt von der kosmischen Strahlung gebildet wird, zeigen. Der Zusammenhang zwischen den Sonnenflecken, die bei erhöhter Sonnenaktivität entstehen, und damit zwischen Sonnenaktivität und kosmischer Strahlung ist sogar allgemein anerkannt. Physikalisch noch nicht definitiv hinreichend erklärt werden kann der Zusammenhang zwischen kosmischer Strahlung und Wolkenbildung, auch wenn deren Korrelation über die letzten Jahrzehnte bestechend ist. Trotzdem stösst Svensmarks Theorie bei den Klima-Alarmisten auf Ablehnung. Vom IPCC wird er sogar als Ketzer bezeichnet und seine Arbeiten und Ergebnisse werden von den IPCC-Berichten ignoriert. Und dies, obwohl Svensmarks Resultate peer-reviewed sind! Generell wird der Einfluss des Weltalls, dessen Strahlung allgemein und der Sonne im Besonderen auf das Klima auf der Erde vom IPCC auffällig unterschlagen. Im Experiment CLOUD wird nun am europäischen Kernforschungszentrum CERN der Zusammenhang zwischen kosmischer Strahlung und Wolkenbildung untersucht. Die Strahlung wird dafür aus einem Teilchenbeschleuniger erzeugt. Auf die Ergebnisse dürfen wir gespannt sein.

Sehenswert dazu ist der dänische Dokumentarfilm „Das Geheimnis der Wolken“ von 2007, der auf ARTE am Samstag, den 3. April 2010 ausgestrahlt wurde:

Einfluss des Wasserhaushalts auf das Klima

Wasserdampf als das wohl grösste das Klima beeinflussende Gas wird in der aktuellen Klimadiskussion systematisch unterschlagen, obschon bekanntermassen der Wasserdampf in der Atmosphäre einen grossen Einfluss auf die Thermodynamik und damit auch auf das Klima hat. Und tatsächlich hat die Luftfeuchtigkeit einen zigfach höheren Einfluss auf die Erderwärmung als das bisschen CO2 in der Erdatmosphäre. Die Rolle des Wasserkreislaufs und die massiven Eingriffe des Menschen in diesen werden aber von den IPCC-Berichten nur sehr stiefmütterlich und unvollständig behandelt, obwohl die extensive Abrodung der Wälder in gewissen Teilen der Welt einen grossen Einfluss auf die Wasserverdunstung hat. Auch der „Raubbau“ am Grundwasser für die Industrialisierung wird nicht berücksichtigt. Durch grossflächige Rodungen von Wäldern gibt es immer weniger und stellenweise gar keine Bäume mehr, die das Wasser (vor allem in ihren Wurzeln) speichern und die Erosion des Bodens verhindern. Dadurch trocknet der Boden aus und lässt kein Wasser mehr verdunsten. Die Erde trocknet aus und wird zur Wüste. Die Urbanisierung und die damit verbundene Zubetonierung der Erdoberflächen kann als künstliche Schaffung von Wüsten verstanden werden. Der Wasserkreislauf wird dadurch beeinflusst. Die Erde wird durch das fehlende Wasser nicht mehr gekühlt und auch nicht mehr mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt.

