Gedanken und Kommentare zum Zeitgeschehen in der Informationsgesellschaft – Hintergrundinformationen, Kausalzusammenhänge und Anleitungen aus einer ganzheitlichen und interdisziplinären Sicht – technisch, gesellschaftlich, ethisch, wirtschaftlich und rechtlich
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden und heute die Vorratsdatenspeicherung mit äusserst klaren Worten für verfassungswidrig und damit nichtig erklärt. Die Massenspeicherung von Telekommunikationsdaten ohne Grund, d.h. ohne einen dringenden Verdacht oder einen konkreten Hinweis auf eine Straftat, ist unverhältnismässig und unvereinbar mit dem Telekommunikationsgeheimnis. Zudem ist die Sicherheit der Daten nicht gewährleistet und deren Verwendung nicht klar definiert.
Damit haben die deutschen Verfassungsrichter den Rechtsstaat ein Stück weit wiederhergestellt. Das ist gut so und es war auch dringend nötig, der Datensammelwut überwachungswütiger “Staatsschützer” Einhalt zu gebieten. Ein Staat der private Unternehmen dafür rügt, die Privatsphäre der Bürger zu verletzen, weil sie deren Gewohnheiten bespitzeln, von ihnen persönliche Profile für die Werbewirtschaft erstellen und sie mit Diensten wie Google Street-View in der Öffentlichkeit blossstellen, darf nicht selber zur Datenkrake werden. Das Urteil aus Karlsruhe entspricht vollumfänglich meinen Erwartungen und wurde in der Presse und in breiten Teilen der Bevölkerung mit Genugtuung und Erleichterung aufgenommen. Es wird (hoffentlich) auch für andere Staaten in Europa Signalwirkung haben.
Der Abmahn-Taliban Gravenreuth hat sich in seiner Wohnung in München mit einer Schusswaffe das Leben genommen, nachdem er seinen Selbstmord zuvor per Email angekündigt hatte. Der 61-jährige Rechtsanwalt hätte wegen Betrugs für 14 Monate in den Knast müssen.
Ghandy hat bei gulli einen Nachruf verfasst, der alte Zeiten wach werden lässt und wirklich lesenswert ist. Da kommen sogar mir fast die Tränen. Und auch der Wikipedia-Eintrag von Günni ist bereits nachgeführt. » Weiterlesen …
“Ich glaube nur, was ich sehe” ist das Bekenntnis vieler Realisten. Doch können wir uns wirklich auf unsere Augen verlassen?
Wer glaubt, solche Manipulationen beschränkten sich auf Hollywood-Spielfilme, lebt in einer Traumwelt. Die exklusiven Berichterstattungen des US-Nachrichtensenders CNN von der Front im ersten Golfkrieg wurden bereits wie oben gezeigt hergestellt und zusammengeschnitten. Und seither sollten wir die Bilder im Fernsehen mit Vorsicht geniessen.
Als ich seinerzeit die McKinsey-Studie “War for Talent” von 1997 beziehungsweise 2001 deren zweiten Teil las, wurde mir bewusst, dass ein grundlegender Wandel auf dem Arbeitsmarkt in vollem Gange war. Mittelmässigkeit galt als verpönt, geschweige denn alles was darunter lag. Nur noch die besten Mitarbeiter mit klar überdurchschnittlichen Leistungen waren gefragt. Die Perfektionierung der Leistungsgesellschaft war zum Programm von Unternehmen geworden, die sich zu den weltbesten zählen wollten. Wer es wagte, dies kritisch zu hinterfragen, lief Gefahr, als Weichei und Leistungsverweigerer abgestempelt zu werden. Seither werden “Low Performers” systematisch eruiert und ausgemustert. Nur die sogenannten “High Potentials” und “High Performers” sind gefragt. Doch, was geschieht mit den anderen? Haben sie ihre Existenzberechtigung in dieser Gesellschaft verloren?
Mit der “Entrückung” anderer kann man Geld verdienen, das US-Patentamt zeigte sich wieder einmal von seiner völlig inkompetenten Seite und eine Schulgemeinde glaubte, ihre Schüler über die Webkamera deren Notbooks auch zuhause überwachen zu müssen, und steht nun vor Gericht.