Wir brauchen viel und immer noch mehr Energie. Wasser betrachtet wir als eine natürliche Energiequelle und bauen Dämme, um diese nutzbar zu machen. Diese Dämme sind der Herzinfarkt des Wasserkreislaufs. Mit ihnen stoppen wir den natürlichen Fluss des Wassers. Das nun stehende Wasser erwärmt sich durch die Sonneneinstrahlung viel stärker als das vormals fliessende Wasser. Zudem bauen die Nährstoffe und Bakterien den Sauerstoff im Wasser ab, wodurch sich die Wasserqualität massiv verschlechtert. Dieser Vorgang ist beim fliessenden Wasser weit geringer und kann durch die natürliche Sauerstoffanreicherung während des Fliessens kompensiert werden. Zusätzlich brauchen wir Wasser zur Kühlung in den Produktionsprozessen und heizen dieses auf – abgesehen davon, dass wir einen grossen Teil durch Verschmutzung unbrauchbar machen. Die im Wasser gespeicherte Wärmeenergie leiten wir dann „kontrolliert“ in die Ozeane, wo die (wenn auch nur geringfügige) Erwärmung dazu führt, dass mehr CO2 freigesetzt wird. Die Verdunstung wird vom Festland zu den Ozeanen hin verlagert. Wir beeinflussen das Klima durch die Veränderung der Erdoberfläche und den massiven Eingriff in den Wasserkreislauf. Und dann wundern wir uns allen Ernstes über häufigere Überschwemmungen und Dürren. Der durch Menschen verursachte Klimawandel ist nicht auf den CO2-Ausstoss sondern auf die massiven Eingriffe in den Wasserkreislauf zurückzuführen.

Nach der Privatisierung des Bodens folgt nun die Privatisierung des Wassers im naiven Glauben, dass der Kapitalismus und die Kräfte der Marktwirtschaft für die optimale Zuteilung der Ressourcen sorgen würden. Dass dies nicht funktioniert ist offensichtlich und entsprechend regt sich auch Widerstand dagegen. In Australien haben die ersten Gemeinden begonnen, das Abfüllen von Trinkwasser in Flaschen und deren Verkauf zu verbieten – einerseits aus Protest gegen die Monetarisierung ihres Trinkwassers und andererseits zur Unterbindung der Ressourcenverschwendung – Australien gehört mit 3’300 Liter pro Tag und Einwohner zu den Ländern mit dem höchsten Wasser pro Kopf Verbrauch. Private Wasserkraftwerke werden primär nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt. Negative Auswirkungen auf die Umwelt und den Wasserkreislauf werden als Kollateralschaden akzeptiert. Je stärker das Wasser privatisiert wird, desto grösser ist auch der Einfluss der Privatwirtschaft auf das Wettergeschehen und damit auch auf das Klima und seinen Wandel.

Der heisse Erdkern als Wärmequelle

Ein weiterer Punkt blieb bisher in der Klimadiskussion völlig unbeachtet: der heisse Erdkern aus Eisen. Der Erdkern besteht zu über 90 Prozent aus Eisen, was allerdings auch nur eine Hypothese aufgrund der aktuellen Messungen und Beobachtungen darstellt. Mit 5’000 Grad Celsius ist er (gemäss Berechnungen aus den beobachteten beziehungsweise gemessenen Daten in der Erdkruste) fast so heiss wie die Sonnenoberfläche. Der harte Kern wächst gemäss den neusten Erkenntnissen immer weiter und erhitzt dabei er die äussere Kernschale aus flüssigem Eisen. Wie bei allen unterschiedlich warmen Körpern, die miteinander in Kontakt stehen, findet auch hier ein Wärmeausgleich statt. Die Wärmeenergie aus dem Erdkern breitet sich nach aussen bis an die Erdoberfläche aus, wo diese wiederum einen Wärmeausgleich mit den Ozeanen und der Luft vollzieht. Wir messen immer nur die Lufttemperatur knapp über der Erdoberfläche, doch über die Temperatur der Erdoberfläche selber existieren nur sehr wenige, aber keine systematisch erhobene Messdaten für die Klimaforschung. Ein Vergleich der Temperaturen der Erdkruste mit jenen der darüber liegenden Luft findet bislang nicht statt.

Vulkane als Dreckschleudern und Heizöfen der Ozeane

Nicht nur der Mensch verschmutzt die Luft durch Abgase und Freisetzung von giftigen Chemikalien. Auch die Natur selber schleudert ihren eigenen Dreck in die Atmosphäre – sei es der Vulkanausbruch auf dem Meeresgrund im Pazifik nahe der Südseeinsel Tonga oder jener des Eyjafjallajökull in Island. Das grösste Ereignis der jüngsten Geschichte war jedoch der Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf den Philippinen im Juni 1991. Mehrere Eruptionen schleuderten Asche bis zu 34 km in die Höhe. Die Aschewolke bedeckte ein Gebiet von 125’000 km² und führte teilweise zur totalen Dunkelheit. Insgesamt wurden gut 17 Millionen Tonnen an Asche, Aerosolen und Schwefeloxid bis in die Stratosphäre freigesetzt, wo die Vulkanstaubwolken noch bis zu drei Jahre später wirksam waren. Diese  führten vorübergehend zu grossflächigen Temperaturveränderungen und zu einer Verminderung der Sonneneinstrahlung, was auch das Wettergeschehen vor allem auf der Nordhemisphäre merklich beeinflusste. Zudem liessen die Aerosole des Vulkans auch das Ozonloch über der Antarktis auf eine neue Rekordgrösse anwachsen.

Vulkane gibt es bekanntlich nicht nur an Land, sondern die meisten Vulkane sind unter Wasser, wo sie dieses erwärmen. Besonders gut nachvollzogen werden kann dies am „Pazifischen Feuerring„, einem Vulkanring im Pazifischen Ozean. Dort, wo die Vulkane aktiv sind, hat sich die Temperatur des Wassers in den letzten Jahren erhöht, was auch zu einer erhöhten Konzentration des Wasserdampfes in den darüber liegenden Luftschichten geführt hat. Das bestätigen auch die Ergebnisse des Berichts der IPCC Working Group 1 aus dem Jahre 2007, gehen aber leider nicht näher darauf ein. Ändern diese Vulkane ihre Aktivität, verändern sich auch die Wasserverdampfung über den Meeren und die Meeresströme durch die veränderten thermodynamischen Bedingungen. Leider wird der Einfluss von Vulkanen auf die Meeresströmungen, die Wasseverdampfung und das Wettergeschehen von den Klimaforschern in den Klimamodellen gänzlich vernachlässigt.

Die Eisschmelze und der Anstieg der Meeresspiegel

Das Wasser der Meere speichert viel Wärmeenergie. Wenn sich die Meeresströmungen durch tektonische Verschiebungen und Absenkungen beziehungsweise Erhebungen ändern, ändert sich dadurch auch die Wärmeverteilung auf der Erde, abgesehen davon, dass sich auch der Meeresspiegel verschiebt. Dieser Einfluss wurde bislang nicht berücksichtigt. Nicht bedacht wird von vielen Wissenschaftlern, dass ein Anstieg des Meeresspiegels ebenso auch durch eine Absenkung des Festlandes hervorgerufen werden kann und wird. Dieser Effekt dürfte aufgrund der bisherigen Beobachtungen einen signifikanten Einfluss auf den Meeresspiegel haben. Wie Albert Einstein bereits darlegte, kommt es immer auf das Bezugssystem an. Ein Anstieg der Meeresspiegel wäre auch nur für die betroffenen Gebiete an den Küsten eine Katastrophe. Der Grossteil der Landbevölkerung wäre nicht davon betroffen. Aus den persönlichen Problemen einiger Tausend Küstenbewohner auf eine globale Katastrophe zu schliessen, ist nicht wissenschaftlich sondern populisitisch. Wer nahe am Wasser baut, muss schliesslich damit rechnen, dass der Wasserspiegel sowohl ansteigen als auch absinken kann. Nichts bleibt ewig so, wie es einmal war.

Wenn ich höre, dass der Meeresspiegel global um ein paar Centimeter gestiegen sein soll, frage ich mich, wie dies gemessen wurde. Durch Ebbe und Flut und durch den durch Wind und Meeresströmungen verursachten Wellengang ist der Wasserspiegel ständig in Bewegung – zum Teil mehrere Meter pro Tag. 15 Centimeter machen da oft nicht mehr als 5 Prozent aus, was deutlich unterhalb der Messgenauigkeit liegt. Entsprechend sind die Messungen der Meeresspiegel mit Ungenauigkeiten behaftet und auch aus diesen Messungen kann ein globaler, signifikanter Anstieg der Meeresspiegel nicht abgeleitet werden. Alle Angaben zu den durch einen Klimawandel verursachten Änderungen der Meeresspiegel beruhen tatsächlich lediglich auf Modellrechnungen und nicht auf exakten Messungen, weil es diese gar nicht gibt.

Das Eis an den Polkappen und die Gletscher in den Alpen wachsen nicht nur ständig, sondern schmelzen zwischendurch auch immer wieder. Schuld daran ist gemäss einer in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ publizierten Studie der Einfluss der hohen kurzwelligen Sonnenstrahlung in den Sommermonaten. Bereits in den in den 1940er-Jahren hat diese um acht Prozent über dem Langzeitdurchschnitt gelegen und zu einem Gletscherschwund geführt. Von einem „noch nie da gewesenen Gletscherschwund“ in den letzten Jahren kann also keine Rede sein. Studien eines Forscherteams der ETH Zürich haben zudem gezeigt, dass, verursacht durch Aerosole und Wolken, die Sonneneinstrahlung stark variiert und dies somit einen Einfluss auf Klimaschwankungen hat. Das Klima ändert sich laufend und damit variiert sowohl die Niederschlagsmenge als auch die Form des Niederschlags mit entsprechendem Einfluss auf die Gletscherbildung.

Geschichte und Ethik der Klimawissenschaft

Bereits in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts warnten einige Wissenschaftler vor einer Klimaerwärmung durch die Umweltverschmutzung und vor der damit verbundenen Eisschmelze und dem Anstieg des Meeresspiegels, wie im 1958 entstandenen Unterrichtsfilm „Meteora: The Unchained Goddess“ von Frank Capra aus „The Bell Laboratory Science Series“ der Bell Labs zu sehen ist:

Ein gutes Jahrzehnt später drohte uns gemäss einigen Wissenschaftlern von damals eine Eiszeit mit Ernteausfällen, Nahrungsmittelknappheit und einem kleineren für Menschen bewohnbaren Lebensraum auf der Erdoberfläche. In seinem kürzlich erschienen Buch „Chill, A Reassessment of Global Warming Theory“ kritisiert der renommierte Wissenschaftler Peter Taylor die Unwissenschaftlichkeit des IPCC sowie die Korruption in der Wissenschaft, wenn politische und ökonomische Interessen in Spiel sind, und warnt auch heute noch oder wieder vor den Gefahren einer Abkühlung der Erde:

On the basis of his studies of satellite data, cloud cover, ocean and solar cycles, Peter Taylor concludes that the main driver of recent global warming has been an unprecedented combination of natural events. His investigations indicate that the current threat facing humanity is a period of global cooling, comparable in severity to the Little Ice Age of 1400-1700 AD. The risks of such cooling are potentially greater than global warming and on a more immediate time scale, with the possibility of failing harvests leaving hundreds of millions vulnerable to famine.

Ob nun Peter Taylors Prognosen wirklich zutreffen werden, können wir mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht bestätigen – ebenso wenig wie die Prognosen der Klimaerwärmungs-Theoretiker. Denn wie sich das Klima der Zukunft entwickeln wird, wissen wir nicht und wir verfügen auch nicht wirklich über das dafür nötige Wissen und Verständnis, die Klimazukunft vorauszusagen, auch wenn ein paar Klimaapostel gerne das Gegenteil behaupten und die Wahrheit für sich beanspruchen. Gerade deshalb wird die Diskussion über einen Klimawandel und seine möglichen Folgen eben nicht wissenschaftlich sondern politisch ausgetragen.  So herrschen in Sachen Klimawandel die Emotionen über den Verstand und dienen primär ökonomischen Interessen. Schliesslich geht es beim „Kampf gegen den Klimawandel“ um Geschäfte mit einem jährlichen Volumen von bald mehr als zwei Billionen US-Dollar. Da wird auch manch ein Wissenschaftler gerne schwach, wenn genügend von diesem Kuchen für ihn abfällt.