Vom Glauben der anderen profitieren
Damit Christen in den USA, die an ihre kurz bevorstehende Entrückung in den Himmel glauben, ihre irdischen Haustiere nach ihrer plötzlichen Himmelfahrt in guten Händen wissen, betrauen sie Atheisten mit deren Betreuung. Darauf beruht das Geschäftsmodell von Bart Centres Dienst “Eternal Earth-Bound Pets“, für den er ein Netz von ungläubigen Tierpflegern aufgebaut hat. Naja, so lassen schliesslich auch orthodoxe Juden am Sabbath alles ihnen Verbotene von sogenannten “Shabbat Goys” verrichten. Für irgendetwas sind auch die Ungläubigen immer zu gebrauchen. (Quelle: heise TELEPOLIS)
Die Volkswirtschaftskunde ist wohl jenes Unterrichtsfach, in dem an unseren Schulen am meisten Unsinn erzählt wird. Alles, was über das Geld erzählt und “gelehrt” wird, ist nur die halbe Wahrheit und der Rest ist nur belangloses Geschwätz. Die meisten Lehrer tun dies ihren Schülern nicht einmal aus böser Absicht an, sondern weil sie es selber nicht besser wissen, da ihnen schon in ihrer Ausbildung die gleiche Scheisse (excuse my french!) der gleiche Vodoo-Humbug erzählt wurde:
Zu meiner Schulzeit konnte ich mich mit solchen intransparenten Erklärungen nicht zufrieden geben und hatte dabei immer so ein komisches Gefühl im Bauch. Natürlich habe auch ich den ganzen Mist in den Prüfungen 1:1 wiedergegeben, damit ich gute Noten bekam. Es war mir aber nie wohl dabei. Heute weiss ich warum.
Im Folgenden möchte ich zur allgemeinen Aufklärung beitragen und den geneigten Leser auf eine Reise der Erkenntnis mitnehmen. » Weiterlesen …
… oder wie man 100 falsche Freunde in 33 Tagen findet.
Eigentlich begann alles ganz harmlos, als ich mir im Herbst 2008 ein eigenes Profil im Gesichtsbuch anlegte. Dies nur deshalb, weil man sich nur als registriertes Mitglied auf der Plattform umschauen kann. Und da ich nicht bloss aus zweiter Hand über die Aktivitäten auf einer der grössten sozialen Netzwerke informiert werden wollte, blieb mir schliesslich nichts anderes übrig. Ich tat dies jedoch nicht unter meinem eigenen Namen sondern unter einem Pseudonym und lediglich mit einem Symbolfoto. In den letzten Wochen wurde eine spannende und aufschlussreiche Geschichte daraus.
Im Zusammenhang mit der CD, die angeblich Finanzdaten von deutschen Steuersündern enthalten soll, ist immer wieder von einem “Datenklau” die Rede. Wie schon bei der “Raubkopie” ist der Begriff jedoch irreführend und gibt den Sachverhalt nicht korrekt wieder, da Daten aufgrund ihrer digitalen Natur und mangels Körperlichkeit niemals entwendet sondern lediglich kopiert werden. Weil die Daten dabei nicht abhanden kommen und verschwinden, sondern weiter unverändert an ihrem ursprünglichen Speicherort verbleiben, ist die unberechtigte Erstellung einer Kopie nur schwer nachvollziehbar und nachweisbar, wenn der illegale Kopiervorgang nicht einwandfrei und lückenlos durch die Systeme mitprotokolliert wird. Aber oft nicht einmal dann kann der Täter eindeutig identifiziert werden.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gestaltet sich die Suche nach einem neuen Job besonders schwierig. Sei es nun, dass man den Job verloren hat und dringend einen neuen braucht oder dass man sich im aktuellen Job unwohl oder langweilt fühlt und mit einer “neuen Herausforderung” seinem Leben einen neuen Sinn geben möchte. Die Gründe für einen Stellenwechsel sind so vielfältig wie das Leben.
Wer schon einmal das volle Programm durchgemacht hat, kann dabei durchaus Parallelen zu Casting-Shows im Fernsehen erkennen. Man fühlt sich vorgeführt und ausgestellt, muss alle Fragen von unangenehm bis doof beantworten, soll dabei stets voll motiviert und kompetent wirken und in jeder Lebenslage einen seriösen und sympathischen Gesamteindruck hinterlassen. Nicht selten durchläuft man einen regelrechten Spiessrutenlauf, bis man am Ziel seiner Jobträume angekommen ist. Sich bewerben hat oft etwas “Nuttiges”. Einfach so aus Spass tut sich das niemand an.
Dass die Einführung sogenannter Nacktscanner an den Flughäfen einen erheblichen Sicherheitsgewinn bringt, glauben nur ein paar paranoide Politiker und die Hersteller der Geräte selber – jedenfalls behaupten sie dies. Wer ein bisschen etwas von Physik versteht und ein bisschen Kreativität besitzt, kann die Scanner leicht überlisten. Wie einfach das ist, zeigt uns der Physiker Werner Gruber:
Wenn ein hoch angesehener Journalist und Reporter vom Format eines Peter Scholl-Latour in einer Diskussionssendung zum Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan laut und enerviert über die Medien und ihre Lügen schimpft, ist die Kacke am Dampfen:
Etwas gefasster erklärte er seine Einschätzung der Lage im “auslandsjournal” (Anmerkung vom 01.03.2010: Das Video wurde leider zensuriert) oder zusammen mit dem ehemaligen US-Botschafter John Kornblum als Gast von Friedmans Talk-Sendung “Im Zweifel für …” im Jahre 2004: